Chile                                       Zu den Bildern

Santiago de Chile(2.11.11).Angekommen rufen sie uns gleich am Flughafen mal aus, um uns Gruesse von Air France persoenlich auszurichten: unser Gepaeck haben sie lieber mal noch in Paris behalten, die Rucksaecke seien so schoen!! Jetzt haben wir den 2 .Tag Sightseeing Santiago hinter uns und warten immer noch auf unsere schoenen Rucksaecke!!

Wir sind privat bei Freunden untergekommen, es geht uns prima und eigentlich koennte die Reise weitergehen.....

Auf dem Weg nach Patagonien

Mit Gepaeck ausgeruestet (!) gehts dann doch noch im Nachtbus los nach Pucon (5.11.11).Bei schoenstem Sonnenschein(der eher die Besonderheit in Pucon zu sein scheint) und bester Aussicht auf den dampfenden Vulkan geniessen wir 2 volle Tage mit Einstiegswanderungen auf den Wegen der Mapuchi Indios. Wir treffen unsere erste Vogelspinne live mit nem Durchmesser von 10cm. Hier wird sie kleine Huehnerspinne "araña pollito"genannt, da sie so gefaehrlich wie ein Huhn ist :-)!

Ach ja, und wir trinken unseren ersten Pisco Sour!

Beim Stoppover in Valdivia(6.11.11),einem netten Hafenstaedtchen, ist Michael gar nicht mehr von(m) Kai wegzukriegen, da er Freundschaft geschlossen hat. Nicht mit Kai, sondern den Seeloewen und Pelikanen, die hier den ganzen Tag die Reste des Fischmarktes vertilgen.

Und endlich koennen wir unser Gepaeck umpacken, Regenjacken raus, Sonnenbrillen rein!

Angekommen in Puerto Varas(7.11.- 10.11.11) regnet es in Stroemen!

Beautiful Puerto Varas! Wir haben das Super Los gezogen mit einer phantastischen Unterkunft und da sich mein verrengtes Kreuz erholen will, halten wir den Ball flach und machen Ausfluege fuer Handicappeds und andere, u.a. nach Fruitillar zum Nestletheater mit der wohl besten Toilette in ganz Chile und Petroqué, Wasserfaellen in der Naehe. Dort sehen wir endlich den V. Osorno in seiner vollen Pracht!

Chile / Patagonien

In Puerto Montt (11.11.11, der Tag , an dem andere heiraten :-)) besteigen wir die Navimag Faehre, die uns 1000 km in 4 Tagen/3 Naechte nach Sueden bringt. Glueckskinder, wie wir nunmal sind, haben uns die Navimags ein grosses Geschenk gemacht: 4er Kabine mit eigener Toilette, 2oo$ billiger als sonst und unsere schottische Kabinenbesatzung Mary (Barbie) und Ken passen uns bestens! Den ersten Tag geniessen wir noch vollstens in der Sonne, ab dem zweitens, raue See, Regen, Wolken im Wechsel und wir, die abgehaertesten Seebaeren des Ozeans immer vorne an Deck, ein Bild wie in der Titanic, nur bei schlechtem Wetter! Gesichtet werden: eine Orcawalflosse, schwarz/weisse Delfine, Pinguins, Millionen Kormorane, natuerlich lustig springende Seehunde und zwei Kondore in sehr weiter Ferne!!! Man munkelt, dass die Wale hier wohl franzoesischer Abstammung seien und sich, wie die Franzosen meist, wohl im Streik befinden ;-)! Ab dem zweiten Tag abends fahren wir auf die offene See hinaus und schlagartig haben mindestens 2/3 der Passagiere keinen Hunger mehr, werden sehr weiss im Gesicht oder starren nur noch auf einen Fleck. Wir denken auch mal kurz drueber nach und hauen uns dann den Bauch mit Spaghettis voll :-))))

Der Spuck ist am naechsten Morge vorrueber, da wir die offene See wieder verlassen haben, wir machen kurzen Landgang auf Puerto Eden, einem nativ Dorf und kehren dann in einen Fjord zum Gletscher Pio Eleven, ein kleiner Arm des Campo del Hielo Sur (Gebiet des suedlichen Eises), dieses grossen Gletschergebietes im Sueden Chiles. Die Farben sind ueberragend, der Eindruck gross!!! Vor uns tanzt ein Seeleopard und die Schiffscrew besorgt per Beiboot Eis fuer die Drinks am Abend!

Ankunft in Puerto Natales (14.11.11) nachmittags, wir uebernachten bei einer chilenischen Familie, die wahrscheinlich hygienetechnisch kein Vorzeigebeispiel Chiles ist. Trotz guten Schlafs in voller Montur, ergreifen wir am naechsten Tag die Flucht. Das Wandergebiet Torres del Peine ( die Dolomiten sind auch schoen und Gletscher gibts wieder in Argentinien) lassen wir ungesehen hinter uns, da es nur per Zelt erschwinglich waere und dafuer ists zu kalt! Geistig stellen wir uns bereits ein wenig auf Argentinien ein und planen unsere weitere Reise in Punto Arenas (15.- 18.11.11).

Highlight unseres Aufenthalts ist unser Spontanausflug"raus aus der Stadt". Wir laufen also los auf der staubigen Schotterpiste und finden einen netten Flusslauf zum picknicken, dem wir dann auch folgen. Mit Blick auf die Magellanstrasse finden wir das Wasserressort der Stadt, dessen Stausee wir umrunden. Eine Idylle von Moewen  und Magellangaensen laedt uns zur frohlichen Vogeljagd ein, Micha rennt und ich fotografiere....am Ende des Tages stehen wir dann vor einem zu oeffnendem Tor mit einem grossen "Eintritt verboten" Schild. Leider koennen wir nur wenig spanisch und der Tag an unserem "verbotenen See" liegt ja nun auch schon hinter uns! :-)

Argentinien / Patagonien     Zu den Bildern

Am naechsten Tag gehts dann mit dem Bus ueber eine wunderschoene Anhoehe nach Argentinien ohne grosse Buerokratie. Wir erreichen El Calafate (18.11.11-20.11.11) noch am selben Abend und sind ein wenig ueber die Preise geschockt. Trotz gegenteiliger Aussagen ist Argentina viel teurer, das Obst und Gemueseangebot im Supermarkt ein qualitaiver Schock! An Essen gehen ist gar nicht zu denken! Egal! Es gibt Wichtigeres!

Guten Mutes geht dann am naechsten Tag weiter zum wohl allergeilsten Gletscher der Welt (wir lassen uns gerne auch noch von weiterem ueberzeugen?!)- Perito Moreno, ohne Worte! Dieser wandert taeglich 2 m und kalbt ohne Ende! Wir duerfen zum guten Schluss nochn kleines Filmchen ueber nen echt klasse Abbruch drehen, danke, lieber Gott!!!

Auf gehts zum Wanderparadies number one in Argentina  El Chalten (20.11.11-26.11.11).

Das Ankunftswetter laesst zu wuenschen uebrig und die Silhouetten lassen erahnen, dass da wohl ein schoenes Bergmassiv dahinter steckt. Doch schon des Morgens erstrahlt die ganze Bergkette des F(r)itz Roys 3405m samt Gletscher im Sonnenschein, ein perfekter Tag fuer die 8 Std. Wanderung zum Aussichtspunkt Tumbado. Abends erschoepft, aber gluecklich, kehren wir ein, bei unserer besten Freundin Mathilda und das taeglich, die naechsten 5 Tage (Tacos und Stoutbeer vom Feinsten!). Die naechsten Tage begleitet uns starker Wind und haeufiger Regen bei unseren Wanderungen in diesem wunderschoenen Tal. Dafuer finde ich endlich Gelegenheit fuer die ersten2 Yogastunden,- soo schoen!!!

Wir bewaffnen uns noch mit Literatur fuer unsere Weiterreise und es geht wieder los, diesmal Nachtfahrt ueber weitgehende Schotterpiste Richtung Perito Moreno, die Stadt.

Da uns diese Stadt null gefaellt, besteigen wir den naechsten Bus noch am gleichen Nachmittag Richtung Kueste, Caleta Olivia und da es uns dort auch nicht gefaellt, duesen wir mit nem weiteren Nachtbus gleich durch Richtung Puerto Madryn. Reisezeit gesamt:36 Std. Soll nochmal jemand sagen, Urlaub sei Entspannung?! :-)

In Puerto Madryn (27.11.11-30.11.11)

Unser Hostel heisst "el retorno" (der Zurueckkehrer) und das scheint ein Zeichen zu sein, auch wenn es uns und unser Budget in die Miesen jagt. Die naechsten 3 Tage sind der Hammer! Whalewatching (die Wale koennten etwas aktiver sein), Seeelefanten (unser Favorit, die einzige Kolonie ausserhalb der Antarktis, noch kein Nationalpark und sooo suess!!!) und natuerlich Pinguins (eine halbe Millionen Pinguine mit Babys, frisch geschluepft aber ein bischen haesslich ;-). Die Bilder sprechen fuer sich!

 

Adios maravilloso Patagonia!

 

 

Argentinien - der Nordosten

Auf dem Weg nach BA Stopp in Bahia Blanca (1.-4.12.11), einem ruhigen Nest, um uns neu zu sortieren, heisst: Bilder runterladen, Waesche waschen und alle Aktivitaeten des Hostels nutzen! Michael ist der Gewinner sowohl im Tischtennis, als auch beim Billiard! Anfaengerglueck!!! Uns steht Zugfahren bevor, um ein Vielfaches billiger als Bus, allerdings gibts davon nur noch ca.5 Zugstrecken in ganz Argentinien, also eine Besonderheit fuer uns.

Auf gehts im Superzuckelzug und auch noch Pullmannklasse (was auch immer das ist) nach Buenos Aires! Abfahrt 19.40 puenktlich, Ankunft 10.15 Uhr naechster Tag!

Buenos Aires (5.12.- 8.12.11) scheint eine sehr vielseitige Stadt, vorallem am WE! Zum Glueck reisen wir unter der Woche und uns ist auch so schon genug los. Wir "fluechten" in den gutgepflegten Zoo und versuchen dann im chinesischen Barrio chinesische Medizin zu kaufen. Man verweist uns mit dem Hinweis, doch besser nach China zu fahren, aus den Laeden raus. Mit der ueblich chinesisch offen freudigen Herzlichkeit fuehlt es sich an, "wie a Rennschelln anstatt Rengchen, das chin. Medikament" ;-). Na wartet, nach China fahren wir auch noch!

Highlight ist der Caminito, mit an allen Ecken Tango tanzenden Argentiniern und weil es zum guten Stil gehoert, besuchen wir auch Evita (1952-1982), Fastheilige fuer viele Argentinier.Die Innenstadt bereitet sich auch die Reelectionfeier von La Kristina (K.Fernandez Kirchner, same as Angi Merkel) vor und so buchen wir frohgelaunt die naechte Bahnstrecke!

In Rosario (8.12.-10.12.11) kommen wir dann mit unserer Pullmannklasse laessige 

2 Std. und spaet am Abend an. Es ist langes Wochenende, alle Quartiere voll oder ueberteuert. Endlich "ein Loch" gefunden, wagen wir uns in ein Hostel vor, das keinen Platz fuer uns hatte und treffen mit Emanuelle und seinen Freunden genau die Richtigen fuer einen Rundzug in Rosario. Danke fuer die schoene Lokalnacht! Wir geniessen den naechsten Tag in beautiful Rosario, nette Studentenstadt (1.2 Mio.), in der man sich lange aufhalten koennte. Auf jeden Fall ein Tip in Argentina!

Weitergehts nach Cañada del Gomez (10.12.- 14.12.11), wir folgen der Einladung von Hugo und Mirjam, die wir auf der Navimagfaehre bei einem Mate (gesellige Teezeremonie, alle trinken aus einem Becher/ Matero) kennengelernt haben. In den folgenden 4 Tagen lernen wir die ganze Familie sehr schaetzen und tauchen mit ein ins argentinische Familienleben. Neben dem Besuch des lokalen Basketballteams, interessanten politischen Gespraechen, feinster Kochkunst, Spanischlernens mit "la Vaca", Auszeichnung als Peronsitosbaeckerin und dem Erleben von noch so vielen schoenen Momenten, gestaltet den Abschlussabend nochmal ein richtiges argentinisches Asado (gegrillte Schlachtschuessel von Blutwurst bis zur Rippe) mit der ganzen Famile. Eine ganz herzliche Einladung an alle Familienmitglieder, falls sie Deutschland besuchen moechten! Wow, das war echt schoen!!!

Noch nicht wissend, wie wir ohne Mirjams Kueche ueberleben sollen, fahren wir weiter nach Puerto Iguazu (15.12.-21.12.11) zum Dreilaendereck Argentinien/ Brasilien/ Paraguay!

Zum absoluten Highlight, fuer den Besuch des Cataratas Iguazu, Garganta Diabolo gibt es keine Worte, nur enorme Gefuehle, die die Kraft diesen grossartigen Wasserfalls losloest.

Wir waren beide sehr ergriffen, beschlossen daher auch, diesen nicht mehr von der brasilianischen Seite zu besuchen, da nichts mehr zu toppen war.

Neben laessigem Swimmingpool chillen, entwickeln sich auch weitere Planungsgedanken und so schnuppern wir schon mal mit einem Tagesausflug nach Paraguay, Ciudad del Este. Zollfreier Shoppinghorror und Vorbehalte bezueglich Paraguay entstehen und so bleiben wir lieber noch ein bischen aufgehoben in Argentinien. Ein Konzert im Ort mit Diego Torres (kennt den jemand?), fuer uns der Sascha von Argentinien, laesst uns noch ein schoenes Abschlusskonzert mit vorgezogenem Silvesterfeuerwerk (30 Min. + megariesig) erleben.

We are ready for Paraguay! Sommos preparados por Paraguay! Paraguay, wir kommen...

22.12.11, auf in Richtung Weihnachten :-))

 

Paraguay                               Zu den Bildern

Unser grosser Reisetag ins neue Land! Laeuft wie am Schnuerchen, an der Grenze Argentinien ausm Bus raus, Ausreisestempel rein, Brasilien kurz durchquert, an der Grenze Paraguay ausm Bus raus, Einreisestempel rein, dann dem Bus nachrennen mit 15 kg Gepaeck und grade noch erwischen! Uff! Angekommen am Busbahnhaf, direkter Anschlussbus nach Encarnation (22.12.-27.12.11), wow, und ploetzlich haben wir viiiel Zeit die Umgebung zu betrachten. Den besten Rumpelbus mit den meisten Stopps haben wir gewaehlt! Kleiner Anfaengerfehler...aber auch die kommen irgenwann an!

Und so freuen wir uns dann abends ueber die gefundene saubere Unterkunft in Encarnation bei einer paraquayanisch/japanischen Familie mit deutscher Abstammung. Ueberhaupt gibts hier viele verschiedene Einwanderungsgruppen, was das Land sehr interessant macht. Encarnation, die Perle des Suedens, eine nette Stadt, schlappe 37 Grad heiss im Moment.

Alles steht im Zeichen der Weihnacht...so also auch wir und wir werden schon gewarnt, dass so gar nichts geoeffnet hat an Weihnachten. Die halbe Stadt wurde 2010 schon geflutet, wen wunderts ,wenn also alles geschlossen bleibt! Ja, und so ruesten wir uns mit Tuetensuppen!

Am 24.12 regnets dann auch noch in Stroemen, was fuer diese Jahreszeit sehr ungewoehnlich und somit ein Weihnachtsgeschenk fuer Paraguay ist. Nachts um 0 Uhr gibts dann ein grosses Weihnachtsfeuerwerk, das Erste in unserem Leben!

Mit einem der ganz raren Busse am 1. Weihnachtsfeiertag (der Busfahrer musste erst ueberredet werden) besuchen wir die Jesuitenruinen Trinidad del Parana (UNESCO 1993)aus dem 17. Jhrt., am wenigsten besuchtes Weltkulturerbe ihres Zeichens. Beim Versuch des Nachhausetrampens haben dann alle ihre Freude und demonstrieren diese mit Winken, Hupen etc., nur keiner nimmt uns mit! Wie schoen kann dann ein voellig ueberfuellter Bus mit Stehplatz in eigenem Saft sein...erinnert an Weihnachtsbraten...hmmm!

Hier gibts keinen 2. Weihnachtsfeiertag und alles ist wieder normal, chilling am Pool des Hotels Tirol, wohl einst die geliebte Herberge des Koenigs Juan Carlos I. !

Der naechste Rumpelbus (diesmal nur Rumpel ohne uebermaessige Stops) fuehrt uns per Nachtfahrt nach Asunction, Hauptstadt von Paraguay! Nachts um ca.5 Uhr qualmts und stinkts und wir stehen im Nirgendwo. Dank der Busfahrer schaffen wirs doch noch zur Busstation nach Asunction (27.12.-28.12.11).

Wir entdecken einen historischen und einen sehr modernen Teil der Stadt bei 41 Grad und sind dann doch aufgrund der Hitze ganz froh, unsere Reise fortzusetzen. Per Nachtfahrt verlassen wir die Stadt in Richtung Filadelfia, einer mennonitischen Siedlung 300km noerdlich von Asunction.

 

Mal sehen, welchen Rumpelbus wir diesmal ziehen :-)))....

 

Ein Airconbus mit Fensterscheiben ist es, der uns sicher nach

Filadelfia, Fernheim (29.12.- 31.12.11) bringt. Hier spricht man deutsch!!! Und das erscheint uns wirklich merkwuerdig, wunderbares exzellentes Hochdeutsch! Die Mennoniten, aus Europa und Russland ab 1930 aus religioesen Gruenden ausgewandert, bekamen den Chaco (genannt auch gruene Hoelle, eigentlich unkultivierbar) zugewiesen und haben es tatsaechlich mit viel Fleiss, Schweiss und Blut geschafft, diesen Teil von Paraguay (Py) zu kultivieren. 2 Tage verbringen wir mit Heimatmuseum, verschiedenen Gespraechen und Infos ueber das Zusammenleben mit den indigenen Gruppen, die Sozialstruktur und persoenlichen Erlebnissen der Personen. Im Supermarkt, sowie an manchen Stellen im Ort haengen Bibelzitate, die christliche Freundlichkeit ist deutlich und unaufdringlich spuerbar. Die Mennoniten hier bezeichnen sich selbst als gemaessigt, was heisst: keine Einheitskleidung, kein uebermaessiger Verzicht auf Luxus (z.b. Autofahren), jeder so, wie er moechte im christlichen Sinne. Leider koennen wir den Chaco an dieser Stelle nicht weiter erkunden, da kurz vor Silvester jeder mit Vorbereitungen beschaeftigt ist.

Zu dem Leben der Leute hier koennen wir nur sagen: Hut ab und Wow!

Eigentlich kann man hier nicht leben!

 

Endlich wieder im Rumpelbus fahren wir nach Conception (31.12.12-03.01.12), dem Hafen unserer geplanten Bootstour ab 03.01.12.

Anders als alle anderen Aussagen finden wir Conception echt klasse. Viele junge Leute, die mit ihren Autos Hunderunden (Vuelta del Perras) um die Stadt fahren mit weitgeoeffnetem Kofferraum und Megaboxen mit trendiger 80ger Jahre Musik oder paraguayanischer Hipmusik. Am Hafen baut man schon die Buehne auf, fuers Silvesterfest! Hier sind wir richtig, in Filadelfia waeren wir vielleicht an Monotonie verstorben. Schnell noch ein Huehnchen und Bierchen und dann noch mal kurz abgelegt, und...

aufgewacht um 3 Uhr nachts, Silvester verschlafen und viel zu muede, um nochmal loszuziehen! Ein Gutes hat es, Fitness pur am 01.01.12!

Nur schade, dass wir nicht mitbekommen haben, wie die Paraguayos feiern!!!

Wir nutzen die Zeit, fuer unseren Bootstrip einzukaufen und geniessen die nette, quirlige  Stadt! Und dann gehts los, wir legen ab mit der Aquidaban (03.01.- 06.01.12). Geplante Route: 3Tage fuer 550km, sozusagen Rumpelboot statt Rumpelbus mit Stop in jeden Dorf mit mehr als 3 Hausern!

Das Boot faehrt nur 1x die Woche und ist voll bis unters Dach, 135 Personen (in der Regenzeit bis zu 250 Ps., wenn die wenigen Zufahrtswege weggeschwemmt sind), bepackt vom Huhn bis zum Schrank. Wir finden 2 Sitzplaetze auf dem Motor des Bootes (nur nicht Stehen!) und zu den 43 Grad Aussentemperatur kommen nochmal 5 Grad vom Motor hinzu.

Nein, nein, ganz doof sind wir nicht...sind wir doch stolze Besitzer einer von 6 Kabinen, sprich 2 von 20 Schlafplaetzen des Bootes. Der Rest der Besatzung schlaeft in Haengematten oder auf dem Boden z.B. vor unserer Tuer ;-)! Dazu gibts noch ganze 4 Toiletten fuer alle, die gleichzeitig auch als Dusche benutzt werden koennen!

Zu uns gesellt sich im Laufe des Tages noch 2 paraguayanische Rugby Nationalspieler, die es schaffen, waehrend der ganzen Zeit an Bord immer Eis fuer kalte Getraenke zu besorgen. Wie Sie es machen, entzieht sich unserer Kenntnis, auf jeden Fall betrinken wir den ersten Sonnenuntergang mit einem gemeinsamen Drink aus einen Airconzylinder- eiskalt! An Schlafen ist kaum zu denken in unserer Luxussuite, die Matraze grillt den Koerper von unten bei gefuehlten 50 Grad. Am zweiten Klebetag finden wir einen besseren Platz, an dem manchmal ein kleines heisses Lueftchen vorbeiweht , es gesellt sich Anna zu uns (Slowakei, 60 Jahre, alleinreisend) und wieder treffen wir abends unsere Freunde Alex und Juanma, um den Sonnenuntergang zu zelebrieren. Endlich 2 Grad kuehler!

Unser Boot, von dem wir zunaechst dachten, es sei ein reines Transportschiff, um Doerfer zu beliefern, entwickelt sich mehr und mehr zum fahrenden Supermarkt je weiter wir in die Regionen der indigenen Bevoelkerung kommen, die dann das Boot "stuermen", um Gemuese und Obst etc. einzukaufen. Den Hoehepùnkt erreicht dieses in der dritten Nacht, als durch Taschenlampensignalen bemerkbar gemacht, die Chamacoco Indios tatsaechlich mit Stammesgeheul das Boot begruessen. Man mahnt uns, auf unsere Sachen gut aufzupassen, erzaehlt uns aber gleichzeitig, dass eher Schuhe statt Geld abhanden kaemen. Also Dinge, die im wirklichen Leben eher von Bedeutung sein koennen. Das alles beobachten wir an Bug des Schiffes mit einer feinen Brise frischen Windes auf Holzcampingstuehlen, die noch ausgeliefert werden wollen. :-)

Was unbedingt doch erwaehnt werden mag.... von Bord wird wirklich ALLES in den Fluss geworfen und gleichzeitig ist er die Grundlage allen Lebens in dieser Region. An Bord geniessen die meisten ebenso ihren Terére (kalten Matetee) mit leckerem Flusswasser. Wir lehnen immer freundlich ab und sind froh, unser Wasser dabei zu haben...!

Fazit der Bootstour: kleines Ueberlebenstraining mit unglaublich interessanten Eindruecken/ Beobachtungen, ein Wahnsinnserlebnis und 2 neugewonnene Freunde!

Angekommen in Bahia Negra (06./07.01.12) geht dann einfach gar nichts! Oedes Kaff, nada possible, kein eines Bett der 3 klapprigen Unterkuenfte und irgendwie alles komisch! Zum Glueck gehts selbst unseren paraguyanischen Freunden so und am Ende organisiert ein Bootsbekannter das Haus seiner Oma fuer uns Fuenf! Abends wird schwer aufgekocht und am naechsten Tag gehts weiter mit nem gecharterten Miniboot (Lancha)nach

Tres Gigantes (07.01/08.01.12) Nationalpark und eigentliches Ziel! Tres Gigantes hatte dann doch 2010 ganze 87 Besucher, 2011 knappe 100 Besucher,- kaum zu glauben! Der Rio Paraguay wechselt am Uebergang zum Rio Negro seine Farbe von hellbraun nach schwarz, ein wenig unheimlich und gleichzeitig veraendern sich Flora und Fauna komplett. Voegel, Kaimane, sogar Herr Riesenflussotter gibt sich die Ehre...!

Wir haben alles richtig gemacht und geniessen einen Tag und eine Nacht an diesem wunderbaren Fleck Erde!

Unser Ausreisestempel treibt uns voran und so sind wir mit Bolivien am 09.01. verabredet!

Unser gecharterter Bootsmann fuer die Rueckfahrt von Tres Gigantes ist erst mal mit dem bereits bezahlten Geld fuer Hin -und Rueckfahrt nach Brasilien zum Fischen durchgebrannt, kommt also nicht mehr vorbei. Dank der Betreiberinnen der Lodge fahren wir mit dem Hausboot fuer etwas mehr Geld (mmmhh) zurueck nach Bahia Negra. Es ist Vollmond, ein Traum und so richtig romantisch wird es, als die ersten Haeuser des Dorfes in Sicht kommt! Der Sprit ist aus! Kein Rattern des Motors mehr, nada, nunca...also paddeln was das Zeug haelt bis zur ersten Sandbank, an der wir dann steckenbleiben! "Aventura no buena" sagt Anna und so ziehen wir die Schuhe aus, raus ausm Boot, rein ins Wasser und Schleppen, Ziehen, Schieben, was das Zeug haelt. Alles sehr aufregend und zuguterletzt flitzt noch ne 3 m lange Anakonda an uns vorbei, also wer mehr erschrocken ist (die Schlange oder wir), weiss keiner mehr! Der Ausgang des Abends : 33 Bierdosen und eine Flasche Schnaps !!!

 

Nach einer Stunde Schlaf gehts mit unserem "Schlepper" Don Aliche per Boot den Rio Paraguay hoch nach Bolivien! Dort gibts keine direkte Grenze, nur eine Militaerstation und spezielle Transportmoeglichkeiten fuer unseren Don, der wiederum einen bolivianischen Amigo organisiert hat, der uns per 4 Radantrieb zum offiziellen Grenzpunkt (164km) bringen soll. Der kommt auch tatsaechlich- Hurra, und eines faellt gleich auf und bestaetigt sich fuer uns in Bolivien:

Viele Leute mit ohne Zaehne und die Backen dick! Kein Zahnschmerz, sondern Kokablaetter zum fitbleiben!

Bei der Fahrt gibts wieder viel "Naturaleza" zu sehen und nach 4 Std. sind wir dann auch an der Grenze Boliivia/ Brazil mit unserem paraguayanischen Ausreisestempel aus Conception :-)). Am selben Tag noch zur Grenzdame vorzudringen, erscheint uns angesichts der Menschenmassen unmoeglich, die Prozedur und Disorganisation grenzt an Menschenquaelerei! Stundenlanges Warten in praller Sonne, keine Toilette, eine Schlange ueber Strassen hinaus! Die Presse ist uebrigens auch grad da, um die Umstaende zu dokumentieren, obs hilft ist fraglich! Zum Glueck brauchen wir nur den Einreisestempel und sind ab 4 Uhr nachts am Start, ab 8 Uhr oeffnet der Uebergang! Endlich geschaftt! Gluecklich ueber unseren Einreisestempel, nix wie weg hier!

 

Bienvenidos Bolivia!

Bolivien                                  Zu den Bildern

Da wirs eilig haben, hier wegzukommen, verzichten wir auf romantisches 9h Zugfahren ( Infos kriegt man hier eh keine, Tickets auch nicht) und nehmen den 5 Std Bus nach Chochis. Dort duerfen wir erst mal in der Nacht verhandeln, dass wir unsere Plaetze behalten, die doppelt gebucht wurden und abgesetzt werden wir an der Hauptstrasse Richtung Chochis im Nichts und bei Nacht. Alles prima! Bienvenidos Bolivia! Ueber Chochis wissen wir nix, nur das es schoen sein soll, laufen also mal los in Richtung Dunkelheit und zum Glueck auch nur kurz! Ein unglaublich freundlicher Hotelbesitzer laesst uns rein und hat ein Zimmer! Wow, angekommen!

Chochis (10.01- 13.01.12) gefaellt uns unglaublich gut! Hier ist der Platz, an dem sich statt Fuchs und Hase, Esel, Henne und Kuh auf dem Dorfplatz gute Nacht sagen. Die einzig gepflasterte Strasse im Dorf fuehrt zu einem Sanctuary, einer Kultstaette, an dem es uns scheint, dass man Christliches und Indigenes miteinander verbunden hat. Ein herrlicher Platz, der ueber einen Kreuzweg erlaufen wird, mit zahlreichen wunderbaren Holzschnitzereien. Erbauer und Kuenstler waren wohl u.a. ein Schweizer und ein Deutscher (die wissen halt, was schoen ist!). Abends im Dorf packen die Maedels ihre Grills aus und die Hauptstrasse verwandelt sich in eine einzige Grillstation, die Leute sind unglaublich freundlich und herzlich. Wir schlafen mit Eselgebloecke und Froschgequake ein.

Wir beschliessen unsere Fahrt in Ostbolivien ein wenig auszudehnen und die "Jesuitenrunde" (13.01.- 16.01.12) zu drehen... San Jose, San Rafael, San Ignazio und Conception, mit Jesuitenkirchen und Karrees, schoene Plaetze in Doerfern, insgesamt 700 km auf Schotterpiste mit der Flota (Rumpelbus auf bolivianisch :-)). Interessant ist, viele strenge Mennoniten zu sehen, eine bolivianische Hochzeit, alle Maerkte und so manche persoenliche Begegnung. Bei den Kirchen fehlt es uns wahrscheinlich ein wenig an Achtung, wir denken: kennst du eine, kennst du alle! Tatsaechlich erscheint uns das Jesuitenerbe Paraguays als wesentlich spektakulaerer!

 

Der Luxus trifft uns kurz wieder und so fahren wir mit nem Superbus nach Santa Cruz (Stopover fuer eine Nacht, die Leute im Bahnhofsviertel ziemlich abgestumpft, hier wollen wir nicht mehr her...) und weiter ins gruene Samaipata (18.01.- 22.01.12), nahe dem Amboro Nationalpark. Gleich am naechsten Tag Ausflug nach Codos de los Andes/ Bella Vista, wir durchwandern ein wunderschoenes Dschungeltal mit riesig blauen Schmetterlingen (zu flatterhaft fuers Photo) und schaffen uns dann auf den Berg mit einer ueberragenden Aussicht. Weitere Highlights der Gegend sind El Fuerte

(Vielvoelkerritualplatz, entstanden weit vor den Inkas, Felsblockgroesse ca. 250mx 60m)

und die Chorros de Cuevas, 3 Wasserfaelle, die wir tatsaechlich kurz fuer uns alleine haben .

 

Und ich weiss nicht, was der 21.01.12 kosmonautisch , astronomisch, schweizer geburtstagerisch ( Happy Birthday Micha!), britisch so an sich hat, ob es Glueck oder Pech oder Beides ist... auf jeden Fall war das Lenkrad schon mal umgebaut von rechts nach links (ein Zeichen? :-)), dann fackelt uns das Taxi unterm Hintern weg, da die Handbremse abgefahren ist und Feuer faengt, und als wir nach  2Std. Reparaturzeit das Warten so langsam beenden wollen (ausgemacht war ne halbe Stunde), stuerzt Sylvia auf der Strasse und juhu,- Baenderanriss! Der Amboro Nationalpark muss dann wohl an diesem Tag ohne uns auskommen (Micha holt das am naechsten Tag erfolgreich alleine nach und wird fast vom zaehnefletschenden Hund gefressen) .

Sooo gut, dass es gegenueber unserer Unterkunft einen Supermarkt mit ganz viel Eis zum Kuehlen gibt. Und Micha, der das Eis besorgt!!!!

 

Ein weiteres Plus: wie gut , dass Santa Cruz (23.01.- 03.02.12) in der Naehe ist, wohl medizinisch die beste Stadt Boliviens. Also zurueck in die zunaechst ungeliebte Bahnhofsgegend, dort war naemlich das Zimmer ueberraschend gut, Bett 1a, das Tv Programm erstklassig. 3 Wochen Gehverbot und Schienenschuh, die Werte verschieben sich nun ein wenig!

 

Die Reiseplanung natuerlich auch und da lange Busfahrten ausfallen, fliegen wir nach

Sucre (03.02.12- 16.02.12), d.h. statt 12 Std. Busfahrt einen 25 min. Flug fuer umgerechnet 35 Euro!

 

Danke Aerosur, danke Micha, danke Schuhschiene...humpeln geht schon wieder, alles ist gut!

 

Ein Hoch auf das Grand Hotel in Sucre und den wunderbaren Markt, der einfach alles hat, was das Herz begehrt. Fuer uns ist Sucre das San Francisco Boliviens, ein Berg und Tal an Strassen, cosmopolitisch und traditionell zugleich. Jeden Tag ziehen Musikgruppen mit Pauken, Trompeten und Tubas durch die Strassen und stimmen schon mal ein wenig auf Karvenal ein. 

Die Hoehe von 2800m merken wir immer wieder deutlich und auch nachts gibts mal nen extratiefen Schnaufer zwischendurch, jedoch haben wir die Zeit und koennen ausreichend aklimatisieren.

Micha unternimmt einen 2 Tagesausflug nach Maragua (Ausgangshoehe 3650m) und schlaeft im Meteoritenkrater, Sylvia bleibt zuhause!

Am interessanten Markt in Tarabuco wird geguckt, aber nichts gekauft...die Mochillas (Rucksaecke) sind schon dick genug. Na, stimmt nicht ganz: ein kleines gestricktes Lama und ne Alpakajacke gehen mit ;-) !

Ach ja... und Sylvia ist schuld, dass Micha von einem alten bolivianischen Herrn mit einer Tasche "geschlagen" wird, weil dieser vielleicht (keiner weiss es so genau) sauer ist, dass wir ihm einen Boliviano schenken, anstatt ihm fuer 3 Bolivianos ein kleines unschickes Taeschchen abzukaufen. Derselbige Herr, wohl schon auch ziemlich schlechtsehend, spricht Micha tatsaechlich noch ein zweites Mal an, um ihm was anzubieten.

Diesmal "misshandelt" er Micha durch Schlaege mit Armbaendchen!

Da kriegt er heut ganz schoen sein Fett weg, mein lieber Freund :-)))! 

 

Ansonsten geniessen wir das freundliche Ambiente der Stadt, Sucre ist eine Reise wert!!!

 

Im Partybus gehts weiter nach Oruru (17.2.-19.02.12), Altersdurchschnitt ca.23 Jahre, statt geplanten 7 Std. mindestens 11, da wir alle Stunde Pinkelpause machen und das mindestens ne halbe Stunde...Kippe muss ja auch noch sein...!

 

Wir machen Stop in Potosi, einer sehr tristen Minenstadt, dessen Besuch einer Mine wir uns ersparen. Informativ haben wir uns den Film Devils Miner angesehen. Fuer alle, die die Missstaende dieser harten Arbeit und den Umstaenden dieser Leute von Metallabbau interessiert: www.devilsminer.com

 

Die Partycrew nach Oruru betrinkt sich schon ordentlich und als wir endlich ankommen, platzt unser bereits gezahlter Deal eines hoffnungsvollen Doppelzimmers mit Private Bathroom. Ende vom Lied...wir schlafen mit 25 Personen am Boden eines Friseursalons mit einer einzigen gemeinschaftlichen Toilette, juhu! Immerhin! Immer mit einem halben Auge offen (dass der Heizluefter auch ja nicht das Zimmer abfackelt) verbringen wir 2 Naechte und Tage in Oruru mit Tribuehnenplatzen tagsueber. Der Karnevalsstrassenzug ist unendlich, taeglich von 10 Uhr morgends bis 2 Uhr nachts mit ueberaus anspruchsvollen Kostuemen, die Tribuehne wird erklettert ueber eine schmale Holzleiter, die einem Abenteuer gleicht. Es ist sehr eng und macht trotzdem Spass den Karnevalszug zu sehen und sich die eine und andere Schaumschlacht mit den "Lower Tribuenenseats" zu liefern.

Schaum macht Spass, Wasserbomben und -spritzen weniger ;-)) !

 

Michas Handy verschwindet und da wir im Friseursalon gastieren, ueberkommt ihn die Idee sich einen Semi- Ongo Schnitt ( Halb-Pilzschnitt) machen zu lassen.

Siehe u.a. den Haarschnitt des bolivianischen Praesidenten Eva Morales ! :-))

... mit viel Ueberredungskunst laesst er es sein!

 

Am Abend des Sonntags besteigen wir den Zug nach Ujuni ( 20.2.-23.2.12)!

Da Karneval auch hier noch seine Spuren zieht, ist es ein Glueck eine 3 Tagestour fuer Dienstag mit Ueberfahrt nach Chile zu finden. Faschingsdienstag wird ordentlich in allen Agencies und Hotels gefeiert und gar nix geht!

Mit einer netten 5 Mann Truppe, einem zuverlaessigem nuechternen Fahrer und einer Koechin, verlassen wir Ujuni (dieses oede Kaff) in Richtung Salzsee,

Salar de Ujuni ,Groesse 12 000 Quadratkm, und eigentlich denkst du, du faehrst auf einem Schiff dahin... der 4- Wheel drive traegt uns durch ein Meer bis hin zu einem Salzhotel mitten im See. Die Spiegelungen sind fantastisch und der Ausblick ueberragend. Bestimmt 2h haben wir unseren Spass, barfuss im lauwarmen Salzwasser (7cm hoch) herumzustolpern und das lauwarme Wasser in der sonst kalten Umgebung zu geniessen!

Weiter geht es Richtung Alota ueber Schotter und Steinpiste und du denkst, gleich kommt die Asphaltstrasse...die kommt aber nicht!! Stossdaempfer?? Keine! ( vielleicht Plattfedern meint Micha!) Auf jeden Fall schlaegt jeder Stein kraeftig durch!

Mehrere Lagunas kreuzen unseren Weg und wir sind auch der Jagd nach Flamingos, diesen scheuen Geschoepfen, die sofort und sicherlich berechtigterweise die Flucht ergreifen, sobald man sich ihnen naehert.

In Alota ueberrascht uns erneut Karneval, die Faschingsmeute wandert in den Hof ein und bespritzt alles mit Bier und Kokablaettern, ja und natuerlich Schaum.

Highlight sind die Laguna Colorada, Geysire und kochende Schlammloecher bei Sonnenaufgang. Einmal bleibt unser Auto im Schlamm stecken und muss gerettet werden, zuguterletzt verreckt der Kuehler und wir stehen im Nebel im Nirgendwo auf ca. 4860m (was sich als wunderschoene Bergkette erweist, als sich der Nebel 2 Std. spaeter aufloest) bis gluecklicherweise das naechste Auto vorbei kommt und uns beide mit zur Grenze nimmt.

 

Der einzige Bus des Tages wartet naemlich nicht und so schaffen wir es gerade noch zu unserem Tranfer aus dem bergigen Nirgendwo mit Ausreise Bolivien. Wundersamerweise fuer uns:der Bus ist sauber, die Sitze beige und gut gepolstert und, wir befahren eine Teerstrasse!

Wir sind wieder in Chile...( Bilder unter Chile sichten!)

 

San Pedro de Atacama (23.-25.02.12) ist ein modernes Planquadrat, staubig, inmitten der trockensten Wueste der Erde, mit viel Lehm gebaut und sehr touristisch. Wir geniessen den Tourikomfort fuer 2 Naechte, gestalten die Zeit mit unseren neu gewonnenen Freunden Sana& John aus Korea (wir kommen ;-)) und besuchen Valle de Luna. Moonvalley sind Salzlandschaften, die zerklueftete Berge inmitten der Wueste bildet und tatsaechlich an Mond oder Mars erinnern.

 

Unser Weg fuehrt ueber Calama, einer sehr geschaeftigen Stadt, dessen Aufenthalt wir zum chilenischen Familienzirkusbesuch nutzen.Was gibts zu sagen...Chillindrina und Nchonchi, die chilenischen Clowns und Tv- Stars sollten noch ueben,- laut sind sie auf jeden Fall!

 

Wir besteigen den super chilenischen Cama- sprich Schlafbus und brausen durch die Nacht nach Arica (26.02.- 29.02.12), der grenznahen und beliebten Strandstadt im Norden Chiles. Kurzentschlossen fahren wir ins Laucatal nach Eco- Truly, Hare Krishna Bhaktiyogis, einer Oase mitten in wuester Landschaft. Sylvia kommt so zu ihrem Yoga und Micha zu seinem ersten Ashrambesuch. Das vegetarische Essen ist hervorragend, die Leute nicht zuuu yogisch, so dass Micha in Betracht zieht, gerne wieder eine Ashramerfahrung zu machen (GRINS!!!). Ausserdem verschreibt sich die Gemeinschaft der Verbreitung des Vegetarismus, wens interessiert: www.larevoluciondelacuchara.org

Arika gefaellt uns gut, es entsteht das erste Meerbild unserer Reise, doch so wirklich zieht es uns eigentlich wieder in die Berge und Strand geht grad gar nicht! Deshalb machen wir einen Tagesausflug zum Hoechsten See der Welt Lagu Chungara auf 4520m, lernen viel per Augenschein ueber den Unterschied von Lama, Guanaco, Alpaka und Vicunja. Endemische Kandelaberkakteen gibts auch noch, aber nur zwischen 2500- 2700m, ja-, und unseren Krauterteeguru mit dem wir ein Schwaetzchen halten und natuerlich Tee trinken!

 

Unsere Grenzueberschreitung auf 4660m Hoehe zurueck nach Bolivien am 29.02.12, dem Schalttag im Schaltjahr dauert statt versprochenen 7 echte 11 Std., aber naja, heut haben wir ja nen Tag extra bekommen ;-) !

 

Wir fahren abends nach La Paz (3649m) ein und sind beeindruckt von dieser in den Berg gebauten Stadt, ueber der der Berg Illimani (6458m) thront.

In La Paz erwischt uns die Regenzeit, wir koennen die Uhr danach stellen, taeglich ab 15 Uhr nachmittags 3 Stunden Regen!

Nix wie weg, denken wir und buchen uns eine Kombitour von 6 Tagen Bergtour (04.03.- 09.03.12) in die umliegende Bergkette der Cordillera Real, die es so praktisch gar nicht gibt! Two in One denken wir uns!!! Wenn schon, denn schon!

1.Tag: Mit dem Bus gehts nach Tuni und von dort mit Esel und Guide einen 2 stuendigen Aufstieg zur ersten Huette. Es ist buchstaeblich atemberaubend, uns fehlt die Luft zum Aufstieg und so keuchen wir uns den Berg hoch. Angekommen in unserer ersten verlassenen kalten Huette raubt uns allerdings auch der Ausblick auf den Condoriri (5648m) den Atem, echt schoen!

2.Tag: 7h Wanderung mit Ueberschreitung von 5000m Pass, die letzten 2 h regnets in Stroemen und wir laufen einfach nur, was das Zeug haelt. Angekommen an unserer naechsten Unterkunft ( der naechsten kalten, verlassenen Huette) ist unser Equipment komplett nass, vom Schlafsack bis zum Anorak. Dachten wir doch, die Eselpacktaschen seihen wasserdicht, haben wir uns wohl getaeuscht...ein paar Decken lassen sich noch auftreiben, Tee gibts auch und warme Gedanken :-)) !

Das Beste ist der Ausblick vom Plumpsklo, naemlich Maria Lloco (5542m) und ihr Nachbar Huyana Potosi (6088m), da geht man echt gerne aufs Oertchen!!!

3.Tag: Wir trauen unseren Augen nicht, es hat geschneit! Los gehts gehuellt in Plastiktueten ueber nen 5050m Pass ( Michas persoenliche Besthoehe), wir belaufen viele verschiedene, schoene Landschaften (alle nass!!!) und fahren nach 6h das letzte Stueck zum Refugio Huyana Potosi (4624m) mit nem Taxi, das vorbei kommt. Guten Gewissens natuerlich, uns mindestens eine Stunde Naesse erspart zu haben. Im Refugio jubeln wir ueber eine kleine Heizung im Zimmer!!! Die Socken duerfen trocknen!!!

Wir dachten, es koenne nicht schlimmer kommen... und es kam schlimmer!!!

4.Tag: Es hat noch viel mehr geschneit und ein neuer Guide kommt uns im Refugio abholen!

Spaeter erfahren wir, dass er die Tour gar nicht gemacht haette, waeren wir nicht schon irgendwo in den Bergen gesessen! Wir erfahren, dass alles schon "medio peligroso"

(mittelgefahrlich/mittelschwer) sei und wissen auch schon bald warum! Zunaechst laufen wir an einer 30 cm breiten Wasserrinne (nebenan gehts 500m runter) einen Berg entlang, bis endlich nach 45 Min. ein Weg erscheint , der uns zu einem See bringt, den wir ueberqueren muessen. Alles geschafft, gilt es einen Pass 4850m zu ueberqueren, bei kniehohem Schnee, kein Weg, nur grosse Felsen! Und anders, als die Bedeutung des bei uns so gelaeufigen Sprichworts " in den Fussstapfen der anderen gehen", sind wir hier froh und dankbar, in den Fusstapfen unseres Guides gehen zu duerfen. Geklettert wird auch noch und als der Pass endlich ueberschritten ist, fuehrt uns ein langer Weg nochmal 1850 Hoehenmeter runter ueber Geroellfelder und Almen, der Schnee verschwindet, die Naesse bleibt. 10h sind wir unterwegs, bis wir ziemlich geschaftt und gluecklich in Chailapampa (3000m) unser Zelt aufschlagen.

5.Tag:Wir laufen die Yungas (Bergregenwaelder) auf dem Inkatrail hinunter. Die alten Inkas haben alles schoen mit Steinen gepflastert, die bei Regen ordentlich rutschig sind und zum Glueck haben sie auch noch Gras gepflanzt, auf dem das Gehen ein wenig einfacher ist. Eigentlich koennte man mit dem Boot hinunterfahren soviel Wasser hat der Weg und das staendige Matschgeraeusch bei jedem Schritt bleibt in Erinnerung! Die Vegetation ist uebrigens so nebenbei...phantastisch,- von Orchideen ueber Farne und Epiphyten.

6.Tag: Nach 4 Tagen nassen Schuhen, Struempfen, insgesamt 9 Blasen an 3 Fuessen (keiner will wissen, wie wir riechen:-)) moechten wir nur noch ins Trockene und geben nochmal 25km Gas. Micha, das Zugpferd laeuft voran und Sylvia "taenzelt" (joggen kann sie nicht mehr) hinterher. Absoluten Hoehepunkt fuer alle mit Hoehenangst Betroffenen ist eine Haengebruecke mit ohne Brettern. Ueber eine Strecke von 4 m auf 10 m Hoehe liegt ein Baumstamm als einzige Brueckenverbindung...!

Fazit: Ein traumhafter Trek, sehr abwechslungsreiche Landschaft, wir empfehlen als Reisezeit Mai- August! Nachteil sind dann wahrscheinlich viele Touris!

 

Die Welt hat uns wieder!!!

Wir erreichen Coroico (09.03.-12.03.12), es ist warm, trocken und El Presidente Evo Morales ist auch noch da! Wichtige Geschaefte lassen ihn eine Markthalle und ein Fussballfeld einweihen. Vom Fenster unseres Hotels haben wir den besten Ausblick und erleben einen sehr volksnahen Praesidenten, der mit der Folkloregruppe tanzt, Fussball spielt und sehr sympatisch rueber kommt.

In der Villa Bonita verbringen wir die anschliesenden 2 Naechte, erholen uns von unseren Wanderstrapazen in der vollvegetarischen "Hippibude" mit Kundaliniyoga und lassen uns ordentlich von Sandflies zusammenstechen (mal was anderes!).

Ein schoener Ort! Danke Susanne und Magdalena fuer den Tip ;-) !!!

 

Frischgeputzt, die Wunden gepflegt und mit wohlriechenden Socken gehts wieder zurueck nach La Paz. Dort hat man uns zunaechst ohne Unterhosen stehen lassen, die Waescherei hat unsere wichtigen Necessaires verschlampt...und wiedergefunden!

Die Reizwaesche im Gepaeck fahren wir nach Copacana am Titicacasee auf die Isla del Sol (13.03.-15.03.12). Von dieser wunderschoenen Insel sind wir Fans! Zwar ist das Dorf Yumani im Sueden sehr in den Hang gebaut, so dass es erst mal eine grosse Herausforderung ist, sich mit Gepaeck die legendaeren Inkatreppen hinauf zu schaffen, einmal angekommen jedoch, ein Traum mit Blick auf Berge und den wundervollen Titicacasee. Einziges Transportmittel sind Esel, die komplett alles Nutzwasser per Kanister von unten nach oben ins Dorf transportieren duerfen( nix Wasserpumpe!).

Zur Insel gehoert ein staendiges Eselgebloecke aus saemtlichen Richtungen, was uns sehr besonders und ueberaus angenehm erscheint.

Ein toller Ort, um mal eine Woche zu chillen, nur nicht jetzt und nicht fuer uns! Wir durchqueren die Insel nach Challa im Norden, Baden im Titicaca ( Micha ganz und Sylvia die Fuesschen) und suchen den heiligen Stein, aus dem der erste Inka und die Sonne entstanden sind. Wir finden ihn auch, ganz unspektakulaer in einem Garten stehend!

Und Vorsicht: die Sonne wird auch wieder in den Stein zurueckkehren, wenn es an der Zeit ist.

 

Die Isla del Sol ist unsere letzte Station in Bolivien und das Wetter beschenkt uns nochmal mit 2 wunderschoenen Wandertagen. Kulinarisch begleitet uns waehrend unseres ganzen Titicacaaufenthalts die gebackene "Trucha", leckere Forelle ihres Zeichens ;-) ! Mmmmh! 

 

 

 

Peru                                        Zu den Bildern

Nach dem problemlosen Grenzuebertritt fahren wir auf der peruanischen Seite des Titicacsees entlang nach Puno (15.3.- 17.3.12), einer angenehmen Stadt , die als Hafen zum Besuch der Floating Islands (schwimmende Inseln, ca.50 Stueck) und der Insel der Strickenden Maenner, Taquile, dient.

Auf Uro erkleart uns der Inselchief, die schwimmenden Inseln werden aus Reed gebaut, zusammengebunden und haben eine Haltbarkeit von ca. 30 Jahren. In dieser Weise findet die Besiedelung bereits 3000 Jahre statt, Grund dafuer seien die leichteren Lebensbedingungen (H2o und Fischfang) als auf dem Land.

In Taquile werden von den Maennern Muetzen gestrickt, alltaeglich zu tragende (halbweiss) und fuer Verheiratete (vollstaendeig rot). Den wirklichen Beweiss des "Verheiratet Seins" bildet jedoch die von der Frau fuer ihren Mann gewebte Kokatasche, die von ihm um die Huefte getragen wird. Ebenso entfernt die Frau im ersten Heiratjsahr taeglich Haare , die dann von ihrem Mann mit Unterstuetzung von Wolle zu einem festen Guertel gestrickt wird, den er dann traegt. Interessant.....!!!!

 

Weiter gehts nach Cusco (17.-24.03.12) und den hinterlassenen Spuren der Inkas immer naeher! Der Inkahype ist nicht zu uebersehen!

Mit 16 Mill. Inkas wurden 9 Laender von Suedamerika besiedelt, das Ganze allerdings gerade mal 300 Jahre (13.-15.Jhrt). Selbst die Guides weisen alle daraufhin, doch die Quechua- Andine Bevoelkerung nicht unterzubewerten.

Wir entschliessen uns zum Tagestrip rund um Cusco und finden mit Pisaq und Ollantaytambo, Inkastaetten, die immer in gleicher Weise in einen landwirtschaftlichen, urbanen und religioesen Sektor unterteilt sind. Die auf den Berg gebaute Besiedlung diente zur Inkazeit ebenso nur ausgewaehlten Berufstaenden und natuerlich dem Inkakoenig.

Dasselbe gilt fuer Machu Picchu, der erst 1911 von Hiram Bingham zufaellig entdeckt wurde.

 

Ja , da ist es , unser "Neu Schwanstein" Perus und will natuerlich von uns erwandert werden. Wir entschliesen uns zu einem 5 Tagetrek bei bestem Wetter, der uns ueber St. Teresa und St. Maria nach Hydroelektica und Aquas Caliente (Ausgangspunkt fuer die Besteigung des Machu Picchu, 5. Tag) bringt.

Das Tolle....am ersten Tag ne kleine Radtour von 4200m runter auf ca.1200 Hoehenmeter, d.h. draufsetzen, geniessen und 2h laufen lassen, es gibt einfach nichts zu treten :-) !

Das andere Tolle....unsere Gruppe u.a. incl. guadalupischer Schoenheit, angehendem Amischamanen und einem echte Krokodile- Dundee aus Australien.

Na und 2 duften Deutschen natuerlich!!!

Wir haben einen sehr schoenen, abwechslungsreichen Weg, der uns auch per Cablecar uebers Wasser bringt, baden in heissen Quellen und werden von unserm tollen Quechua Guide Juan mit Inkanamen benannt. Gemeinsam machen wir ein Ritual dem heiligen Berg Salkantay entgegen mit Wuenschen, die fuer uns in Erfuellung gehen moechten und die fuer uns wirklich wichtig sind im Leben! Danach geben wir alles vertrauensvoll an Patchamama, unsere Mutter Erde! Einfach schoen!!!

Machu Picchu ist mit viel Treppensteigen verbunden und natuerlich ein Erlebnis, einmal angekommen! Da wir schon um 4.30 Uhr aufbrechen, erleben wir die Inkastaette noch ziemlich menschenleer (wenn man das so sagen kann!).

Im Laufe des Tages fuellt sich "Neuschwanstein" sehr, da ebenfalls ein argentinischer Busservice zur Verfuegung steht, der die Touristen transportiert. Nicht billig :-) !

Ebenso der chilenische Zug, der Aqua Caliente und Ollantaytambo anfaehrt, nicht billig :-) !

Ach ja, und das Inkagold liegt in Yale, University in Amerika, die dann doch 300 Exponate letztes Jahr an Peru rausgerueckt haben. Ein bischen wundern wir uns schon...!!!

 

Cusco ist eine sehr schoene Stadt, mit zum Teil auf Inkagrundstein errichtetem Kolonialstil der damaligen Eroberer Spaniens. Ein Genuss, sowohl in der Stadt zu sein, als auch die Stadt zu verlassen ;-).

 

Auf nach Arequipa (25.03.- 30.03.12) per Nachtbus, wo uns der Colcacanyon, 2t tiefster Canyon der Welt mit 4160m Tiefe und 120km Laenge erwartet. Der tiefste Canyon liegt uebrigens gleich daneben, wird jedoch weniger besucht, vielleicht aufgrund der Schoenheit und Condorvielfalt.

Auf unserer 3 Tagestour (26.03.-28.03.12) sehen wir Condore in freier Wildbahn am Cruz del Condor (3700m) und erwandern uns lokale Orte wie Cabanaconde (3287m), Cosñirhua und Malata (beide 2450m) und schlafen u.a in der Oase Sangalle (2160m). Herrausfordernd bei dieser gemuetlichen Tour ist lediglich der Anstieg von 1200 Hoehenmetern am letzten Tag zum Ausgangspunkt Cabanaconde zurueck. Na ja, herrausfordern koennte uns eigentlich auch der sehr leckere Colca Sour in Maca (gezaubert mit Pisco, Kaktusfruechten, Eischaum), aber eh wir uns versehen, schiebt uns der Busfahrer schon wieder in den Bus hinein ;-) !

Arequipa ist ein Genuss und eine sehr angenehme Stadt!

 

Ueber Nasca mit kurzem Stopover fuer die beruehmten Nascalinien (Flug 20 min. 100$), von denen wir 2 vom Turm aus besichtigen koennen (Baum und Affe) gehts weiter nach Huacachina (31.3./01.04.12). Huacachina ist eine Oase nahe der Stadt Ica, ein kleiner Traum aus 1001 Nacht. Wir bleiben nur 2 und lassen uns allerdings die Buggytour durch die Sandduenen mit anschliessendem Sandboarding (welch ein Spass, auf dem Bauch die hohen Sandduenen hinunterzuduesen!) nicht entgehen.

 

Die Grossstadt Lima bleibt lniks liegen und wir begeben uns zur Osterwoche, der

Semana Santa und unserer beschlossenen Kulturwoche ins zentrale Hochland nach

Huancayo (02.04.-09.04.12). Regenzeit ist etwas Schoenes, weil man die Uhr danach stellen kann und so regnet es jeden Nachmittag ausgiebig! Uns macht das nix, sind wir doch mit unseren Spanischbuechern als "Spanischstudenten fuer eine Woche" sehr ausgelastet.

Die Stadt finden wir klasse, weil sie so normal ist und die Leute noch nicht sehr viel Touris gewohnt sind. Auf dem Markt geschieht es z.B., dass wir gefragt werden, ob wir nicht ein Photo machen wollen :-)?! Normalerweise fraegt der Touri und die Antwort lautet: 1-20 Kroeten der Landeswaehrung...! Oder Kids kriegen grosse Augen und strahlend rufen sie "Hola Gringa"und lachen sich kaputt, weil sie sich getraut haben, dich anzusprechen und du drauf reagierst!

Wir erleben interessante Dinge hier, wie einen Viehmarkt, leckerste Hexensueppchen und Shamanen, die hier in der Regel mit Cuys (Meerschweinchen) behandeln.

Zunaechst werden ein paar Kokablaetter geworfen, um das "Profil" des Patienten herauszulesen, dann wird mit einem Meerschweinchen der Koerper des Klienten massiert. Das Tier nimmt die Symptome des Klienten auf und verstirbt (meist) nach der Behandlung. Anschliesend erfolgt das Ritual fuer Patchamama (die Erde) und das tote Tier, an dessen Koerper man die Krankheit des Patienten diagnostizieren konnte, wird vergraben.

(Wehe dem, der aus Versehen so ein Tierchen ausgraebt, die Krankheit wird uebertragen!)Es erfolgt eine Anschlussbehandlung mit Heilkraeutern!

Wir haben auf eine Cuybehandlung verzichtet, einmal, weil das Tierchen sterben muss und andererseits, weil die Prozedur soviel wie eine Woche Spanischunterricht incl. Essen und Uebernachtung gekostet haette.

 

Wir fahren von Ort zu Ort im Hochland und weiter gehts mit unserer Hua- Phase!

Es folgen Huanuco (10.04.12 Besichtigung Kotosh, Tempel der gekreuzten Haende) , Huallanca (11.04.12 Happy Birthday Dad!) und schliesslich

 

Huaraz (12.04.- 18.04.12).

Huaraz liegt umgeben von 22 Berge ueber 6000m, es gibt also viel zu tun. Das Wetter wie immer, mittelpraechtig! Es zieht uns nochmal zum Gletscher, dem Pastoruri (5240m), dessen Weg von Puya Raymondi begleitet wird, 12m hohen Bromeliengewaechsen.

Ein weiterer Ausflug fuehrt uns nach Chavin, den fuer uns am beeindruckensten unterirdischen Tempel inmitten von Bergen auf 3140m Hoehe, fuer den wir durch den Tunnel de Kawish (4529m) die Cordillera Blanca durchfahren. Ein wirklich spiritueller Platz von 1200-200 v.C., an dem noch der Originalmomolit Lanzon zu besichtigen ist und Zeremonienplaetze mit Wasserleitungen unterkellert waren, dessen Wassergetoese zur Darstellung der Goetterstimmen benutzt wurden! Hier haben es die Schamanen richtig krachen lassen!!!

 

Das Trekken koennen wir auch nicht lassen und so erwandern wir uns mit einer 2 Tagestour die Laguna Churup und Laguna Ahuac! Diesmal hagelts uns ordentlich ein und wir schlagen unser Zelt schon frueher als gedacht auf. Vorteil: am naechsten Morgen blauer Himmel und Sonne! Die Sachen sind ruckzuck trocken! Trockener Aufstieg zur verschneiten Laguna, manchmal fraegt man sich schon nach dem Waaaarum ;-)? ! 

Wir beenden unsere Wanderung mit einem Festmahl am Rande der Stadt, naemlich einer Pachamanca, unserem Lieblingsessen hier im Hochland. Im Erdloch gegartes Fleisch, Suesskartoffeln, Bohnen, Maispasteten! Ein Traum! 

 

Jetzt reichts mit kalt und weiter gehts per Nachtfahrt nach Trujillo, einer Kuestenstadt nordwestlich! Juhu, die Sonne und das Meer laedt uns ein fuer 5 Naechte nach

Huanchaco(19.4.-23.4.12), den 12km entfernten Strandort. Wir geniessen jeden einzelnen Sonnenstrahl und widmen uns ganz den hier gegebenen archaeologischen Sehenswuerdigkeiten.

Trujillo ist eine sehenswerte Stadt mit der besten Ceviche (peruanisches Sushi, sauerscharf) im Land und wie es der Zufall so will, landen wir ebenso gleich am ersten Tag bei der Staette der Señora del Cae, El Brujo, der tatsaechlich aeltesten gefundenen Mumie in ganz Peru 1600v.C. Die einzige Koenigin unter all den Monarchen vergangener Zeiten. Wunderbar liegt der Tempel und dessen Ueberreste am Meer verborgen und getarnt als "Huegel". Das Schoene, der Tempel ist nur konserviert nicht restauriert.

Ebenso informieren und besichtigen wir Moche-Tempel wie ChanChan und den

Huaca (Tempel) del Sol und Huaca de la Luna, 600 n.C. ! Ein kriegerisches Volk mit dem Hauptgott Ai-apaec, ueberall beeindruckend in Bildern abgebildet. Augen des Adlers, Zaehne des Tigers umrahmt von Schlangensymbolen. Die Tempel sind zum Teil 7fach umbaut, jede Zivilisation hat um die bereits bestehende Kultstaette eine Neue und Eigene aufgebaut, um die Kraefte zu sublimieren.

Wir sublimieren uebrigens unsere Kraefte abends am Beach, beim gemuetlichen Bierchen im Sonnenuntergang, die Wellenreiter betrachtend und hier in Huanchaco bekommt Sylvia das erste Mal Lust, Wellenreiten auszuprobieren...sooo schoen sieht das aus!

 

Der Tempelbesichtigungen genug beginnen wir unsere Reise Richtung Dschungel ueber Chachapoyas(24.4/25.4.12) , wo uns Gocta, der 3t groesste Wasserfall der Welt im Regen erwartet. Der Wasserfall wurde trotz Groesse erst 2002 entdeckt, da sie anwohnende Bevoelkerung den Wasserfall geheim hiehlt, aus Angst vor der Sirene(Meerjungfrau), die dort ihr Unwesen trieb. (Ja, die Frauen...!)!

Na und doch wieder ein paar auseinander und wieder zusammengefuegte Steinchen wollen ebenfalls besichtigt werden: Kuelap, 2t wichtigste Ausgrabungstaette in Peru. Die Chachapoyas lebten hier in einer Dorfgemeinschaft mit 500 Haeusern, jedes Einzelne mit Familiengruft in der Huette, um Geister und Kraefte im Haus zu halten. Interessant und ganz anders als die Inkastaetten aufgebaut, ist das Gelaende auch noch wunderbar zugewachsen! Die Chachapoyas waren die Ersten, die sich zunaechst mit den Spaniern gegen die Herrschaft der Inkas verbuendeten und nach der Unterdrueckung von Seiten der Spanier, dann jedoch als Erste in Peru die Unabhaengigkeit erlangten.

 

Dann geht alles ganz schnell! Es folgt eine Ganztagesfahrt ueber Tarapote mit Direktanschluss Sammeltaxi nach Yurimaguas und ein jugendlicher "Schlepper" bewegt uns noch am selben Abend das Boot am naechsten Tag zu nehmen...tun wir auch,- endlich wieder bootfahrend bringt uns ein Luxuskahn (verglichen mit der Aquidaban Paraguay) nach Lagunas (26.4.- 03.05.12), wo wir am spaeten Abend nach 10 Stunden Fahrt eintrudeln. Bei der Anfahrt will Sylvia gar nicht aussteigen, da das ganz Kaff voellig ueberschwemmt ist. Als die Fischfrauen jedoch das Boot stuermen wollen, um ihr Essen an Bord zu verkaufen, sind wir dann doch lieber schneller und barfuss gehts erstmal knietief 50m durchs Wasser, weil Pier oder Hafen iss nich mehr...wir arrangieren noch am selben Abend einen 5 Tagestrip in den Nationalpark.

 

Mit den besten Guides der Welt gehts im Einbaum los und kaum sind wir auf dem Wasser, erfahren wir, dass das auch so bleiben wird! Das Festland ist komplett ueberschwemmt,wir uebernachten in Huetten auf Stelzen und selbst die sind zum Teil unter Wasser!

Das absolut Schoene...waehrend unsere Crew vorne und hinten rudert, versuchen wir in der Mitte des Bootes uns mal sitzend oder liegend stromlinienfoermig zu perfektionieren!Wir geniessen die Stille neben dem monotonen Einschlag des Ruders, den unzaehligen Vogelstimmen und dem Gebruell von Bruellaffen und geniessen "sichtlich" die phantastische Umgebung. Ein wichtiges Wort wird "Sakarita", Umleitungen, bei denen es durchs Gestruepp ins Dunkle des ueberschwemmten Waldes geht! Unsere Tour... ein Hauptgewinn!!!

Landtiere sehen wir natuerlich nicht (dazu muessten wir eine Woche laenger hineinfahren), dafuer 6 veschiedene Affenarten, Faultiere, Delfine, Vampirfledermaeuse, Schwaerme von Ara- Papageien, Tukane, Nasenbaeren, Leguane und massig Spinnen (nix fuer Spinnenphobiker!). Wir essen morgens, mittags, abends Fisch, lauter verschiedene Arten. Hier im Park wird nicht geangelt, sondern man "saet"  Netze aus und erntet (!) Fisch, der sich einfach massenweise in den Netzen verfaengt.

Noch Eins der tollen Erlebnisse: Man kann hier stundenlang gegen den Strom und auf der Stelle schwimmen, wenn man moechte! Dies ist vielleicht nicht als Lebenskonzept geeignet, aber sportlich taugts ;-))

Wir sind ein bischen traurig, tatsaechlich, als wir den Park mit dem Boot wieder verlassen muessen. Die 10 km die wir dann allerdings heimlaufen da das bestellte Auto nicht kommt, bringt uns jedoch auch schnell wieder auf andere Gedanken:-))

Den letzten Abend in Lagunas verbringen wir in Gesellschaft des 85 -jaehrigen Schamanen Eduardo mit seiner 88- jaehrigen Frau (er sieht nix, sie hoert nix :-) und einer speziellen Zeremonie mit wunderbarem Gesang der jugendlichen Stimme Eduardos.

 

Ein Merkmal fuer Lagunas scheint auch zu sein, dass jeder etwas anderes bezueglich An- und Abfahrt von Booten zu sagen hat, viele Leute, viele Meinungen. Nach 3 stuendiger Wartezeit am Hafen besteigen wir am naechsten Abend, diesmal trockenen Fusses, das Boot zurueck nach Yurimaguas bei Nacht!

 

Unsere Ausreise Perus beginnt bereits.

Uber Tarapoto, Jaen, San Ignazio gehts am 06.05.12 eine wunderschoene Strasse durch die Berge an die Grenze La Balsa Ecuador.

 

 

 

 

Ecuador                                  Zu den Bildern

Der Grenzuebergang ist der Unkomplizierteste bisher, keine Kontrolle, gar nix!

Der gesamte Tag gilt der Reise zum ersten Ziel, Vilcabamba, nettes Dorf, fuer uns nicht weiter erwaehnenswert. Erwaehnenswert ist die Schlammfraese mit ausgezeichnetem Busfahrer, die uns in 7h die 120 km lange superschlammig- rutschige Piste durch die Berge ins Dorf bringt, in dem wir in der Nacht ankommen.

2 Tage Chillinger und weiter gehts nach Cuenca (09.05.-14.05.12).

Zu unseren Zielen gehoeren der Nationalpark Cajas, die Maerkte von Gualaceo und Chordeleg und vorallen Supermaxi, der wohlsortierte Supermarkt unserer Wahl. Endlich mal wieder kochen und essen, was WIR wollen :-) ! Cuenca ist eine freundliche Stadt mit vielen schoenen Plaetzen, einer netten Kneipenszene und einem Multicine mit englischen Kinofilmen.

Prima hier! 

Und wo wir eh schon am Chillen sind, fahren wir  endlich mal wieder Rumpelbus, allerdings auf guten Strassen nach Puerto Lopez (14.05.- 17.05.12) an den Beach. Schoen heiss ist es hier und zum Glueck noch Vorsaison. Wir wohnen in erster Reihe mit Meerblick vom Balkon aus fuer Kleines und lassen die vorgelagerte Insel, Isla de la Plata (Silberinsel, nennt sich auch "Galapagos fuer Arme" ) aus...,- wollen wir doch auf die Andere, die mit den Reichen, reichen Tiervorkommen ;-).

Und um diese zu bezahlen, machen wir uns auf nach Quito (18.05/19.05.12). Quito ist eine schoene Stadt mit vielen einladenden kolonialen Plaetzen, unzaehligen schoenen Kirchen und einem quirligen Strassenleben. Wir bleiben nur eine Nacht und fahren weiter nach Tena, eine Stadt am Rande des Dschungels im Osten Ecuadors. Am Abend angekommen bin ich zunaechst ganz erschrocken, dass mein unverwuestlicher kleiner Rucksack "geplatzt" ist, bis wir feststellen, dass wir wohl den gemeinen "Rucksackschlitzern"( in Suedamerika gerne ausgeuebter und beliebter Volkssport ) zum Opfer gefallen sind! Wo genau koennen wir uns tatsaechlich nicht erklaeren, haben wir doch genau an diesem Tag sooo gut aufgepasst wie selten! Zum Opfer gefallen ist dem Anschlag lediglich( was heisst hier lediglich, eher heissgeliebt) das aufblasbare Nackenkissen, teuer erkauft in Paris. Erstochen, sozusagen!!! ;-)

Tena (20.05- 22.05.12) verzaubert uns mit seinem 24 ha grossen oder kleinen Parque Amazonas, seineszeichens eine kleine zu besuchende Insel, mitten im Fluss. Wir haben grosses Glueck, treffen wir doch den dort einzig lebenden Tapir. Gerade noch konnte eine beginnende Romanze unterbunden werden (siehe Bilder)! Ja..., wenn man (frau) nicht aufpasst...!!! Das Wetter laesst mal wieder zu wuenschen uebrig, was uns weitertreibt!

Wenn schon Regen, dann in Baños (22.05.-25.05.12) denken wir uns und besuchen die Stadt am Fusses des qualmenden Vulkans Tungurahua. Einen Tag meint es das Wetter auch gut mit uns und wir bewandern den umliegenden Berg mit bester Aussicht! In Baños geht alles , von Bungeejumping bis Quatfahren, alles exiting!!! Und wir lassen alles aus, sind wir doch in tiefer innerer Vorbereitung auf Galapagos...:-)))

Guayaquil (26./27.5.12), die groesste Stadt Ecuador ist unser Abflughafen nach Galapagos und vorbereitende letzte Einkaeufe taetigen wir am Malécon 2000, dieser wunderbar angelegten Uferpromenade, auf die alle Einwohner sehr stolz sind.

 



Galapagos                              Zu den Bildern

Und dann gehts los...1.40h mit dem Flieger nach Santa Cruz, einer der wundervollen Galapagosinseln. 10 Tage Galapagos (27.05.- 06.06.12) stehen uns bevor und schon am ersten Tag sehen wir im Hafenbecken von Puerto Aroya/ Santa Cruz Turtles, Rochen und auf Steinen sich sonnende Meerechsen. Die Pelikane sind die Schau, sowohl am Fischmarkt, an dem es Reste zu futtern gibt, als auch im Meer, immer wieder eintauchend und fischfangend. Die Stadt selbst gibt nicht soviel her, ausser teure Preise und eine nette Uferpromenade. So wird es auch in den anderen Siedlungen der Inseln sein! Unsere Spannung steigt so langsam, checken wir doch mit noch anderen 13 Leuten auf der Archipell II ein, um diverse Inseln mit dem Katamaran zu besuchen.

Und wir haben Glueck,- alle ungefaehr in einer Altersklasse und eine coole Truppe!!!

Wir beide wohnen fuer die naechsten 7 Tage im Iguana Matrimonialzimmer, der Bootsluxus pur! Zunaechst wird die Crew vorgestellt und dann gehts auch schon los zur

Insel North Seymour. Direkt beim Schnorcheln begegnet uns ein Seeloewe und ein Weissspitzenriffhai, zum Glueck nur von kleiner Groesse. Anschliesend machen wir Landgang und bewundern die endemischen Blaufusstoelpel beim Werben ums Weibchen.Sylvia ist begeistert,... "Phantastisch..." und "diese blauen Fuesse..." denkt sie sich, die wuerden Micha auch gut stehen :-))!

Viele Voegel sind momentan zur Brautschau, zur Paarung und zum Junge kriegen auf den Inseln, so dass es eine Menge zu entdecken und zu sehen gibt. Auch die Iguanas, die endemischen Echsen sind nicht faul und geniessen ihre Grossfamilien. In der ersten Nacht schlafen wir beide wie Babies, sehr ruhig, gut und tief! Das aendert sich auch die ganze Reise nicht mehr! Der zweite Tag beginnt bereits um 6 Uhr morgends mit Landgang auf der Lavainsel Bartholome. Die ganze Insel ist ein Vulkan, die Krater als Landschaft sichtbar. Die ersten Landpinguine werden gesichtet und beim anschliesendem Schnorcheln schwimmend bewundert. Mit 5 cm Entfernung vor unseren Augen lassen sie sich im Wasser treiben oder jagen als gefaehrliche Pinguin-4er-truppe kleine Fische. Beeindruckend ist die Geschwindigkeit, die sie unter Wasser aufbauen, nur aufgrund eines kleinen "Fluegelschlags". Beeindruckend natuerlich auch die Geschwindigkeit der auseinanderspreiselnden vielen kleinen Fische auf der Flucht! Nachmittags haben wir nochmal Aussicht auf Bartolome, befinden uns jedoch auf der Nachbarinsel Santiago. Schwarze Lava mit den abgefahrensten Reliefen sind zu bewundern, zum Teil guckt auch mal ein Mensch, ein Fuss oder eine Hand aus dem Boden des 2000m tief ins Wasser ragenden Vulkans. Geschnorchelt wird anschliessend an der Sullivan Bay mit Kugelfischen und Rochen. Nachts schaukeln wir mit unserem Katamaran ueber zu Isla Isabella (die Seetauglichkeit und Wirksamkeit von Medikamenten wird aufgrund der hohen Wellen ersichtlich...), besuchen eine Schildkroetenstation in Puerto Vallemil und einen wunderschoenen Beach mit vielen Seehunden und grossen Rochen, die direkt am Strand im Wasser treiben. Der vierte Tag fuehrt uns zurueck nach Puerto Ayora/ Santa Cruz, wo uns leider einige Reisende schon verlassen. Und da meist nichts Besseres nachkommt....kommt auch keiner mehr und so setzen wir unsere Reise zu 12t fort.

Wir besuchen erneut eine Schildkroetenfarm. Die Tiere, je nach Art und Insel, werden hier zum Teil grossgezogen bis sie ca.20 cm (=ca. 6 Jahre) alt sind und dann wieder auf den Inseln ausgesetzt. Hier befindet sich auch der bekannte "Lonesome George", der einzig ueberlebende Schildkroet seiner Art. Alle ihm vorgestellten Damen, die seiner Art aehnlich sind hat er bisher abgelehnt. Zur Zeit ist er ca.80 Jahre und hat noch ein paar Jaehrchen, koennen Schildkroeten doch 200 Jahre alt werden. Uebrigens anders als bei uns, trifft bei den Schildkroeten "je oller, je doller" tatsaechlich zu! Viel Glueck George!!!

( Nachtrag: George ist am 24.06.2012 verstorben )

Wir besuchen kurz die Gemelos, eingebrochene Zwillingskrater inmitten der Insel und einen natuerlich entstandenden Lavatunnel, den wir durchlaufen bzw. durchkriechen. Highlight des heutigen Schildkroetentages...,- freilebende Schildkroeten, ziemlich gross gewachsen in wunderbarer gruener Umgebung.

Der 5te Tag bringt uns nach Isla Floreana, zunaechst beginnen wir einen Landgang am Cormorant Point mit ohne Kormorane. Auch das gibts also auf Galapagos, eben keine der erwarteten Tiere. Ganz anders am darauffolgenden Schnorchelspot Champion Island.

Michael bekommt fast einen Herzinfarkt vor Begeisterung, als uns die Seeloewen umzingeln, anschwimmen, zart in unsere Schwimmflosse, Ellebogen oder ins Knie knabbern. Ihn muss man als Letzten aus dem Wasser ziehen, ungeachtet der Kaelte des Meeres, waere er wahrscheinlich vor Begeisterung aus Versehen erfroren ;-).

Nachmittags haben wir die Moeglichkeit am Post Office Bay, einer frueheren alten Poststation Karten abzugeben oder mitzunehmen und sie im jeweiligen Land fuer den Empfaenger einzuwerfen. Eine kolumbianische Karte ist leider nicht dabei...! Beim anschliesenden Schnorchelgang begegnen uns Riesenmeeresschildkroeten , die wir bestimmt 15 Minuten beim Fressen und Schwimmen aus naechster Naehe beobachten duerfen. Diese Tiere haben etwas antikes und edeles an sich, die Bewegungen sind sehr geschmeidig trotz Groesse (ca.1.50m) und sehr gemaechlich. Wir konnten uns gut vorstellen, dass sie Schutz benoetigen, weil sie fuer uns Menschen wirklich leicht Beute sind und waren. Abends machen wir noch einen Dingyride nach Baroness Bayauf dem wir Adlerrochen und viele Landvoegel sichten.

Am naechsten Morgen erwachen wir mit Blick auf die Isla Espanola. Wir schnorcheln wieder mit Seeloewen am Gardener Island und Sylvia entdeckt, dass Seeloewen tatsaechliche Meister der Rueckbeugen (Yogafachbegriff) und natuerlich des Shavasanas (Entspannungshaltung) sind. Nach dem gigantisch yogischen Erlebnis mit der freilebenden Schilkroete ueberlegt sie sich ein Galapagos Yogabuch zu schreiben! Das gibt es noch nicht!

Nachmittag machen wir Landgang auf Point Suarez, wo momentan Albatrosse brueten und sich paaren. Dieses Spiel zu beschreiben ist unmoeglich und ein phantastisches Naturschauspiel. Hier gibts auch Maskenboobies (Toelpel), die gelb schwarze Masken um die Augen tragen. An der wunderschoenen Steilkueste sehen wir noch viele rotschwarze Landiguanas, die es nur hier auf der Insel gibt. Wir schippern ueber nach

Isla San Cristobal und besuchen am 7.Tag Punta Pitt. In wunderschoener bunter rotgelber Landschaft duerfen wir Red Feeded Boobies von ganz Nahem betrachten.

So haben wir also alle Galapagos- Boobies aus naechster Naehe gesehen! Toll!!!

Damit den Reisenden der Abschied nicht so schwer faellt, faellt wohl auch das Programm ein bischen ab,- was will man auch noch toppen?! Nachmittags beachen wir nochmal am wundervoll weissen Witches Beach  und cruisen am Kickers Rock vorbei nach

Puerto Baquerino/ Moreno unserer letzten Station. Nach einem Kurzprogramm am 8.Tag mit Dingyride und Infocenter zu Galapagos geht diese traumhafte Schiffsreise zu Ende!

Weil wir aber schlau sind...............

bleiben wir noch 2 Naechte auf San Cristobal und entschliessen uns, uns auf die Spuren der Haie zu begeben. Dieser eindrucksvolle Kickers Rock ist unser Ziel und so machen wir 2 Tauchgaenge! Tatsaechlich, als wir den Tunnel durchtauchen kommen uns eine grosse Gruppe Galapagoshaie entgegen (Micha hat bei 30 das Zaehlen beendet, Sylvia vor Staunen gar nicht angefangen). Und das Highlight und unser eigentliches Ziel: 2 Hammerhaie, die jedoch nur von Micha gesichtet werden! Sylvia muss da also nochmal hin :-)))

 

Ecuador

Unser Weg fuehrt uns nochmal kurz ueber Guayaquil und von 27m Meter unter Meereshoehe beim Tauchen nach 3550m ueber Meereshoehe nach

Guaranda und Salinas (7./8.06.12).Hier haben wir die Moeglichkeit, die Herstellung von Leckerlis wie Schokolade, Kaese, Salz, Fussbaellen und Likoer zu bestaunen und natuerlich auch einzukaufen.

 

Weiter gehts nach Latacunga (9./10.06.12) zur Laguna Quilotoa. Wir geben 15 Dollar fuer 3 Minuten Laguna und 5 Stunden Busfahrt aus, weil uns morgends der Busfahrer schon abzieht, gefolgt vom Taxi nachmittags :-). An der Laguna , die wunderschoen ist, ists superwindig, deshalb auch nur 3 Minuten Aufenthalt ;-). Nicht unser Tag heute und sehr ungewoehnlich fuer Ecuador, dass einen die Leute abziehen wollen. Die Stadt Latacunga finden wir schoen und lassen es uns nicht entgehen, das fuer die Stadt typische Chugchucara zu essen, ein Schweineallerlei mit allenmoeglichen Beilagen.

 

Sylvia kommt endlich auf ihre "traditionellen Kosten",- schon hier sind viel Leute traditionell gekleidet, was sich noch verstaerkt, als wir in die Region

Otavalo (11.06.-21.06.12) fahren. Eigentlich wollten wir ja nach Galpagos Ecuador zuegig verlassen, das aendert sich nun doch nochmal ;-) ! Ca. 60- 70 % der Otavaleños sind Indigenos, die ganze Cotacachiregion in Kommunen unterteilt. Hier finden allemoeglichen Projekte statt, zum Erhalt und zur Zusammenarbeit der Indigenos mit dem Rest der Welt. Otavalo selbst ist eine moderne Stadt mit schoenem Markt und auch vielen Grosshaendlern. Kaum angekommen, gibts erst mal ein Picknick am "Lechero", das am hoechsten stehende Wolfsmilchgewaechs mit Ausblick auf die Laguna San Pedro. Und dann beginnt Kultur...

die naechsten Tage besuchen wir eine Hebamme, einen Schamanen und schlafen bei einer indigenen Familie einer Kommune.

Beim Besuch der Hebamme in Quiroga erfahren wir u.a., dass die Frauen im Kniestand gestuetzt auf einen Stuhl gebaehren, die gesamte Geburt ist eingebettet in Rituale, die im Kreise der ganzen Familie stattfinden. Nachgeburtlich erholt sich die Frau einen ganzen Monat lang, der Bauch wird gewickelt (das Baby uebrigens auch), es erfolgen viele Massagen.

Der besuchte Schamane heilt seine Kunden bereits seit seinem 20. Lebensjahr und nun mit 90 Jahren verlasse ihn langsam die Kraft, berichtet er. Seine Behandlungen erfolgen zunaechst mit Kerzenmassagen und anhand wie die Kerze anschliesend abbrennt, wird eine Diagnose gestellt. Die Behandlung erfolgt neben Ritualen mit Heilkraeutern.

Wir besuchen natuerlich auch einen Heilkraeutergarten, die heilige Hildegard haette ihre Freude gehabt :-)!

 

Es treibt uns immer weiter ins Land hinein, nach Morochos fahren wir per Bus nach Nangulvi (heisse Quellen) und weiter in die Region Intag bis Magdalena Alto, von wo aus wir 3 Std. in den Bergnebelwald ( "Bosque Neblado") hineinwandern,

um im Reserva Los Cedros anzukommen. Diesmal hoeren wir die Bruellaffen nur, sichten ein Aguti, geniessen die Wanderungen zu Wasserfaellen und in diesem wundervollen Wald. Hier im Reserva Los Cedros werden viele Untersuchungen hinsichtlich allermoeglichen Tiere und Pflanzen angestellt und einige Buecher wurden hier bereits zusammengestellt. Eigentlich hatten wir ein Poster mit den verruecktesten Insekten gesehen, was uns dazu bewogen hatte, hierher zu kommen. Natuerlich spielte auch eine Rolle, dass hier wirklich kaum noch jemand herkommt, ausser er laeuft!

Ja, gelaufen sind wir auch, mal wieder in der Matsche und der Begriff des "Matschsurfens" ist entstanden. Auf Matschbergen entlanggleiten und hoffen auf der Welle zu bleiben und nicht auszurutschen (Drecksuit statt Wetsuit und so!!!). Was tut man nicht alles...!

Wir lernen: von geschaetzten 200- 500 000 Lepidopteren (Falter/ alles, was Fluegel hat) sind bisher insgesamt 150- 175 000 Lepidoptera beschrieben. 15- 20 000 davon sind Schmetterlinge, 130- 160 000 Motten! Wirds Zeit, sich mal den Motten zu widmen!

Und das haben wir getan! Micha ist jetzt so begeistert von der Vielfalt und Farbenpracht, das er ein kleines Insektarium in der Webseite anlegt!

Zu erwaehnen sind auf jeden Fall auch die Kochkunst von Jo, dem Owner der Reserva, seit ca. 20 Jahren hier ansaessig. Wir waren froh, dass kein Koch und auch sonst keiner da war :-). Wen's interessiert: reservaloscedros.org

Alles Schoene geht einmal zu Ende und so sind wir dann wieder zurueck nach Otavalo und haben unsere Klamotten wieder duftend machen lassen. Aus dem urspruenglich geplanten 2 Tagesausflug ist eine ganze Woche geworden!

 

Ein letzter Ecuadorausflug fuehrt uns nach Ibarra (20.06.12), Tagesausflug mit der

Tuff- Tuff im restaurierten Holzwagon von 1950. Durchschnittsgeschwindigkeit 25km/h,

30 km bis ins Dorf Salinas. Hier begruessen uns taenzerisch einige Einwohnerinnen des zu 70% afroecuatorianischen Salinas. Die Musik hat was von Afrika, die Einwohner auch (auch wenn sie spanisch sprechen) und Micha ist so angetan,

das er gleich tanzen muss :-))))). Das hat Sylvia viel Freude gemacht !

 

Wir haben also nochmal ordentlich der ecuatorianischen Kultur Respekt gezollt und begeben uns so langsam mit schoenen Eindruecken und Erlebnissen ueber Tulcan in Richtung Kolumbien!

 





Kolumbien                              Zu den Bildern

Der Grenzuebergang Ecuador/ Kolumbien ist bis auf die 2 Std. Wartezeit an der ecuadorianischen Seite (gaehn, wir arbeiten mal wieder gaaanz langsam) voellig unkompliziert.

Mit dem Taxi fahren wir direkt zu unserem ersten Sightseeing nach Ipiales (23.06.12), der Grenzstadt auf kolumbianischer Seite. Dort ist eine an den Felsen angebaute Kirche von 1752, ein Wallfahrtsort fuer alle, die die Wunder der Virgen von Lajas bewundern. Sehr eindrucksvoll, der Ort! Wir beschliessen noch am selben Tag zum 3 Std. entfernten Pasto zu fahren und erkunden abends ein wenig die neuen Preise des neuen Landes.

Dollar ist nicht mehr, es zaehlen jetzt die Hunderttausende von kolumbianischen Pesos! Daran muessen wir uns erst mal gewoehnen (2200 Ps= eine Eurone).

 

Am naechsten Morgen gehts dann los zu unserem eigentlich ersten Ziel, 7 Std. nach Popayán (24.06-05.07.12), unserem "Stuetzpunkt" fuer weitere Ausfluege in dieser Gegend. 3x werden wir von Polizeikontrollen angehalten und kontrolliert, Sicherheit ist ja schoen, haelt aber auch ganz schoen auf! Popayan wird zurecht die weisse Stadt genannt (alles weiss getuenchte Kolonialbauten, auch wenn die Sonne nicht scheint, ist man geblendet :-), alles erscheint hier easy und safe, die Leute sind super freundlich und sooo hilfsbereit, kaum bleibst du irgendwo mal stehen...- "schon wirst du geholfen"!

 

Wir besuchen den Markt von "Silvia" (26.06.12) auf 2800m, an dem sich Dienstags die Guambinos, eine von 65 indigenen Voelkern Kolumbiens versammeln.

 

Die begonnene Kulturrunde geht weiter nach San Augustin (27./28.06.12), einer der wichtigsten archaeologischen Staedten des Landes. Hier wurden vom 6.- 14.Jh.n.Chr. die Toten mit aus Vulkanstein herausgeschlagenen Statuen geehrt, von denen bisher 513 Statuen an unterschiedlichen Plaetzen zu bewundern sind. Auch die heutige Kultur darf nicht vernachlaessigt werden und so lernen wir mehr ueber Kaffeanbau und Zuckerrohrverarbeitung, die hier u.a. Haupteinnahmequellen sind.

 

Was waere Kultuer ohne Menschen und so bringt uns unser Zwischenstopp in Neiva (29./30.06.12) direkt zum 400 jaehrigen Stadtfest, dass gross gefeiert wird und uns 2 Tage lang aufhaelt. Wir lernen super nette Leute kennen und aus Versehen gibt auch noch "unser Star aus Boliven" Vicente Fernandez  eines seiner Abschlusskonzerte. Er ist der Koenig des "Rancheros" (Bier und Partymusik, siehe Informatives/ Musik) in ganz Sued- und Mittelamerika. Nichts fuer jedermann :-)...

Wichtig sind hier Huete, Caballeros (Reiter), columbianische Schoenheiten und viel Tanz!!!

 

Zum Kulturkontrast fahren wir nun in die Wueste, Desierto Tatacoa (01.07.12), gerade mal eine Stunde entfernt, 330 Qkm gross und 45 Grad heiss. Sehr bizarre Landschaft und die Kroenung: es ist fast Vollmond und wir besuchen abends das hiesige Obeservatorium. Wir bestaunen Saturn, der wie gemalt vor der Teleskoplinse erscheint, das Kreuz des Suedens und Alphazentauri, 2 Sternenbilder, die in unserem Nordhimmel gar nie nicht zu sehen sind. Da der Mond so schoen hell ist, gibts auch noch ein paar Bilder!

Noch ein Highlight: der gute erste Schlaf in einer Haengematte...!

 

Letzter Stopp unserer Kulturrunde ist Tierradentro (2.- 4.07.12) und San Andres de Pilimbalá. Tierradentro heisst soviel wie "weit in die Erde hinein" und so ist es auch...wir fahren scheinbar endlos in die gruenen Berge hinein und erreichen ein kleines Bergdorf, dass vor einigen Jahren aufgrund des Terrrorismus noch sehr unsicher war. In dessen schoener Umgebung wurden aus derselben Zeitepoche wie in San Augustin viele unterirdischen Graeber gefunden. Faszinierend, wie solche Steinroehren und -hoehlen gerausgeschlagen werden konnten! Die dafuer verantwortlichen Kulturen dieser beider Staetten sind leider nicht bekannt. Wir umwandern das Tal auf einem phantastischen Grat, die Staetten besichtigend und geniessen das ruhige freundliche Dorfleben.

 

Mit dem Fruehbus gehts los zur naechsten Destination- Cali (05.07.- 13.07.2012), die kolumbianische Hochburg des Salsas. Der Salsa hier ist das "Heavy Metal" unter den Salsarhytmen und da Micha Heavy Metal mag, buchen wir uns gleich mal 5 Privatstunden, um dem ganzen wilden Footwork, das hier getanzt wird, naeherzukommen...! Glueck haben wir mit unserem Hostel, das taeglich Salsa- Allgemeinstunden und sogar Yoga anbietet. Die erste Allgemeinstunde betitelt Micha mit "rhytmische Sportgymnastik", aber schon am 2. Abend legen wir unser erstes Grundschritttaenzchen aufs Parkett :-).

Das ganze Hostel geht abends gemeinsam aus und die Gruppe ist superangenehm.

Hier in Cali scheint sich alles um Salsa zu drehen, zu besichtigen gibts nicht so viel (wie gut) und so widmen wir uns ganz unseren "Studien". Von den Tausenden Salsaclubs, die es hier gibt, besuchen wir fast jeden Abend einen anderen, mal im Freien, mal mit wunderbarer Aircon..., diese Stadt ist wunderbar zum Tanzen. Die Caleños sind zurecht sehr stolz auf ihren Tanzstil und jeder, der gern Footwork beim Salsa mag, ist hier genau richtig!!! Auch fuer Sylvia, die schon laenger Salsa tanzt, sind "neue Happen" und echte Herausforderungen dabei. Wir haben 2-3 Stunden taeglich schweisstreibendes Training und das tut uns auch echt mal gut. Juhu........... :-))) .......... grosse Freude!

Cali ist eine sehr vielseitige kolumbianische Stadt und es gibt einfach alles: vom feinst Gekleideten ueber Pudel mit lackierten Zehennaegeln, die zum Autofenster rausschauen bis hin zu Obdachlosen, die eben jede Nacht ums Eck an der Baeckerei schlafen. Was wir noch nicht gesehen haben: Damen, die neben ihren kosmetisch neuen Bruesten auch Polster im Hintern haben (natuerlich super sexy gekleidet). Wer sich nicht zu einer OP entscheidet, kann hier auch Mieder mit Poeinsatz kaufen...WIR haben das natuerlich nicht noetig! :-))) Cali, wir kommen gerne wieder!!!

 

Mit einem leicht verschobenen Tagesrhytmus gehts weiter nach Salento (13.-15.07.12), Kleinstadt mit Herz und es erwartet uns zufaellig die Virgen de la Carmen, das einmal im Jahr gefeierte religioese Fest mit Prozessionen. Unser Verhaeltnis zur Virgen ist etwas zwiegespalten, stehen wir doch haeufiger wegen derselbigen in scheinbar endlosem Stau. Manchmal wird sie per Pferd getragen, manchmal per Lkw...aber immer:

Stau...und wir dahinter ;-) ! Dafuer sind natuerlich wieder alle Caballeros mit und ohne Pferd unterwegs! Eine schoene Atmosphaere, die wir haeufig mit gutem Blick auf die Strasse in unserem Lieblingscafe am Eck mit funktionierender italienischer Kaffeemaschine von 1905 (natuerlich kaffetrinkend!) geniessen.

 

Auch in Bogota (16./17.07.12) gibts guten Kaffee...und nicht nur das! Wir besuchen das Goldmuseum und eins der groessten religioesen Bauwerke der Welt, die beeindruckende Salzkathedrale in Zipaquirá (8500qm Flaeche, 180m tief). Ansonsten gibts am Rande von unserer Wohngegend "La Candelaria" noch viele Bordsteinschwalben und das wars dann auch fuer uns. Nix wie weg aus der Grossstadt.

 

In Villa de Leyva (18./19.07.12) ist jeder reich und wer nicht reich ist, hat vielleicht was falsch gemacht. 1572 erbaut und 1954 zum Denkmal erklaert, hat sich in der Stadt mit ihrem schoenen Steinpflaster und den tollen weissen Gebaeuden und Hoefen nichts mehr geaendert,- ausser die satten Preise wahrscheinlich. 

 

Anders in Sogamoso (20.- 23.07.2012) , der "Ciudad competitiva, donde el sol ilumina tus sueños"(der wettbewerbsfaehigen Stadt, in der die Sonne deine Traeume erhellt!)! Dieser Spruch steht ueberall in der wohl ziemlich unbekannten Stahl- Stadt.

Wir haben den Tip bekommen, dort faende zum 200- jaehrigen Unabhaengigkeitstag Kolumbiens am 20.07. die Fiesta del Sol y del Acero (Sonne und Stahl) statt. Findet sie auch und hier wird noch ordentlich geklaut, die Leute scheinen nicht so reich zu sein ;-).

2 eindeutige Versuche, in unsere Taschen zu greifen koennen wir erfolgreich abwehren, ein Dritter erleichtert uns dann um umgerechnete 15 Euro. Da wir ja auch nicht reich sind, haben wir auch "nix" einstecken :-) ! Das Witzige daran: die Diebe sind wirklich supergeschickt, jeder Nichtdieb warnt davor und  die Volksleute bestehlen sich eben auch gegenseitig. Erstmals sehen wir hier auch TV Spots zum Thema Diebstahl! Wir duerfen 3 Tage kolumbianische Fiesta erleben, die Leute sind unglaublich nett, freuen sich mit uns zu kommunizieren, zu feiern und zu tanzen. Es ist uns eine grosse Freude, hier zu sein!

 

San Gil (23.07.-25.07.12) wird unsere Station in Richtung Karibik. Ein sehr netter, angenehmer Ort, in dem Abenteuersport angesagt ist...wir entschliessen uns zu einer Raftingtour auf dem "wilden" Rio Fonce und bewandern den schoenen stadtnahen Naturpark. Hier sind endlich wieder kurze Hosen angesagt, in den vorangegangenen Orten waren wir meist doch auf 2000m und hoeher.

Jetzt ruft uns die karibische Meereshoehe :-)))

Zuvor werden hier aber noch die fuer die Region "Santander" bekannten Riesenameisen,

-lecker geroestet, probiert. Wie's schmeckt?...wie geroestete Erdnuesse!

 

Jeder "muss" nach Tayrona (26.07.- 30.07.12) den karibischen Nationalpark, wir also auch...! Zunaechst gehen wir in Taganga unter Wasser, da die Temperturen hier doch extrem hoch sind :-) und besichtigen die noch gut erhaltenen Korallen mit Langusten, Seepferdchen und Calmaren. Unser "Fun-Dive" included freie Uebernachtungen in einem nur mit dem Boot zu erreichenden Privathaus,- alles fuer uns, der Beach, das Haus , der Fisch,- ein Traum!

Ja, und dann eben dahin, wo alle sind! Tayrona, teurer Parkeintritt, den die dschungelige Gegend mit den schoenen Wanderwegen jedoch wettmacht.

Wir sehen die Mico Titis (nein, nicht Mikrotittis:-)) eine endemische Affenart, ganz viele Agutis/ Goldhasen  und geniessen den aus Felsen gemachten Kletterweg begleitet vom Rufen der Bruellaffen bei 98% Luftfeuchtigkeit. Uff !

Nach der doch anstrengenden Wanderung finden wir einen fuer uns gemachten Pool in dem Meer, in dem keiner schwimmen darf! Gefaehrliche Unterstroemungen machen das Schwimmen gefaehrlich, aber wir spielen ja nur in den Wellen!

Ganze 5m vom Strand entfernt! ;-)

 

Heiss, heiss ist unser letztes Ziel in Kolumbien, Cartagena(01.08.-06.08.12) rockt!!! Fuer uns die schoenste Stadt in ganz Suedamerika mit der wohl einzigen Festung ihrer Art, dem Castillo San Felipe de Barajas (erbaut 1536- 1763), wunderschoenen Plaetzen, Kirchen, Laeden, Kneipen, Strassenszenen. Cartagena bedient einfach alles!

Hier buchen wir unsere Ueberfahrt nach Panama und schwitzen noch ein paar Tage , bis es dann endlich mit dem Segelboot, der "Perla del Caribe" losgeht.

 

Danke Kolumbien fuer die tollen Erlebnisse hier! Wir haben einiges ausgelassen, wohlwissend, dass wir eines Tages wiederkommen, auch wenn es nur fuer 4 Wochen ist!

;-)

 

Am letzten Abend gehen wir uebrigens nochmal richtig gut essen- naemlich indisch ;-))) !

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar