Xiamen - Fujian Province                                                                    Festland, Gulang Island & Tulous von Yunshuiyao und Tianluokeng 29.01. - 31.01.2016

 

Die Flucht nach vorne heißt hier im Winter momentan, irgendwohin, wo es wärmer ist, als 0 Grad Außen- und 3 Grad Innentemperatur.

 

Also übers Wochenende "Auf" ins südliche Xiamen, Fujian Province.

 

1,5 h Flug und unser geliebter Reiseanbieter in China CTrip machens möglich!
Mitten in der Nacht erreichen wir unser Hotel in dem man zum Glück noch auf uns wartet.

Der nächste Tag beschert ganze 15 Grad und ist sonnenbrillenverdächtig!

 

„Frühstücken am Fischmarkt“ denken wir uns und sind dann erst mal fasziniert von der fremden Vielfalt, die sich unserem Auge bietet. Von der Bärentatze bis zum Krokodil finden wir alle möglichen Eigenarten eines Marktes, die wir bisher nicht kannten.

 

Der Nachmittag gehört der kleinen vorgelagerten Insel Gulang Yu mit ihren schönen Kolonialhäusern, Villen und alten urigen Banyanbäumen. Bis auf die Bäume erinnert der Style und die Sauberkeit an Borkum, Westerland & Co. Der erste Beach also in China, mit Sicht auf die nahegelegene Raffinerie! Baden möchte man hier nicht. Das macht aber auch nichts, denn es ist aus Sicherheitsgründen ( welche auch immer!) gar nicht erlaubt.

 

Nightlife in Xiamen bringt uns in 3 nette ausgefallene Cafes und Kneipen! Cafes sind hier in China häufig im Style „altes Kruschwohnzimmer“ mit unzähligen netten Dingen die zur Dekoration rumstehen. Abstauben und Saubermachen möchtest du hier nicht :-), Cafe trinken schon!

 

Die Gegend hier ist Kaffeeanbaugebiet und berühmt für Maracujas und roten Bananenanbau.


Leider konnten wir keine Kaffeebohnen zum Kauf finden, der Kaffe wird verarbeitet und aromatisiert angeboten wie uns unser Chinatourshoppingbesuch am nächsten Tag zeigt.

Man will ja alles mal erlebt haben…!

Als Teilnehmer einer Rundreisetour( Kaffeefahrt im klassischen Sinne) geht’s erst mal in einen Shoppingcenter ohne Fluchtmöglichkeit. Geschlagene 25 Minuten drückst du dich mit allen andern durch Endlosgänge um diverse Produkte zu probieren,- kein Entkommen ist möglich, bist du erst mal drin. Nach dem Shopping dann Mittagessen( wie wir bereits wissen, DAS Wichtigste !) im Keller eines kellerkalten Restaurants. So, dann darfs losgehen…. endlich, nach 20 Minuten Fachchinesischvortrag des Reiseführers im Bus (ohhhhhhhhh no…) endlich raus aus dem Bus an unser eigentliches Ziel…

...die berühmten Tulous!
Von der Volksgruppe der Hakka gebaut und in  Südwestfujian berühmten befestigten, zum Teil auf Sumpf gebauten Lehm“burgen“ sind heute noch ca. 3000 erhalten, werden bewohnt und sind seit 2008 Unesco Kulturerbe. Rund oder eckig erscheinen sie von außen unscheinbarer als von innen. In der Mitte steht stets ein Tempelschrein, umgeben von eindrucksvollen Holzkonstruktionen mit bis zu 5 Stockwerken, Treppen und zahlreichen Wohnungen bzw. Räumen.
Die Älteste von uns Besichtigte ist 300  Jahre alt und wird immer noch bewohnt.

Der Baustil diente einst einer guten Verteidigung vor Feinden und dem Schutz vor Tieren.

Die Wasserversorgung eines jeden Tulous ist durch Quellzugänge gesichert.

 

Umfeld und Architektur sind umwerfend, jeder Bau einzigartig!

 

Da wir auf der Mitte unserer Tour feststellen auf der falschen Tour zu sein, genügt ein Telefonanruf bei unserem Anbieter und schon sitzen wir im Privattaxi, das uns dann tatsächlich noch zu unserem eigentlichen Ziel fährt. Somit beschehrt uns dieser Nachmittag statt zwei, 6 Tulous, dazu noch zur Hälfte als Taxifahrt.


Wir fragen uns, wo in der Welt würde man so einen Service anbieten?
Wahrscheinlich nirgends, außer in China! Gesicht verlieren geht eben gar nicht!!! Grandios…

 

Leider kommen wir nicht mehr dazu, die leckeren Fischspezialitäten zu genießen und es steht noch so einiges offen in Xiamen, was uns vielleicht wieder kommen läßt.

 

Auf jeden Fall ein Hammerwochenendausflug ohne zu Frieren :-) .

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar