Harbin Snow and Ice Festival 24.02.-26.02.2017

Schlappe 2000km und 3h Flug trennen Hangzhou von Harbin mit seinen 4.5 Mill. Einwohnern, gelegen in der Provinz Heilongjiang. Nordöstlich grenzt bereits Russland an und dementsprechend knackig kalt kann es hier schon mal bis zu - 30 Grad Celsius kommen.

Die Stadt ist berühmt für ihr jährliches Eisfestival (Jan./ Feb.), das Größte der Welt und mit unserern knackigen -10 Grad Celsius haben wir also noch Glück :-) !

Es zieht nur leicht auf unserer dick eingepackten Haut :-) !

 

Wir wohnen mitten auf der Haupteinkaufsstraße Zhongyang Dajie und nach einem gemütlich nächtlichen Check- In im Hotel gehts am nächsten Morgen auch schon gleich los mit Sightseeing.

Heute mal statt chinesischen Tempeln die (kleine) russisch- orthodoxe Sophienkathedrale (1907), das Wahrzeichen der Stadt mit Bildern der Entstehungsgeschichte Harbins, interessant! Interessanter, könnte man chinesisch lesen :-) .

 

Der eine und andere russisch anheimelnde Laden findet unser Interesse, gekauft wird der russische Kaviar dann allerdings für ein Fünftel des Preises (!) in einer kleinen Nebenstraße ;-).

Der teilweise russische Flair ist für uns spannend und für Sylvia neu, allerdings scheint kein einziger Russe hier zu sein und auch die erwünschten russischen Restaurants (wir wollen doch mal Blinis& Borscht essen) finden wir nicht!

 

Im Zhaolinpark beginnt unser Eiserlebnis und fasziniert uns von Beginn an!

In der strahlenden Sonne scheinen sie wie pures Glas, die vielen verschiedenen Statuen und sicherlich wäre es auch mal ein besonderes Erleben den vielen Künstler bei ihrer Arbeit zuzusehen, sofern das ein Andermal möglich sei (??)...

Eisburgen und - rutschen bieten auch den Kleinen viel Freude, ein Eismuseum und Eisvergnügungspark, wie wir es noch nie gesehen haben.

Und wir sind uns (wiedermal) einig, das Schönste....es ist keiner da...denn es ist Mittagszeit und ebenso das letzte offizielle Wochenende des Eisfestival...ein Traum!

 

Der Bus 29 vom zentralen Busbahnhof erweist sich als unser Liebelingsbus und bringt uns zum Hauptort des Geschehens, zum Snow& Iceland auf der anderen Seite des dick zugefrorenen Shonghua Flußes. Nach satten 50 Euro Eintrittsgeld gehts dann ins kalte und beeindruckende Gelände. Wow, hier kannst du dich verlaufen oder verstecken in den vielen Eispalästen, den Nachbauten z.B der verbotenen Stadt Pekings oder Lustwandeln zwischen kunstvollen Eisskulpturen mehrerer Wettbewerber des "Sculpture of the Year" Contests.

Na ja und abends dann mit Licht! Nochmal sehr besonders und anders...!

 

Zurück gelangen wir durch einen sehr netten Spaziergang an der Promenade entlang.

Alles eingefroren im Fluß vom Boot bis zur Imbissbude...

den Leuten der Brauerei hier ist anscheinend auch zu kalt, leider geschlossen :-))) !

Überhaupt fällt uns hier in Harbin auf, dass die Stadt noch sehr fußgängerfreundlich ist!

Nicht, dass du nicht wie überall einfach überfahren wirst weil Autos eben Vorfahrt haben,

- nein, gemeint ist ...es gibt eine riesige Fußgängerzone ohne Verkehr und auch die Strandpromenade ist großzügig und ohne Autos. Das entspannt und ist toll!

 

Nightlife gibt es auch, zumindest haben wir eine gut mit Ausländern besuchte Kneipe gefunden, nur der teure russische Wodka, der in den Läden angepriesen wird, scheint leider nirgends in der Gastro erhältlich zu sein. Schade auch! Das läge doch fast auf der Hand?!?

Demnach kanns hier auch nicht viel russisches Publikum geben...

(Anmerkung der Redaktion: für jeden "russischen Gastrotip in Harbin" sind wir sehr dankbar!)

 

Das weitere Highlight Harbins ist der Park für sibirische Tiger( Amur-Tiger)!

Der Bus 29 machts möglich :-))!!

14 km außerhalb des Stadtkerns mitten zwischen Wohngebiet erschließt sich der "Naturpark" mit angeblichen 1,440,000 Quadratmetern! Für knapp 15 Euro fährt man mit dem Safaribus durch das Freigelände in dem man viele wunderschöne Tiere, alleine oder im Rudel, majestätisch und kraftvoll bewundern kann. Darunter auch weiße Tiger und "Liger"( Kreuzung zwischen Tiger& Löwe).

Seit 1986 besteht dieses weltweit größte Aufzuchtszentrum für Tiger in Harbin.

Angeblich wurden hier aus 8 Tieren Anfangsbestand weitere herangezüchtet, so dass es weltweit wieder über 1000 sibirische Tiger gibt. Laut WWF (4/2016) ist der letzte Lebensraum des Amur-Tigers noch der ferne Osten Russlands mit 523 Tieren (incl. Jungtiere) und ca.10 Tieren im Nordosten Chinas.

 

Sicherlich etwas Besonderes, diese majestätischen Tiere einmal sehen zu dürfen und sie sehen wirklich durch die Bank durch gut genährt und kraftvoll aus.

 

Die Gehege selbst...na ja, wir nehmen als Tierliebhaber an, man versucht hier sein Bestes, als Tierschützer wird man das sicherlich anders sehen. Ebenso fragwürdig bleiben die Zirkuskunststücke mit Tigern und auch die mögliche Fütterung. Am Ende des Parks bewegt man sich auf Brücken und zu Fuß durch einen Teil des Geheges und hat die Möglichkeit, die prächtig und wohlgenährten Tiere mit Hühnern durch kleine Schächte oder Fleischstückchen mit der Zange zu füttern.

Beeindruckend ist die Nähe zu dem Tier, beängstigend auch, weil wir eigentlich alle Futter wären!

 

Und Erdbeben...nein danke! Definitiv natürlich nirgendwo erwünscht aber die Szenerie hier im gegebenen Fall wäre eine ganz Besondere... da ist nur so ein wenig Zaun dazwischen!!!

Es bleibt ein Staunen über das, was hier stattfindet!

 

Und zuletzt: Harbin ist das mandschurisches Wort für " ein Ort, um Fischernetze zu trocknen", das ist wahrscheinlich lange her, dennoch ein Ort, an den wir gerne wieder reisen möchten!

 

 

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar