Unser Leben in der Volksrepublik China 2018

Besuch aus Frankfurt - Sabine & Nigel 18.-24.03.2018

 

Eine ganze Woche haben wir zusammen, meine liebe Freundin Sabine und ihr Sohn Nigel besuchen uns in Hangzhou!

Micha und ich fahren schon mal vor nach SH um pünktlich Sonntags morgens am Flughafen SH unsere Kurzurlauber zu empfangen!

 

Geschlafen wird nicht und da eine Woche sehr kurz ist  konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Dinge Chinas: Shoppen :-) !

 

Erst geht’s erst mal übern Peoples Square mit seinem Hochzeitsmarkt quer durch die Stadt zum Schneiderlein! Nigel benötigt pünktlich zum Abschluß seiner Lehre einen standesgemäßen tollen Anzug, da er jedoch Chinas gutaussehenden Zitronentee nicht so gut verträgt, bleibt das Schneiderlein zunächst nur ein Kurzeindruck und wir begeben uns erst mal nach Hangzhou!

 

Hangzhou Downtown bietet diesmal für uns natürlich den Westlake, die Hefangstreet, den Linyin Tempel und einen Besuch der Leifeng Pagode!

 

Neu ist die Gegend des bisher noch nie besuchten Teemuseums, das inmitten schöner Teefelder liegt. In einem Showroom kann man hinter Glas alle Teesorten der asiatischen Welt betrachten.

 

Unsere kleine Bustour führt uns mit einem Kurzstop zum Teedorf Weng Jia Shan, wie das Wort schon sagt hoch oben auf dem Berg! Leider finden wir hier keine europäische sondern nur chinessiche Kultur! :-) Sprich: statt eines schönen Teecafes mit toller Aussicht und Atmosphäre empfangen uns viele Dorfladies, die uns am Ärmel zupfend gerne in ihren Shop zum Teekauf eindringlich auffordern! Da wir wirklich nichts finden, was uns gefällt und uns die Tasse Tee für „nur“ 8 Euro angeboten wird (hier ist alles voll mit Teeee…) ist die Abfahrt mit dem nächsten Bus ein Geschenk!
Schade eigentlich…der Ort ist toll!

 

In Shanghai erarbeiten wir uns den Fakemarket am Science& Technology Museum , in dem immer noch unglaublich billige Preise erhandelt werden können, natürlich die vorzufindende Qualität sehr unterschedlich ist und das Geschäftsgebahren der Verkäufer zum An,- oder Abgewöhnen ist! Ein Erlebnis auf jeden Fall!

 

Nigel kommt zu einem wirklich schönen Anzug, Sabine zu allen möglichen Accessoires und alle gemeinsam zum Besuch von Old SH, dem Yuyuan Garden bei Tag und Nacht und den höchsten Gebäuden SH´s, dem Shanghai Tower ( 632m, 128 Etagen) mit Blick auf das SWFC (Shanghai World Financial Center 492m )!

 

Wie sagt Sabine so schön….nach China ist vor China!

Und wir? Wir lassen uns überraschen!

 

Soooo schön, dass ihr da ward!

Cu soon again?!

Hangzhou Taiziwanpark zur Tulpenblüte 27.03.2018

 

Hahaaa, letztes Jahr waren wir mit der Universität zum Ausflug  hier!

 

Allerdings war alles matschig, braun und wir waren einige Tage oder Wochen zu spät für die Tulpenblüte...man hatte nur gehört,- es gäbe sie...und sich gefragt...was machen wir dann jetzt erst hier...und beschlossen...dann komme ich halt mal zum richtigen Zeitpunkt im nächsten Jahr!

 

Schon ist wieder ein Jahr vorbei und es ist wirklich sehenswert!

Ein Blumenmeer mit Windmühle als sei man in Holland!

Na,... Hangzhou fängt ja auch mit H an und ist in diesen Tagen ungeachtet den Werk- oder Wochenendtagen scheinbar Magnet für die komplette chinesische Welt!

 

Diesen Eindruck bekomme ich bereits beim Versuch, das Ziel zu erreichen!

Eingequetscht im Bus als Ölsardine sozusagen, an einem gewöhnlichen Dienstag vormittag, überlege ich noch, ob ich dem Fahrer signalisieren soll, das ich mich gleich übergebe, damit er mich unterwegs aussteigen läßt, warte dann aber doch noch die nächste Endloshaltestelle ab um den Bus zu verlassen und um mir irgendwo ein Fahrrad zu organisieren!

Endlich ist mal wieder was los auf Hangzhous Straßen :-) !

Nein, im Ernst! Es ist eine kleine Menschenhölle, die sich in Richtung Park in Bewegung gesetzt hat bzw. es versucht,- die Überbevölkerung zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite!

Und das ist echt kein Spaß, aber man kennt es ja...!

 

Der Park ist gerade ein Meisterstück chinesischer Tulpengärtnerei :-)!

Noch nie habe ich so viele Tulpen und Farben auf einem Fleck und in Blüte gesehen!

Es ist wirklich etwas Besonderes, trotz der Masse an Leuten und wenn man gut drauf ist kann ja selbst das ein kulturelles Erlebnis sein!

 

Oft denke ich , Chiina oder im spezeillen Hangzhou versucht vielleicht die schlechte Luft und die schlechte Fernsicht mit Blumenpracht und schöner Gärtnerei zu kompensieren, denn

wenn sich ein Land Mühe gibt seine Großstädten gärtnerisch auffallend schön zu gestalten, dann ist es wirklich China!

 

Hangzhou Watermuseum 01.04.2018

 

Schon oft sind wir vorbeigefahren und haben uns gesagt...zu dieser Pagode wollen wir mal! Nachdem nun eine neue Metrolinie fertig gestellt ist, machen wir uns auf, die Pagode zu erreichen! Wir fahren jedoch mit dem Bus 323 und laufen durch die Wallachei, schließlich gibt es neue Wohngebiete in Hangzhou zu erschließen, immer in Richtung Pagode!

 

Schließlich stellt sich heraus: die  vermeintliche Pagode ist das nationale Wassermuseum Hangzhous! Mehr oder weniger nirgendwo erwähnt finden wir einen toll konstruierten aus glasgebauten 100m hohen Turm vor, von dessen Aussichtsplattform wir einen perfekten Rundumblick in die Gegend haben.

Das Innere ist gut erhalten, zeigt eine Ausstellung über die Wasserresservoire des ganzen Landes und Bilder den Besuch des Präsidenten! Scheinbar war das hier mal ein Vorzeigeobjekt! Die Betonung liegt auf "war", denn die Außenanlage ist außer Betrieb, die Wasserbecken leer oder siffig, alles bereits dem Verfall nahe und wird keineswegs gepflegt oder erhalten!

Auch eine scheinbar typisch chinesische Mentalität! Toll & schnell bauen, verfallen lassen, neu bauen :-) !

Schade das sich hier keiner kümmert: an sich nämlich ein interessanter Platz, der sehr wenig besucht erscheint!

Guizhou 06.04.-08.04.2018

 

3h Flug von Hangzhou ist sie entfernt, die ärmste aber ethnisch reichste Provinz im Südwesten Chinas,- Guizhou!

 

Wir versuchen dem Public Holiday, dem Qingmingfest zu entfliehen! Wie immer ist es bei allgemeinen Feiertagen überall voll, überteuert etc. deshalb liegen unsere Ziele im Norden und nicht im gutbesuchten Süden Guizhous!

 

Am Autoverleih haben wir schon Glück überhaupt Eines zu bekommen! Anders als im Vertrag beschrieben, möchte man hier unsere Kreditkarte nicht akzeptieren, die gewünschte Chinesische bekommt man ja als Ausländer leider nicht oder nur gar zu schwer! Unserem Ausharren und der Geduld des Mitarbeiters zum Dank, klappt das dann doch noch irgendwie mit dem Verleih,- zum Glück! Im Endeffekt verlassen wir den Autoverleih mit besserem Auto zum billigeren Preis! Wenn schon, denn schon :-) ! Haha, wenn Engel reisen!!!

 

Der in den üblichen Reiseführern gar nicht beschriebene "Light Buddha Rock" im Chishui Danxia Gebiet ist ein wunderschöner Park im Nordwesten Guizhous und unser Ziel!

Rotgefärbte Felsen sind die Kulisse für wundervolle Wasserfälle, Bambuswälder und große Alsophila Farne! Ein phantastisch feuchter Wandertag in subtropischem Gebiet! Besser geht's eigentlich nicht!

 

Chishui behält uns zur Nacht mit einem lustigen Einheimischenessen am Abend!

Der Chishui Danxia Geopark wird unser nächstes Tagesziel am Vormittag! Wandern war gestern und Muskelkater ist heute, deshalb sind wir auch gar nicht so böse, dass der Park chinesenfreundlich aufs einfachste angelegt ist. Wunderschöne Wasserfälle ganz einfach erreichbar (der Chinese läuft nämlich für gewöhnlich nicht gerne:-))! Wir heute auch nicht!

 

"Bing An" auch ein historisches Dorf, liegt direkt auf dem Weg in Richtung Süden! Gestern entdeckt, heute schon besucht :-) ist unser Motto! Von außen sieht dieses Dorf mal noch wirklich alt aus! Umgeben von einer Flussschleife mit alter Brücke ein wirklich schöner Anblick-

"das Rothenburg von Guizhou" ?! Schön ists hier und das Motto des Dorfes ist wohl Chili, überall wird er gemörsert und zu Pulver verarbeitet! Scharfes Pflaster hier!!!

 

"Nightshift" und "Nachtfahrt", das Schönste was Chinas Autoverkehr überhaupt hergibt,

in der Nacht auf Autobahnen fahren! Am besten lässt man die Sonnebrille gleich auf, da die Nebenscheinwerfer und Aufblendlichter hier Standard sind, sobald die Sonne untergeht! Aber was hilfts, wenns Zeit sparen hilft! Und so entern wir noch bei Nacht Kaili, die Hauptstadt der autonomen Bezirks Qiandongnan!

 

Die Polizei hier ist freundlich, wie wir gleich am nächsten Morgen erleben! Man hat uns ein Ticket wegen Falschparken verpasst und begleitet uns freundlichst zur zuständigen Verkehrspolizei per Eskorte! Gleich zahlen ist immer besser als eventuell Punkte zu kassieren, für die man vor Ort (und das beginnt das Problem) seinen Führerschein vorlegen muss! Also besser gleich erledigen!!!

Na ja und nachdem die Computermaschine unsere ausländische Passnummer nicht annehmen will (wir haben auch Buchstaben, nicht nur Zahlen in der Passnummer), der angerufene Boss dann nach 20 Versuchen der Eingabe auch nicht mehr weiter weiß, erlässt er uns kurzerhand unsere Strafe! Auch nicht schlecht und vielleicht die Zukunft! Straferlass wegen Computerversagen! :-)))

 

In Kaili ist heut Sonntagsmarkt und eigentlich fahren wir direkt hinein!

Ein Mekka an diversen Kopfbedeckungen und sooo schön urig! So viele Schweineschnauzen auf einmal haben wir nun auch noch nie gesehen...es gibt auf Märkten einfach immer was neues und Archetypisches zu entdecken!

 

Hier in der Kailigegend könnte man nun ein ethnisches Dorf nach dem anderen besuchen!

Manche mit, manche ohne Eintritt zu zahlen! Wir entscheiden uns für Langde! Langde hat im neuen Teil heute Richtfest und das ist genaugenommen auch schon das eigentliche Highlight!

Viel Damen in Trachten, viele Schweine zerlegt am Straßenrand!

Wir lernen, Richtfest ist sozusagen Schlachtfest und alles auf der Straße!

Das Erlebnis schreibt den Namen: "Die roten Straßen von Langde"!

 

Von hier geht's dann per Bähnchen ins alte Langde, schön gelegen von Hügeln umgeben erwarten einen normalerweise die traditionell ge/ verkleideten Bewohner um Tänze und Vorstellungen zu geben. Heute ist nichts los, kein Touribus, kein Nichts, so dass wir uns in Ruhe umsehen und das Kunsthandwerk (Sticken, Batik, Silberkunst) bewundern können!

 

Haha! Highlight des alten Langdes...hier bestätigt die Ausnahme nun doch noch die Regel und wir finden ihn! Das Vorurteil "in China isst man Hunde" bewahrheitet sich tatsächlich!

Was auf dem Lande vielleicht noch ab und zu vorkommt findet man in Hangzhou definitiv in keinem Restaurant, nur meist bekleidet mit Kleidchen und Schühchen und in Pudelform ;-) !

 

Tolles Erlebnis dieses Guizhou- spannend und abwechslungsreich!

Es gäbe noch sooo viel zu sehen, aber der Alltag wartet wieder in Hangzhou :-) !

 

Worldtraveller Elisabeth in China        19.04.-04.05.2018

 

Zum 2ten Mal kommt sie nun innerhalb von 3 Jahren und diesmal auch noch wenn auch unerwartet, …alleine! Die ursprüngliche Reisepartnerin ist („glücklich“) schwanger geworden :-) !

 

Lissy, Sylvias Mam gibt sich die Ehre zum 50 sten Geburtstag ihrer Tochter!
Schließlich gibt es ja auch gemeinsam was zu feiern!!!

 

Shanghai lassen wir diesmal außen vor, das kennen wir ja schon und so nisten wir uns in unserer Wohnung in Hangzhou ein! erst mal wird ordentlich Sylvias Geburtstag gefeiert! Essen beim Japaner, Cocktails beim Mexikaner und ein schönes Chill out zu dritt nachts bis 4 Uhr zuhause!

 

Es ist immer schön, Gäste das 2. Mal zu empfangen und spannend, was einem so alles an Neuem zu zeigen einfällt. Diesmal geht es ganz lokal zu!

Wir besuchen die Ecken und Enden unseres Viertels Xiasha mit dem großen Qiantang Fluß, fahren dort Fahrrad und besuchen die Oper am Flußufer!  

Das Xixi –Wetland im Westen der Stadt präsentiert sich uns in Blütenpracht bei Regen, dafür scheint die Sonne nur für uns bei einem genussvollen Longjing Tee im gleichnamigen Dorf südwestlich des Westlakes. Eigentlich sind wir die ganzen Tage unterwegs, allerdings immer nur so, dass alles gemütlich bleibt!

 

Aus diesem Grunde besuchen wir auch diesmal die berühmte Wasserstadt Wuzhen inklusive einer Übernachtung. Hier sind die Lichteffekte bei Nacht eine besonders schöne Szenerie!

Wenn man allerdings dachte, es sei bestimmt schön, Wuzhen abends leer zu geniessen nachdem alle Tagestouristen die Stadt verlassen haben, dann hat man sich getäuscht!
So wie wir! Nachts ist das schöne Wuzhen genauso voll mit Besuchern wie tagsüber!!!
Aber Morgenstund hat hier Gold im Mund… Genuss im leeren Wuzhen vor 8 Uhr morgens!

 

10 Tage vergehen wie im Flug und dann fliegen wir wirklich, nämlich nach Xiamen.

Hier dauert es eine Kleinigkeit von 4 Stunden, bis wir unser bereits bestelltes Auto canceln und ein Neues mieten können. Man hat uns einfach vergessen, es steht kein Auto für uns bereit und schließlich bemühen sich die jungen Männer dann doch noch „glückliche“ Kunden zu kreieren!
Es ist immer wieder spannend, was so alles beim Auto leihen passiert und toi toi toi!
Im Endeffekt haben wir wieder Glück, dass wir doch noch zum Ziel fahren können und nicht alles canceln müssen!

Juhuuuu, also auf zu den Tulous, diesen ganz besonderen Rundbauten der Gegend, die seit Jahrhunderten Wohnort von 100-1000 Menschen sind. Mit unserer befreundeten SGLR Familie, die zurzeit in Xiamen leben und uns die Stadt von ihrer Seite zeigen, düsen wir schließlich los und übernachten in einem Tulou! Für uns etwas ganz Besonderes und zu feiern gibt es auch noch etwas!

 Es ist Lissys Geburtstag! Das Motto?...“ Sieht aus wie 60 und ist noch nicht mal 70!“ :-)

 

Wir haben eine tolle Zeit in Xiamen und für die Ladies gibt’s nochmal ein neues Reiseziel, nämlich Hongkong! Hier erwartet uns schon Ela und Sabine aus Deutschland und verstärken unsere Ladytruppe! Hier gibts auch noch Susis Geburtstag zu feiern (weibliches Oberhaupt der Susi Geri Lilli Rocco Familie)! Hier sei nur so viel verraten! Auch sie ist wie ich und Michael im chinesischen Jahr des Affen geboren :-) ! Das erklärt die ganzen Affenmasken auf den Bildern!

 

In Hongkong zieht es uns diesmal tatsächlich nur aus der Stadt.

Wer es nicht weiß…, Hongkong besteht aus vielen grünen Inseln die zum Hiken, Schwimmen und  Lustwandeln einladen.
Wir besuchen neben dem grünen Viktoria Peak die Insel Lantau und Lamma Island.
So kann auch Großstadt schön sein!

 

Nach 3x Geburtstag feiern und  16 Tagen finden Lissy und ich uns am Hongkong Flughafen wieder und wünschen uns „Gute Reise“, sie nach Deutschland über London und ich nach Hangzhou zurück!

 

Den Titel „Wordtraveller Elisabeth“ bekommt sie für ihren Mut, ohne ein Wort Englisch zu sprechen die Reise auf sich genommen zu haben! Danke dafür, das vergess ich dir nie!


Eine Heldentat würde ich sagen… was meint ihr???

Hangzhou Teemuseum 10.06.2018

 

Es ist Ausflugtag mit unseren chinesischen Freunden Tao, Alvin und Jakob!

 

Natürlich klar, dass das Kulinarische definitiv wieder im Vordergrund stehen wird. Um zunächst das Kulturelle zu befriedigen begeben wir uns erst einmal in die Teefelder rund um den Westlake. Dort besichtigen wir das Chinese National Teemuseums.

Neben Historischem an Teegeschichte (Tea classics of Lu Yu ! Wer kennt sie nicht !?) , Teepöten, Teesorten, den größten Teegeschenken, Teekuchen etc. verstecken wir uns auch ein wenig in den Teefeldern und nehmen an einer kleinen Teezeremonie teil.

Das macht immer wieder Spaß und ist hier auch nicht zu aufdringlich was den Versuch des anschliesenden Teeverkaufs angeht. Manchmal schreckt einen eine Teezeremonie mit dem Gedanken an chinesische Verkaufsstrategien schon im Vorfeld ab :-) !

 

Der Nachmittag gehört der Austellung der besten Werke der Absolventen der

Art Universität in Hangzhou. Zeitgenössische Kunst lässt grüßen!

Interessant , was es alles so zu entdecken gibt!

 

Damit wir auch jaaaa nicht verhungern an diesem schönen Tag, darf natürlich das phantastische Lunch in ebenso schönem, moskitoreichen, phantastischen Restaurantgarten nicht unerwähnt bleiben und abends geniessen wir die besondere kulinarische Spezialitat in ebenso historischen Ambiente.

"Spezial Gesundheitssuppe" und "Selbstgegärtes süßes Dessert", definitiv nach dem Motto

"sieht sch...aus, schmeckt aber gut",- wirklich etwas Besonderes!

 

Ein sehr schöner Tag mit vielen verschiedenen Eindrücken!

 

Chongqing 17.08.-19.08.2018

 

Oft haben wir schon von Chongqing gehört, eine Stadt in Zentralchina mit satten 34 Millionen Einwohnern und Ausgangspunkt für die berühmten Yangtse Flussfahrten.

 

Nachdem sie auch Ausgangspunkt für die neugeplante Seidenstraße 2.0 nach Duisburg ist, noch ein Grund mehr mal hinzureisen.

 

Nach 2.5 Stunden Flug (HZ -> CQ)  ist man auch schon da und zum Glück hat Micha schon vorher alles bestens organisiert und die volle Orientierung, wo es langgeht!

 

Wie immer schön verspätet kommen wir mitten in der Nacht in Chongqing an und fahren per Taxi zu unserem Hotel in der Nähe des Bahnhofs von dem wir hoffen, am nächsten Tag einen frühen Bus nach Dazu zu bekommen den Ausgangspunkt für die berühmten Dazu Caves.

 

Vormittags ist kein Ticket mehr erhältlich und da wir den halben Tag mit „auf den Bus warten“ verschwenden müssten, fahren wir kurzerhand mit einem gecharterten Fahrer direkt „ vor die Hütte“! So sparen wir enorm viel Zeit, was uns auf so einem Wochenendkurztrip natürlich sehr gelegen kommt!

 

Der Vormittag dient also dem Besuch der schönen Dazu Caves oder auch Dazu Höhlen!

Die Dazu Rockcarvings gehen zurück auf das 7. Jahrhundert und zeigen Steinmetzarbeiten buddhistischer, konfuzianischer und daoistischen Zeiten. Die Statuen und Höhlen sind alle relativ gut erhalten, blieben sie zu Zeiten der Kullturrevolution einigermaßen verschont!

Wir geniessen die beeindruckenden Skulpturen und Farben in sattem Grün und auch das zugehörige Museum ist definitiv beeindruckend. Zum Weltkulturerbe gehören neben den Dazu Caves (Baoding Shan) auch noch die Höhlen von Baoling und Beishan, die wir heute nicht besuchen.

 

Mittags finden wir dann noch Zeit uns mit Bus und per Taxi zum bisher noch wenig beachteten Monument des Kilometers O der neuen Seidenstraße 2.0 durchzuschlagen. Dieses findet sich am Rande eine Industriegebietes an einer Sackgasee zum Berg!

 

Die antike Seidenstraße mit ihren 6400km war der Handelsweg vom chinesischen Xi'an beginnend. Über den Nordwesten des Landes führte sie durch die Taklamakan Wüste zum Pamirgebirge, von dort über Afghanistan in die Levante, wo die Handelsgüter dann per Schiff übers Mittelmeer transportiert wurden.

 

Die neue Seidenstraße 2.0 will in Zukunft per Auto und Bahn mit ihren geplanten 10 000 km vom chinesischen Chongqing über den Nordwesten durch Kasachstan, Russland, einigen anderen Ländern nach Europa führen und schließlich in Duisburg enden. Zur Zeit sind die ersten Züge bereits unterwegs (12 Tage im Vergleich zu rund 2 Monaten Seeweg), müssen jedoch häufig Schienensysteme wechseln und sind gesamt gesehen wesentlich unrentabler als der Seeweg (250 Güterzüge sind das Volumen eines Güterschiffes). Jeder Zug trägt allerdings bereits Symbolcharakter des zukünftigen Jahrhundertprojekts. 

 

Chongqing selbst ist irgendwie sehr schön von Hügeln umrahmt, so dass man immer mal wieder auch mit der U- Bahn durch Tunnels fährt oder von der hocherbauter U- Bahnstrecke hinunter auf die Stadt und den Fluss blicken kann, Chongqing lässt sozusagen tief blicken :- ) !

 

Da wir ja keine Yangtse Flussfahrt machen können, welche normalerweise 3+ Tage in Anspruch nimmt, fahren wir abends auf einem Sightseeing Cruise Boot den bzw. die Flüsse auf und ab.

Hier trifft der Yangtse (Jangtzekiang) den Jialing Fluss, was wunderbar durch die Mischung der Farben erkennbar ist.
Braun trifft grün! J


Die Show ist eigentlich die Außenbeleuchtung unseres Bootes dass jedes "Gegenüber", Häuser, Boote, Brücken in unsere stetig wechselnden Farben taucht. Ein schönes Farbspiel, zu dem nach Sonnenuntergang auch noch die Beleuchtungen der Häuser am Ufer hinzukommen.

Ein echt bunter Spaß die Bootstour.

 

Touristenmagnet sind Tags wie Nachts die Hongya Caves, ein am Berg über 11 Stockwerke hoch gebautes Kunstwerk bestehend aus Läden, Restaurants, Bars, etc.!

Schon tagsüber war hier die Hölle los und nun am Abend ist es nicht wesentlich besser, im Gegenteil. Der Nightmarket ist schön und abwechslungsreich, der Weg vom 1. bis zum 11. Stockwerk eher mühsam, heiß und voller Menschen.

Da hilft auch ein künstlicher Wasserfall in der Mitte nichts J.

Heute hält sich unser Nachtleben freiwillig in Grenzen...haben wir nur 4 Stunden geschlafen  und sind den ganzen Tag unterwegs gewesen!!!

 

Ciqikou ist die Old Town Chongqings, unser Sonntagsziel !

Na ja und da Sonntag ist, findet sich hier eben chinesicher Standard,- was meint:

alles ist brechend voll mit Leuten!
Zu sehen gibt es neben unzähligen Shop, Restaurants und Cafes auch noch ein paar Altertümer, so den Torbogen des einstigen Castles oder den über 1000 Jahre alten, schön gelegenen

Luohan-Tempel on Top des ganzen Viertels.

Hier ist es unverhältnismäßig ruhig und abgenehm, genau 70 Höhenmeter vom Trubel entfernt!

 

Auf unserem Rückweg zum Flughafen lassen wir uns noch ein wenig durch die Straßen treiben und unser pünktlicher Flieger fliegt uns noch vor Mitternacht wieder nach Hangzhou zurück.

 

Chongqing…!

 

Wir finden die Stadt sehenswert und die Gegend einen tollen Spot, allein schon wegen den nahgelegenen  Dazu Höhlen.

Die Gegend hier ist durchgehend ein ziemlich begehrter chinesischer Touristenspot und deswegen voll mit Menschen!
Die Yangtsepromenade war zu unserem Besuchszeitpunkt eine ziemliche Baustelle und bekommt man nicht das erste Boot am frühen Abend für die Flussfahrt, steht man sich eventuell für darauffolgende Fahrten die Beine in den Bauch! Wir haben Schlangen an Menschen gesehen, die freudig wartend sicherlich 1-3 h Wartezeit am Kai hatten! Das will man nicht J!

 

Hochzeit Kani + Tom und Longyou Höhlen 01.12.-02.12.2018

 

Wie schön für die beiden sich gefunden zu haben und aus Liebe zu heiraten!

Selbstverständlich ist das hier in China noch nicht wirklich, denn Eltern haben großes Mitspracherecht, was den Ehepartner betrifft.

 

Stand, Einkommen und einige andere Faktoren können häufiger dazu führen, dass sich gefundene junge Pärchen aufgrund der Eltern wieder trennen, auch wenn die Liebe da wäre!
Ab 26 gilt man in China als „alt“ zu heiraten, da wird es dann höchste Eisenbahn und Ehen werden dann auch schon mal vereinbart, auch wenn man den/ die Richtige noch nicht gefunden hat!
Das ist echter Stress für die Jugend, wie viele Studenten uns häufig bestätigen!

Natürlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel und auch China ist diesbezüglich in einem gaaanz, ganz langsamen Wandel.

 

Wir sind stolz zum gemeinsamen Hochzeitsdinner beider Familien eingeladen zu sein und man hat uns eine Suite in dem Hotel dass das Dinner ausrichtet reserviert.

Die Braut dürfen wir schon während der Vorbereitungen besuchen und wie es sich unserer Nationalität gebührt sind wir natürlich pünktlich um 17 Uhr fast die Ersten J, die zur Feier eintreffen!

 

Ha-, und auch die Einzigen, die mit einem Sachgeschenk aufwarten!
Natürlich ist unserem Sachgeschenk auch ein Kuvert mit Geld beigelegt, aber das weiß ja zunächst niemand, denn es ist nicht offensichtlich!
Der Brauch ist es, zu einer Hochzeit einen „HONG BAO“ einen „ROTEN UMSCHLAG“ abzugeben, der dann eben ein Geldgeschenk enthält!
Der Betrag selbst darf dann gern eine Glücksnummer enthalten.
1111 oder besser noch 888 oder 8888 Yuan, Hauptsache Geld und Glück wünscht man!

Ein bisschen erinnert es an Eintritt, denn die Geld Kuverts werden nummeriert, der Name notiert und jeder Gast bekommt als Gegenleistung ein Gastgeschenk mitsamt einer Schachtel bester chinesischer Zigaretten. Dann geht’s in den Festsaal!

 

Da heute doch mehr als 100 Personen zusammenkommen, sind wir nach Familie und Arbeitskollegen auf 2 Säle verteilt, was dem Ganzen jedoch keinen Abbruch tut! Das Brautpaar führt die ihnen wichtigen Menschen von Tisch zu Tisch, um ordentlich anzustoßen.

„Ganbei“ bringt besonders viel Glück: leere dein Glas in einem Zug!

Zur Verfügung stehen Bier, Rotwein und chinesischer Schnaps „Beijiu“- weißer Alkohol,
der allem anderen vorgezogen wird.
Dazu wird ordentlich geraucht, ebenfalls ein wichtiger Glücksbringer!
Vorstellbar, dass das Ganze schnell sehr heiter und dann für einige in einem ziemlichen Vollrausch endet!
Wir feiern ganze 3 Stunden lang, dann löst sich die ganze Feiergesellschaft bereits wieder auf!

Bis dahin wird jedoch neben der Trinkorgie vom Feinsten gegessen!


Während dieser ganzen Zeit tischen unsere Bedienungen alles auf, was eine chinesische Feiergesellschaft zum Essen schätzt. Diverse Fisch- und Fleischarten, vom Lobster bis zur Schildkröte, vom Lamm bis zum Schweinebraten inclusive Gemüse und Kohlenhydraten aller Arten! Spannend, was da alles so vorbeikommt!

Was wir definitiv in Deutschland vermissen werden, ist die Art des Essens.
Ein großer runder drehbarer Glastisch, auf dem sich die diversen Gerichte stapeln, an denen sich jeder nach Lust und Laune bedient. Mit Stäbchen versteht sich!!!
Es ist tatsächlich ein kommunikatives Miteinander mit und ohne Worte…schließlich achtet man auf die Personen, die gerade zugreifen wollen und schubst ihnen nicht das Essen vor der Nase weg :-) !

 

Vorteil einer chinesischen Feier ist immer dass der Abend früh zu Ende geht,- mehr Zeit zum Erholen also und am nächsten Tag ist jeder fit, als sei nichts geschehen!!!

 

Ein schönes gemeinsames Frühstück erwartet uns und da wir schon mal unterwegs sind besuchen wir noch in einer Kleingruppe die auf dem Weg liegenden Longyou Höhlen.

Angeblich vor 2000 Jahren angelegt und unbekannten Ursprungs wurden sie 1992 entdeckt, entwässert und sind nun ein Besuchermagnet der Gegend.
Die Bilder sprechen für sich!!!

 

Ein schöner Ausklang eines schönen, ereignisreichen Wochenendes!

 

Tom und Kani wünschen wir eine wundervolle gemeinsame Zukunft und hoffen, dass wir an ihrem Werdegang ein wenig Teil haben dürfen…!

Yiwu Weihnachtsshopping                  21.12.-23.12.2018

 

Wir zischen mit der chinesischen Schnellbahn kurz mal eine halbe Stunde und schon sind wir im Shopping Mekka für Kleinteile- Yiwu, bekannt für Großhandel von Kleinigkeiten.

 

Damit auch der gewöhnliche Tourist was für seinen Spaß findet, gibt es auch einen Markt auf dem Einzelteile gekauft werden können bzw. sind die Shops besonders gekennzeichnet, in denen man Einzelteile kaufen kann.

 

Shopping „Mekka“ war eigentlich nur so dahin gesagt, als wir jedoch am späten Abend und gerade angekommen eine Runde im Viertel drehen, fühlen wir uns unerwartet wie im Mittleren Osten. Shisha Cafés in Reih und Glied, dazwischen arabische Restaurants ohne Ende und entsprechende Landsmänner (haha Frauen nicht!). Wir landen auf der Suche nach unserem geliebten Nationalgetränk beim Japaner und finden im Anschluss dann doch noch eine westliche Kneipe.
Haha,- ein Abend der Wahrheiten, der ein wenig länger dauert!

 

Der nächste Morgen beginnt gemütlich mit ausgiebigem Frühstück und einer anschließenden Erstbegehung der Shoppinghallen. Es weihnachtet und so hatten wir es uns auch vorgestellt! Krimskrams aller Arten und Farben!

 

Von 5 Markthallen schaffen wir an diesem Wochenende gerade mal 2 Hallen und sind damit allerdings auch bedient. Vielleicht ein schöner Accessoire Platz zu Beginn eines Chinaaufenthaltes, wenn Wohnungsgegenstände angeschafft anstatt wie bei uns bereits zu diesem Zeitpunkt wieder abgebaut werden.

Ende April 2019 wird unsere Chinazeit nämlich zu Ende gehen!

 

Wir genießen unser Weihnachtswochenende trotz wasserleerem Swimmingpool mit Lustwandeln, einem schönen Hotel, bestem türkischem Essen und Bowling und für uns ist es ein voller Erfolg!!! :-)

Weihnachten in Hangzhou 25.12.2018

 

Das erste und gleichzeitig das letzte Mal sind wir in 4 ½  Jahren an Weihnachten in China und endlich einmal Teilnehmer an der fast schon legendären Weihnachtsparty von Ingo in Hangzhou.

 

Lauter Nikolausis und Christkindels und andere treffen sich, um unterm Weihnachtsbaum ihre Geschenke abzulegen, sich gegenseitig zu beschenken und die Geschenke beim Wichteln später auch wieder gegebenenfalls zu klauen.

Ein Spaß für uns alle und das eine und andere witzige Geschenk das man unbedingt haben will oder gar nicht braucht.

 

Dazu Potluck,- jeder hat was zu essen mitgebracht und feinste Getränke von Sekt über Wodka / Brause bis zum Rotwein.

 

Bis fast zur ersten U-Bahn geht die Weihnachtsfeier mit den vielen lieben Menschen!
Ein schönes Erlebnis!!!

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© Michael Klar