Eurasien Trip 2019 Europa

Belarus                                                                         Zu den Bildern

31.07.- 05.08.2019 Belarus / Minsk

 

 

Warum wir in Weißrussland sind? Na, eigentlich weil es einer der wenigen und kostengünstigen ‚Ausflüge‘ aus Turkmenistan ist.

Nachdem wir beschlossen hatten unser Rückkehrabenteuer aus China nicht über die Türkei oder Russland zu nehmen, erscheint uns Belarus als das richtige Tor nach Europa.

 

Beeindruckende Wälder sind zunächst im Anflug zu sehen, angeblich sei hier noch ein letzter europäischer Urwald zu finden!

Wir haben uns ein kleines Apartment gemietet und können nun wieder selbst kochen und wohnen, das fühlt sich gut an.

Im Gegensatz zur chinesischen Schriftsprache macht es Freude, die im Vergleich dazu wenigen russischen Buchstaben aneinanderzusetzen und Beschriftungsbedeutungen der Häuser und Läden herauszufinden.

 

Minsk besitzt 2 Linien einer U-Bahn die uns von A nach B bringen um uns einen Eindruck der Stadt zu machen. Irgendwie erscheint alles ein bisschen Ur- russisch oder so wie man es sich eben vorgestellt hat (z.B. Hammer& Sichel in der U-Bahn oder sozialistische Kachel Motive auf Häuserwänden…) aber nicht nur. Neben vielen mondänen Häusern zeigt sich ein neues, junges Bild der Stadt wie zb. in der Vulica Kastrycnickaya, der Szenestraße der Stadt.

Wir sind von dem vielfältigen Bild Minsks überrascht.

Nachdem wir zunächst kurz dachten, 5 Tage Minsk wären vielleicht zulange, denken wir nun eigentlich das Gegenteil.

 

Zunächst besuchen wir die allgemeinen Sights wie den Palast der Gewerkschaft, die Siegessäule oder das GUM Kaufhaus.

Karten fürs Bolschoi Staatstheater Ballett sind leider auf Monate ausverkauft, na aber der Staatszirkus nimmt uns noch.

So ein Zirkus der Länder gibt auch immer viel der Gepflogenheiten von Land und Leute preis.

Besser wird’s noch im Altstadtviertel- Oberstadt, das gerade ein Straßenfest hat. Hier wird kräftig und lange getanzt,

Livemusik und Bühnenshows laden zum Staunen ein. Im Szeneviertel findet das Urban Art Festival statt. Bunt, jung & wild!!!

Hier findet man die weltgrößten Graffitis!

 

Wir haben ebenso Glück mit unserer Hostfamilie des Appartements, die uns ‚Mobillosen‘ anbietet uns die Umgebung zu zeigen.

Das nehmen wir doch gerne an!

Neben den überraschend schönen Schlössern Mir & Nesvizh

besuchen wir auch als Erstes unserer zukünftigen Auseinandersetzung mit der Nazizeit (die geplante Reiseroute nach Polen) die Gedenkstätte des  Vernichtungslager Maly Trostinez, indem 1942-1944 ca. 60 000 Personen getötet wurden.
Einfach ein bedrückender Ort.

 

Ganz anders unser letzter Ausflug zum Dudutki Museum, einem Freuluftmuseum  in dem es alles zu sehen gibt,  was die weissrussische Kultur so hergibt.

Dort lernen wir die guten Schmankerln des Landes kennen und fahren durch Landschaften mit schönen, alten, bunten Holzhäusern. Was für uns natürlich idyllisch rüberkommt, kann unser Hostvater gar nicht verstehen. Ist doch nicht modern!

Bei ihm und seiner Familie möchten wir uns recht herzlich bedanken für ihre Wohnung, den gelungen Einblick in die Kultur und ihre Freundlichkeit.

 

Nach kurzen 5 Tagen fliegen wir weiter! Wir sind verabredet in Helsinki, Finnland.

Finnland                                                                       Zu den Bildern

05.08.- 09.08.2019 Finnland / Helsinki

 

Einer der einfachsten Wege Belarus zu verlassen ist per Flugzeug und so geht es für uns nach Helsinki in Finnland.

Am Spätnachmittag erreichen wir Helsinki City und checken im Hotel Marski ein. Dort erwarten wir einen guten Freund aus Deutschland.

 

Beim Check - In trifft uns dann erst einmal der Schlag.… neben einem wunderschönen Bett in Europa -Standard nun auch wieder Europa – bzw. Finnland Preise! Als der erste Schock überwunden ist, machen wir uns einen Spaß daraus immer mal wieder ein paar Vergleiche anzustellen, so z.B.: eine Nacht im ‚Marski‘ sind 5 Nächte Apartment in Minsk oder 375 gezapfte Bier in Turkmenistan! Oder anders: vier Nächte Helsinki sind 24 Tage Autovermietung im Baltikum oder 30 Übernachtungen in Karakol in Kirgistan. Unbestechlich ist für uns allerdings das leckere Frühstück mit dem vielen Fisch jeden Morgen!!!;-)

 

Das Wiedersehen mit Alex macht große Freude und es ist für uns etwas Besonderes mit einem Freund einen Teil unserer Rückreise zu teilen. Schon geht’s los!

Drei Tage City Sightseeing rauf und runter, kreuz und quer mit erwähnenswerten Plätzen wie dem Dom, dem Hafenmarkt, den diversen Kirchen oder der wunderschönen Allee im Park, wo gerade ein Etno- Festival mit Livemusik stattfindet. 

Hervorzuheben sind die diversen Markthallen der Stadt mit leckerstem Rentier und Fisch Variationen von frisch bis eingedost.

Das eine oder andere ‚Lapin Kulta‘ kühlt unsere Kehlen an den vielen schönen Plätzen die einer Pause dienen, denn...

-' was kostet die Welt'!

 

Am dritten unseres fünftägigen Aufenthalts treffen wir Arbeitskollegen unseres Freundes, die uns per Boot ins Umland Helsinkis entführen. Dort sind sie zu Hause und wohnen im Wald wo Elche zum Spaß vorbeischauen und die Kinder nicht per Moped oder Fahrrad, sondern per Boot zum Kumpel fahren. Wir erleben Finnland von der Seaside, haben viel Spaß an Bord, werden zum Kapitän und genießen eine Nacht in einem Outdoor Club irgendwo in mitten der Stadt.

Da wir schon so schön an allen Inseln vorbeifuhren, besuchen wir an unserem vorletzten Tag die See Festung Suomenlinna auf der gleichnamigen Insel. Dieser Kulturschatz aus dem 18. Jahrhundert befindet sich nur eine kurze Schifffahrt mit dem Public Boat  von der Hauptstadt entfernt. Schöne Spaziergänge und interessante Museen machen ein Besuch hier sehr kurzweilig.

 

Der letzte Tag gilt des Lustwandelns, wir sichten nochmal Helsinki von den Dächern des Hotels Torni und abends um 18:00 Uhr geht’s dann los auf große Schifffahrt mit dem Moby Boot durch den Finnischen Meerbusen und über Nacht nach Sankt Petersburg in Russland. Reisend mit einer Schiffsgesellschaft kann man sich hier 72 Stunden visumfrei aufhalten.

 

Hierbei ist unbedingt darauf zu achten , möglichst schnell wieder von Bord gehen zu können!!!

Dazu entweder 1.Klasse buchen oder eine arrangierte Städtetour mit der Schiffsgesellschaft buchen, die einen vorzeitig vom Boot runterholt. Wartezeiten sind sowohl beim Check-in am Hafen sowie beim Check-out vom Boot nicht unüblich und evtl. sehr lange.

DAS will keiner!!! :-)

 

Russland                                                                      Zu den Bildern

10.-12.08.19 Russland / Sankt Petersburg

 

Von Helsinki Finnland kommend sitzen wir noch um 8:00 Uhr in unserer Schiffskabine und sind bereits um 9:15 Uhr von Bord der Moby.

Wir haben über die Schiffsgesellschaft eine Stadtrundfahrt gebucht, was uns dazu verhilft, möglichst früh von Bord zu gehen.

Echt ein heißer Tip für alle, die nur für ein Kurzvisa von 72 Stunden nach Sankt Petersburg kommen!!!

 

Ein Kleinbus und ganz St. Petersburg erwarten uns. In einer circa dreistündigen Stadtrundfahrt bekommen wir einen Eindruck von Sankt Petersburg, die mit ihren 5.5 Mill. Einwohner die 2t größte Stadt Russlands ist und mit seinen zahllosen Kanälen und Prachtbauten auch als das Venedig des Nordens bezeichnet wird.

 

Viele Geschichten und Sehenswürdigkeiten wie die Eremitage, die Isaaks Kathedrale, die Blutkirche, die Admiralität und der Strelka Land Zunge lernen wir kennen während wir gemütlich mit dem Bus durch die Gegend fahren und uns um nichts kümmern müssen.

Mittags checken wir im Vasiliewsy Hotel ein, dass uns für zwei Tage beherbergen wird.

Ab diesem Zeitpunkt sind wir frei in unserer Zeit Gestaltung, ‚Zeit läuft‘ :-) !

Wir haben schließlich nur 72 Stunden in St. Petersburg bis wir wieder an Bord sein müssen.

 

Während wir uns die oben genannten Highlights genauer vornehmen, genießen wir natürlich auch das Zwischendrin und den Eindruck des russischen Lebens in Sankt Petersburg. Von der Straßenband über die Soljanka und dem einheimischen Bier bis hin zur (fast?) tiefsten Metro- Rolltreppe der Welt und ihrem Trubel treiben wir uns gefühlt Tag und Nacht in der Stadt herum.

Dabei darf natürlich die nächtliche Öffnung der illuminierte Schlossbrücke nicht fehlen, die es den großen Schiffen ermöglicht, die Neva zu passieren.

 

Natürlich könnte man in der Eremitage mit ihren rund 60 000 Exponaten allein schon eine Woche verbringen. In dieser Residenz von Katharina der Großen begann die Zarin einst mit ihrer Kunstsammlung, die heute zu einer der Bedeutendsten der Welt zählt.

Davor der beeindruckende Palastplatz mit der 47m aus rotem Granit hohen Alexander Säule. Die weltweit höchste ihre Art in der Welt.

 

Hoch hinaus geht es bei der Besteigung der Isaak Kathedrale, dieser prächtigen und größten Kirche von Sankt Petersburg .

Die gehört zu den größten Sakralbauten der Welt und wurde 1858 vollendet.

 

Und wer kennt es nicht? Dieses besondere Kirchenbild das man irgendwie mit Russland verbindet …die Erlöser oder Blutkirche mit ihren Zwiebeltürmen, die der auf dem Roten Platz in Moskau gleicht. Die Kirche ist zum Andenken an das Attentat auf Kaiser Alexander II (1881) von seinem Sohn gebaut worden und in ihrem prunkvollen Inneren kunstvoll mit ganz kleinen Mosaiken geschmückt.

 

Ein kleines anderes Schmuckstück, besuchen wir noch am letzten Morgen, nähmlich das zoologische Museum.

Besondere Exponate sind hier das Wolllhaar-Mammut und sein Kind.

 

Wir können nur einen ganz  kleinen Ausschnitt der wunderbaren Stadt erheischen, kommen aber gerne wieder.

Vielleicht ja mal zu entspannten White- Nights in Sankt Petersburg!

Da geht die Sonne dann gar nicht mehr unter und man kann Tag und Nacht als Tag genießen! Ein Traum!

 

Ein ähnlicher (Alp-) Traum kann das Wieder- einchecken auf dem Boot werden, deshalb frühzeitig dran sein und viel Zeit mitnehmen.

Wir fahren wieder die ganze Nacht bis mir diesmal in Tallinn/ Estland am Morgen ankommen.

 

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© Michael Klar