Hangzhou

Teemuseum 10.06.2018

Es ist Ausflugtag mit unseren chinesischen Freunden Tao, Alvin und Jakob!

 

Natürlich klar, dass das Kulinarische definitiv wieder im Vordergrund stehen wird. Um zunächst das Kulturelle zu befriedigen begeben wir uns erst einmal in die Teefelder rund um den Westlake. Dort besichtigen wir das Chinese National Teemuseums.

Neben Historischem an Teegeschichte (Tea classics of Lu Yu ! Wer kennt sie nicht !?) , Teepöten, Teesorten, den größten Teegeschenken, Teekuchen etc. verstecken wir uns auch ein wenig in den Teefeldern und nehmen an einer kleinen Teezeremonie teil.

Das macht immer wieder Spaß und ist hier auch nicht zu aufdringlich was den Versuch des anschliesenden Teeverkaufs angeht. Manchmal schreckt einen eine Teezeremonie mit dem Gedanken an chinesische Verkaufsstrategien schon im Vorfeld ab :-) !

 

Der Nachmittag gehört der Austellung der besten Werke der Absolventen der

Art Universität in Hangzhou. Zeitgenössische Kunst lässt grüßen!

Interessant , was es alles so zu entdecken gibt!

 

Damit wir auch jaaaa nicht verhungern an diesem schönen Tag, darf natürlich das phantastische Lunch in ebenso schönem, moskitoreichen, phantastischen Restaurantgarten nicht unerwähnt bleiben und abends geniessen wir die besondere kulinarische Spezialitat in ebenso historischen Ambiente.

"Spezial Gesundheitssuppe" und "Selbstgegärtes süßes Dessert", definitiv nach dem Motto

"sieht sch...aus, schmeckt aber gut",- wirklich etwas Besonderes!

 

Ein sehr schöner Tag mit vielen verschiedenen Eindrücken!

 

Watermuseum 01.04.2018

Schon oft sind wir vorbeigefahren und haben uns gesagt...zu dieser Pagode wollen wir mal! Nachdem nun eine neue Metrolinie fertig gestellt ist, machen wir uns auf, die Pagode zu erreichen! Wir fahren jedoch mit dem Bus 323 und laufen durch die Wallachei, schließlich gibt es neue Wohngebiete in Hangzhou zu erschließen, immer in Richtung Pagode!

 

Schließlich stellt sich heraus: die  vermeintliche Pagode ist das nationale Wassermuseum Hangzhous! Mehr oder weniger nirgendwo erwähnt finden wir einen toll konstruierten aus glasgebauten 100m hohen Turm vor, von dessen Aussichtsplattform wir einen perfekten Rundumblick in die Gegend haben.

Das Innere ist gut erhalten, zeigt eine Ausstellung über die Wasserresservoire des ganzen Landes und Bilder den Besuch des Präsidenten! Scheinbar war das hier mal ein Vorzeigeobjekt! Die Betonung liegt auf "war", denn die Außenanlage ist außer Betrieb, die Wasserbecken leer oder siffig, alles bereits dem Verfall nahe und wird keineswegs gepflegt oder erhalten!

Auch eine scheinbar typisch chinesische Mentalität! Toll & schnell bauen, verfallen lassen, neu bauen :-) !

Schade das sich hier keiner kümmert: an sich nämlich ein interessanter Platz, der sehr wenig besucht erscheint!

Taiziwanpark zur Tulpenblüte 27.03.2018

Hahaaa, letztes Jahr waren wir mit der Universität zum Ausflug  hier!

 

Allerdings war alles matschig, braun und wir waren einige Tage oder Wochen zu spät für die Tulpenblüte...man hatte nur gehört,- es gäbe sie...und sich gefragt...was machen wir dann jetzt erst hier...und beschlossen...dann komme ich halt mal zum richtigen Zeitpunkt im nächsten Jahr!

 

Schon ist wieder ein Jahr vorbei und es ist wirklich sehenswert!

Ein Blumenmeer mit Windmühle als sei man in Holland!

Na,... Hangzhou fängt ja auch mit H an und ist in diesen Tagen ungeachtet den Werk- oder Wochenendtagen scheinbar Magnet für die komplette chinesische Welt!

 

Diesen Eindruck bekomme ich bereits beim Versuch, das Ziel zu erreichen!

Eingequetscht im Bus als Ölsardine sozusagen, an einem gewöhnlichen Dienstag vormittag, überlege ich noch, ob ich dem Fahrer signalisieren soll, das ich mich gleich übergebe, damit er mich unterwegs aussteigen läßt, warte dann aber doch noch die nächste Endloshaltestelle ab um den Bus zu verlassen und um mir irgendwo ein Fahrrad zu organisieren!

Endlich ist mal wieder was los auf Hangzhous Straßen :-) !

Nein, im Ernst! Es ist eine kleine Menschenhölle, die sich in Richtung Park in Bewegung gesetzt hat bzw. es versucht,- die Überbevölkerung zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite!

Und das ist echt kein Spaß, aber man kennt es ja...!

 

Der Park ist gerade ein Meisterstück chinesischer Tulpengärtnerei :-)!

Noch nie habe ich so viele Tulpen und Farben auf einem Fleck und in Blüte gesehen!

Es ist wirklich etwas Besonderes, trotz der Masse an Leuten und wenn man gut drauf ist kann ja selbst das ein kulturelles Erlebnis sein!

 

Oft denke ich , Chiina oder im spezeillen Hangzhou versucht vielleicht die schlechte Luft und die schlechte Fernsicht mit Blumenpracht und schöner Gärtnerei zu kompensieren, denn

wenn sich ein Land Mühe gibt seine Großstädten gärtnerisch auffallend schön zu gestalten, dann ist es wirklich China!

 

Kaiserkanal 09.12.2017

Ein sonniger Wintersamstag beschert uns einen Besuch bei einen weiteren Weltkulturerbe. Der Kaiserkanal ist mit mehr als 1800 Kilometern die längste von Menschen geschaffene Wasserstraße der Welt. Er verbindet den Norden Chinas (Peking) mit dem Mündungsgebiet des Jangtse (Hangzhou) und war bis Anfang des 19. Jhdt eine Hauptverkehrsader von China.

 

Wir flanieren ein wenig an der Promenade entlang und besuchen unter anderem das Schirm Museum und das dort angrenzende Kunstzentrum. Dort hat man die Möglichkeit sich selbst an den chinesischen Künsten zu versuchen, wie Schirmbemalung, Papercut, Drachenbau und anderen.

 

Am Abend besuchen wir dann noch die Kunstaustellung einens Freundes am Westlake und beschliessen die Nacht mit unseren ersten 80er Party in China.

Lao Wine Tasting 15.07.2017

Zum festen Bestandteil in Hangzhou ist für uns hier das Lao Wine Tasting geworden!

Der "Laowei" ist in der chinesichen Sprache eigentlich der "Ausländer" und das sind wir auch alle, Ausländer! Einmal im Monat veranstaltet ein deutsch/ chinesisches Ehepaar eine Weinprobe meistens französischer Weine! Frankreich war deren Lerngebiet für alles was den Wein betrifft und sie sind echte und sehr freundliche Profis.

Verköstigt werden 5-7 Weine rot/ weiß oder auch mal Champagner, natürlich nicht ohne zu erfahren aus welchem Gebiet sie sind und wie sie hergestellt werden.

Man stelle sich eine große Tafel in schönem Ambiente vor (oder schaue die Bilder an :-)), an der immer auch neue Laoweis teilnehmen. So können auf eine sehr schöne Weise Kontakte geknüpft werden und je später der Abend, um so geselliger natürlich die Gäste:-) !

Wein trinken wir ja schon mal gerne! Was dieses Event allerdings noch mehr toppt ist der reichgedeckte Tisch an Käse ( vom Blauschimmel bis Camenbert) stehts begleitet von Baguette, zuweilen auch veschiedenste Häppchen an Wurst!

Ein Zuhausewohnender wird nun vielleicht sagen: ja, na und?!

Dazu muß man jedoch wissen, dass Käse, richtige Wurst und Baguette hier eine Besonderheit und gar nicht so leicht aufzutreiben sind!

Also nochmal ein Plus, dass dieses eh schon so schöne Beisammensein noch angenehmer sein läßt! Ein großes Dankeschön an die Beiden, dass sie das uns möglich werden lassen!!!!

 

Longjing Teefelder 12.02.2017

Ein Traumausflug in Hangzhou ist das Herumwandern in den Teefeldern der kleinen Dörfer im Südwestens des Westlakes. Raus aus der Stadt und rein ins Grün der vielen Teefelder von Longjing-, Yangmeiling- und Meijiawu- cun(= dorf) .

Fast vergißt man das Stadtleben, vorallem unter der Woche, wenn die Gegend nur gemässigt von Touristen bevölkert wird.

Natürlich finden sich hier überall Steinwege und Treppen (China= Treppencountry), bestens angelegt und die Ziele miteinander verbunden.

Die zu besuchenden Orte haben hier sehr romantische Namen wie z.B. "die 9 Flüsse des nebelhaften Waldes" oder " süßer Osmanthus Regen von Manjuelong" , "Traum des Tigerfrühlings im Hupaotal"! Tja, Chiina halt, sehr lyrisch und romantisch!

Einfach hinfahren und eintauchen in Chinas Romantik :-) , den chinaweit bekannten grünen Longjingtee jedoch besser woanders kaufen ;-) !!!

Bus 103, 121 von Nähe Fenqi Lu machens möglich!!!

G20 - 09.2016

G 20 ...alles dreht sich um den G 20....man meint Hangzhous Name sei in dieser Zeit G20 !!!

 

Na ja, es ist natürlich etwas sehr Besonderes die 20 wichtigsten Präsidenten der Welt zu empfangen und natürlich deswegen auch kein Wunder, dass China als Gastland alles gibt, um sich von seiner schönsten Seite zu zeigen!

 

Zur schönen Seite gehört natürlich auch das Wetter und um das "schön "zu gewährleisten schließen bereits viele der "Versmoggerfirmen" schon 2 Monate vor dem Event !

Vergnügungsprogramme und "Rückführ-free-tickets nachhause" sorgen dafür, dass die Stadt zu diesem Zeitpunkt von 9.5 Millionen auf 4.5 schrumpft.

 

Und was sollen wir sagen: es gelingt!!!

 

Wir haben durchgehend 2 Wochen blausten Himmel samt Sonnenschein, am See ist man fast alleine und cruist mit dem Fahrrad durch autofreie Straßem mitten in der Stadt und/ oder sogar mitten auf den Fahrbahnen!

Echt stark und eine Zeit, in der man unbedingt in die Stadt und damit an den Westlake fahren möchte, weil es wirklich sooo schön ist!!!

(Normalerweise halten einen Massen von Besuchern und mittelprächtiges Wetter eher davon ab...!)

 

Witzig auch, dass wir Gebäude & Pagoden in unserer Umgebung entdecken, die bisher noch nie gesichtet wurden und das nicht aufgrund von Ignoranz sondern aufgrund fehlender Sicht !!! :-)))

 

Definitiv eine unvergessliche Zeit, die das Gefühl hinterlässt, wie schön "das Paradies auf Erden", nämlich Hangzhou wirklich sein könnte!!!

Schade dass nicht jedes Jahr G20 ist! Zumindest was das Wetter betrifft...!

 

 

Linping 20.02.2016

Nachdem wir nun das Venedig Hangzhous entdeckt haben sind wir neugierig geworden!

Es gibt nämlich auch noch das Paris Hangzhous !

 

Diesmal gehts ans andere Ende unserer U 1, nämlich nach Linping! Dort steigen wir in den 386 er Bus, der uns direkt an das französische Wohngebiet bringt.

 

Weit müssen wir nicht laufen um die ersten "Pariser Gebäude" zu entdecken.

Wir finden diese ganze Allee eigentlich ganz witzig und sicherlich könnte man alles noch ein wenig besser in Schuss halten!

Das ganze Viertel steht wohl auch sehr in der Kritik der Chinesen...

"was müssen wir nachbauen, wir können doch auch selber"....!

Ja, sicherlich!!!

 

Das kleine Schlösschen, das in Europa sicherlich ein gut besuchtes Ausflugsrestaurant oder Museum wäre und hier leider nur vor sich hin "stirbt", ist zumindest von Weitem schön anzusehen.

 

Unabdingbar ist dieser Platz jedoch für die chinesische Bevölkerung sicherlich für Hochzeitsfotos.

Alles kann hier geliehen werden, von der Kamera bis zum Kleid und wir treffen mindestens 10 Brautpaare, die den schönsten Tag im Leben per Foto festhalten.

Na zumindest auf dem Foto, denn die Gesichter sprechen eher von anstrengender Arbeit :-))) !

 

Der Schlossgarten ist wunderschön angelegt und sicherlich für einen Tagesausflug ein nettes Ziel!

Wir finden auch Linping eigentlich ganz nett, leicht zu erreichen , mit großem Angebot an Shop, Restaurants und Cafes umgeben von Hügeln! Ein Hauch von "raus aus der Stadt" :-))) !

 

 

Xianghu Lake 27.02.2016

Wir fahren bis zum Ende unserer U1 ( ca. 1,25 h) um neue Hangzhou Abenteuer zu erleben!

Dort gibt es angeblich in nicht allzuweiter Ferne den Xianghu Lake!

 

Neben einem Riesenstau, der den ganzen Tag auch andauert ( niemals mit dem Auto hierher kommen!!!), finden wir am Ende der U1 Mietfahrräder, mit denen wir uns heute hier fortbewegen.

 

Zunächst besichtigen wir ein wunderschönes ruhiges Tempelchen auf dem Weg und dann trauen wir unseren Augen kaum...! Was ist denn das?

Sieht aus , wie ein mitteleuropäisches Gebäude,- nix wie hin!

Und siehe da, wir finden einen Miniaturbau des gesamten Markusplatzes in Venedig inclusive der Rialtobrücke. Sehr witzig! Hier kann man im Sommer sicherlich auch Gondel fahren...!

Einen angeschlossenen Amusementpark gibts auch, jedoch anscheinend in der Winterpause!

 

Unser eigentliches Ziel, der Xianghu Lake liegt sehr nahe und wir befinden ihn als eine echte Alternative zum meist doch überfüllten West Lake in der Innenstadt.

Fahrradwege und Restaurants gibts genug, um den ganzen Tag zu lustwandeln...!

 

Der silberne Drache - die Gezeitenwelle

                    30.09.2015

Der 494km lange Fluss hiess früher Zhejiang wie seine Province.

 

Der heutige Qiantang River fließt direkt an Hangzhou vorbei kommend aus dem ostchinesischen Meer.

 

Am achtzehnten Tag im achtem Mondmonat jeden Jahres schiebt sich  der "Silberne Drache" die Gezeitenwelle den Fluss entlang.

 

Bis zu 11.5 m Höhe kann die Welle erreichen, die durch extremen Tidenhub entsteht und Bore genannt wird. Weltweit steht der Qiantang für die am höchsten ausfallenden Gezeitenwellen.

Zu unseren Glück kommen wir gerade rechtzeitig als die Welle heranrauscht.

 

Mit einer Gschwindigkeit von 25-40 km/h rollt die gleichmäßige Flutwalze rauschend an uns vorbei. Die Höhe ist nicht wirklich beeindruckend dieses Jahr ,jedoch ist es die Beständigkeit des Fortschreitens der Welle auf dem ewigbreiten Fluss, die beeindruckt.

 

Die Menschenmenge, die zum Besuch vorbei kommt, beeindruckt natürlich ebenso :-), ein Event!

 

Ach und für die Supersurfer unter uns! Auch hier gibts von Zeit zu Zeit ein arrangiertes Event,

2 Stunden Dauersurfen auf der silbernen Drachenwelle!

Das ist doch mal was, die Welle hört einfach nicht auf...

 

 

 

Xixi Wetlands 27.09.2015

Xixi heisst Westen und hier liegt es auch, Eine der Attraktionen Hangzhous!

Hangzhous Feuchtgebiete, welche vor 4000 Jahren etwa 60 km² umfassten von denen heute noch 11 km² vorhanden sind. Ursprünglich außerhalb der Stadt Hangzhous gelegen, ist es in den Jahren seit 2000 in die Stadt integriert worden.

Das "Feuchtland Museum" umfasst 3,5 km², ist chinesisch ordentlich angelegt und hat zur Zeit Kakifrüchte auf den Bäumen, weswegen hier auch jeder mit einem Beutelchen unterwegs ist, auf Bäume klettert und diese schüttelt.

Alles in allem ein schönes Naherholungsgebiet und einen Ausflug wert!

 

Die ersten 5 Wochen in der neuen Heimat!

                  03.11.-15.12.2014

Volksrepublik China

 

Wir landen mit KLM nach 10 sd. Flug von Amsterdam in Hangzhou und werden vom Flughafen abgeholt. Unsere erste Fahrt geht zur Metro dem großen Einkaufscenter damit wir uns wie zuhause fühlen (noch machen wir Witze „wer brauch denn Metro“, 2 Wochen später ist es für uns DER Laden). Wir wohnen im Shama Heda Appartementhotel nahe der Jinshahu Metrostation in Xiasha. Aus dem Fenster sieht man Betonwüste  und zwischendrin angelegte Gärten. Wir schlafen erstmal aus und Michael geht ab dem nächsten Tag zur Arbeit. Der Chauffeur holt ihn täglich ab. Ab dem dritten Tag machen wir bereits Wohnungsbesichtigungen im ganzen Viertel, um nach dem vierten Mal und nach 4 Wochen ein möbliertes Appartement in Nähe der Wenze Station zu finden. In der ersten Woche machen wir bereits eine Gesundheitsprüfung im Schnellverfahren für unsere Aufenthaltsgenehmigung. Auf der Anmeldung erfahre ich, dass ich ab sofort von Beruf „der Dependend“ bin. Also das, was ich schon immer werden wollte!

Für November ist es hier manchmal so warm, dass man im T-shirt herumlaufen kann und ich stelle regelmäßig in der U-Bahn fest das ich zu warm angezogen. 40 min dauert es nach down Town wo ich einen Yogacenter auf dem Stadtplan entdeckt habe. Der Stadtplan auf Chinesisch, alles Schriftzeichen an den Häusern auf Chinesisch und schließlich die Chinesen dies sicherlich alle ein Wort auf Englisch beherrschen, nämlich dass No, wenn man sie fragt ob sie englisch Sprechen. Alles ein wenig abenteuerlich! Schließlich lande ich in einem Jade Schmuckladen, von wo man den Yogacenter anruft um mich schließlich abzuholen. Soooo verkehrt war ich gar nicht! Die U-Bahn ist vorbildlich und es ist sauber wie zuhause. Der chinesische Charakter schaut erst mal unauffällig weg wenn man sich nähert, ist dann jedoch sehr freundlich, wenn man mit Händen u Füßen um Hilfe bittet. Die Mode ist ganz anders als bei uns es gibt viel Glitzerkleidung. Die Chin. Frau trägt Strumpfhose Minirock und overknee Stiefel. Es gibt unzählig viele shoppingcenter oder solche, die es noch werden wollen und ich kann mir nicht vorstellen dass der Bedarf jemals so groß sein wird wie die momentanen Shoppingcenterbaustellen. Überhaupt wird hier unglaublich gebaut und alles erscheint riesengroß. Straßen, Brücken und Häuser riesengroß und riesenhoch. Mein Begriff von gross Bekommt hier eine neue Dimension. Höchstes Statussymbol scheint das Auto zu sein und so sieht man viele große europäische oder deutsche Autos wie Bmw Porsche Audi herumfahren. Überhaupt ist der Straßenverkehr nicht zu unterschätzen. Neben den Straßen des bereite Fahrrad und Motorradwege. Anstatt Motorrädern fahren hier jedoch lautlos Elektroroller durch die Gegend und man kommt nicht umhin sich ständig nach allen Seiten umzudrehen , um nicht überfahren zu werden . Mit unserer besten Freundin Lucy, einer Bürokraft aus Michas Firma, erkaufen wir uns die AllesverwenderKarte . Nun können wir Bus u U-Bahn fahren und uns eines der 60.000 Leih Fahrräder leihen, die man überall in der Stadt wieder abgeben kann . Eine tolle Einrichtung, außer dass man manchmal das Pech hat, auf einem Fahrrad zu sitzen, auf dem man mit seinen Knien in den Ohren stochert.

Unabhängig davon das man nach ein paar Tagen bereits beim Einkaufen nach englischen Aufschriften lechzt haben wir ganz vergessen, dass China ausnahmslos nur mit Stäbchen ißt. Zwar sind wir Stäbchen essen ein wenig von den Reisen gewohnt, aber so dauerhaft haben wir dann doch den einen oder anderen Kampf mit Suppennudeln oder sonstigen kleinen Teilchen. Das Essen ist lecker, vielfältig und kostengünstig, japanische koreanische chinesische Küche mischen sich hier und sind nicht mit einem chinesischen Restaurant bei uns zuhause vergleichbar. Das Vorurteil das Chinesen Hunde und Katzen essen, können wir nicht bestätigen, da genügend in freier Natur herumlaufen und kaum ein Hund (meist Pudel) ohne Kleidchen zu sehen ist, jedoch werde ich die erste gesichtete lebende Ente fotografieren und im Internet veröffentlichen.

 

Zu den Essmanieren sei zu sagen, dass selbst feinst gekleidete Menschen ihre Essensreste (Knochen, Knorpel etc.) einfach aus dem Mund auf den Tisch fallen lassen, na und Schmatzen ist auf jeden Fall erwünscht, da die bessere Belüftung des Essens das Aroma besser entfaltet. Andere Länder andere Sitten, grins!

 

Das Highlight in Hangzhou ist der West Lake. Aus Spaß an der Freude tanzen und/oder singen die Herren und Damenschaften und geben jeweilige Künste zum Besten. Da findet man schon mal einen Calligraf, der Wasserornamente auf den Weg malt oder Musiker am Wegrand die mit historischen Instrumenten Musik machen. Tai Chi und Tänze in den Parks den Standard früh und abends um 6:30 Uhr. Ein sehr schönes Bild, die freudige Aktivität der älteren Gesellschaft.

 

Micha bricht bereits zur ersten Dienstreise in den doch sehr kalten Norden (-26 Grad) auf und ich versuche Quellen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) aufzutun. Sehr gerne würde ich mehr darüber lernen, allerdings natürlich in englischer Sprache. Verschiedene Adressen zu finden und öffentlich dorthin zu fahren ist tagesfüllend und stolz bin ich natürlich wie Harry wenn ich pünktlich an der richtigen Adresse zu meiner Verabredung erscheinen kann.

 

Vor lauter Kopf hin und her drehen,  dass mich auch jaaa kein Elektroroller überrollt ,dem äußerst schlechten Kissen im Hotel und wer weiß, mir sonst noch so im Nacken sitzt, mache ich schon auch gleich meine erste Selbsterfahrung mit TCM.

Bei Besuchen in TCM Kliniken habe ich gesehen, das Behandlung sowohl sehr schmerzvoll(das will echt keiner!) als auch Erholung sein kann und jetzt will ich es selbst wissen…!  Ist ja nur mein Hals,- steif und ziemlich autsch!!!

Und schon übergebe ich mich nach reiflicher Überlegung echt mutig in die Hände nicht englisch sprechender Ärzte…

Das Nadeln fühlt sich an, als sticht man tief in einen sehr dicken steifem Gummischlauch und ich bin froh als es vorbei ist, die anschliessende Tuinamassage wirkt dann aber doch überraschend Wunder und ich bin erstaunt, das mein Gefühl der Behandlung mit dem Ergebnis eigentlich nicht übereinstimmt. Mmmmh!

Das bedarf  noch weiterer Beobachtung jedoch vielleicht nicht gerade am Hals J!

Mir kommt so der Gedanke, wer in China lebt muss Nadeln mögen…

bei kleineren Unbefindlichkeiten geht hier jeder zum TCM  Doktor!

 

Die sonstigen Highlights der ersten 5 Wochen…

Mein Hals wird wieder besser, die Schwielen der Hände lassen nach (die neue Wohnung wollte geputzt und gewienert werden), wir haben eine schöne Live Musik-Kneipe in der Nähe (so was gibt’s hier kaum), jeden Mittwoch der English Corner (eine Gesprächsrunde mit Studenten, die ihr Englisch verbessern wollen), endlich ein Übersetzungsprogramm auf dem Handy (jetzt bin ich nicht nehr sprachlos), ein bis drei Yogastudios hier in der Nähe !

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar