Indonesien

Sulawesi - Raja Ampat - Yogyakarta 28.12.2018-13.01.2019

Indonesien

 

29.12.2018

 

Dieses Jahr etwas verspätet wird es kein Weihnacht- sondern ein Neujahrsurlaub!


Letztes Jahr hatten wir schon festgestellt dass Tauchen ist nicht nur Body,- sondern auch Brainwash ist und da wir ja immer noch in Asien weilen, nutzen wir die Gunst der Stunde und brechen erneut auf zu einem der schönsten Tauchreviere der Welt nach Raja Ampat in Irian Jaya Barat oder auch Westpapua in Indonesien.

 

Alles hat seinen Preis und will man günstige Flugzeiten nimmt man schon mal ein paar Stündchen mehr in Kauf… diesmal 24 Stündchen gesamt. Von Hangzhou China nach Bangkok Thailand, von dort nach Jakarta, Java, Indonesien und schließlich nach Manado in Nord Sulawesi, Indonesien.

Nicht gerade umwelt- oder gesundheitsfreundlich aber zielgerichtet kommen wir am späten Abend am Ziel an und fahren nun nur noch 1,5 Stunden in den Nordosten Sulawesis in den Tankoko Nationalpark. Dschungel gibt’s hier nämlich auch noch und endemische Tierarten…!

Die Lodge wartet bereits auf uns!

 

30./ 31.12.2018

 

Ausschlafen & erst mal Dorfrundgang in Batu Puthi  (Weißer Stein) mit schwarzem Strand!
Hier freuen sich noch alle, einen Touristen zu sehen und witziger Weise finden wir ca. 5 christliche kleine Kirchen aber kein Restaurant. Noch ein kleines Ende der Welt, so scheint es!

 

Unsere Nightsafari beginnt um 16 Uhr im Nationalpark und tatsächlich sehen wir sie dank der Guides, die heimischen süßen großäugigen Tasiere die in Familien in hohlen Bäumen leben und hauptsächlich nachtaktiv sind. Die großen, aber super langsamen Couscousbären finden sich sehr hoch in den Baumwipfeln versteckt, die Geschwindigkeit erinnert an Faultiere J !.
Fehlen nur noch die Schwarzen Makaken die wir beim erneuten Besuch am nächsten Morgen beobachten können. Die Hornbills sind leider im Urlaub !

 

Es geht zurück nach Manado, der Silvester naht. Empfehlen können wir definitiv überall hier in der Gegend die Kette der Swiss Hotels! Manado ist ein Gegensatz zwischen moderne und altem. Der Hafen überrascht mit sehr moderner Architektur und einer High Tec Bühne fürs Silvesterevent, der Rummelplatz hat die ältesten jemals gesehenen Karussells. Die Leute sind sehr angenehm.
Wir entschließen uns für die Feier im Hotel mit Silvesterbuffet, Band & Magier.

Das Silvesterfeuerwerk sehen wir vom Zimmer aus.

 

01-01.- 09.01.2019

 

Früher Flug nach West Papua- Irian Jaya Barat  in die Stadt Sorong ! Hier will man nicht wirklich sein aber als Ausgangspunkt für die Insel kommt man an Sorong nicht vorbei! Unser Zimmer müssen wir uns erst mal selbst einrichten,- wir haben nicht das Swiss Hotel gewählt J dann geht’s zunaechst mal Shoppen mit dem gelben Küstenlinienbus.

Der wichtigste Shop ist eigentlich die Apotheke! Irgendwie sind wir leicht angeschlagen, Micha mit Grippe und Sylvia mit Stichen die ihr den Juckreiz ihres Lebens bescheren! (Nie mehr kurze Socken im Dschungel , du Anfänger!!!)


Am nächsten Morgen fahren wir per Boot 2 Std übers Meer nach Raja Ampat was 4 Könige bedeutet und die 4 Hauptinseln von insgesamt 1200 Zugehörigen bezeichnet. Wir besuchen die Insel Gam die an der Dampierstraße liegt, die den indonesischen Archipel West Papua durchzieht.

Zu Gast sind wir bei den Papua Explorern und ihrem Team! Hier wohnt man in einer 12 Bungalow Anlage direkt zwischen Fels und Meer! Die Veranda eines jeden Bungalows liegt im Meer, man schaut also tagsüber dem Treiben der bunten vielfältigen Fischwelt zu und abends funkelt das Wasser mit Phosphor wie die Sterne am Himmel scheinen. Das ist mal prima!!!

 

Hier dreht sich alles um Genuss und natürlich ums Tauchen! Im täglichen Briefing für die bevorstehenden Tauchgänge sind neben dem Riffschutz die Zauberwörter eines jeden Briefings "Strömung“ und "Riff Haken".
Wo Strömungen zusammen kommen gibt’s Fische und da das Wasser voller Plankton ist ist auch noch Mantarochen Zeit.


Also alles sehr vielversprechend und aufregend!

In der Strömung wie ein Fisch zu stehen,- das ist das Ziel!

 

Und wir sind weit davon entfernt!!! J

Riff Haken haben wir noch nie benutzt und da uns als „Funtauchern“ auf 30 m auch relativ schnell die Luft ausgeht, entschließen wir uns zu einem Nitroxkurs. Das Gasgemisch mit einem erhöhten O2 Anteil ermöglicht ein längeres Bleiben in der Tiefe. Dazu bestückt man uns noch mit einem größeren Tank und es kann losgehen in die Tiefen der Halmaherasee.

Die wahren Helden der Strömung sind definitiv nicht wir, sondern die Einheimischen und überhaupt alle Tauchlehrer, die uns unter Wasser sehr professionel begleiten, selbst wenn die Strömung uns hin und her beutelt!!!

 

Jeden Tag 3-4 Tauchgänge an den unterschiedlichen Plätzchen der Dampierstraße mit Pausen an verschiedenen schönen Riffinseln wie z.B. der „Fliegende Hund“ Insel, in Arborek, West Manusar oder Sawandarek! Zum „Normalprogramm“ gehören hier schöne bunte Korallen, Schildkröten , Blue Spotted Stingrays, Whitetip& Blacktip Sharks, Schwärme von Papageien- und sonstigen bunten Fischen, Sweetlipss, Barracudas, Tunas und Spanish Makarels. Besonders sind hier die Walking Sharks, der Bambushai und noch nie gesehene Wobbegongs, der Teppichhai.
Nicht zu vernachlässigen definitiv wahrscheinlich das kleinste rosa gepunktete Seepferdchen, das Pygmäen-“Zwerg“- Seepferdchen,- die „Finde- Trophäe“ eines jeden Tauchlehrers während aller Tauchgänge, versteckt in Gogonien, den Fächerkorallen.
Hierfür braucht man selbst unter Wasser eine Brille als Ü45 J!

 

Die Tage vergehen wie im Flug! Im Resort hat man sich zu jeder Mahlzeit im Restaurant viel zu erzählen, da ja jeder das Tauchen und die Tauchplätze teilt. Vom Honeymooner bis zum Extrem Sportler ist alles dabei und dass es hier den besten Massageplatz überhaupt gibt, wundert auch nicht. Liegt man auf der Pritsche in Bauchlage kann man Papageienfische im Meer betrachten!  Ein Paradies, das zu jeder Minute ein Genuss ist!

Wir sehen sogar einen der heimischen Rotwangenkakadus. Der Landgang zu den roten Paradiesvögeln endet leider sozusagen als Tauchgang über Wasser, klatschnass durch Regen können wir nur noch einen Couscous beobachten, der während des Regens auf die Nesteier der Vögel spekuliert.

 

Wahrscheinlich ist für jeden hier im Resort das Erlebnis mit den Mantarochen das besondere Highlight der hiesigen Taucherfahrung. An Putzerstationen, Unterwasserinseln kommen sie hereingeschwommen oder besser hereingeschwebt um sich von einer Vielzahl an kleineren Fischen säubern zu lassen. Ein beeindruckendes Erscheinen der majestätischen Fische die eine Spannweite bis 8 m erreichen können und zum Glück nur Plankton fressen. Man kann sich nicht wirklich satt sehen und hätte man nicht das Atemgeraet würde man wegen offen stehendem Mund sehr viel Wasser schlucken :-))). Am Riffhaken seitlich an der Putzerbank eingehängt versucht man ihren Raum nicht zu „betreten“. Ha! Und natürlich der stetigen Strömung zu trotzen...!

 

Und nur so nebenbei…was daaaa so alles im Kopf abgeht!
Also ich finde,- Tauchen und Meditation passen prima zusammen J!

 

So sammeln wir viele interessante verschiedene Erfahrungen während dieser Woche, erleben noch eine wellenreiche Überfahrt nach Sorong zurück und fliegen weiter nach Makassar, Sulawesi und von dort nach Yogyakarta in Java.

Die nächsten 3 Tage werden die Meereserfahrungen noch nachwirken, alles wird „waterlike“,

so tief haben wir unsere Erfahrungen internalisiert. Vom Atem über Körperberührungen, alles bekommt plötzlich Meeresbedeutung, sogar das Frühstücks Buffet erscheint als Coralreef J.
Interessant und schön!!!

 

09.01.2019- 13.01.2019 

 

Yogyakarta (3 Mill.  Einwohner) und Umgebung

Nach einem ganzen Reisetag kommen wir abends wohlbehalten aber auch müde in Yogyakarta an. Wir wohnen direkt neben der berühmt berüchtigten Jalan Malioboro und lassen den Abend noch in der Neo Skylounge Dachterrasse ausklingen.

 

Den Taxifahrer vom Ankunftsabend haben wir uns gleich organisiert für den nächsten Morgen.
25 km außerhalb und mit lässigen 2 Stunden Fahrt geht zum Borobudur aus dem 9.Jhrt, der weltweit größten buddhistischen Tempelanlage.
504 Buddha Statuen und 2672 Relief Bilder die vom Javanischen Leben des 9. Jahrhundert zeugen und u.a. auch religiöse Geschichten erzählen führen über Treppen aller Himmelsrichtungen zu 72 Buddha Statuen die in perforierten Stupas „wohnen“ zum Zentraldom.


Neben der großartigen Anlage ist die Show eigentlich auch die Begegnung mit den vielen javanischen Schülern für die wir ebenso eine erfreuliche Sehenswürdigkeit sind und die Rückfahrt mit der Pferdekutsche durch die kleinen anliegenden Dörfer, die wir unbedingt empfehlen möchten.

 

Weiter gehts mit unserem Taxi durch die Pampa über die Kleintempel Pawon & Mendut

aus dem 8. Jhrt zu einem weiteren Superlativ,

dem Prambanan, größter Hindutempels Südostasiens.
Der Prambanan mit seinen 8 Haupt Schreinen erinnert von seiner Bauweise ein wenig an „Klein Ankhor Wat“ in Kambodscha.
Der Nachbar ist der ca. 1,5 km entfernte buddhistische und sehenswerte Candi Sewu mit mehr als 250 teils sehr verfallenen Einzeltempeln und seinen 3 m großen Torwächtern. Wir genießen die Ruhe des Tempels und den kleinen Spaziergang zwischen Beiden.

 

Abends erwartet uns wieder unsere Skylounge mit Essen und Erholung.

 

Unser 3. Tag wird ein Yogyakarta Kulturtag. Wir laufen zunächst bei Tag (definitiv die bessere Wahl als nachts weil superüberfüllt!) über die Jalan Malioboro in Richtung  Wasserschloss (leider ohne Wasser) dafür aber mit unterirdischer Moschee. Die Pause im Schatten führt zu einem netten Gespräch mit anschließender „Schlepperrikscha“ und einem Kurzbesuch der Herstellung von Batik, Leder Wayang Puppen und Luwak Kaffee in der indonesischen Nachbarschaft.

 

Von dort gehst noch zum „Vogelmarkt“. Definitiv nichts für Hard Core Tier Schützer oder gerade deshalb etwas?!! Vom Waran über Schlangen, Vögel bis zu deren Futter wird hier eigentlich alles an Tieren verkauft was in Indonesien so kreucht und fleucht. Auf die Frage warum oder wer fliegende Hunde einkauft finden wir leider auch bei keinem Indonesier eine Antwort.

Habt ihr Eine??

 

Wir erliegen der Regensaison auf dem Heimweg was uns jedoch nicht davon abhält, abends noch einen Rundgang auf dem witzigen Alan Alan –dem Platz, zu unternehmen. Hier kann man zur Erfüllung von Wünschen mit verbundenen Augen zwischen Wunschbäumen versuchen  durchzugehen, eine Runde mit beleuchteten Tretautos um den Platz fahren oder einfach nur so Picknicken. Ein schöner Platz für einen abwechslungsreichen spaßigen Besuch!!!

 

Noch einmal ein Tag „Natur pur“ denken wir uns und brechen an unserem letzten Tag in Richtung Jombelang & Kidul Höhle auf.

Früher Vogel fängt den Wurm und so sind wir schon in der ersten Gruppe dabei, die sich aufs Abseilen der ca.80m tiefliegenden Jombelang Höhle vorbereitet. Für viele ist bestimmt schon das Abseilen ein Erlebnis. Unten angekommen geht es erst einmal durch eine 300m notbeleuchtete Höhle, sehr spaßig die Bodenoberfläche,- einige sichtbare Tritte, darunter auch Wasserlachen und totale Matsche. Trotz vorbereiteter Tritte gibt es teilweise keine Sicht wohin es geht. Haha, (k)ein wirklicher Spaß! Zum Glück habe ich meine Taschenlampe mitgebacht!!!

Im Innenraum der Höhle dann die Erleuchtung bei Sonnenschein ! Die hereinbrechenden Strahlen haben tatsächlich etwas Paradiesisches! Ein phantastischer Ein-/ Ausblick!!!

Lustig beim Heraufholen aus der Höhle ist dann noch, dass jeder von uns von einer Gruppe Indonesiern mit ca. 20  Mann persönlich hochgezogen wird. Auf Kommando rennen alle los um den Betreffenden aus der Grube zu holen! Ein witziger aber auch sicherer Anblick!

 

Dachten wir, das sei das Erlebnis der besonderen Art gewesen, kommt dieses erst noch J !

Reifen Tubing in der Pindul Höhle!!!
Der Trubel dort erfreut zunächst gar nicht unser Herz und wir verkürzen schon im Vorab die gedachte Tour auf ein wenig Reifentubing durch die Haupthöhle. Ein wirklicher Spaß ist es dann jedoch doch, mit den gutbekleideten Moslemdamen Reifen an Reifen im kühlenden Wasser durch die Höhle gezogen zu werden.

 

Gunung Kidul, der Aussichtspunkt schenkt uns noch einen schönen Blick über Yogyakarta!

 

Und um das Kulturprogramm noch abzurunden besuchen wir abends per Moped Taxi durch die Jalan Malioboro das javanische Puppentheater. Eine kleine Einführung wie die Puppen gemacht werden hatten wir ja bereits, was sich nun wiederholt, allerdings diesmal mit einer Einladung des Künstler, das Puppen machen bei ihm zu lernen. Das wäre eine mögliche Option der Zukunft!!!

 

Die Theaterbühne ist praktisch ein Rundumtheater und kann von allen Seiten besichtigt werden. Eine Seite ist das Schattentheater (nun machen auch die vielen Löcher in den Puppen einen Sinn), auf der anderen sitzt das Gamelan Orchester und der Puppenspieler gibt seine Kunst des Puppenspiels zum Besten. Beide Seiten sind spannend um zuzusehen, das Ende der Veranstaltung schaffen wir jedoch aufgrund der ohrenbetäubenden Gamelan Musik nicht mehr und verlassen die Veranstaltung vorzeitig.


Die gelungene Doppelration für die Ohren wäre chinesische Oper gepaart mit javanischer Gamelanmusik J !

 

Auf dem Fußweg zurück haben wir dann noch die Ehre direkt durchs Rotlichtviertel zu laufen, das versteckt in engen Gassen hinter unserem Hotel liegt. War da nicht diese Frau mit dem strengen Blick am Eingang ins Viertel und dem Hinweisschild dass wir nicht lesen konnten und für einen WC Hinweis hielten?! Na ja, so waren wir hier auch einmal! Eine befremdliche aber doch auch fast normal wirkende Atmosphäre! Die Damen, gar nicht herausgeputzt und ohne Kopftuch aber in Räumen als würde man sich zum Mittagskaffee treffen. Die Herren, entspannt bis nervös und suchend. Wir hatten nicht mit so einem öffentlichen Raum im Moslemviertel gerechnet.

 

13.01.2019

 

Es geht wieder zurück über Kuala Lumpur, der chinesische Winter erwartet uns schon!!!

 

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar