Wudan Shan 24.07.-04.08.2016

Der Wudhan Shan (Shan= Berg) ganz in der Nähe der Stadt Shiyan zählt offiziell nicht zu den 5 heiligen Bergen des Taoismus, dennoch, heilig ist er allemal und einer der Bedeutendsten in China!

 

Je nach Quelle, die man liest, hat hier im 10. oder 13.Jhd. der Mönch Zhang San Feng nach weicheren Quellen des Shaolin Kungfus gesucht und Tai Chi Quan entwickelt, das sich als Teil der Kungfu Kampfkunst versteht, um an innerer Kraft und Stärke zu gewinnen.

 

Hier finden sich neben den hier lebenden Meistern der Kampfkünste alle erdenklichen Menschen: normale Touristen, langjährige in-/ ausländische Schüler der verschiedenen Schulen, angehende Mönche, nach Unsterblichkeit strebende Langzeitbewohner,....auf jeden Fall Suchende!

 

Was ich hier suche??? Ich be-suche mein erstes chinesisches 10 Tagesretreat!
Seit langem interessiert mich Qi Gong!

 

Die Umgebung ist schon mal der Hammer, da bleibt dir die Luft weg, obwohl sie so gut ist!

Sattes Grün überall, Baumsterben Fehlanzeige! Darin eingebettet und versteckt viele kleine Tempelanlagen stets mit Kungfu Schulen versehen, die neben ihrem ernsthaften Training auch gleichzeitig "die Show" für alle übrigen Besucher sind.

So auch wir!

 

Worüber ich mir zunächst überhaupt keine Gedanken machte, ist der Fakt, dass dies hier für mich auch ein kleines Schweigeretreat wird, English spricht so gut wie niemand.

Glücklicherweise gibt es die Frau des Meisters (eine ehehmalige chinesissche Englischlehrerin) und noch 2 englischsprachige Frauen in meinem Kurs, die mich mit den allermeisten Infos versorgen. Glück gehabt! Ohne Oana aus Schottland und Li Bei aus Slowenien wäre der Infofluß weit weniger ausgefallen! Der Rest der Truppe, ca. 25 Leute, sind supernette Kids und erwachsene Chinesen! Auch ohne hier zu sprechen, fühle ich mich sehr wohl und weiß, dass dies wieder ein Anstoß zum künftigen Chinesisch lernen ist!!!

 

Nun: bei einem Retreat gehts ja auch um die Erfahrung und nicht nur um die Info!

Wir Westler sind ja alle immer sooo infofixiert....!

 

Mein Meister, seine Frau und ich :-) wählen die 5 Tiere des Qi Gongs während meines Aufenthaltes zu lernen! Gesagt, getan! Der Tagesplan beginnt ab 6 Uhr morgens und ist durchstrukturiert bis 20.30 am Abend.

Von den täglichen 6 Stunden Training sind sicherlich 2-3 Stunden Stehmeditation angesagt, zur Stärkung der inneren Kraft und definitiv spürbar zur Überwindung des "Schweinehundes". Interessant ist die Art und Weise der Stehmeditation, die mir gefällt, jedoch in ihrer Erklärung diesen Rahmen sprengt.

Das "Dao Yin" zur Beendigung ist nicht nur immer wieder "eine kleine Erlösung ":-))) sondern wirklich auch eine schöne Übung! Hier am Berg nimmt man gerne das Chi auf und verteilt es überall hin. Das macht Spaß und Freude!

Ansonsten lerne ich noch die 8 Brokate (Gesundheitübungen) und verschieden andere meridianausgerichtete Übungen, die zum Teil sehr interessant sind.

Die Erklärungen stöpsel ich mir zum Teil selbst zusammen, schließlich habe ich mir ja auch schon etwas Kenntnis über das Meridiansystem vorher angeeignet.

Der Meister hat ja nicht nur mich als Schüler :-)) !

 

Von meinen ursprünglichen 5 Tieren bleiben am Schluß aufgrund der ganzen anderen Übungen noch 2,5 Tiere übrig aber ich bin zufrieden !

Definitiv natürlich auch ein Grund wiederzukommen :-))) !

Dann bin ich bestimmt auch "chinese advanced" in meinem Sprachvermögen!!!

 

Alles in allem ein tolles Erlebnis und vorallem ein toller Platz, an dem es noch viel zu entdecken gibt!

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar