Datong 08.04. - 10.04.2016

Planungsstrategen würden uns loben, alle anderen erklären uns vielleicht als verrückt!

Auszug aus dem Reiseregister: Freitags von der Arbeit direkt in den Flieger von Hangzhou nach Taiyuan (3h), kurzer Taxitransfer zum Bahnhof, Nachtzug nach Datong (5h), Sightseeing mit Übernachtung, Sonntag abends in den Nachtzug nach Peking (6h), Taxitransfer zum Flughafen, 3h zurück von Peking nach Hangzhou und direkt auf die Arbeit….

Jaaaaaaaaaaaaa, aber das zwischendrin war spitze und hätte sich mit anderen Verbindungen sicherlich nicht gelohnt oder einen zusätzlichen wertvollen Urlaubstag verschlungen!!

Datong und seine hängenden Tempeln gehört zu den Top 20 in China. Da das Ganze in den Bergen liegt und das Wetter schön wird geben wir uns ein Sightseingwochenende, das es wahrscheinlich aufgrund der doch vollgepackten Zeitplanung seinesgleichen noch suchen muß J!

Es ist ein langer Samstag, der mit dem Einchecken um 6 Uhr morgens im absolut erwähnenswerten Huamao Hotel beginnt. Nach kurzem Frühstück und Orientierung geht’s auch schon per Lokalbus los zu den Yungang Grotten, dem nahegelegen Weltkulturerbe. Von den mit Steinmetzkunst versehenen 252 Grotten der frühbuddhistischen Anlage(460-525nCh.) sind 40 zu besichtigen. Zu sehen gibt es verschiedenste Höhlen mit kleinen und großen beeindruckenden Buddhastatuen, mal mehr, mal weniger von der „Kulturrevolution“ verschandelt (massive Einschusslöcher/ Statuen mit abgeschlagenen Köpfen/rote Farbe überall etc.).

Der Nachmittag gehört der Stadtbesichtigung. Datong hat um seine Altstadt eine riesige Stadtmauer gezogen und im Inneren wird gebaut wie verrückt. Uns erinnert das alles so ein wenig an einen Nachbauversuch Pekings??!  Auf jeden Fall sieht das im Ansatz alles schon mal ziemlich gut aus und wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Touristenstadt Datong noch in naher Zukunft liegt! Eine der 4 berühmten  9 Drachenmauern Chinas (2 in Peking, Datong & Beihai) und die Größte Chinas noch dazu sind ebenso Teil der Altstadt. Hier in Datong finden sich christliche, moslemische und buddhiste Einrichtungen nebeneinander. Am Ende des Tages haben wir von Götterhäusern mal wieder genug, genießen die schöne Innenstadt und finden uns über den Dächern des Marktplatzes, das Hoftreiben beobachtend. Ein Gummibärchenladen (sehr besonders, bisher noch nirgends entdeckt) findet auch unseren Gefallen und wir den unseren an ihm! Mmmmmhhh…..!

Zum eigentlichen Ziel, den hängenden Tempeln geht’s am nächsten Tag. Zwar wissen wir, dass diese sich noch in Renovierung befinden (sehen kann man wirklich nichts außer Gerüst) was uns aber nicht abhält, denn am nahegelegenen Mount Hengshan können wir die 2000 Metermarke überwandern und ebenso einige schöne versteckte Tempelanlagen besichtigen. Weiterer Vorteil….die Scharen der chinesischen Besucher ist gering J! Das Wetter ist bestens, bei 28 Grad sitzen wir teilweise noch neben Schneefeldern und holen uns natürlich einen Sonnenbrand! Den nehmen wir gerne mit!

Auf der Heimfahrt nach Datong machen wir noch einen Abstecher zu den „Erdsteinen“( Earth Stones), Sandsteinhügel und –gebilde inmitten der Landschaft, bei denen wir nochmal ein wundervolles Abendlicht zum Fotografieren und Lustwandeln bekommen. Absolut besuchenswert!

„Catch your nighttrain“ heißt es nach einem wundervollen Abendessen und los geht’s wieder in Richtung nachhause. Der Transfer in Peking geht reibungslos, da 5 Uhr morgens noch kein Verkehr ist und auch unser Flieger steht auch pünktlich am Start um uns wieder nach Hangzhou zu bringen.

Müde und/ aber glücklich dieser Montag der 11.04.16, übrigens der 75. Geburtstag von Sylvias Dad!!!

Happy birthday to youuuuuuu!!!

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar