"Honigmond" in Uganda/ Afrika

Honeymoon in Uganda/ Afrika

Nachdem uns Tauchen auf den Malediven nach unserer Weltreise fast zu banal erscheint und wir die Beachzeit wahrscheinlich doch nur mit geistigem Kistenpacken zuhause verbringen würden (es geht in 4 Wochen nach China/ neue Heimat) stehen wir vor der Weltkarte und unser Blick fällt auf Afrika. Berggorillas im Nebelwald,- ja das wärs!

700 gibt es noch, davon etwa 350 in Uganda! Gesagt, getan!
Mit Glück und „Zufall“ sind wir 1 Woche später schon im Anflug Entebbe, Uganda.


Da „Honigmondzeit“ ja etwas Besonderes ist gönnen wir uns einen Jeep,

einen Guide und 2 Wochen Unterkünfte mit Vollpension vom Allerfeinsten!

Den Verlauf unserer Reise haben wir noch nicht mal ausgedruckt, wir lassen uns jeden Tag überraschen und entgegen unserer Gewohnheit organisieren wir einfach einmal gar nichts!

 

27./ 28.09.14- Tag 1& 2
Gad, unser Superguide, holt uns per Schild (Mr .& Mrs. Klar) vom Fliegerhafen ab und verfrachtet uns in die Booma Lodge, Entebbe zum Ausschlafen. Am nächsten Tag treffen wir im schönen botanischen Garten freundliche Collobusaffen, Hornbills, Sattelstörche, Marabus und Graupapageien an. Nur Jonny Weismüller fehlt hier an diesen wunderschönen Ort, an dem der erste Tarzanfilm gedreht wurde.
Überfahrt mit dem Boot zum Lagoon Resort, der Viktoriasee ist beeindruckend groß

(2t größter Süßwassersee der Welt, so groß wie Bayern/Irland), jedoch ist es fast unglaublich, dass im See wegen Bilharziose nicht geschwommen werden darf.

Hier treffen wir die Familie der Company Safari Uganda www.safari-uganda.de,

die also für alles verantwortlich ist, was uns noch begegnen wird :-).

 

29./30.09.14- Tag 3&4
Die Fahrt geht über einen Totalstau in Kampala der Hauptstadt (hier willst du nicht fahren!) und den Äquator in den Mburo Nationalpark (NP) zur Mihingo Lodge direkt in die Kings Suite. Sie thront über dem Park bietet Ausblick auf beide Parkseiten.

Ein kleines Upgrade Geschenk zu unserer Hochzeit!

Nachmittags machen wir einen Gamedrive mit dem Auto und sehen:

Zebras; Baboons/ Paviane; viele Antilopenarten (Topis, Eland, Buschbock, Wasserbock, Impalas) und Wartoks/ Warzenschweine!
Abends besuchen uns vor unserer Kingssuite selten gesehene Klippspringer und wir beobachten Bushbabies beim Fressen!
„Take a walk on the wilde Side“ heißt es am nächsten Morgen, mit einem Ranger und bewaffnet für alle Fälle sind wir zu Fuß im Gebiet unterwegs und nähern uns vorsichtig dem gefährlichsten Tier Ugandas: dem Wasserbüffel!

Highlight des Tages sind jedoch der seltene Hyrex ( ein kleiner Klippschliefer und nächste Verwandte zum Elefanten) und Kronenkraniche (das Staatsemblem Ugandas und Sylvias neue wunderschöne Lieblingsvögel).
Nach 5 Std. Fahrt erreichen wir den Lake Buyouni unser Tagesziel und logieren im

Birds Nest. Definitiv die Lodge mit den besten Paintings (Gemälden) der ganzen Reise, lokale Künstler werden hier unterstützt.

 

Was tatsächlich eine deutsch-ugandisch- internationale Diskussion anregt, ist das manuelle Sägewerk im Tal (siehe Fotos) und nun wird es uns so wirklich bewußt!

Wenn es ein Land der völligen Handarbeit gibt, dann muß es Uganda sein.

Nicht einmal die Feldbestellung erfolgt mithilfe von Tieren.

Das Wahrzeichen hier ist tatsächlich und eigentlichdie Harke, die jeder 2te durch die Gegend trägt. Felder werden von Menschenkraft und mit der Hand bestellt.
(Selbst im Hochgebirge Bolivien oder im Himalaya werden Tiere zur Erleichterung der Arbeit eingesetzt! Hier haben wir lediglich und/ oder wenigstens an der Grenze zum Kongo ein paar Traktoren gesehen…)
 

01./02.10.14- Tag 5& 6
Anreise 5h zum Bwindi Inpenetrable Nationalforest, direkt in die Silverback Lodge!

Ein Zeichen, ein Zeichen…schon morgen soll es soweit sein!

Bei Glück werden wir die Berggorillas sehen!

Wir beantworten diese Aufregung mit einem ordentlichen Mittagsschlaf bei Dauerregen und kalt ists auch weil wir uns ab 1500m aufwärts befinden! Inpenetrable( undurchdringlich) ist dieser satte Wald hier wirklich und man erkennt bei Einfahrt in den Park eindeutig die Waldgrenze. Beeindruckend! Die Aussicht wundervoll!

 

Nach einem kurzen Briefing am Morgen, wie man sich am besten verhält, wenn einem die Gorillas begegnen (niemals weglaufen ,7m Abstand halten) ziehen wir auch schon los.

Wir sind insgesamt 8 Personen, 2 Spurensucher sind bereits seit den Morgenstunden unterwegs, die Gorillas zu orten, 2 Guides (wie immer bewaffnet für alle Fälle) und 4 Gorillagreenhorns- gebrieft und in der Hoffnung nicht zu lange suchen zu müssen!!!

Inpenetrable heißt ja bekanntlich undurchdringlich und das bekommen wir ganz deutlich zu spüren. Ohne Machete geht hier gar nix, die Socken sind wegen der gefräßig und sich festbeisenden Ameisen wie immer in die Hose gestopft, na und Dornen und Gestrüpp machen das Suchen nicht gerade schöner! Aber was tut man nicht alles…!

Geistig schreibe ich zwischendurch eine Sms nachhause:
“Meine Lieben, gerade mach ich den teuersten Waldspaziergang meines Lebens,

- 1h Waldspaziergang für 600Dollar!“
Soviel kostet nämlich das Permit zu den Gorillas tatsächlich, das Suchen ist sozusagen umsonst und kann bis zu 3h dauern. Sind die Affen gefunden, schaut der Guide auf die Uhr und die Zeit läuft…keiner bleibt länger als 1h genau!
(Die „Klars im Glück“ hatten wegen einer Stornierung ein Permit vom Reiseveranstalter geschenkt bekommen! Danke nochmal dafür!!!)

 

Nach 1,5h haben wir die 19 köpfige Gorillafamily gefunden! Und das auch noch auf sonniger grüner Lichtung, also nicht im dunklen finsteren Wald!

Gleich kommt uns auch schon der Silberrücken mit Machtgehabe grölend entgegen.
"Nix wie weg "spüre ich und mache schon die Kehrtwende zum Davonlaufen, da greift mich unser Guide mit festem Griff an den Schultern: "Nein, nein, wir laufen nicht davon…sonst weiß er morgen, dass wir Feiglinge sind!
"

O.K…. dann bleiben wir halt! Hätte ich gewußt, dass werter Silberrücken immer auf diese Weise dem Eindringling Mensch und anderen so begegnet, wäre ich SELBSTVERSTÄNDLICH nicht sofort in die Gegenrichtung abmarchiert! Na klar, Frau Klar!!!

 

Daraufhin ist die Situation völlig entspannt und wir dürfen wirklich eine Stunde zu Gast sein!
Fehlt nur noch, dass wir auch beginnen auf den Pflanzenstangen herumzukauen, aber zum Frühstück lädt uns dann trotz der Nähe doch keiner mehr ein!

Ach ja und an die 7m Abstand halten sich die Gorillas auch nicht!
Standesgemäss verschwindet der Silberrücken dann nochmal mit einem ordentlichen Pfurz im Dickicht und wir treten den Rückweg an.
Wow, ohne Worte!!!
Satt und mit unglaublichen Eindrücken kommen wir dann bei ebenso sattem Dauerregen wieder zuhause an. Alle sind glücklich!!!

 

 

03./04.10.14- Tag 7

Heute ist Löwensuche!

Auf dem Weg zum Queen Elisabeth NP zur Mweya Lodge halten wir Ausschau nach den Baumlöwen. Wie das aussieht, wissen wir zunächst noch gar nicht, nur dass ein Kindheitstraum zerplatzt!
Dachte man immer, man könne sich vor Löwen auf einen Baum kletternd retten, hat man hier leider Pech! In Uganda sitzen die Löwen nämlich bereits auf den Bäumen!

Rette sich wer kann, nur wohin???

In unserem Auto sind wir sehr gut aufgehoben und erreichen die Mweya Logde über eine Zufahrt, bei der es rechts und links nur so von Tieren am Ufer wimmelt.

Elefanten, Hippos, Wasserbüffel, Uganda Kops….!

Das Amusement des Nachmittags ist die“ Mangusten Show an Warzenschwein“!

Nicht nur, dass diese absolut neugierigen, weltsüßesten Tierchen in großen Gruppen hier durch die Gegend ziehen, sie scheinen auch mit Schweinen in Symbiose zu leben (Parasitenabfresser?). Ungehindert unterbuddeln, begehen und bekauen die Mangusten das Schwein an allen erdenklichen Stellen, ohne dass dieses mit der Wimper zuckt! Superlustig!

 

Abends bekommen wir eine afrikanische Gute- Nacht Geschichte aufs Zimmer gelegt, die endlich erklärt, warum Hippos ihre Sch… verschleudern,- nämlich wegen den Elefanten! (Anfragen jederzeit bei der Redaktion ;-)).

 

Morgens der Gamedrive läßt uns wieder (müde) Löwen finden und unser Driver ist ensetzt als wir nach 5 Min. vorschlagen weiterzufahren…die Entdeckung der tanzenden Kronenkraniche zieht uns eigentich viel mehr in den Bann! Ein wahres Naturschauspiel und wunderschön! Alles richtig gemacht!

Nachmittags bringt uns dann eine Bootstour entlang der Ufer und läßt unsere Augen größer werden. Was an einzelnen Tieren am Ufer entlang zu sehen ist, findet sich geballt und vereint am Ende der Tour auf einem Uferstück wieder, dass uns die Augen übergehen.

 

05.10.14 Tag 8
Wir fahren zur Kyaninga Lodge. Am Kraterrand erbaut liegt diese ungewöhnlich angelegte, nur aus Holz bestehende Lodge, deren Bungalows mit Treppen verbunden sind.

Der Kratersee besitzt unglaublich klares Wasser und ist ganze 245m tief, drumherum eine Vegetation wie Dschungel. Wir nutzen die regenfreie Zeit gerade noch mit einer kleinen Wanderung und genießen dann Ankole-Steak und unser 4x4m Bett.

 

06.10.14- Tag 9
Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir weiter über Fort Portal nach Kibale zum Chimtrekking. Mal sehen, ob uns die Schimpansen sehen wollen. 3 von 13 Gruppen sind habituiert d.h. an Menschen gewöhnt worden und als wir mit unserer Guidin in den Wald kommen, ist das Geschrei schon groß! Zur Verständigung, wo welche Gruppe ist, schreien die Chims, was das Zeug hält. So laut ists in keinem Zoo!!!

Zunächst sind die Chims hoch in den Bäumen und wir müssen aufpassen, was so alles von oben runter kommt. Pu& Pi, Schalen und Äste; definitiv ein sehr aktives Völkchen.

Es wird sich gejagt, gelaust, geliebt- hier geht’s voll ab!

Highlights sind sozusagen „Chimi Silberrücken“, der Boss von 120 Affen, der sich die Ehre gibt und eine Affenfamily, der es auch am Boden recht gut gefällt und uns die Chance auf ein paar Nahaufnahmen gibt.

Pünktlich am Ende unserer Tour( wie meistens) beginnt es wiedermal ordentlich zu regnen. Wir checken in der einfachen aber supergemütlichen Kibale Lodge ein, in der es abends noch zu einem kleinen Konzert der ansässigen Dorfbevölkerung mit Tanz für alle kommt.

Das hat Spaß gemacht!

 

07./ 08.10.14- Tag 10& 11

Um 6 Uhr geht’s los, eine 9 stündige Fahrt zum Murchison Falls Nationalpark.

Unser Weg kreuzt unbefahrene und nicht touriverwöhnte Strecken, wo alle Augen am Strassenrand riesengroß werden und von Zeit zu Zeit auch wirklich herzlich gewunken oder gegrüßt wird. Der phantastischen Menschenmotive für die Kamera gäbe es unzählig viele und diese werden Bilder im Kopf bleiben, da es der Anstand verlangt, keinesfalls einfach nur „abzulichten“.

Kurz vor knapp erreichen wir abends noch den Murchison Falls, an dem sich der breite Nil eine 7m breite Schlucht hinunterzwängt.

Beeindruckend und feucht der Wasserfall, spannend auf jeden Fall dieser Schulbus auf dem Weg vor uns mit seinem Helldriver, der ebenso wie wir zur letzten Fähre will und alles gibt, um an diesem ultra schlammigen Weg nicht zu versinken oder stecken zu bleiben.
(Wir haben ihm dann tatsächlich gratuliert und uns auch, denn wir wären keinesfalls mehr weitergekommen wäre er stecken geblieben!)

Die Fähre nimmt uns noch mit und so ist das Tagesziel erreicht,
Check In in der Para Lodge.

Einem kurzen Abend folgt eine lange Nacht und ein ausgiebiges Frühstück und schon…

sind wir wieder auf einem Gamedrive!!!

Der Murchison NP ist der Größte in Uganda und die meisten Tiere sind im Nordteil!

Wir nun auch und sehen gerade noch, wie sich Leopard vom Acker macht! Bingo!
An neuen Tieren gibt’s hier Giraffen ohne Ende und nachmittags sichten wir per Boot noch weitere 3 Kingfischerarten, das Niiilkrokodiiil und rote Bienenfresser!

 

09.10.14- Tag 12

Abfahrt zur Chobe Lodge, Dauerregen,
nur Schakale halten sich draußen auf ;-)!
Wir sichten zwei, ansonsten wenig Tiere bei der Ausfahrt aus dem Murchison NP.
Wenn man die Chobe Lodge erwähnt, reagiert jeder hochachtungsvoll und das zu Recht.

In der Chobe Lodge kommt der Nationalpark zu dir, sprich Nilpferde, Elefanten, Giraffen, Paviane, Warzenschweine laufen neben dem Swimmingpool und an Land, so wie es Ihnen passt. Wild, keine Zucht, keine Gewöhnung, nichts!

Du kannst also selbst auf dich aufpassen oder die Security tuts! Wir sind beeindruckt!

Um die ganze Lodge fließt breitflächig der Nil und entsprechend gruppieren sich Nilpferde in großen Gruppen überall im Wasser. Ein noch niemals gehörter Sound breitet sich aus, Gegrunze und Gegröle, der uns dazu veranlasst, uns niederzusetzen, zu lauschen und zu schauen. Eigentlich den ganzen Tag bis die Sonne untergegangen ist,- ein Naturschauspiel der besonderer Art! Heute hätten wir fast das Essen vergessen!

 

10./ 11.10.14- Tag 13& 14

Auf dem Rückweg nach Kampala fahren wir noch im Rhinosanctury Ziwa vorbei und natürlich auch rein. 15 Exemplare gibt es hier, die sich auf 7000 Hektar frei bewegen.

Die Zucht ist mühsam und selbst auf diesem kleinen Territorium machen Wilderer, die hinter den Hörnern her sind nicht halt!

Ein bischen(???) aufregend ist das schon, auf der Suche nach den Rhinos zu Fuß hinter dem Guide herzugehen.

Beeindruckend stehen und liegen sie unter einem Baum mit den Lauschern(Ohren) aufgestellt, um zu hören wer von wo kommt. Wie verstellbare Lautsprecher drehen sich diese Ohren selbst beim Schlaf! Sehr witzig!

Wir nähern uns bis zu 4 m und das einzig beruhigende ist die Tatsache, dass Rhinos wohl keine Schweißdrüsen haben und deswegen zu dieser Tageszeit unterm Baum im Schatten liegen bleiben. Weniger beruhigend die Tatsache, dass Rhinos sich nicht an Menschen gewöhnen und die Guides selbst häufiger auf Bäume flüchten oder im Zickzack davonrennen (Rhinos sehen schlecht und können nicht mittig fokusieren). Ein erschreckende lautes Geräusch würde genügen, dass die Tiere pfeilschnell (?) auf uns losgehen, weil wir halt grad im Fokus sind. Na danke!!!! Schweißdrüsen hin oder her…!

Aber toll, zu Besuch gewesen zu sein ;-)! Für mehr Info www.rhinofund.org !

 

Tatsächlich haben wir nun in diesen 2 wundervollen Wochen die BIG FIVE gesehen:

Löwe, Elefant, Leopard, Rhino und Wasserbüffel!

Somit können wir getrost wieder nachhause fahren. Das tun wir auch!

Allerdings mit gemischten Gefühlen, es gäbe da noch die UGLY FIVE (die häßlichen 5) oder die SMALL FIVE (die kleinen 5), definitiv noch viel zu erkunden…aber nein!!!

 

Alles Schöne geht einmal zuende!

 

Wir genießen noch einen Tag in der Lagoon Lodge und auf dem Weg zum Airport wird es nochmal ein wenig spannend. Zum dritten Mal begegnen wir nun dem Präsidenten, der durch seine Landesreisen jedesmal einen Riesenstau verursacht. Reist wohl gerne, der gute Mann!

Auf jeden Fall erreichen wir den Flughafen noch pünktlich, Check in, alles paßt!

 

Das waren echt coole Flitterwochen!!!

 

Uganda??? In jedem Fall wieder!!!!!!!!!!

 

 

 

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar