China Yunnan

Wiedermal ein Highlight unseres Chinaufenthalts und hoher Besuch, meine Freundin Rudi kommt uns besuchen!

 

Ein Grund mal wieder nach Shanghai zu fahren und neben dem üblichen Transport gibt es diesmal einen unerwarteten Geschwindigkeitsrausch mit dem Maglev Train, der Magnetbahn! 2 x am Tag beschleunigt er auf 430km/h und gerade will ich loslästern, dass das ja wieder bei 300km/h bleibt, da endet die erwartete Beschleunigung einfach nicht! Wow,cool!

 

Kein Wunder wir haben ja einen Sonnenschein dabei und schon im Gepäck und es kann losgehen mit unserer Reise für die nächsten 3 Wochen!

 

In Shanghai begeistert uns aufs Erneute der Bund, der Yuyuan Garten, Peoples Square mit Hochzeitsmarkt und das sonstige Treiben in der Stadt, alles noch im Jetlagrausch!

 

Sonntag abend bringen wir dann unsere Besucher"beute" nach Hangzhou in unsere Höhle.

Alle kulinarschen Köstlichkeiten darf sie erfahren, unser Lieblingskneipe, natürlich auch die Hefangstreet (wir lieben sie) und nicht zuletzt den schönen Westlake mit chinesischem Leben unter Echtheitsgarantie :-) !

 

Freitag abend nach getaner Arbeit gehts dann los mit dem Lucky Flieger nach Yunnan, südwestliche Provinz Chinas.

 

Kunming dient uns nur als Anflughafen und nach Mietung unsres Autos gehts in Richtung

Shilin in den Felsengarten.

Der Stoneforest erstreckt sich auf eine Fläche von 500qkm und der größten Teil ist seit 2007 Weltkulturerbe. Man nimmt an, das die Kalksteinformationen bis zu 270 Mill. Jahre alt sind. Wie man sich vorstellen kann, kann man hier den ganzen Tag lustwandeln...!

 

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Süden und wir errreichen unser Tagesziel am Nachmittag nach einem kurzen Boxenstopp zur Nudelsuppe in Xinjie. Yuangyang ist bekannt für seine Reisterassen. Mehr oder weniger rund um das Gebiet ist eine Rundstraße angelegt die zu verschieden sehenswerten Spots führt. Wir kommen in Pugaolao unter , einem Dorf in Duoyishu. Das Schöne hier ist der englishsprechende Wirt (yuanyang.timeless@gmail.com) und das angenehme Dorfleben. Wir sind mittendrin!

Schöne Reisfelder gibts hier auch und das ohne Tourispot!

Sonnenaufgang in Duoyishu, Sonnenuntergang in  Bada, ein tolles Reisfeld"netz" in Laohuzui.

 

Heute ist auch der 24 ste -, Weihnachten!  Merry X-mas to everyone :-) !

Die Weihnachtsgans entfällt heute, die Gänse sind hier nämlich Oberaufpasser der Grundstücke. Und Weihnachtsente? Auch Fehlanzeige! Hier gibt es nur glückliche Enten, die von ihren Besitzer jeden Morgen zum Reisfeld gebraucht und abends wieder abgeholt werden.

 

Yunnan ist auch bekannt für seinen ethnischen Minderheiten. Hier in der Gegend seien überwiegend Hani& Yi aber auch noch viele andere Volksstämme (Dao, Miiao, Yiao, Jinuo,  etc).

 

Dementsprechend interessant ist für uns natürlich ein schöner Dorfmarkt. Kaum bist du 2 Stunden durch die Gegend geöttelt, schon bist du da, nämlich in Laomeng!

Wahrscheinlich ist die das beste Trachtenkunterbunt, das uns auf der ganzen Reise begegnet.

Dazu noch Aderlass und Zahnbehandlung auf offener Strasse.

Ganz schön schmerzfrei, diese Leute!

 

Aus Entspannungs- u. Zeitgründen und aufgrund der absolut uneinschätzbaren chinesischen Strassenzuständen mitsamt ihren vielen Baustellen entscheiden wir uns gegen Streetadventure und erreichen auf guter Straße am späten Nachmittag Honghe als Übernachtungsziel! Nachdem wir uns dann abends im Straßenrestaurant niederlassen findet unsere chinesische Umgebung zunehmend Interesse an uns und wir haben einen richtig spaßigen Abend!

 

Am nächsten Tag sind wir wieder auf Tour, und zwar auf der Autobahn nach Xishuangbanna. Eine gute Entscheidung!

 

Dort trifft uns dann der Schlag! Xishuangbanna- sieht thailändsch aus und spricht chinesisch!

Auf der anderen Flußseite vom alten Jinghong prachtet ein neuer Theravadatempel umgeben von großem Markt, Restaurants und vielen Unterkünften.

Alles neu, schön, sauber, elegant! Als Basisstation für unsere Ausflüge ist uns die Bequemlichkeit hier ganz recht! Highlife! Und jeden Abend gegrillten Fisch :-) !

 

Ganlaba/ Menghan, unser erstes Umgebungsziel entpuppt sich als Sightseeing Ort und sogenannter Dai -Minoritätenpark. Das Gute: er scheint sehr weitläufig zu sein, die Hauptattraktionen wie eine bunte Wasserfestvorstellung findet sehr zentriert statt.

Unsere Hauptattraktion in Ganlaba ist eigentlich die An-, und Abfahrt auf der wir neben Dörfern, Bananenplantagen, einen verfallenen besonnten alten Tempelhügel entdecken!

Der ist wirklich schön!

 

Tag 2 in Xishuangbanna führt uns zunächst mal ins berühmt berüchtigte Mei Mei Cafe mit anschließender Massage und tatsächlich geniessen wir bestes Thaifood zu Mittag. Der Nachmittag gehört dem Natural Reserve Forest. Ein ähnlich angelegtes Areal mit chinesischen Minderheitendorf der Aini mit künstlichem Wasserfall und Shows für die Touris. Irgendwie schön chinesisch halt! Diesmal liegt es im Dschungel (neben der Autobahn) und unser Highlight hier ist der Dschungelpfad durchs Dickicht am Spätnachmittag auf noch nie vorher gesehenen Bambuswegen. Hier sind wir fast allein, schließlich ist fast schon Abendessenszeit :-) !

 

Die Wälder sind hier wirklich prima, überall neben den Straßen, wenn nicht gerade eine Bananenplantage, sieht man dicksten Wald. Sieht undurchdringlich aus und wilde Elefanten hats hier vielleicht auch noch irgendwo.

 

Einen weiteren "Minoritätenpark" sparen wir uns nun !!! Auch die neuen Tempel sprechen uns nicht besonders an , wobei sie wirklich sehr schön aussehen.

Die Tageserfahrungen lehren uns: go offroad! Und da hier alles sehr weitläufig ist, lassen wir unser geliebtes Heim für 2 Tage alleine. Es geht in die Pampa! Pampa scheint in Yunnan relativ, hier wird gebaut, erneuert usw. !

 

Ziel ist die Grenze Myamnar/ Burmas und zunächst erst mal Xiding im Westen von Yunnan.Auf dem Weg kreuzen wir die Octagon Pagode in Jinzhen von 1701, die vielleicht älteste Holzpagode zumindest in Yunnan.

Xiding ist ganz nach unserem Geschmack, ein Dorf mit Landbevölkerung. Es gbt dann doch noch immer Neues zu entdecken wie den hiesigen Wildtierschamanen (oder so...) und den

umgefahrenen Marihuanabaum mit 8cm Stammdurchmesser :-) !

Auf der Suche nach dem ältesten Teebaum des Landes gehen wir dann ein wenig verloren,  aber auch das ist manchmal ganz witzig und schön. Neben zweifelhaften Aussagen (unser chinesisch ist eben nicht perfekt, sonst wäre ja alles zu einfach) hier in Bada landen wir schließlich on the top of a mountain und als sich endlich nicht mehr weiterfahren läßt (öttel,öttel) gehen wir zu Fuß.

Da entdecken wir ihn, mitten in den Teefeldern, schön groß, ja, das muß er sein!!!

Die einzig arbeitenden Menschen weit und breit belehren uns eines Besseren, den "Lao Cha Shu" kennt hier schließlich jeder. Der nette 65 jährige Herr deutet uns dann an, er könne ihn uns für Kleingeld zeigen und natürlich sind wir einverstanden!!!

Also, was wir direkt lernen: Alter ist keine Entschuldigung für nichts!

Schon rennt er los und wir hinterher....so kommen wir also auch noch zu unserer kleinen Dschungeltour, nur beeilen müssen wir uns halt ihm hinterher zu kommen! :-)

Schließlich finden wir 2 eingezäunte Teebäume mit Schildern versehen , schlappe 1000 Jahre alt und auch noch am Rande eines echt schönen Wasserfalles (alter Kriegsschauplatz wohl..).

Also den hätten wir mit der besten Beschreibung nicht gefunden,- ein Glücksfall!!!

 

Abenddomizil finden wir in Mengzhe, nicht ohne uns bei der Polizei anzumelden.

Ein bischen eine Rumpelbude, das Bad wird definitiv mit Schuhen betreten, aber egal!!!

Als wir uns erhoffen in der Bar gegenüber etwas zu essen zu bekommen, begrüßt man uns mit großem Hallo!

Diesmal reicht unser Chinesisch zu Pommes und noch mehr Pommes, Erdnüssen und Gurken :-).

Hhm, die anderen essen tolle Sachen! Wie auch immer, die Gastfreundschaft ist groß, zumindest , was die Trinkfreude betrifft. Rudi lernt chinesische Gepflogenheiten und neben auf den Boden spucken (das gefällt uns besonders) stößt man nicht wie in Deutschland gemeinsam an, sondern erhebt sein Glas und trinkt mit der ganzen Runde einzeln. Knallt mehr und macht echt schnell betrunken!!! Nichts wie weg hier, trotz netten Leuten nicht unser Ding!!!

Yipeeh , Schlaf in unseren doch sehr sauberen Betten!

 

Schon früh am nächsten Tag sind wir in Daluo, an der burmesischen Grenze, dem Jadesteinparadies schlechthin! Kennt man sich aus, ist hier sicherlich gut Geschäfte machen!

Ganz China steht auf Jadebuddhas als Kette..!

 

Hier in der Gegend haben wir ein Schild gesehen, das uns wieder in ein "Touridorf" bringt.

In Meng Jinglai, dem ersten "China- Myanmar" Dorf leben 111 Familien gemeinsam nach buddhistischer Theravada Tradition zusammen. Der die beiden Länder trennende Daluo Fluß umfließt das Dorf sozusagen und obwohl auch dieses Dorf sehr gut für den Tourismus vorbereitet ist, scheint der Spirit der einzelnen Leute hier doch noch ein anderer als in den bisher besuchten Dörfern zu sein. Wir geniessen den Besuch hier sehr, der Verkehr ist noch nicht zuviel und zu bewundern gibt es traditionelle Handfertigkeiten wie Töpfern, Papier machen, Samenschnitzen, Weben usw.!

Wir lustwandeln ein wenig und als es dann zu voll wird, sind wir auch schon wieder weg.

Auf dem Rückweg nach Jinghong unserer Basisstation gibt es nochmal ein

Fischerlebnis der besonderen Art, zubereitet und gegart in unserer Mitte!

 

Natürlich sind wir aus dem Zeitplan gefallen, macht aber auch nichts! Wir fahren durch die vielen kleinen Dörfer, alle im Modernisierungswahn und dann die Schlammpiste als Umweg und Abkürzung wieder in die Zivilisation. Eigentlich wollte die Fahrerin schon aufgeben, so am Ende des Tages keine Nervenkitzel mehr, aber als dann der Minivan an ihr vorbei rauscht (öttelt) kann sie das nicht auf sich sitzen lassen. Also , wenn der das schafft....! Und nach kurzem chinesischen Smalltalk zeigt er uns an, wir können ihm folgen. Yepp, und wieder ein Glücksfall!

 

Der 31.12.16, heute ist Silvester! Dieser Tag bringt uns den wunderschönen Tropischen Pflanzengarten oder auch Botanical Garden von Menglun. Ein optischer, haptischer und persönlicher Genuss! Wie könnte man 2016 besser verabschieden?!

Die Show sind neben dem tollen und traumhaft angelegten Pflanzen das angeblich

"tanzende Gras"!!! Ob mit Handy oder live, vielleicht ist den Pflanzen zu kalt, auf jeden Fall lasssen sie sich mit Nichts in Bewegung versetzen! Ein Gerücht??? Eine Sage???

Wir werden es nie erfahren! Auf jeden Fall geben wir international oder chinese- german friendship- mäßig alle unser Bestes und haben viel Spaß...!

 

Wieder zurück in Jinghong erwartet uns eine große Überraschung, große Vorbereitungen für Silvester wurden rund um den Tempel getroffen!!!

Und Feuerwerk, was wir gar nicht erwartet hatten. Schließlich feiern die Chinesen ihr neues Jahr im Februar! Wir verbringen einen wirklich schönen angenehmen Abend mit speziellem Silvesteressen, guten Wünschen und einer guten ersten Nacht ins neue Jahr hinein!

 

Der 01.01.2017, das Jahr des Hahnes! Micha und ich sind Affen und unser Jahr ist 2016 zuende gegangen. Schauen wir mal, was das Jahr des Hahnes bringt! In einem visuellen Spiel " Welche Wörter zeigt dir der Buchstabensalat zuerst" sieht Micha Peace, Health & Lie (Micha meint, Lie liegt an China, weil man hier das lügen lernt) und Sylvia Hen, Fee& Health!

Mal sehen, was das Jahr uns bringt :-))) !

 

 

Fast hätten wir uns daran gewöhnt, zu Dritt im Zimmer zu schlafen, da reisen wir wieder ab :-)!

Das Auto will abgegeben werden und der Flieger zurück nach Hangzhou wartet auch schon.

 

Letzter und unerwartet schöner Stop ist ziemlich nah an Kunming am Fuxin Lake mit weißem Sand und vorgelagerter Insel. Der Sonnenuntergang am See ist atemberaubend, das Essen lecker, ein Vogel singt für uns und es könnte nicht besser sein.

 

Danke Yunnan, ein wirklich schöner Eindruck ist entstanden!

 

2 Tage Hangzhou & Shanghai folgen noch, an denen wir uns selbst geniessen und dann fliegt der Sonnenschein wieder ab! Daaaanke, das du da warst!!!

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Michael Klar