Besuch von Elisabeth, Gaby und Laura 22.05. - 04.06.2015

Hoher Besuch in China

 

Besuch der Family, Lissy, Gabi& Laura vom 22.05.- 04.06.2015

 

Es fühlt sich gut an, seine Familie am Flughafen Shanghai abzuholen, der per Zug nur 1h von unserm neuen Zuhause Hangzhou entfernt liegt. Ein besonderer Platz ist weltweit sicherlich jede Ankunftshalle am Flughafen, in der sich Wiedersehensfreude breit macht!!!

 

Shanghai in Zhejiang Province
23 Mio. Einwohner

 

Nach einer gemütlichen Urlaubseinstimmung auf unserer Dachterrasse, dem ersten Stäbchen- “Abend“- essen und einem kleinen Rundgang in den Straßen Shanghais wird erst mal geschlafen, bevor unser Abenteuer am nächsten Morgen beginnt.

 

Mithilfe von U- bahn und  Stadtplan bewegen wir uns Richtung durch den Volkspark über die East Nanjing Rd., der Einkaufsstraße zum Bund mit seinen kolonialen Gebäuden am Ufer des Huangpu Jiang Rivers. Bemerkenswert ist das bunte Treiben im Park, der von Musizieren über Sport sogar einen Heiratsmarkt bietet. Hunderte von Eltern platzieren ihrer Sonnenschirm mit einer Din-A 4 Seiteninfo zu den „ä“ lterlichen noch nicht vergebenen Kindern (> 28 Jahre).

 

Der Besuch des Yuyuan Garten in der Altstadt gibt uns einen ersten Eindruck in die Schönheit der chinesisch alten Bau- und Gartenkunst der Ming- Dynastie (1368- 1644) und natürlich auch ein wenig in die Besucherscharen dieser Sehenswürdigkeit ;-).

Erste Schnäppchen wie Rollschuhe, Gummitierchen, Haarschmuck und Seidenkleid wechseln bereits ihre Besitzer :-)))! Und es darf gehandelt werden, sonst droht Gesichtsverlust!
(by the way… schon die Kleinsten lernen bei ihren ersten Käufer/Verkäuferspielen bereits zu handeln)

 

Den nächsten Tag wollen wir „Hoch Hinaus“ und unsere Wege führen uns nach Pudong, die andere Seite des Flusses zum weltberühmten „Flaschenöffner“, den 492m hohen Shanghai World Financial Center. Im 100. Stock blicken wir durch Glasboden auf alles, was unter uns liegt. Die Aussicht ist atemberaubend und zur Beruhigung folgt dann erst mal ein Cocktail im 94. Stockwerk mit einer der wahrscheinlich besten Aussichtstoiletten von Welt :-).

 

Toiletten sind hier in China für westliche Besucher immer so ein Thema…! Im Verhältnis zu anderen Ländern gibt es hiervon richtig viele und ebenso viel Reinigungspersonal, so dass man von einigermaßen sauberen Toiletten ausgehen kann. Hierzulande sind nur die Stehtoiletten üblicher als Sitztoiletten, welche man nur vereinzelt vorfindet. Ein Tip unserer Laura: auf Behindertentoiletten spezialisieren, die entsprechen eigentlich immer unseren „Normalen“. Und  Papier nicht vergessen mitzubringen!

 

Zurück aus Pudong gehts dann unterirdisch und diesmal durch den Sightseeing Tunnel mit blitzenden Lichteffekten und im Bähnchen.

 

Es gäbe noch sooo viel zu sehen in Shanghai, aber unsere Reise geht weiter.

Am Ende vor Abflug werden wir nochmal kurz in Shanghai sein und den Zoo besichtigen. Einer von wenigen Plätzen, an denen der große Panda zu sehen ist. China hat seit den 90gern Reservate zum Schutz der Pandas gegründet. Bei einer Zählung Anfang 2015 wurden 1.864 Exemplare registriert, eine leicht steigende Population dieser bedrohten Tierart im Vergleich zu 2005.

 

Xi'An in Shaanxi Province
6.5 Mio. Einwohner

 

In Xian wohnen wir direkt in der Nähe der alten Stadtmauer, innerhalb dieser gibt es in allen alten Städten jeweils einen Glocken- und einen Trommelturm. Vor „Uhr“zeiten wurde der Beginn und Ende der Nacht mit dem Klingen von Glocke und Trommel gemeinsam hörbar, die restlichen 3 Nachtphasen mit einem Trommelschlag angekündigt.

 

Innerhalb der Stadtmauer befindet sich das muslemische Viertel mit der großen Moschee, einer faszinierenden Mischung aus arabischer und chinesischer Architektur und den für uns noch interessanteren Lebensmittelmarkt mit noch nie gesehenen Essenständen und Verkäufern. Wir naschen hier und dort, um dann wie die ganzen folgenden Tage Lissys Lieblingsspezialität Dumplings (gefüllte Nudeltaschen) zu essen.

 

Eins der Highlights und weltweit einer der außergewöhnlichsten archäologischen Funde in Xian ist natürlich die Terrakotta Armee, die ein Tagesausflug oder sogar mehr beansprucht. Wir sind noch vor dem großen Ansturm hier (es ist Wochenende!!!) und haben die Möglichkeit uns einen fast menschenleeren Eindruck der großen Halle der Krieger bzw. Hüter des Grabes zu machen.

 

Diese Tausende unterirdisch lebensgroßen Soldaten bewachten einst das Grab des ersten Kaisers Qin Shihuangdi (221 v. Chr. Qin Dynasty), der China einte. Jedes Gesicht ist individuell und es ist abzusehen, dass noch viel entdeckt und rekonstruiert werden wird. Ein faszinierender Fund, der aus Zufall 1974 beim Brunnen graben entdeckt wurde.

 

Dem dazugehörigen Mausoleum des Kaisers wird eine Bauzeit von 38 Jahren nachgesagt. Bisher haben nur Sonden und Fühler das Gebiet berührt und aus diesem Grund gibt es außer einem Hügel mit Gedenkstein außer schöner Natur auch nichts zu sehen :-).

 

Die Thermalquellen Huaqing, früher beliebter Erhohlungsort von Kaisern und Konkubinen
der Tang Dynastie (618- 907) werden heute zu Bühnenfestspielen und als Freizeitpark besucht.  Neben der schönen Anlage mit Berg und Gondeln gibt es Thermalquellen, die als Fussbad genutzt werden. Die Familien sitzen auf Steinbänken an Tischen mit den Füßen im wohligem Wasser und machen ordentlich chinesische „Brot“zeit.

 

Das Grab des Kaisers Jingdi (188-141 v.Chr. Han Dynasty) ganz in der Nähe ist ein beeindruckendes Museum, in dem man auf Glas über den Ausgrabungen läuft. Im Gegensatz zum Terracotta Kaiser begründete dieser Kaiser vom Taoismus beeinflußt seine Herrschaft auf dem Konzept des WUWEI (Nicht- Handeln; Nicht- Einmischen) und war bemüht das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Die Funde seines Grabes verraten mehr über das tägliche Leben dieser Zeit anstatt den kriegerischen Aktivitäten.

 

Bemerkenswert sind auch die neuzeitlich absolut gegenwärtigen Rosenfelder mit einem Duft, der berauscht. Unglaublich schön!!!!!

 

Zurück in Xian begeistern wir uns noch an der kleinen Wildganspädagoge (684 n.Chr.) und an Xians berühmtesten Wahrzeichen der großen Wildganspagode 652 n. Chr. im Tang-Stil (eher 4-eckig als rund), die wir nachts zu Wasserspielen mit Musik besuchen. Ein schönes Spektakel, wo chinesisches Leben beobachtet werden darf…die Überschrift???
Der Wächter mit der Trillerpfeife auf verlorenem Posten! :-)

 

„4Tage Xian sind zu viel“ hat man uns gesagt,…- es dürften locker noch mehr sein!
Aber Chinesen reisen ja für gewöhnlich ein wenig schneller ;-)!
 

Peking/ Beijing , eigenes Verwaltungsgebiet
19,6 Mio.Einwohner

 

Die Hauptstadt lässt grüßen!!!

 

Das Peking wirklich kleiner als Shanghai sein soll, davon merkt man nichts!!!
Wobei sich vielleicht die Besucherzahlen gezielter auf einem Spot zubewegen,
wie in die verbotene Stadt, unsere erste Ganztagestour. Die weltgrößte Palastanlage gibt ihrem Namen alle Ehre und beherbergt auf ihrer 150 000 qm großen Fläche 890 Paläste und Hallen (..der Geistespflege, der Harmonie, der kaiserlichen Absolutheit, der literarischen Blüte, der Freude und Langlebigkeit, des Ahnenkultes, des Kaiserlichen Friedens, der militärischen Tapferkeit etc.). Hier lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Ming und Qing Dynastie. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt, daher der Name.

 

Und wie man sich die Namen der Hallen auf der Zunge zergehen lassen kann, so ist es auch mit dem Inneren der verbotenen Stadt. Definitiv ist eine Tagestour zu wenig das heutige Palastmuseum- den (Gugong Bowuguan) zu ergründen. Die Bilder sprechen für sich! Jederzeit gerne wieder!!

 

Als unsere Belohnung für den gelungenen Tag (man sollte sich oft und jederzeit belohnen :-)) gibt’s abends die berühmte Peking Ente in schönem Ambiente. Die Meinungen gehen auseinander was Aufwand, Geschmack und Preis betrifft. Insgesamt: lecker und ein Erlebnis, aber nicht nötig!

 

Sehr beeindruckend ist der Ausflug zur Großen Mauer Pekings.
Insgesamt sind es im Gebiet Pekings 600km Mauer, der uns Nächste war der Mutianyu Abschnitt, der ca. 2.5 Autostunden entfernt liegt.

 

Mit der Gondel hoch und per Rodelbahn wieder runter. Das waren die leichten Dinge der Aktion! Keuchen und sich die Treppen entlang schleppen die andere Seite der Medaille.
Schön, dass es vielen Besuchern genauso geht. Naja, allein ist man eh nie in China!
Die Weite der Mauer mit ihren Türmen ist beeindruckend, auch wenn man sie aus dem Weltall nicht sehen kann. An vielen Stellen ist sie sehr restauriert, jedoch gibt es auch noch Treppen mit sehr hohen ungleichen Stufen, was das hinauf- und hinabklettern abwechslungsreich gestaltet.

 

Ursprünglich wurde mit dem Bau als Grenzbefestigung ab dem 7 Jhd. v. Chr. begonnen, ist nach neuesten Erhebungen des chinesische Amtes für Kulturerbe 21.196,18 Km lang und zieht durch 15 Provinzen Chinas. Spannend wäre es durchaus auch, nicht restaurierte Teile der Mauer zu besuchen, falls sowas möglich ist?! Wir sind alle ganz schön stolz, hier zu sein!

 

Null Muskelkater ist das Resultat am nächsten Morgen und so ziehen wir nochmal ordentlich mit und ohne Rikscha durch Pekings Hutongs, den alten und ursprünglichen Gassen. Wir besuchen Glocken- und Trommelturm, lustwandeln in Häusern von Malern und anderen Künstlern, schlemmen Eis und lassen es uns in Cafés gut gehen.
Ein gebührender Abschluss des Tages ist der Besuch der Peking Oper, deren Masken und Kostüme prächtig sind. Für die Melodien allerdings muss man echter Fan sein, ein Laie wie wir würde die Aufführung als Gekreische und Gequietsche bezeichnen. Und da sind wir uns einig, lassen uns natürlich auch gerne eines Besseren belehren…???!

 

Der Himmelstempelpark am Morgen gibt uns nochmal einen schönen Einblick in chinesisches Leben. Im Park selbst sind die Pekinger am singen, tanzen, sporteln, rasseln die Säbel, spielen Tennis, Karten oder Brettspiele. Wer das alles nicht möchte, besichtigt einfach die großartig gebauten Himmeltempelkomplex ganz in blau. Durch einen langen Korridor sind auch hier wieder mehrere Hallen verbunden.
Bye, bye Peking, es gäbe noch so viel zu sehen, aber wir müssen gehen!!!

 

Hangzhou in Zhejiang Province
8.8 Mio. Einwohner

 

Zuhause ist es doch am Schönsten und so dürfen wir unseren Hohen Besuch nochmal 2 Nächte bei uns zuhause haben. Wir genießen heimischen Luxus, besuchen den West Lake und ebenso den Lingying Temple, eine großartige buddhistische Tempelanlage die 328-978 n. Chr erbaut und belebt wurde! Es ist einfach schön, Besuch zu haben! Natürlich dürfen unsere lieblingskulinarischen lokalen Entdeckungen nicht fehlen und so gehen wir in diesen Tagen ordentlich chinesisch schlemmen!!!

 

Die letzte Nacht verbringen wir nochmal in Shanghai aus Flugzeitgründen, was uns die Pandas im Zoo sehen lässt!

 

Nun hoffen wir, dass es so schön war, dass sie nochmal wiederkommen.
Schließlich gibt es noch sooo viel zu entdecken :-). Danke, es war so schön mit Euch!!!

 

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Michael Klar