Japan 18.11.- 27.11.2017

Alle Menschen die Japan als Touristen besuchen sind begeistert, alle, die dort zu arbeiten haben sind anderer Meinung! Also eine schöne Gelegenheit, diesmal als Tourist zu fahren, um Japan auf sich wirken zu lassen.

 

18./19.11.17 Tokyo

 

Wir erreichen Tokyo per Flug (2.5Std. von Hangzhou- ein Klacks!) und noch vor der ersten U-bahn überhaupt. Bei unserer Fahrt in die Stadt fallen zuerst die geordneten Stromkabel und sauberen Straßen, sowie die kleinen Häuser auf.

Für eine Großstadt (9.5 Mill, so groß wie "unser" Hangzhou) erscheint Tokio tiefgebaut,

die Riesen - Skyscraper gibt es zwar, aber sehr wenige!

 

Wir checken schon mal unser Gepäck im Stadtteil Ginza ein und los geht’s mit Sightseeing.

Hier gibt es den Tsukiji,  den größten Fischmarkt der Welt (2400t Lieferung täglich) mit wahrscheinlich auch den größten Tunas, die wir jemals gesehen haben und natürlich das beste Sushi Frühstück! Wirklich lecker, wenn man Fisch zum Frühstück genießen kann :-) !

 

Über Obaida, vorbei an der Tokyo Liberty Statue geht’s über die berühmte Rainbowbridge nach Shoppinghausen, wo wir uns per Riesenrad erst mal einen Überblick über die Stadt verschaffen.

Zu sehen ist er noch nicht, aber bald danach besuchen wir ihn: den größten Lampion überhaupt, 3,3m Höhe/ 100kg schwer mit dazugehörigem Asakusa Cannon Tempel im Asakusa Viertel!

 

Hier gibt’s den ersten Hauch vom vorgestellten Japan, die ersten Kimonodamen! Es ist wieder „IN“ in Tracht zu gehen, wobei sicherlich viele asiatische Touristen unter den „Verkleideten“ sind! Auf unserem Weg zurück im Viertel geschieht es dann, die volle Ladung Japan, Mangas, Lampions, Orchester…hier wird ein Fest gefeiert!

Ein Grund in eine Einheimischen Kneipe einzukehren und Lokales zu verzehren. Wir entdecken den in Japan nicht wegzudenkenden Shochu, die „Land form“ des Sakes! Shochu besteht meist aus Reis& Süßkartoffel, Sake nur aus Reis!

Der Stadtteil Shibuya erinnert ein wenig an Camden Town London und eigentlich seien hier die Mangas zuhause! Läden finden wir, aber wahrscheinlich hatten wir unser „Manga-Menschen- Erlebnis“ schon gestern! Hier ist´s vollgestopft mit Touristen! Ein prima Zustand für die berühmte Jingumaekreuzung mit Fußgängerüberwegen in alle Richtungen! Bei „Grün“ ein richtig zu bestaunendes Durcheinander :-) !

 

Gemeinsam fahren wir zum Narita Airport, Micha wieder zurück nach China, ich weiter nach Okinawa, die japanische Insel im Süden Japans!

Aus mittelprächtigem Herbstwetter wird hier wieder T-Shirt Wetter!

 

20.- 21.11.17 Okinawa Island

 

Schon im Flieger dachte ich, ich sei in Amerika. Hier wird einiges klar! Auf dieser kleinen japanischen Insel Okinawa und der Hauptinsel Honto mit 1.5 Mill. Einwohnern gibt es 3 Militäranlagen, im Gespräch ist im Moment statt Abzug eine 4te!

Geweckt werde ich von einem Getöse und denke, ich höre nicht richtig! Als ich den Vorhang öffne, sitzt mir der „Bananenhubschrauber“ fast im Schlafzimmer!!!

 

Um die Hauptstadt Naha herum bewegt sich viel und unteranderem die Monorailbahn, hoch über jeglichem Verkehr! Die beste Wahl! In der Kokusai Dori Street,  Shopping& Tourimeile, gibt es eine englischsprachige Auskunft, an der Shuri Station eine der 3 berühmten historischen Burgen, das schöne Shurijo Castle, und einen wunderbaren Supermarkt direkt an der Oroku Station!

Also alles was man braucht, um dann den hauptbevölkerten Teil der Insel zu verlassen!

 

Nächste Station ist Nago, im Norden der Insel, 3 h mit dem Bus entfernt! Hier werden nun eindeutig (zumindest außerhalb der Saison) um 6 Uhr abends die Bürgersteige hochgeklappt! Ein Abendspaziergang zum letzten Licht, ein 24std. Laden macht mein Dinner möglich und meine Vermieterin überlässt mir gleich das ganze Haus, ein richtig rustikales stilechtes Okinawa- Holzhaus am Meeresrand :-) !

„Hier ist die Katz gfreckt“ erkennt man schon am Busbahnhof, an dem zumindest noch Busse fahren und in einem solchen geht’s hinauf nach Okuma zu einer schönen Strandbucht, vorbei am Dorf mit den meisten 100 Jährigen der Welt (ich habe leider keine gesehen!). Kleine Fahrradrundtour hier… und was soll ich sagen: die interessanten Strandabschnitte sind amerikanisches Gebiet, Members only!

 

Rundum die Insel jedoch überall fantastisches Wasser und sicherlich, sei man mit dem Auto unterwegs, viele versteckte schöne Plätze zu finden! Dazu dann mehr beim nächsten Mal ;-) !

 

Aufgrund der Stippvisite möchte ich dann doch noch mal etwas mehr über das maritime Leben Okinawas erfahren und besuche das Churaumi- Meeresaquarium in Motobu, einst 1975 Gelände der Weltausstellung und bis 2005 anschließend das größte Aquarium der Welt ! Beeindruckend von der Seekuh bis zum Shrimp das okinawische Meeresleben kennenzulernen. Sicherlich ein einzigartiges Tauchparadies!

 

Zurück zur Monorail und ins Treiben der Kokusai Dori street! Hier lerne ich am letzten Abend dann noch ein paar okinawische Freunde kennen, die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern über Gewohnheiten, Einstellung& Stolz der Insulaner.

Ein toller Abschluss meiner Stippvisite, Okinawa macht Lust, wiederzukommen!

 

22.11- 24.11.17 Fujiyama

 

Als ich am Mittags in Tokyo zurück bin, beginnt das Rennen mit der Zeit und ich gebe Gas, so gut ich kann um mich in null Komma nix vom Flughafen bis zu einem bestimmten Busstation zu beamen. Das Beamen dauert über eine Stunde aber gerade noch rechtzeitig, um meinem Anschluss Bus  nach Kawagutchiko am Fuße des Mt. Fuji zu bekommen.

Ankunft wie überall hier in Japan bei Nacht! Das macht den Morgen dann immer spannend!

 

Es hat die ganze Nacht geregnet und auch am Morgen noch keine Spur von Mt. Fuji.

Hhhhmmm, manche Menschen sehen ihn gar nicht. Zumindest ein kleines Eck spitzt ab und zu!

Wie alle anderen hier (Kawagutchiko ist überfüllt, alle haben Urlaub!) kaufe ich mir eine Busrundfahrkarte und steuere erst mal den am weitesten entfernten Punkt an! Tja,…

bis dahin ist dann auch die Sonne draußen und der Berg gibt sich die Ehre!

 

Einfach ein erhebendes Gefühl, eine Hochachtung, ein Staunen über die Schönheit der Natur!
Das Ganze noch im japanischen Herbst! Ich treffe Leute, die keinen Herbst kennen und extra wegen der Farben hierher kommen! Es folgt „Lustwandeln“ den ganzen Tag, betrachten des Berges von allen möglichen Perspektiven! Hier bräuchte man gerade eine „weiße Nacht“, es sollte nicht dunkel werden…! Wird es aber :-) und so geht der schöne Tag zu Ende!

 

Abseits vom Trubel, besuche ich heute den „Sengen Jinya“. Er war das ursprüngliche Eingangstor zur Besteigung des Mount Fuji. Sehr idyllisch und magisch, dieser im Wald gelegene Tempel!


Mein Besuch bleibt heute so gut es geht außerhalb des Trubels und so beschließe ich statt „Gondelfahrt“ (Wartezeit ca. 60 Min.) Gondelbesteigung und erklimme alleine und genießend den verhältnismäßig kleinen Hausberg von Kawagutchiko. Hier sieht man das ganze Potential des Vulkanes mit seinen Ausläufern nach rechts und links.

Sattsehen ist beim Mt. Fuji echt schwierig!

 

Und die Kultur kommt fast zu kurz!!! Deshalb gibt’s kurz vor Abfahrt auch noch mal einen kulturellen Besuch der ansässigen Sake Destilliere in der 21. Generation! Spannend und wohlschmeckend der unterschiedliche Sake, mehr interessant aber fast der alte Hausgarten mit original erhaltenen Holzpavillons. Ein toller Platz!

Abfahrt mit dem Bus nach Mishima, dann per Zug nach Kyoto! Ankunft bei Nacht, na klar!

 

24.11.- 27.11.18 Kyoto

 

Die erste Nacht verbringe ich nahe zum Bahnhof in einem Dormitory und habe das Glück am nächsten Morgen den monatlichen Flohmarkt Kitano Tenmago besuchen zu können!

Spannend, was so alles neben unzähligen Second Hand Kimonos noch so in Japan angeboten wird.

 

Nachmittags sind wir wieder zu zweit und besuchen den Sanjusangen – Do, das im 12.Jahrhundert erbaute in Japan größte 120m lange Holzgebäude, welches 1000 goldene Buddhas beheimatet. Von dort geht es weiter über den in Herbstfarben eingerahmten Tofukuji Tempel, einem Stop mit Shochu-Verköstigung am kleinen Foodmarkt zu dem wohl bekanntesten Schrein in Japan.

 

Der Fushimi-Inari Schrein mit seinen rund 10 000 roten Torii Toren die den Weg zum Inari Berg säumen. Da mindestens genauso viel Besucher wie Torii Tore anwesend sind schenken wir uns den Weg zum Gipfel!

 

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zum Kiyomizudera Tempel das wichtigste Wahrzeichen von Kyoto. Von dort aus will Gion erobert werden! Hier sieht man echte Geishas, wenn man Glück hat. Und tatsächlich!

In einem kleinen Park finden wir sie…definitiv von allen anderen „Tourigeishas“ unterscheidbar!

Hier besuchen wir neben den Shoppingmeilen den Kodaji Tempel und den weniger bekannten Entoku-In Tempel, der mit einem wunderschönen Zen Garten sowie seiner Drachendecke begeistert.

Der Weg zurück führt uns über den traditionellen seit 400 Jahren bestehenden Nishiki Market mitten in der Stadt. Noch nicht genug geht es weiter über ein Aquädukt zum Nanzen-Ji Tempel und da wir ja nur einmal im Herbst hier sind- die Farben sind fantastisch- harren wir der Dinge in einem „chinesischen Restaurant“ (ist schon das zweite Mal auf unserer Japantour das wir aus Versehen in einen China-Restaurant landen :-)) und besuchen die abendliche Lichtershow im Eikando Tempel! Der japanische Herbst wird hier nun auch noch beleuchtet, die Farben sind viel  intensiver und die Lightshow trotz der vielen Besucher definitiv ein eindrucksvolles Erleben!

 

Kurz vor unserem Zuhause machen wir dann noch das ultimative japanische Grillerlebnis in einem kleinen Grillrestaurant, das schon am Tag vorher unser Interesse weckte!

Ein netter japanischer Abend mit dem Wirt und einem japanischen Pärchen krönt unseren Tag :-) !
 

Kinkaku-Ji ist der Name des Goldenen Tempels, dem meistfotografierten Gebäude Kyotos. Satte herbstliche Rottöne umrahmen den Goldigen und sein Spiegelbild im kleinen See.

Ein nett angelegter Rundweg für Besucher und unser Ziel am nächsten Morgen!

 

Arashiyama im westlichen Stadtrand, das mit einem Bähnchen erreicht wird, ist leider hoffnungslos überfüllt, der sagenumwobene Bambuswald eher eine Bambusallee mit Dauerstau!

"Nix wie weg hier“ führt uns über die Brücke zu dem nicht beschriebenen aber einmalig, nun tatsächlich in Bambuswald versteckten Jizoin Tempelchen, dessen Atmosphäre wir ganz allein genießen können!

Zurück geht’s zum Bahnhof und von dort zum Flughafen!

 

"Sayonara Japan", interessant bist du schon, du schönes Land!Ob wir uns wiedersehen???

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar