Unser Leben in der Volksrepublik China 2015

Hengdian 16.05.2015

 

Chinese- Hollywood mit Michas Firma!

 

Das wird spannend!

 

Leider wird das Wetter nicht so mitspielen, aber wen stört schon das Wetter!

 

Im Reisebus gehts los, die roten Kappen aufgesetzt und schon sind wir eine Gruppe!

 

Die Hengdian World Studios wurde Mitte der 90ger erbaut und gehören zu den größten Filmstudios Asiens. Nachbildungen zb. des Kaiserpalastes und anderer Kulissen sind auf einer Fläche von

330 ha Land zu finden. Hier wurden Kulissen erbaut für Filme wie "Hero", den Emperor Qin's Palace (2002) oder den Film The Forbidden Kingdom (King of Kung Fu), die erste Zusammenarbeit  von Jackie Chan und Jet Li. Wer kennt sie nicht?! :-)

 

Groß wie in China eben (fast) alles ist, ist es uns natürlich an diesem Tag auch nur möglich ,Ausschnitte dieses Anwesens zu besuchen und so führen unsere Wege zum Emperor Qin's Palace und einer weiteren Stadt , die nach einem berühmten chinesischen Gemälde nachgebaut wurde.

 

Hier kannst du Star spielen, dich kostümieren und die Kulissen für Photos benutzen. Livevorführungen und Ausstellungen unterhalten die zahlreichen Besucher ebenfalls.

 

Wichtig bei einem chinesischen Ausflug ist natürlich auch ein ausgiebiges Mittagessen mit chinesischer Fürsorglichkeit für Gäste (das waren wieder wir!) und für mich ist es besonders schön, Michas Mitarbeitern kennenzulernen. So bekommen die Namen mal Gesichter.

 

Alles in allem ein schöner Ausflug mit zahlreicher Beteiligung...!

 

Hoher Besuch in China 22.05.-04.06.2015

 

Besuch der Family, Lissy, Gabi& Laura

 

Es fühlt sich gut an, seine Familie am Flughafen Shanghai abzuholen, der per Zug nur 1h von unserm neuen Zuhause Hangzhou entfernt liegt. Ein besonderer Platz ist weltweit sicherlich jede Ankunftshalle am Flughafen, in der sich Wiedersehensfreude breit macht!!!

 

Shanghai eigenes Verwaltungsgebiet, 23 Mio. Einwohner                                                           

 

Nach einer gemütlichen Urlaubseinstimmung auf unserer Dachterrasse, dem ersten Stäbchen- “Abend“- essen und einem kleinen Rundgang in den Straßen Shanghais wird erst mal geschlafen, bevor unser Abenteuer am nächsten Morgen beginnt.

 

Mithilfe von U- bahn und  Stadtplan bewegen wir uns Richtung durch den Volkspark über die East Nanjing Rd., der Einkaufsstraße zum Bund mit seinen kolonialen Gebäuden am Ufer des Huangpu Jiang Rivers. Bemerkenswert ist das bunte Treiben im Park, der von Musizieren über Sport sogar einen Heiratsmarkt bietet. Hunderte von Eltern platzieren ihrer Sonnenschirm mit einer Din-A 4 Seiteninfo zu den „ä“ lterlichen noch nicht vergebenen Kindern (> 28 Jahre).

 

Der Besuch des Yuyuan Garten in der Altstadt gibt uns einen ersten Eindruck in die Schönheit der chinesisch alten Bau- und Gartenkunst der Ming- Dynastie (1368- 1644) und natürlich auch ein wenig in die Besucherscharen dieser Sehenswürdigkeit ;-).

Erste Schnäppchen wie Rollschuhe, Gummitierchen, Haarschmuck und Seidenkleid wechseln bereits ihre Besitzer :-)))! Und es darf gehandelt werden, sonst droht Gesichtsverlust!
(by the way… schon die Kleinsten lernen bei ihren ersten Käufer/Verkäuferspielen bereits zu handeln)

 

Den nächsten Tag wollen wir „Hoch Hinaus“ und unsere Wege führen uns nach Pudong, die andere Seite des Flusses zum weltberühmten „Flaschenöffner“, den 492m hohen Shanghai World Financial Center. Im 100. Stock blicken wir durch Glasboden auf alles, was unter uns liegt. Die Aussicht ist atemberaubend und zur Beruhigung folgt dann erst mal ein Cocktail im 94. Stockwerk mit einer der wahrscheinlich besten Aussichtstoiletten von Welt :-).

 

Toiletten sind hier in China für westliche Besucher immer so ein Thema…! Im Verhältnis zu anderen Ländern gibt es hiervon richtig viele und ebenso viel Reinigungspersonal, so dass man von einigermaßen sauberen Toiletten ausgehen kann. Hierzulande sind nur die Stehtoiletten üblicher als Sitztoiletten, welche man nur vereinzelt vorfindet. Ein Tip unserer Laura: auf Behindertentoiletten spezialisieren, die entsprechen eigentlich immer unseren „Normalen“. Und  Papier nicht vergessen mitzubringen!

 

Zurück aus Pudong gehts dann unterirdisch und diesmal durch den Sightseeing Tunnel mit blitzenden Lichteffekten und im Bähnchen.

 

Es gäbe noch sooo viel zu sehen in Shanghai, aber unsere Reise geht weiter.

Am Ende vor Abflug werden wir nochmal kurz in Shanghai sein und den Zoo besichtigen. Einer von wenigen Plätzen, an denen der große Panda zu sehen ist. China hat seit den 90gern Reservate zum Schutz der Pandas gegründet. Bei einer Zählung Anfang 2015 wurden 1.864 Exemplare registriert, eine leicht steigende Population dieser bedrohten Tierart im Vergleich zu 2005.

 

Xi'An in Shaanxi Provinz, 6.5 Mio. Einwohner                                                                     

 

In Xian wohnen wir direkt in der Nähe der alten Stadtmauer, innerhalb dieser gibt es in allen alten Städten jeweils einen Glocken- und einen Trommelturm. Vor „Uhr“zeiten wurde der Beginn und Ende der Nacht mit dem Klingen von Glocke und Trommel gemeinsam hörbar, die restlichen 3 Nachtphasen mit einem Trommelschlag angekündigt.

 

Innerhalb der Stadtmauer befindet sich das muslemische Viertel mit der großen Moschee, einer faszinierenden Mischung aus arabischer und chinesischer Architektur und den für uns noch interessanteren Lebensmittelmarkt mit noch nie gesehenen Essenständen und Verkäufern. Wir naschen hier und dort, um dann wie die ganzen folgenden Tage Lissys Lieblingsspezialität Dumplings (gefüllte Nudeltaschen) zu essen.

 

Eins der Highlights und weltweit einer der außergewöhnlichsten archäologischen Funde in Xian ist natürlich die Terrakotta Armee, die ein Tagesausflug oder sogar mehr beansprucht. Wir sind noch vor dem großen Ansturm hier (es ist Wochenende!!!) und haben die Möglichkeit uns einen fast menschenleeren Eindruck der großen Halle der Krieger bzw. Hüter des Grabes zu machen.

 

Diese Tausende unterirdisch lebensgroßen Soldaten bewachten einst das Grab des ersten Kaisers Qin Shihuangdi (221 v. Chr. Qin Dynasty), der China einte. Jedes Gesicht ist individuell und es ist abzusehen, dass noch viel entdeckt und rekonstruiert werden wird. Ein faszinierender Fund, der aus Zufall 1974 beim Brunnen graben entdeckt wurde.

 

Dem dazugehörigen Mausoleum des Kaisers wird eine Bauzeit von 38 Jahren nachgesagt. Bisher haben nur Sonden und Fühler das Gebiet berührt und aus diesem Grund gibt es außer einem Hügel mit Gedenkstein außer schöner Natur auch nichts zu sehen :-).

 

Die Thermalquellen Huaqing, früher beliebter Erhohlungsort von Kaisern und Konkubinen
der Tang Dynastie (618- 907) werden heute zu Bühnenfestspielen und als Freizeitpark besucht.  Neben der schönen Anlage mit Berg und Gondeln gibt es Thermalquellen, die als Fussbad genutzt werden. Die Familien sitzen auf Steinbänken an Tischen mit den Füßen im wohligem Wasser und machen ordentlich chinesische „Brot“zeit.

 

Das Grab des Kaisers Jingdi (188-141 v.Chr. Han Dynasty) ganz in der Nähe ist ein beeindruckendes Museum, in dem man auf Glas über den Ausgrabungen läuft. Im Gegensatz zum Terracotta Kaiser begründete dieser Kaiser vom Taoismus beeinflußt seine Herrschaft auf dem Konzept des WUWEI (Nicht- Handeln; Nicht- Einmischen) und war bemüht das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Die Funde seines Grabes verraten mehr über das tägliche Leben dieser Zeit anstatt den kriegerischen Aktivitäten.

 

Bemerkenswert sind auch die neuzeitlich absolut gegenwärtigen Rosenfelder mit einem Duft, der berauscht. Unglaublich schön!!!!!

 

Zurück in Xian begeistern wir uns noch an der kleinen Wildganspädagoge (684 n.Chr.) und an Xians berühmtesten Wahrzeichen der großen Wildganspagode 652 n. Chr. im Tang-Stil (eher 4-eckig als rund), die wir nachts zu Wasserspielen mit Musik besuchen. Ein schönes Spektakel, wo chinesisches Leben beobachtet werden darf…die Überschrift???
Der Wächter mit der Trillerpfeife auf verlorenem Posten! :-)

 

„4Tage Xian sind zu viel“ hat man uns gesagt,…- es dürften locker noch mehr sein!
Aber Chinesen reisen ja für gewöhnlich ein wenig schneller ;-)!
 

Peking/ Beijing eigenes Verwaltungsgebiet, 19,6 Mio. Einwohner

 

Die Hauptstadt lässt grüßen!!!

 

Das Peking wirklich kleiner als Shanghai sein soll, davon merkt man nichts!!!
Wobei sich vielleicht die Besucherzahlen gezielter auf einem Spot zubewegen,
wie in die verbotene Stadt, unsere erste Ganztagestour. Die weltgrößte Palastanlage gibt ihrem Namen alle Ehre und beherbergt auf ihrer 150 000 qm großen Fläche 890 Paläste und Hallen (..der Geistespflege, der Harmonie, der kaiserlichen Absolutheit, der literarischen Blüte, der Freude und Langlebigkeit, des Ahnenkultes, des Kaiserlichen Friedens, der militärischen Tapferkeit etc.). Hier lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Ming und Qing Dynastie. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt, daher der Name.

 

Und wie man sich die Namen der Hallen auf der Zunge zergehen lassen kann, so ist es auch mit dem Inneren der verbotenen Stadt. Definitiv ist eine Tagestour zu wenig das heutige Palastmuseum- den (Gugong Bowuguan) zu ergründen. Die Bilder sprechen für sich! Jederzeit gerne wieder!!

 

Als unsere Belohnung für den gelungenen Tag (man sollte sich oft und jederzeit belohnen :-)) gibt’s abends die berühmte Peking Ente in schönem Ambiente. Die Meinungen gehen auseinander was Aufwand, Geschmack und Preis betrifft. Insgesamt: lecker und ein Erlebnis, aber nicht nötig!

 

Sehr beeindruckend ist der Ausflug zur Großen Mauer Pekings.
Insgesamt sind es im Gebiet Pekings 600km Mauer, der uns Nächste war der Mutianyu Abschnitt, der ca. 2.5 Autostunden entfernt liegt.

 

Mit der Gondel hoch und per Rodelbahn wieder runter. Das waren die leichten Dinge der Aktion! Keuchen und sich die Treppen entlang schleppen die andere Seite der Medaille.
Schön, dass es vielen Besuchern genauso geht. Naja, allein ist man eh nie in China!
Die Weite der Mauer mit ihren Türmen ist beeindruckend, auch wenn man sie aus dem Weltall nicht sehen kann. An vielen Stellen ist sie sehr restauriert, jedoch gibt es auch noch Treppen mit sehr hohen ungleichen Stufen, was das hinauf- und hinabklettern abwechslungsreich gestaltet.

 

Ursprünglich wurde mit dem Bau als Grenzbefestigung ab dem 7 Jhd. v. Chr. begonnen, ist nach neuesten Erhebungen des chinesische Amtes für Kulturerbe 21.196,18 Km lang und zieht durch 15 Provinzen Chinas. Spannend wäre es durchaus auch, nicht restaurierte Teile der Mauer zu besuchen, falls sowas möglich ist?! Wir sind alle ganz schön stolz, hier zu sein!

 

Null Muskelkater ist das Resultat am nächsten Morgen und so ziehen wir nochmal ordentlich mit und ohne Rikscha durch Pekings Hutongs, den alten und ursprünglichen Gassen. Wir besuchen Glocken- und Trommelturm, lustwandeln in Häusern von Malern und anderen Künstlern, schlemmen Eis und lassen es uns in Cafés gut gehen.
Ein gebührender Abschluss des Tages ist der Besuch der Peking Oper, deren Masken und Kostüme prächtig sind. Für die Melodien allerdings muss man echter Fan sein, ein Laie wie wir würde die Aufführung als Gekreische und Gequietsche bezeichnen. Und da sind wir uns einig, lassen uns natürlich auch gerne eines Besseren belehren…???!

 

Der Himmelstempelpark am Morgen gibt uns nochmal einen schönen Einblick in chinesisches Leben. Im Park selbst sind die Pekinger am singen, tanzen, sporteln, rasseln die Säbel, spielen Tennis, Karten oder Brettspiele. Wer das alles nicht möchte, besichtigt einfach die großartig gebauten Himmeltempelkomplex ganz in blau. Durch einen langen Korridor sind auch hier wieder mehrere Hallen verbunden.
Bye, bye Peking, es gäbe noch so viel zu sehen, aber wir müssen gehen!!!

 

Hangzhou in Zhejiang Provinz, 8.8 Mio. Einwohner

 

Zuhause ist es doch am Schönsten und so dürfen wir unseren Hohen Besuch nochmal 2 Nächte bei uns zuhause haben. Wir genießen heimischen Luxus, besuchen den West Lake und ebenso den Lingying Temple, eine großartige buddhistische Tempelanlage die 328-978 n. Chr erbaut und belebt wurde! Es ist einfach schön, Besuch zu haben! Natürlich dürfen unsere lieblingskulinarischen lokalen Entdeckungen nicht fehlen und so gehen wir in diesen Tagen ordentlich chinesisch schlemmen!!!

 

Die letzte Nacht verbringen wir nochmal in Shanghai aus Flugzeitgründen, was uns die Pandas im Zoo sehen lässt!

 

Nun hoffen wir, dass es so schön war, dass sie nochmal wiederkommen.
Schließlich gibt es noch sooo viel zu entdecken :-). Danke, es war so schön mit Euch!!!

 

 

Besuch Rainer 12.06.-14.06.2015

 

Überraschend besucht uns Rainer, der beruflich in Shanghai zu tun hat.

 

Wir lassen es uns nicht nehmen, eine Bähnchenfahrt um den Hangzhouer Westlake zu starten und explorieren gemeinsam auch für uns neues Territorium, nämlich Wuzhen!

 

Wuzhen liegt südlich in der Jiangsu Province, wurde 872 n. Chr. gegründet und gehört zu den berühmten Wasserstädten des Yangtze Tieflandes deren Gründung teilweise bis in die Tangdynastie (618-967) zurückreichen.

 

Es lag am sogenannten Kaiserkanal, teilt sich in einen Ost- und Westteil und bildet mit den traditionellen Handwerksläden, den Wohn- und Gasthäusern ein noch architektonisches Zeiterbe vergangener Künste. Wuzhen verlor seinen Reichtum erst 1855, nachdem der Kaiserkanal der Seidenstraße unpassierbar wurde und hat sicherlich heute wieder an Reichtum gewonnen.

Am Wochenende ist es nämlich hoffnungslos mit Besuchern überfüllt!

 

Hier wird man tatsächlich an Venedig erinnert, all diese Brückchen und Kanälchen...! Es ist definitiv ein wunderschön angelegter Ort, allerdings wirkt Wuzhen neben den historisch alten Überbleibseln wie z.b der Marktplatzoper und der schönen Pagode definitiv überkommerzionalisiert.

Auf jeden Fall ist es ein Ort, an dem man sich zur Seidengewinnung gut informieren kann und das eine und andere Mitbringsel findet!

 

Zunächst dachten wir auch, dies sei ein Platz, an dem wir gerne mal über Nacht blieben?!

Aufgrund der Preise Wuzhens und der Existenz von Suzhou würden wir jedoch SZ sicherlich Wuzhen vorziehen.

 

Nichtsdestotrotz: ein toller Ort zum Besichtigen und unseren Spass hatten wir auch!

Vielen Dank Rainer für das schöne Wochenende mit dir! 

 

Moganshan 20.06.-22.06.2015

 

Das Bergdörfchen Moganshan ist von Hangzhou über Dequing in 13 Min. per Zug und nochmal 1h mit dem Bus oder Taxi entfernt.

 

Uns erwartet:

die Luft der Toskana, das Grün des Pfälzer Waldes und die Erhabenheit der Alpen.

 

So wird es zumindest in Büchern beschrieben, denn Moganshan war seit jeher ein beliebtes Rückzugsgebiet von Tai- Tais, den Ehefrauen der westlichen Tai-Pane, den Geschäftsmännern.

Auch berühmt berüchtigte Staats,- u. Geschäftsmänner wie Chiang Kaishek, Du Yuesheng und Mao hatten sich hier sehen lasssen, um in den schattigen Hügeln des Kolonialidylls ihre Geschäfte zu machen oder sich eben von diesen zu erholen.

 

Die Luft ist gut und es ist tatsächlich ein paar Grad kühler! Zwar fehlt die Erhabenheit der Alpen (der höchste Berg liegt 520m hoch), jedoch“ flasht“ uns diese Atmosphäre der halb zerfallenen alten Villen umgeben von Bambuswäldern, soweit das Auge reicht.

 

Vielleicht ist Moganshan bis hierher unser Lieblingsplatz in China und alle Tai-Tais mit ihren Tai- Panen hatten und haben völlig recht. Hier lässt‘ s sich prima aushalten!!!

 

Wir wandern durch die Wälder und sind auf Entdeckungsreise und selbst dass es regnet macht uns nichts aus. Immer neue versteckte Winkel und Plätze gibt’s zu entdecken.

Es riecht prima, gibt auch mal Waldwege (normalerweise sind alle Wanderwege mit Asphalt angelegt) na und glückliche Bambushühner verstecken sich hier ebenso.

 

Die hier wohnende Bevölkerung ist sehr freundlich, sogar noch dann, wenn man ihnen aus Versehen sozusagen durchs Wohnzimmer latscht.

 

Chinesischer Tourismus verteilt sich ganz gut im ganzen Gebiet, sodass wir uns sogar freiwillig am Wochenende hierher bewegen  :-).

 

Prima Ort und sehr zu empfehlen, wir kommen gerne wieder.

 

Suzhou 04.07.-05.07.2015

 

1.3 Mill. Einwohner, Jiangsu Province

 

Suzhou wird als das „Venedig des Ostens“ bezeichnet, besitzt eine 2500 Jahre alte Geschichte und man sagt: „ Im Himmel gibt es das Paradies, auf Erden Suzhou und Hangzhou“!

 

In Hangzhou leben wir ja selbst, also auf ins Paradies Part 2!

 

Suzhou ist die Stadt der Gärten, Kanäle und Museen!


70 schön angelegte Gärten gibt es in dieser Stadt und einige davon sind bereits zum Weltkulturerbe anerkannt worden. Wir besuchen den Garten des bescheidenen Beamten (Humble Administrator's Garden), der zu den 4 bekanntesten Landschaftsgärten Chinas gehört.
Natürlich müssen den „Alle“ besuchen und so ist auch dementsprechend viel los.
Eigentlich sind wir viel mehr Fans der kleinen wirklich bescheidenen Gärten, z.B. des Gartens des Meisters der Netze, angelegt von einem Landschaftsmaler im Jahre 1140!

Hier findet man noch die Ruhe, die diese Gärten ja bieten wollen.

 

Chinesische Gärten sind stets von einer Mauer umgeben, und im Inneren immer ähnlich angelegt.

Pavillons und/ oder Hallen sind mit Wegen und Brücken verbunden, deren Wege einen durch Bäume, Sträuche  und Blumen führen. Kleine Teiche, dazugehörige Brücken und Steinformationen dürfen nicht fehlen. Wichtig ist und war, einen Platz der Ruhe zu schaffen und die wünschenswerte Harmonie von Mensch und Natur künstlerisch zu gestalten.

 

Da auch Suzhou eine Stadt ist, die wir sicherlich öfters besuchen werden , belassen wir es bei 2 Gartenbesichtigungen und lassen uns durch die Stadt treiben.

 

Suzhou (SZ) hat eine Einkaufsmeile, die Guanqian Jie, ihre sogenannte 5th Avenue!
Hamburg Berlin Nürnberg können also ebenfalls mit Manhatten mithalten ;-) !

 

Ungeachtet dieser „westlichen“ Shoppingarea gibt es hier einen wundervollen taoistischen Tempel! Von Touristen oft übersehen, liegt der Geheimnis-Tempel (Xuan Miao Guan) im Herzen der Einkaufsmeile in der Altstadt. Dieser frühe taoistische Tempel ist der Größte seiner Art in China. Die von 60 Säulen getragene Halle ist die größte alte Holzkonstruktion im Südlichen Yangtze Gebiet. Er stammt aus dem 3.Jahrhundert,  wobei die ältesten Überreste  jedoch aus dem 12.Jahrundert stammen. Im Inneren finden sich mehr als 50 taoistische Gottesfiguren in Glasbehältern zusammen mit einer prächtigen Goldstatue der Göttin der Barmherzigkeit (Guanyin).
Diese Dame scheint hier in der Zhejiang Province eine wichtige Rolle zu spielen.
Beim Explorieren der Tempelanlage lassen wir uns echt viel Zeit!

 

Natürlich dürfen auch in SZ die Pagoden (umgangssprachlich auch mittlerweile “die Pädagogen“ von uns genannt) nicht fehlen.

 

Durch SZ’s Hutongs mit interessantem Tier und Pflanzenmarkt gelangen wir zur Nordpagode
(Beisi Pagode 1162 n.Chr.). Mit 76m ist sie die höchste Pagode südlich des Yangtze, kann aber momentan nicht besichtigt werden. Im Südwesten SZ’s erwarten uns noch die nette Doppelpagode  (Dinghui Temple Lane 982 n.Chr.) die zwar frisch gestrichen ist, jedoch noch alte Relikte beherbergt.

 

Zum Abschluss unseres ersten Besuches  landen wir noch in der Shantan Street, die nun wirklich an Kleinvenedig mit ihrem Kanal, den kleinen Läden und Bars erinnert. Diese Straße kann man gut mit der U-Bahn erreichen und wäre tatsächlich ein Domizil für unseren nächsten Besuch.

 

Suzhou, wir kommen wieder!!!

 

Linhai 08.08.-09.08.2015

 

Ebenso wie uns Linhai aus Zufall begegnet, so spontan besuchen wir es auch.

Zunächst haben wir keine Ahnung , wo wir hinfahren (Linhai steht in keinem Reiseführer), jedoch haben wir vernommen, in Linhai gäbe es ein Stück der Great Wall! Das wäre natürlich prima, da wir uns mit unseren Besuchern dann nicht zwangsläufig nach Peking schicken müssten, sondern 2h von hier dasselbe vorfinden könnten...!

 

Rein in den Zug und los gehts!

 

Preis/ Leistung des Hotels ist schon mal das Beste unserer bisherigen Kurztrips und Aussicht gibt's auch, nämlich auf: die Mauer! Wow! Nix wie hin!

Es stellt sich heraus, wir haben es mit der sogenannten "Great wall of the south" zu tun, einer beeindruckenden Stadtmauer, die tatsächlich noch 3/4 der Altstadt umschliesst.

Ein kleines Rothenburg also :-))) !

Was Linhai schön macht, sind neben der Mauer die noch alten Häuser und Gassen überall, chinesisch und nicht ob der Tauber. Hier gibts ob der Lin River, der sich an Linhai vorbei schlängelt.

 

Die Mauer hatte ihren Ursprung in der Jin Dynastie (265-420) und wurde bis zur Sui (581-618) and Tang Dynastie(618-907) fertiggestellt. Es ist immer beeindruckend, wie alt das alles schon sein soll, auch wenn es natürlich bestens restauriert ist.

 

Sicherlich ist diese Stadt ein beliebter Besucherort für Chinesen, da jedoch Taifun Soudelor hier in der Gegend wütet (unser Morgenzug war bereits gecanceled worden), sind wir so gut wie alleine! Natürlich begleitet von heftigen Überraschungsregenschauern zwischendurch :-) !

 

Wir umlaufen gemütlich die Mauer mit ihren Sehenswürdigkeiten wie den zahlreichen Wachtürmen, Toren, dem Mauertempel und der Amphibühne und schlendern durch die Gassen der Altstadt.

In der Altstadt selbst befindet sich noch eine buddhistische Tempelanlage, der Longxing Tempel zu Füßen eines Berges.

Hier gibts wieder ne Menge Pagödchens, viel Wind, Wald und eine tolle Aussicht über die Stadt.

 

Zu erwähnen bleibt das moslemische Restaurant mit den allerbesten selbstgemachten Nudeln und die Huaxu Cave, von der wir beschlossen haben, dass sie eine Beleidigung für alle Höhlen der Welt ist und mit "kleines Loch im Fels" besser benannt wäre. Deshalb auch kein Bild!

 

Linhai ist ein toller Wochenendausflug! War man einmal da, hat man es aber auch gesehen!!!

Echt schön hier!!!

 

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Xixi Wetlands 27.09.15

 

Xixi heisst Westen und hier liegt es auch, Eine der Attraktionen Hangzhous!

Hangzhous Feuchtgebiete, welche vor 4000 Jahren etwa 60 km² umfassten von denen heute noch 11 km² vorhanden sind. Ursprünglich außerhalb der Stadt Hangzhous gelegen, ist es in den Jahren seit 2000 in die Stadt integriert worden.

Das "Feuchtland Museum" umfasst 3,5 km², ist chinesisch ordentlich angelegt und hat zur Zeit Kakifrüchte auf den Bäumen, weswegen hier auch jeder mit einem Beutelchen unterwegs ist, auf Bäume klettert und diese schüttelt.

Alles in allem ein schönes Naherholungsgebiet und einen Ausflug wert!

 

Der silberne Drache - die Gezeitenwelle 30.09.2015

 

Der 494km lange Fluss hiess früher Zhejiang wie seine Province.

 

Der heutige Qiantang River fließt direkt an Hangzhou vorbei kommend aus dem ostchinesischen Meer.

 

Am achtzehnten Tag im achtem Mondmonat jeden Jahres schiebt sich  der "Silberne Drache" die Gezeitenwelle den Fluss entlang.

 

Bis zu 11.5 m Höhe kann die Welle erreichen, die durch extremen Tidenhub entsteht und Bore genannt wird. Weltweit steht der Qiantang für die am höchsten ausfallenden Gezeitenwellen.

Zu unseren Glück kommen wir gerade rechtzeitig als die Welle heranrauscht.

 

Mit einer Gschwindigkeit von 25-40 km/h rollt die gleichmäßige Flutwalze rauschend an uns vorbei. Die Höhe ist nicht wirklich beeindruckend dieses Jahr, jedoch ist es die Beständigkeit des Fortschreitens der Welle auf dem ewigbreiten Fluss, die beeindruckt.

 

Die Menschenmenge, die zum Besuch vorbei kommt, beeindruckt natürlich ebenso :-), ein Event!

 

Ach und für die Supersurfer unter uns! Auch hier gibts von Zeit zu Zeit ein arrangiertes Event,

2 Stunden Dauersurfen auf der silbernen Drachenwelle!

Das ist doch mal was, die Welle hört einfach nicht auf...

 

Moganshan 01.10.-05.10.2015

 

Nun sind wir "Advanced"! Moghanshan, die Zweite und dazu gleich 5 Tage Erforschung unseres Lieblingsbambuswaldes! Das Wetter paßt ausgezeichnet, die Unterkunft die Dongwu Villa ist ein ruhiger Traum zentral mit wundervollem Ausblick und Terasse.

Jawoll, so läßt sichs gut aushalten :-).

Den üblichen Verkehrsstau auf Moghanshans Sträßchen lassen wir aussen vor,

- solle im Stau stehen wer& wielange er will, wir sind bereits vor dem ganzen Verkehr an den Midautumn Festtagen gereist und flüchten bereits wieder vor dem Menschenansturm aus dem Zentrum raus!

 

In Yu Village, ganz vom Berg herabgestiegen, finden wir eine zu fotografierende Wanderkarte, die uns den Weg weisen wird und das Beste an Karte ist, das wir bisher finden konnten. Los gehts mit individuellen Variationen des Weges durch Teeplantagen und Reisfelder, einen kleinen Stausee ,dem Laoling Reservoir und einem beeindruckenden Anstieg zur Erklimmung einer Bambuswaldbergspitze, was sich als aussichtslos herausstellt (-uff!) und als "prima Übung" anerkannt werden darf!!!

Laoling Gu Dao, Ling Keng, Ya Dan Wu sind unsere Stationen durch Berg und Tal bis zum "Naked Retreat Center", der von mir schon immer als evtl. Seminarziel ausgespäht werden wollte ! Natürlich ist die Zeit fortgeschritten und zum Glück können wir uns einen privaten Taxifahrer nach oben besorgen!

Highlight des Tages: die große grüne Schlang mit blau/roten Spots; der Fast Brotzeitplatz aufm Berg zwischen Teeplantagen in der untergehenden Sonne, schöne grüne Pflanzen und das Taxi nachhause!

 

Beidseitig möchte der Bambusberg diesmal besucht werden und deshalb geht die 2. Runde in die andere Richtung, die Tempelrunde oder mal wieder ihre Variation davon! Shi Men Ka, Yang Wu Keng, Fei Jia Yuan, Xiantan village und Shan Li Ren Jia lernen wir kennen , bevor wir in nicht erwarteter kürzester Zeit diesen ultrasteilen Waldaufgang hinauf klettern!

Was gestern die Übung war brauchen wir heute :-)! Alle Wege führen nach oben...!

 

Und nachdem wir bei unserem ersten Besuch zumindest getrockneten Bambus, die Spezialität hier, als Gericht kennenlernt haben, bekommen wir diesmal ausgiebige Livevorstellungen der Bambusverarbeitung überall in den Dörfern! Vom Baum zum Besen könnte der Filmtitel sein :-) !!

 

Definitiv gibt es hier noch so viele wundervolle Wanderwege, die nicht unbedingt vom Berg aus gestartet werden wollen....wir kommen wieder, einfach ein cooles Gebiet mit viel Entdeckungspotential!

 

 

Qiandaohu (Chun'an) 10.10.-11.10.2015

 

1000 Island Lake (Qiandao)

 

Rein in den Bus und nach 2h std. schon da! Citybus zum Lake Qiandao Pier

und ein schöner Spaziergang am Kai entlang zum Einchecken im überraschenden Schnäppchenhotel "zum blauen Pferd"!

 

Der wirklich einladende Stausee hat eine Wasseroberfläche von 573 km² mit 1078 größeren Inseln, die im See verteilt sind.

 

Der See ist mehr und weniger rundherum schön und unschön bebaut.

Fände man nun ein einsames Domizil, würde dem zukünftigen Badeurlaub nichts mehr im Wege stehen (Fernziel!).

 

Dieses WE sind wir nur mal hier um uns einen Überblick zu verschaffen und Böötchen zu fahren.

Derer Bootsflotten gibt es unendliche und so wohl auch normalerweise viele Touristen.

 

Eine chinesische Weisheit heißt allerdings : "Reise vor oder nach den Public Holidays und du bist fast alleine!" Wie wahr!!! (Danke Osvaldo!)

 

Wichtig für uns natürlich auch folgende Botschaft :-)...

Am Seeufer, in Qiandaohu, befindet sich die Brauerei Hangzhou Qiandaohu Beer Co., Ltd., die ihr Brauwasser aus dem See bezieht. Hurra!

 

Natürlich sind wir nicht nur zum Biertrinken hier, nein, wir trinken an Bord unserer Flotta 117 wie eben alle servierten grünen Tee und befahren 3 Inseln in 5 Stunden.

Meifenglansheng mit eingebauter Minigondelbahn für Faule,

Ostrich Island- die Schlangeninsel ohne natürliche Vorkommen :-) und

Longshan Island, die Insel des Drachenberges mit der wundevollen Pagode on Top.

Die Zeiteinteilung ist prima bis auf die letzte spannende Insel! Der gewöhnliche bereits mit  Mittagessen befüllte Chinese flaniert hier nur 30 min. eine Shoppingmeile entlang, während die deutschen Touris schnellstens zur Pagodenbesichtigung über den höchsten Inselberg jagen!

Zum Glück, da hätten wir was verpasst!!!

 

Bestes Wetter, blaustes Wasser und viel zu entdecken!

 

Der Landgang gestaltet sich ebenso abwechslungsreich! Kuixing Tower und der Hemiao Tempel mit Beteinlage zur Göttin Guanxi, den ein fleissiger Tempeldiener allen zuteil werden lässt (sehr witzig  zu beobachten) runden unsere Stippvisite hier ab!

 

 

Grand Gorge of Western Zheijang 17.10.2015

 

Juhu, ein Firmenausflug! Von den ca.280 Mitarbeitern HRS China gehen mal schlappe 170 mit zum Ausflug. Das nennt man Einsatz !!!

Der Große Canyon Zheijiangs liegt an der der Grenze Zheijiang& Anhui Province und ca. 2.5 Stunden von Hangzhou entfernt.

Dort erwartet uns neben Stärkung des Betriebsklimas 2 angelegte Wasserfälle, eine Riesenrutsche und Canopy auf chinesisch zum Vergnügen und tatsächlich ein schönes Flusstal, das uns sogar zum Baden einlüde, hätten wir die Badehose eingepackt!

Wir geniessen den chinesischen Gruppenausflug, der Canyon, einmal gesehen, genügt aber auch!

Mit dem Zuordnen der Namen zu Gesichtern üben wir noch weiterhin, es werden noch ein paar Ausflüge folgen :-)))) ! Aber schee wars!

 

Mount Huangshan / Yellow Mountains 24.10.-27.10.2015

 

Auf der 3 stündigen Busfahrt von Hangzhou aus erhaschen wir kurz nach Abfahrt der Autobahn das erste Mal einen Blick auf die Yellow Mountains (1600- 1800 m), eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von ganz China. Ein Raunen geht durch den Bus,- das sieht schön aus!

Es zeigt sich uns ein Berg mit sichtbarer Bergspitze, den wir erklimmen wollen.
Mit der Gondel versteht sich  :-) zumindest die erste Etappe!

Doppelmayr aus Österreich bringt uns sicher auf 1500m und dann geht’s auch schon los!
Treppauf, treppab!

 

Wenn Doppelmayr der König der Gondelbauer ist, so sind es die Chinesen im Treppen bauen. Im Verlauf unseres Aufenthalts zwängt sich (treppensteigend) immer mehr die Frage auf…

wer hat‘s gemacht??? Und vor allem, wie???? Was für eine Arbeit….!

 

Absolut sicher ist: Bei Knieproblemen und oder Höhenangst definitiv nur eingeschränkt zu empfehlen, wobei wahrscheinlich die Höhenangst das geringere Übel wäre…?!

Aber zurück zum Berg….

 

Den ersten Abend und Morgen verbringen wir mit Sonnenunter- und -aufgang, wobei für uns wieder mal nicht so sicher ist, was das Event ist….die in Daunenjacken gekleidete chinesische Fraktion scheinbar bereit zur Besteigung des Himalayas, oder der nette Sonnenschein!

 

Definitiv ein „Muss“ ist der West Canyon mit wirklich wunderschönen am Felsen entlang gebauten befestigten (Treppen-) Wanderwegen, den wir am nächsten Tag bis zur Mittelstation ca. 5 h hinuntergehen. Diesmal lassen wir uns jedoch nicht lumpen und erklimmen den Berg auf der anderen Seite wieder. Micha, der Zahlen mag, zählt 4675 Stufen unterschiedlichster Höhe und in den Fels gekloppt! Diese Seite begeht kaum jemand und so haben wir auch die gewöhnliche Bergesruhe! Aussicht und die Felsformationen sind wunderschön und wir haben Glück mit Wetter und Sicht!
Ein alles in allem wunderbarer Tag mit Muskelkatergarantie!

 

Auch der Nebel des Grauens am nächsten Morgen mit Regen, der uns zunächst abschreckt, entwickelt sich in ein Wolkenmeer besonderer Art.

Rainhard Mai mit seinem Lied“ Über den Wolken“ hätte seine Freude gehabt! Wir haben sie auch! Echt cool, welche Ausblicke sich nochmal ergeben!

Sonne on top auf 1800m der Rest der Welt in Wolken!

 

Definitiv ein Muss für Kurzbesucher ist auf jeden Fall auch der Flying Stone, der absoluten Überblick über den Westcanyon schenkt, wenn das Wetter passt.

 

Zufrieden sind wir auch mit unserem Xihai Hotel, das wir definitiv weiter empfehlen.
Heizung und warmes Wasser garantiert!

Na und sonst….

 

Wir sind der Meinung, wer unsere Alpen kennt, na ja, muss vielleicht nicht unbedingt hierher…

nicht zuletzt da es eben doch ein paar mehr Menschen sind, die den Berg besuchen.

 

Obwohl wir nun unter der Woche hier waren, ist uns folgender Spruch gekommen:

Wer viel Menschen treffen will  kommt während  der Woche.

Wer mehr Leute treffen mag, am besten am Wochenende :-))).

 

Jing Shan Si und Siling Shuiku 12.12.2015

 

Ausflug Hangzhou Dianzi Universität

 

Wir sind eingeladen an einem Ausflug der Hangzhou Dianzi Universität teilzunehmen und freuen uns auf lauter englischsprachige Leute, da wir zu Gast beim Foreign Language College der HDU sind.

 

Früh um 7.15 geht’s los und aus angesagten 1.5h Stunden Fahrt werden schon mal 3 Stunden.
Unser Busfahrer erkundet wohl zum ersten Mal die Gegend und/ oder vielleicht auch einen großen Bus, der hin und her, vor und zurück rangierend, um uns schlussendlich doch noch zu unserem ersten Ziel zu bringen ;-), den Jinshan Tempel.

Dieser liegt wunderschön an der Spitze eines Berges und blickt auf eine mehr als 1600 Jahre alte Geschichte zurück. Im Moment scheint er im Ausbau und ziemlich neu renoviert.

 

Sicherlich wäre es wünschenswert, diese Gegend mehr zu erforschen, doch da war doch noch was…. ach ja,….Zeitmangel, warum?....weil der Bus zu spät war und das Mittagessen wartet….  !

 

Wir sind tatsächlich die Einzigen, die den Tempel in Eile besichtigen und schon geht es den sehr alten, jedoch neu gepflasterten schönen Weg hopplahopp wieder hinunter zum Bus.

 

Teil 1 der Reise ist echt chinesisch: Das Mittagessen ist eins der Wichtigsten!
Zeitpläne entwickeln sich um die Essenszeiten herum und nicht umgekehrt!!

 

Zu Tisch folgen wir dann auch den chinesischen Tischgebräuchen so gut wir können, denn wir sitzen mit den Bossen der Uni am Tisch (Ranghöchster beginnt jedes Essen zuerst,- zum Glück essen wir bereits sehr ordentlich mit Stäbchen,- Micha wird sogar gelobt!).

Hier hat alles ein wenig einen offiziellen Charakter, vielleicht scheint es auch nur so und beide Seiten der verschiedenen Kulturen sind einfach nur höflich und deshalb sehr zurückhaltend?!

 

Der darauffolgende Besuch des Shiling Wasserreservoirs bietet dann Gelegenheit zum Smalltalk und wir treffen Anja, chinesische Deutschlehrerin an der Uni. Wahrscheinlich kann sie besser deutsch als wir, nett, mit dem schwäbischen Akzent und ungewöhnlich für uns, deutsch statt englisch zu kommunizieren .

 

Der krönende Anschluss, wie soll es auch anders sein, ist das besondere Abendessen!


Hammel in der Hammelgasse, sehr berühmt für die kalte Jahreszeit und Hangzhou.
Rot beleuchtete Restaurants, eins neben dem Anderen und alle dieselbe Spezialität.
Das tatsächlich Beste ist der selbstgegärte Reiswein, der hier schmeckt wie leichter Federweiser!
Na ja und vom Hammel gibt’s eben alles, neben einer wohlschmeckenden Suppenbrühe auch Schafshoden, wahrscheinlich auch Penis (war nicht so genau zu identifizieren, aber keiner hats gegessen) und sonstige innere und äußere Bestandteile, die meisten davon kalt.
Wir halten uns ans Gemüse!

 

Die Geselligkeit ist schön, wir quatschen und singen uns warm, das Restaurant ist nämlich eisekalt!
(Andere Länder, andere Sitten :-) )

 

Es war wieder ein Erlebnistag mit netten Begegnungen und viel Spass:
Das nächste Mal sind wir gerne wieder dabei,- falls man uns läßt  ;-)))  !

 

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© Michael Klar