Chongqing 17.08.-19.08.2018

Oft haben wir schon von Chongqing gehört, eine Stadt in Zentralchina mit satten 34 Millionen Einwohnern und Ausgangspunkt für die berühmten Yangtse Flussfahrten.

 

Nachdem sie auch Ausgangspunkt für die neugeplante Seidenstraße 2.0 nach Duisburg ist, noch ein Grund mehr mal hinzureisen.

 

Nach 2.5 Stunden Flug (HZ -> CQ)  ist man auch schon da und zum Glück hat Micha schon vorher alles bestens organisiert und die volle Orientierung, wo es langgeht!

 

Wie immer schön verspätet kommen wir mitten in der Nacht in Chongqing an und fahren per Taxi zu unserem Hotel in der Nähe des Bahnhofs von dem wir hoffen, am nächsten Tag einen frühen Bus nach Dazu zu bekommen den Ausgangspunkt für die berühmten Dazu Caves.

 

Vormittags ist kein Ticket mehr erhältlich und da wir den halben Tag mit „auf den Bus warten“ verschwenden müssten, fahren wir kurzerhand mit einem gecharterten Fahrer direkt „ vor die Hütte“! So sparen wir enorm viel Zeit, was uns auf so einem Wochenendkurztrip natürlich sehr gelegen kommt!

 

Der Vormittag dient also dem Besuch der schönen Dazu Caves oder auch Dazu Höhlen!

Die Dazu Rockcarvings gehen zurück auf das 7. Jahrhundert und zeigen Steinmetzarbeiten buddhistischer, konfuzianischer und daoistischen Zeiten. Die Statuen und Höhlen sind alle relativ gut erhalten, blieben sie zu Zeiten der Kullturrevolution einigermaßen verschont!

Wir geniessen die beeindruckenden Skulpturen und Farben in sattem Grün und auch das zugehörige Museum ist definitiv beeindruckend. Zum Weltkulturerbe gehören neben den Dazu Caves (Baoding Shan) auch noch die Höhlen von Baoling und Beishan, die wir heute nicht besuchen.

 

Mittags finden wir dann noch Zeit uns mit Bus und per Taxi zum bisher noch wenig beachteten Monument des Kilometers O der neuen Seidenstraße 2.0 durchzuschlagen. Dieses findet sich am Rande eine Industriegebietes an einer Sackgasee zum Berg!

 

Die antike Seidenstraße mit ihren 6400km war der Handelsweg vom chinesischen Xi'an beginnend. Über den Nordwesten des Landes führte sie durch die Taklamakan Wüste zum Pamirgebirge, von dort über Afghanistan in die Levante, wo die Handelsgüter dann per Schiff übers Mittelmeer transportiert wurden.

 

Die neue Seidenstraße 2.0 will in Zukunft per Auto und Bahn mit ihren geplanten 10 000 km vom chinesischen Chongqing über den Nordwesten durch Kasachstan, Russland, einigen anderen Ländern nach Europa führen und schließlich in Duisburg enden. Zur Zeit sind die ersten Züge bereits unterwegs (12 Tage im Vergleich zu rund 2 Monaten Seeweg), müssen jedoch häufig Schienensysteme wechseln und sind gesamt gesehen wesentlich unrentabler als der Seeweg (250 Güterzüge sind das Volumen eines Güterschiffes). Jeder Zug trägt allerdings bereits Symbolcharakter des zukünftigen Jahrhundertprojekts. 

 

Chongqing selbst ist irgendwie sehr schön von Hügeln umrahmt, so dass man immer mal wieder auch mit der U- Bahn durch Tunnels fährt oder von der hocherbauter U- Bahnstrecke hinunter auf die Stadt und den Fluss blicken kann, Chongqing lässt sozusagen tief blicken :- ) !

 

Da wir ja keine Yangtse Flussfahrt machen können, welche normalerweise 3+ Tage in Anspruch nimmt, fahren wir abends auf einem Sightseeing Cruise Boot den bzw. die Flüsse auf und ab.

Hier trifft der Yangtse (Jangtzekiang) den Jialing Fluss, was wunderbar durch die Mischung der Farben erkennbar ist.
Braun trifft grün! J


Die Show ist eigentlich die Außenbeleuchtung unseres Bootes dass jedes "Gegenüber", Häuser, Boote, Brücken in unsere stetig wechselnden Farben taucht. Ein schönes Farbspiel, zu dem nach Sonnenuntergang auch noch die Beleuchtungen der Häuser am Ufer hinzukommen.

Ein echt bunter Spaß die Bootstour.

 

Touristenmagnet sind Tags wie Nachts die Hongya Caves, ein am Berg über 11 Stockwerke hoch gebautes Kunstwerk bestehend aus Läden, Restaurants, Bars, etc.!

Schon tagsüber war hier die Hölle los und nun am Abend ist es nicht wesentlich besser, im Gegenteil. Der Nightmarket ist schön und abwechslungsreich, der Weg vom 1. bis zum 11. Stockwerk eher mühsam, heiß und voller Menschen.

Da hilft auch ein künstlicher Wasserfall in der Mitte nichts J.

Heute hält sich unser Nachtleben freiwillig in Grenzen...haben wir nur 4 Stunden geschlafen  und sind den ganzen Tag unterwegs gewesen!!!

 

Ciqikou ist die Old Town Chongqings, unser Sonntagsziel !

Na ja und da Sonntag ist, findet sich hier eben chinesicher Standard,- was meint:

alles ist brechend voll mit Leuten!
Zu sehen gibt es neben unzähligen Shop, Restaurants und Cafes auch noch ein paar Altertümer, so den Torbogen des einstigen Castles oder den über 1000 Jahre alten, schön gelegenen

Luohan-Tempel on Top des ganzen Viertels.

Hier ist es unverhältnismäßig ruhig und abgenehm, genau 70 Höhenmeter vom Trubel entfernt!

 

Auf unserem Rückweg zum Flughafen lassen wir uns noch ein wenig durch die Straßen treiben und unser pünktlicher Flieger fliegt uns noch vor Mitternacht wieder nach Hangzhou zurück.

 

Chongqing…!

 

Wir finden die Stadt sehenswert und die Gegend einen tollen Spot, allein schon wegen den nahgelegenen  Dazu Höhlen.

Die Gegend hier ist durchgehend ein ziemlich begehrter chinesischer Touristenspot und deswegen voll mit Menschen!
Die Yangtsepromenade war zu unserem Besuchszeitpunkt eine ziemliche Baustelle und bekommt man nicht das erste Boot am frühen Abend für die Flussfahrt, steht man sich eventuell für darauffolgende Fahrten die Beine in den Bauch! Wir haben Schlangen an Menschen gesehen, die freudig wartend sicherlich 1-3 h Wartezeit am Kai hatten! Das will man nicht J!

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar