Nepal und Bhutan 11.05. - 27.05.2018

China- Kathmandu/ Nepal- Buthan- Kathmandu- China

11.05.18- 27.05.18

 

Hangzhou, bekannt als "Nationaler Flughafen mit den meisten Verspätungen", gibt uns nur ungern her und so erreichen wir unseren Zwischenstop Chengdu nur sehr spät und checken wir für 2 h Schlaf ein, bevor wir unseren Anschlußflieger am nächsten Morgen nach Kathmandu / Nepal nehmen.

Dort angekommen sorgt erst mal ein "Powercut" im Flughafenterminal für ein kleines Chaos am Registrierungsautomaten und auch ein Visa läßt sich schwer erkaufen, weil nur harte Währung und kein nationales Geld angenommen wird!

Well, Welcome to Nepal!

 

Hinweis für Nepal: entweder unter 15 Tage oder gleich bis zu 30 Tage bleiben !

Wir haben es mit 16 Tagen geschafft ein viel teureres Visa kaufen zu müssen :-) !

Und: immer ein paar Dollars einstecken haben hilft um schlechte Wechselkurse zu vermeiden!

 

Es kann nur schöner werden, denken wir uns während wir dann doch endlich nach einiger chaotischer Abwicklung including Visa im Taxi gen Boudha fahren.

Überall Polizei, bewaffnet und mit Schutzwesten...der indische Präsident hat sich angesagt! Gut, dass wir nicht noch 2h später angekommen sind, da ist dann endlich alles dicht!!!

 

Defintiv ein Hauptgewinn ist unser schönes Hotel und so kann Sightseeing beginnen! Hundemüde sind wir sowieso, also Lustwandeln in Boudha mit Rooftop Cafe und Ausblick auf die weltbekannte Stupa und anschliessend einen Spaziergang durch die Stadt zum Pashupathinath, dem heiligen Feuerbestattungsplatz der Hindus!

 

Es ist einfach irre, wie man sich innerhalb einiger paar Stunden in verschiedene Welten beamen kann! China- Nepal wie Tag & Nacht !

 

"Endlich wieder Thali essen" ist das Motto des Abends und

"Ich schlafe jetzt, du kannst alles ausschalten" beendet ihn schließlich ungewöhnlich früh!

Kein Wunder bei soviel Schlaf :-))) !

 

13.05.18 Kathmandu/ Nepal

 

Der Swayambunath auch bekannt als Affentempel ist heute so gut wie nicht besucht. Die Aussicht auf die Stadt ist ganz gut und auch unser Fußweg zurück durch schöne alte Straßen in Richtung Old Thamel zum Durbar Square macht Spaß, vielleicht sogar und auch aufgrund der Regenpausen, die wir an verschiedenen Plätzen einnehmen (müssen:-)).

 

Bereits 1995 zum ersten Mal besucht, hat sich der Thamel nicht inhaltlich, sondern eigentlich nur flächenmäßig verändert. Noch mehr Shops, jetzt tatsächlich verkehrsberuhigte Strassen in denen nur ein paar Hauptkreuzungen noch wiederzuerkennen sind.

 

Der Durbarsquare hat ziemlich unter dem letzten Erdbeben 2015 gelitten und befindet sich im Wiederaufbau. Die bedeutende Mahakalastatue, die die Pilger scharenweise verehren steht noch!

 

Wie an anderen Stellen auch, zahlt man an den Sights einen Eintritt um Renovierungsarbeiten zu unterstützen, die dringend notwendig sind.

Viele Gebäude sind noch provisorisch abgestützt und "under construction"!

 

Während wir den Rest des Abends noch den Thamel shoppend ergründen, finden wir etliche schöne Kneipen und Rooftoprestaurants, die den Aufenthalt einfach schön gestalten.

Grundsätzlich ist die Luft hier nämlich äußerst schlecht und vorallem staubig!

 

14.05.18 Bhaktapur/ Nepal

 

Bhaktapur ist die Kleinste der 3 Königsstätten in Nepal und wird auch als Hauptstadt der darstellenden Künste bezeichnet. Es ist ca.1,5h von KTM entfernt und nimmt einen ganzen Tag für seinen Besuch in Anspruch.

 

Wir besichtigen den alten Teil mit Königspalast und seinen beeindruckenden Tempeln wie z.B. den Nyatapola Tempel ! Allein schon in den Gassen herumzulaufen ist aufgrund der vielen Kunsthandwerksläden, den Holzschnitzereien und den Gebäuden schön und interessant. Bhaktapur ist sehr lebendig und selbst auch am hiesigen Verbrennungsplatz tobt das Leben :-) !

 

Insgesamt ist die Atmosphäre wesentlich entspannter als in KTM und wäre eventuell sogar eine Übernachtungsalternative?!

Viele Gebäude sind hier ebenso provisorisch abgestützt und "under construction"!

 

15.05.18 Thimpu/Bhutan

 

Nun ist es soweit! Mittags fliegen wir nach Paro in Bhutan!

Der Flug über den Himalaya mit seinen schneebedeckten Bergen soll dann soweit der beste Ausblick auf die Berge für die nächsten 2 Wochen bleiben ;-) !

 

Am Zielflughafen in Paro werden wir von unseren beiden zukünftigen Reiseguides Sonam& Rinzy abgeholt und fahren neugierig vorbei an den ersten Bhutanesen in ihren "Röckchen" und am ersten Dzong in Bhutan, festungsähnliche Klosteranlagen, den religiösen und politischen Zentren des Königreiches.

 

Nach einer angenehmen Ankommenszeit im schönen in landestypischen Stil eingerichteten Hotel besichtigen wir den Dzong von Thimpu. Riesig erscheinen die stets weißen Mauern, die ihn bilden und man kommt sich winzig vor. Ins heilige Innere werden leider keine Touristen eingelassen, ebenso ist die Besuchszeit auf eine bestimmte Zeit begrenzt, da tagsüber normales Regierungsgeschäft stattfindet zu dem auch der König häufig erscheint.

 

Der König und seine Familie sind allgegenwärtig! Auf Bildern und Plakaten, Säulen und Zeitschriften im ganzen Land begegnet man der ganzen Familie stetig.

Sicherlich würde man nicht mehr ungeachtet an ihm vorbei gehen, würde er einem begegnen, so einprägsam ist der Eindruck nach 2 Wochen.

Relativ gewöhnlich sei, dass man Familienmitgliedern an verschiedenen Sights begegnen könne.

 

16.05.18 Thimpu/Buthan

 

Ganz gechillt beginnt unser Urlaubsprogramm mit dem Wangditse Hike auf den Hügeln mit Blick über Thimpu. Waldwege, gute Luft, buddhistische Tempel, gutes Wetter! Alles prima!

 

Auf dem Weg dahin statten wir noch den bhutanesischen Nationaltieren, den Takinen einen Besuch ab. Die früher hier freilebenden Takine leben mittlerweile in einem Reservat.

Rindergemse oder Gnuziege werden sie auch genannt und es stimmt.

Das Tier hat von allem irgendwie etwas! Noch nie zuvor gesehen, sind wir echt neugierig sie zu beobachten. Ganz schön mächtig mit Ziege hat das wenig zu tun, Gnu kommt ihm schon näher!!!

 

Wir glauben unser Guide gibt heute alles, um zu zeigen, was man an so einem Tag alles besichtigen kann :-) oder was man sozusagen für sein Geld bekommt ? !

 

Zunächst besuchen wir die Pangry Zampa Tempel Zypressen und natürlich den Tempel selbst. Die Sage erzählt, hier habe Guru Rinpoche seinen Spazierstock in die Erde gesteckt woraus die gigantischen Zypressen erwuchsen!

 

Überhaupt ist hier in Bhutan alles im Zeichen des Guru Rinpoche, dem Padmasambhava oder auch Lotusgeborenen, einem indisch buddhistischen Meditationsmeisters des 8. Jahrhunderts.

 

Vorbei am National Memorial Chorten, einer zentralen Stupa zum Gedenken des 3.Königs geht es weiter zur weltweit größten Buddhastatue aus Bronze (52m hoch, der kleine Bruder bzw. die kleine Schwester steht in Hongkong/ siehe Hongkong) mit einer Rundumsicht auf Thimpu und einer großen definitiv beeindruckenden Mandalastickerei im Inneren des Tempels.

 

Leider dürfen im Innern aller Tempel in Bhutan keine Bilder gemacht werden und unser Guide ist stets an unserer Seite! Das bleibt so bis zum Ende der Reise :-))) !

 

In der königlich nationalen Bücherei betrachten wir das größte bestellbare Buch der Welt mit 2,14x 1,50 m und betrachten viele Bilder der königlichen Familien.

Am meisten beeindruckt uns der 1907 "wilde" erste gekrönte König Uguyen Wangchuk!

Wild geht oder ging es hier sowieso ein zu....

so hatte der letzte König mit 4 leiblichen Schwestern 16 Kinder! Unglaublich!!!

Da muß man schon genau hinsehen, wer wer ist :-)) !

 

Wir beschließen unseren vollgepackten Tag in einem "Living Museum" in dem wir noch ein wenig über landesüblichen Häuserbau, dessen Einrichtung & Kunst erfahren und das erste Mal Penisdarstellungen in aller Form gegenüber stehen.

Diese gelten hier nicht als obszön, sondern sind Symbol der Fruchtbarkeit!

 

Wir üben schon mal Bogenschiessen, Volksport Nr. 1 hier in Bhutan und gehen dann noch auf den Schießplatz der Profis! Interessant wie Bogenschiessen so abläuft!

Bei gelungenem Schuß auf der 145m großen Distanz zwischen Schütze und Scheibe gibts sogar ein Tänzchen vor der Scheibe!!!

 

17.05.18 Thimpu nach Punakha

 

Heute gehen wir dem Grund der Penisverehrung in Bhutan auf den Grund !

 

Zunächst fahren wir über den schönen jedoch zugenebelten Dochula Pass, 3050m.

Der 360 Grad Ausblick mit Aussicht auf die Himalayaberge fällt heute leider aus, dafür gibts Regenschirm und gehörig Regen dazu! Und wer hats gemacht?

Die 108 kleinen Stupas, Druk Wangyal Chortens, wurden von der jetztigen Königsmutter hier installiert. Überall im Land gibt es Spuren von

"Her Majesty The Queen Mother Ashi Dorji Wangmo Wangchuck"!

 

Chhimi Lhakhang hieß das zuhause des "Divine Mad Mans" ,des heiligen verrückten Mannes mit Namen Drukpa Kinley (1455–1529). Der fruchtbare Weise, der definitiv Sex & Erleuchtung öffentlich in Verbindung brachte und dessen Tempel heute ein Anbetungsort für Kinderwunsch ist, ist Vater der Einführung von Penismalereien in Bhutan, die überall an Häusern oder in Kunstobjekten ihre Darstellung finden.

 

Am späten Nachmittag erreichen wir in Punaka den Punakha Dzong, Krönungsort des ersten und jetztigen 5. Königs. Der Dzong beeindruckt in lila Blüte und mit der längsten hölzernen Kragbrücke der Welt. Bis 1950 war hier der Regierungssitz des Landes und auch heute noch haben hier die höchsten Mönchsämter ihre Winterresidenz deren Überfahrt zur Sommerresidenz nach Thimpu an unserem ersten Tag in Thimpu stattfand. Auf dem Weg nach Punaka begegnen uns auch Pilger, die zu Fuß und sich mit Niederwerfungen in Richtung Tempel-Dzhong fortbewegen.

 

Ein Dzong beschreibt mehr oder weniger eine Klosterburg. Alle bhutanesischen Bezirke besitzen einen Dzong der 50/50 aus einem weltlich-, administrativen Teil und einem religiösem Anteil besteht. Beeindruckend sind die hohen stets weiß getünchten Mauern sowie der Holzanteil, die handgeschnitzten Fenster, Balkone & Türen.

 

Und wo wir schon bei Superlativen sind, mit der Pho Chhu Suspension Brücke besuchen wir noch die längste Hängebrücke des Landes bevor wir in unserem wundervollen Bergdomizil die Aussicht auf den Dzong bei bestem Wetter bewundern.

 

18.05.18 Punakha nach Bumthang über Trongsa

 

Der Besuch des im Jahre 1627 gegründeten ersten Simtokha Dzongs fällt heut wegen königlichem Besuch aus. Als wir unseren Besuch starten wollen rollt die königliche

Toyota Land Cruiser Limousine rein und wir werden aufgefordert unverzüglich "rauszurollen"! Tja!

 

Heut erwartet uns eine ewige Fahrt über Piste, Schlamm, Geröll durch die Berge! Wir sind mit einem Allrad unterwegs, was definitiv beruhigt jedoch läßt die Umgebung an alle wilden Fahrten erinnern, die man so in seinem "Travellerleben" bereits überlebend hinter sich gebracht hat. Es ist schon erstaunlich, dass trotz des scheinbar hohen Lebensstandards noch solche Pisten die Hauptverkehrsader des Landes sind.

Es wird bereits gebaut und in ca. 5 Jahren kann man sicherlich durch die Berge "blasen".

 

Der Trongsa Dzong ist unser Stopp auf der weiteren Schlammpiste Richtung Bumthang, das wir am späten Abend erreichen. Im Zimmer gibt es statt "der Bibel" die "buddhistische Lehre" in Buchform. Mal was ganz anderes! :-)

 

19.05.18 Bumthang,- Tempeltag

 

Heute besuchen wir die Tempel der Umgebung!

Die ganze Umgebung erinnert an Almgegenden der Schweiz. Die Tempel liegen alle durch eine kleine Wanderung voneinander entfernt.

 

Tempel 1: Kenchosum Lhakang aus dem 9. Jahrhundert! Hier fertigen die Mönche gerade Statuen für eine Zeremonie an. Der Tempel wird unterstützt durch die Pema Lingpa Foundation. Nach mehreren Bränden ein völlig neu restaurierter Tempel!

 

Tempel 2 : Tamshing Goempa, 1501 von Pema Lingpa gebaut! Das wichtigste Nyingma Kloster des Landes. Jeder Pilger kann hier um den "Tresurestone" des Tempelinneren bei Bedarf ein 20 kg schweres Kettenhemd tragen und Wünsche oder Mantren sprechen. Definitiv ein kühlendes Erlebnis im Vergleich zur Außentemperatur und so noch nirgendwo in buddhistischen Tempeln vorgefunden! Im ersten Stock des Klosters wechseln die Mönche gerade singend die Einbandtücher der buddhistischen Schriften. Das tun sie alle 10- 15 Jahre einmal!!! Das Glück des Zufalls!

 

Tempel 3 : Jambay Lhakhang, 7.Jhrt.! Einer von 108 erbauten Tempel, die der tibetisches König Sontsen Gampo im Jahre 659 erbauen ließ um negative spirituelle Geister zu unterdrücken.

Der innere Tempel ist mit dem Zukunftsbuddha ausgestattet von dem angenommen wird, dass er sich bereits 1400 Jahre darin befindet. Der einzige Ort während unseres Bhutanbesuchs, an dem gerade eine kleine Zeremonie stattfindet! Im Spätherbst findet hier ein Festival, das Jambay Lhakhang Drup statt. Dann wird hier von wenigen Mönchen nackt getanzt, allerdings erst nach Eintritt der Dunkelheit!

Das Festival unserer Wahl :-))) !

 

Tempel 4 : Thangbi Lhakang, 1470 von H.H.Shamar Rinpoche gegründet. Hier hängt das Kettenhemd an der Tür! Leider ist zum Zeitpunkt unseres Besuches kein Caretaker hier, um uns im Kagyükloster herumzuführen.

 

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir noch

 

Tempel 5 : Kurjey Lhakang, 1652 von Guru Rimpoche gegründet, einer der heiligsten Tempel in Bhutan! Hier, so sagt die Legende habe sich Guru Rinpoche als Garuda manifestiert um den Dämon Shelging Karpo zu bezwingen, der in Form eines weißen Löwen zugegen war. Aus Böse wird gut und so ist Shelping Karpo heute Hauptschützer von Bhumtang.

Im Inneren des Haupttempels sieht man in einer Höhle den Körperabdruck des Gurus in Stein.

 

Nachdem nun der religiöse Tagesteil beendet ist, besuchen wir noch kurz den Jakar Dzong 1549, die Festung des weißen Vogels.

 

Und dann: die Schweizer Käserei, in der dann auch unsere Jungs Feuer und Flamme sind, Käse zu probieren und wir mal wieder richtigen Gouda und Emmentaler essen können!

Abends gibt es dann noch phantastische Essen in unserer Lodge in der wir momentan die einzigen Besucher sind.

 

Ein Wort zum Essen: Da Bhumtang eine noch heiligere Gegend als andere ist, gibt es hier gerade den spirituell vegetarischen Monat, der auch uns "erwischt".

Der Vorteil: leichtes Essen und das Kennenlernen der hiesigen Gemüse!

Wir sind nun z.B. Fans vom Fiddlehead, von Farn!

Ebenso können wir uns fast, wie definitiv alle Bhutanesen, ein Leben ohne Chillicheese kaum noch vorstellen. Seit Generationen weitergegeben er Beilage eines jeden Essens.

Frisch zubereitet wird Käse und Chilli aufgekocht und serviert.

Buchweizen Pancakes gehören genauso zum Speiseplan, süß oder deftig!

Naja , und hier beim Bumthang Schweizer haben wir auch noch das Glück dass er Bier brauen kann und geniessen das absolut gute Red Panda Bier! Die Tierchen gibts hier wohl auch noch!

Wir mögen und genießen das Essen hier in Bhutan wirklich sehr!

 

20.05.18 Bumthang,- Uravalley

 

Heute beginnt unser Ausflug mit dem Besuch des heiligen brennenden Sees.

Der brennende See ist mehr der brennende Fluß, schön gelegen zwischen Felsen, geschmückt mit vielen Gebetsfahnen und Butterlampen! Kein Wunder, denn hier hat einst Pema Lingpa (1450-1521) einige Relikte aus dem Fluß getaucht und da die brennende Butterlampe, die er mit sich nahm, beim Auftauchen immernoch brannte, heißt er Me-Bar Tsho, brennender See!

 

In Richtung Uravalley halten wir an einem Laden um einen ganz zarten Babyyak Schal einzukaufen, eins der wenigen wirklichen Buthanschätze, wie uns unser Fahrer berichtet.

Die meisten Souvenirs sind Nepal, India oder Chinaimporte.

 

Kurz hinterm 3600m hohen Serthang-La Pass und kurz vor Ura verschrecken wir erst mal noch überraschend ein paar Dorfkinder. Als unsere Bhutanesen den Kids Bonbons anbieten, rennen diese schreiend zum Schock aller davon und lassen sich kaum beruhigen.

Nach einiger Überlegung beginnen unsere Guides dann plötzlich zu lachen, da kann nur der Headcutter (der Kopfabtrenner) dahinter stecken. Dorfbewohner erzählen ihren Kinder oft die Geschichte vom gefährlichen Headcutter, der unterwegs ist, damit die Kids nicht so weit von zuhause fortlaufen.

 

Eine kleine Wanderung bringt uns in Kontakt mit Nomaden und führt uns über ein schönes Valley zum Urakloster zur Lunchbreak! Umgeben von 20 Hunden gibts hier anschließend auch die große Hundefütterung mit Dorfbesichtigung!

 

Abends machen wir noch einen gemütlichen Bumthang Rundgang.

Die königliche Familie lächelt freundlich vom Transparent der Hauptverkehrskreuzung!

 

21.05.18 Bumthang nach Gangtey

 

Heute geht es den größten Weg wieder zurück und wie das häufig so ist, erscheint der Rückweg tatsächlich kürzer. Schlammtrecken, nun mal von der anderen Seite.

 

Die Pause dazwischen verbringen wir wieder in Trongsa, diesmal im interessanten

Trongsa-Turmmuseum! Hier gibt es die berühmte königliche Rabenkrone zu sehen, Gewänder des ersten Wangchucks und sonstige königliche Utensilien.

Ein schönes Museum, wie wir finden, vorallem klimatisiert .-) !

 

Am Nachmittag dann Kurzbesuch im Kloster zu Gangtey (17.Jhrd.) mit einer kleinen Präriewanderung im schönen Phobjikha Valley, Heimat der Schwarzhalskraniche.

Vom tibetisches Plateau kommen sie zu Hunderten zum Überwintern hierher und sind von November bis März hier zu sehen.

Wir laufen den Gangte Nature Trail und enden am Khewa Lhakang, dem Tempel, an dem unser Auto wartet und uns zu unserer Unterkunft am Hang mit Ausblick auf das Tal bringt.

 

22.05.18 Gangtey nach Paro

 

Am Morgen besuchen wir das einzig übersommernde Kranichexemplar im Phobjikha Valley.

Seit mehr als einem Jahr zuhause ist "Karma" hier zuhause. Er hat sich wohl den Flügel so verletzt, dass er das Tal nicht mehr verlassen kann und gehört nun zur Touristenattraktion im Valley. Er sorgt für Spenden und noch mehr Aufmerksamkeit für die Vögel.

 

Der Rest des Tages gehört der Fahrt nach Paro! Paro besitzt den einzigen inernationalen Flughafen und ist im Vergleich zu sonstigem Gesehenem athmospfärisch die netteste kleine Stadt, sicherlich aufgrund der Touristen. Man findet Souvenirshops, Cafes, Restaurants in der Hauptstraße, in der stets was los ist.

 

Der Kyichu Lhakang (der älteste Tempel Buthans) mit angegliedertem Gurutempel wurde schon im Jahr 659 auf Geheiß des Königs Songtsen Gampos erstmals errrichtet und gehört genauso wie der Jambay Lhakang zu den angeblich in nur einer Nacht errichteten 108 Tempel, die der König zum Sieg über den Damön länderübergreifend erbauen ließ.

Die Länder sind Bhutan, China, Nepal und Indien, alle im Himalaya beheimateten Länder.

Der Holzboden im Inneren des Tempels zeugt von langer Pilgertradition und auch auf dem Rückweg vom Paro Dzong, den wir natürlich nicht auslassen, zieht es uns nochmal in ein besonderes Tempelchen.

 

5-Stöckig, eng und dunkel besteigt und besichtigt man die alten, unrestaurierten Gemälde des Dhumtse Lhakang. Hier möchte man beten, meditieren und spenden, die Atmosphäre sucht seinesgleichen. Wir versäumen es nicht, uns noch Schutz für die kleine Wanderung zu erbitten, die noch vor uns liegt!

 

Den Abend verbringen wir hoch über den Dächern von Paro und bestaunen den wunderschön beleuchteten Paro Dzong bei Nacht!

 

23.05.-24.0518 Bumdra Trek (2 Tages Trek)

 

Ziel des Ganzen ist das berühmte Tigernest, ein in den Fels gebauter Bedeutender Tempel.

Auf dem Rücken einer Tigerin reitend kam Guru Rinpoche einst von Tibet hierher und transzendierte während des Meditierens in einer der 9 bestehenden Höhlen in 8 Erscheinungen ! Deshalb eben "Tigernest"!

Auf jeden Fall einer der heiligen Tempel in Bhutan überhaupt!

 

Wir starten unser Unternehmen auf 2800m am Sang Choekor Bhuddist College und bewegen uns Richtung Berg zunächst in völlig verbrannter dunkler Atmosphäre. Hier gabs wohl kürzlich einen  nicht zu kleinen Brand! Spannend wie die Natur schon wieder ihre Fühler ausstreckt mit erstem Grün!

 

1000 Höhenmeter werden wir heute gehen und unser Weg führt immer tiefer in einen flechtenbehangenen, moosigen Wald der auch noch in voller verschiedenfarbiger Rhododendronblüte steckt. Schön und unwirklich zugleich! Das mit dem Transzendieren klappt bei uns leider noch nicht so gut und deshalb laufen wir halt anstatt auf Tigern zu reiten ;-).

 

Mit Pause im Chhoe Tse Lhakang, einem kleinen Tempel in den Bergen gehts dann weiter Richtung Bumdra Kloster zu dessen Füßen ein Zeltlager für Pilger als Sommercamp auf 3800m eingerichtet ist. Sehr luxuriös, wenn man bedenkt dass hier alles angeschleppt werden muss!

Das Beste: Holzbetten, die Zelte sind tatsächlich mit stabilen Holzbetten ausgestattet! Unglaublich!

 

Pünktlich zur Nebensaison sind wir mal wieder die Einzigen und werden wie Könige verwöhnt!

 

Da wir nur eine Nacht hier haben jagen wir uns nach kurzer Pause noch den Gipfel hinauf, entdecken neben guter Fernsicht eine wirklich wundervolle Meditationshöhle in der selbstverständlich Guru Rinpoche schon saß und auch der Gipfel mit seinen weißen Fahnen, Zeichen für Tod und/ oder Glück,ist faszinierend.

Das Wetter meint es gut mit uns! War für 2 Wochen Regen vorrausgesagt haben wir mittelprächtige Aussicht auf die Berge drumrum. Eigentlich super!!!

 

Das Bumdra Monastry 3800m, die Höhle der Hunderttausend Gebete, besuchen wir am nächsten Morgen und ohne Gebet aber mit dem unabsichtlichen Entleeren eines Räucherkerzenhalters (haha, ihr hättet eure Gesichter sehen sollen! :-))

sind wir dann auch schnell wieder verschwunden.

 

Berg und Tal geht es ca. 3 Stunden über einige andere Tempelanlagen den Zickzackweg der Mönche entlang bis zur Sichtung des 3120m hoch gelegenen Tigernestes ( Taktshang) leider bei Nebel. Jeder Blick ist ein kleines Ahhhh...!

Als wir dann dort einlaufen ist aus Zauberhand plötzlich unser Fahrer Rinzy anwesend, der schon seit den Morgenstunden den Lektionen des Mönches folgt. Faszinierend für uns ist eigentlich die Lage des Klosters, das nur zu Fuß erreichbar ist. Selbst der kleine Weg vom Eingangstor bis zum Kloster ist ordentlich anstrengend! Das Innere erscheint sehr alt, allerdings herrscht hier auch ein bißchen "Durchlaufatmosphäre"!

Wahrscheinlich gibt es keinen Touristen in Bhutan der nicht diese heiligen Hallen betritt.

Die Wettergötter sind mal wieder mit uns und gibt es beim Abstieg ein wohlverdientes sonniges Mittagessen mit Blick auf das zurückliegende Tigernest bevor wir endgültig wieder Zivilisation erreichen.

 

Die 2 Tage wandern waren so schön, dass wir den Bumdratrek defintiv weiterempfehlen.

Tolle Landschaft, Aussicht, Wälder, heilige Plätze...!

 

Die letzte Nacht vor Abflug besuchen wir noch eine lokale Familie die sich wohl einerseits darauf spezialisiert hat, für ausländische Gäste zu kochen und dazu noch eine Badeanstalt betreibt, die natürlich auch von Einheimischen genutzt wird. Ein romantisch, erholsames Erlebnis der besonderen Art! In 2 Badewannen nebeneinander und durch die begehbare Wand am Füßende werden jederzeit bei Wunsch glühende Steine in das aromatisierte Bad gegeben.

Ein toller Abschluß der Reise!!!

 

25.05.- 27.05.18 Kathmandu/ Thamel

 

Kathmandu hat uns wieder oder wir Kathmandu! Anstatt Sightseing lassen wir die Seelen baumeln, geniessen uns selbst im Thamel, gehen "end"shoppen, gut essen und erkundigen und schon mal in den umliegenden Reisebüros über Reisemöhlichkeiten zum Kailash in Tibet, unser vorgesehenes Ziel 2019! Mal sehen, was draus wird :-))) !

 

Fazit Bhutan:

 

Wir haben unseren Aufenthalt in Bhutan sehr genossen und sind froh es besucht zu haben!

 

Bhutan ist ein wunderschönes Land mit satter Natur, satten Wäldern, stabilen Häusern so das alles ein wenig an die Schweiz erinnert!

 

Es ist ein gutes Land Buddhismus und seine Geschichte im "Westernstil" zu erfahren!

 

Man wird durch das Land gefahren, besucht wichtige Klöster, hat schöne Restaurants und westliche Toiletten, was natürlich auch seinen Preis hat.

An Spontanität hat es uns allerdings ein wenig gefehlt, das alles organisiert und nach Programm läuft , d.h. die Guides sind stets zugegen, andere Dinge als die festgelegten werden nicht besucht. Vielleicht ja auch Kulturschutz, was völlig ok ist!

 

Besichtigt man die wunderbaren Sights wie Dzongs oder Klöster trifft man meist auf niemanden, auf Touristen, und/oder Pilger anderer Länder! Im Vergleich zu anderen buddhistischen Ländern (Nepal, Indien, Tibet, Thailand, Mittelchina) hatten wir verhältnismäßig wenig Kontakt zu Einheimischen. Bei einer Bevölkerungszahl von nur 800 000 im ganzen Land ist das auch nicht sehr verwunderlich :-)) !

 

Wer Interesse an den Menschen und Gepflogenheiten dieses Landes hat, sollte es vielleicht zu Festivalzeiten bereisen, an denen viele Bhutanesen zusammenkommen, um zu zelebrieren!!!

 

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar