Auf Buddhas Spuren in Tibet - Mai 2017

Wolong 29.04. - 30.04.17

Es ist Samstag der 29.04. und wir holen Brother Tom in Chengdu vom Flughafen ab! Die Freude ist groß, das Leihen des Autos gelingt ohne Probleme und auch die Übergabe des Permits für Tibet klappt! Schon geht‘s los in Richtung Wolong, dem Pandagebiet im Nordwesten Chengdus. Trotzdem hier alles neu erbaut ist (Erdbeben 2008) , sind wir in schönster Natur und einem dementsprechendem Hotel zur ersten Nacht! Wir genießen Gastfreundschaft und einen Sichuaner Hotpot (ein Muss!)!

 

Auf den Weg nach Garze 30.04. - 01.05.17

Über den Balang Pass befinden wir uns bereits das erste Mal über 4000m, eine Überfahrung des Passes ist wegen Schnee und Eis nicht möglich! Blauster Himmel, Berge drumrum und zum Glück ein Tunnel, der uns durch den Pass und Richtung Danba führt. Heute ist Fahrtag und Kilometerschrubben, viele der Spots auf dem Weg haben wir letztes Jahr schon mit viel Zeit besichtigt.

Nach Bamei verabschiedet sich direkt schon einer unserer Autospiegel nach unerwarteten Schlaglöchern vor und nach kleinen Brücken. Die waren definitiv schon letztes Jahr hier, nur hatten wir sie vergessen. Ein Reminder zu einem frühen Zeitpunkt also...das Auto hinter uns hat sich direkt an derselben Stelle einen Platten gefahren- aber den hatten wir ja letztes Jahr bereits :-)))! Also alles gut!!!

Nach einer ganzen Tagesfahrt erreichen wir müde und glücklich Garze, drehen noch eine Cityrunde bei Abendlicht und checken ins erste tibetische Hotel ein!

Kerzenlicht und Generatoren"musik" sind unsere Begleiter, beim Essen der allerbesten vegetarischen Momos/Teigtaschen ever und beim Einschlafen! Garze hat Stromausfall!

 

Dege 01.05. - 02.05.17

Frühstück im Sonnenlicht in Manigange zu dem natürlich eine Besichtigung des wunderschönen Sees, dem Xinlu Hai gehört. In tibetischen Gebieten gilt er als heilig, viel besuchen ihn für Andachten, Rituale und sonstiges und so erscheint er auch!

Heilig und wunderschön!!!

 

Von da aus geht‘s Richtung Chola Mountain und dachten wir letztes Jahr daran, dass dieses Jahr vielleicht der Tunnel offen sei so haben wir uns getäuscht! Eröffnung August 2017!

Zum Zeitpunkt der Anfahrt sind wir darüber tatsächlich gar nicht erfreut aber so im Nachhinein stolz, den Pass gefahren zu sein. Tunnel kann jeder!

 

Man denkt immer, man sei nicht richtig, "das kann keine Straße sein" wenn man so Sandgruben, tiefe Mulden und Matsch durchfährt, aber nein, man ist genau richtig!

Alle fahren da lang und es ist der einzige Weg nach Dege! Die Anspannung wächst mit jedem Meter, jeder Kurve, jedem Laster, der um die engen Kurven geschlittert kommt oder überholt.

Aus der Anspannung wird schließlich sowas wie Kampfgeist, das schaffen wir, das schafft das Auto etc.! Schließlich geht es hoch hinauf, 5050m hoch und ein Mantra im Innenraum ist unhörbar aber gewiss: bloß nicht stecken bleiben!!!

Am Pass dann erst mal eine erlösende Pause, Smalltalk mit dem Passwart (der hier jeden Tag mit seinem Gogo hochbläst) und dann das Ganze wieder runter! Irgendwann kommt uns die Idee mal ein paar Bilder zu machen, wo grad nix los ist! Die Fahrt ist spannend, die Anspannung hoch, anders kann man es nicht sagen!

 

Wieder in der Zivilisation ist sie dann auch sofort verflogen und abgelöst von neuen schönen Eindrücken der Natur, der Klöster, den Mönchsdebatten und "Alles supereasy" rollen wir in Dege ein. Ein Abendspaziergang um das Sutra Printing Haus/ Derge Parkhang befreit von allem und wir genießen die Atmosphäre der "Kora" laufenden Bevölkerung unter ihnen und vom bequemen Sofa aus, die als Sitzgelegenheiten zur Pause um das Haus herumstehen.

Besser kann es nicht sein!

 

Unsere Nacht ist von wilden Träumen geprägt und um 3 Uhr zunächst zu ende! Alle sind wach und wir plaudern ein wenig bevor wir weiterschlafen können. Jaaa, die Höhe.... eigentlich nur 3100m! Später stellt sich raus, jeder hatte auch Bedenken wegen der Rückfahrt, Schneefall etc.pp! :-)))

Der Chola/ Tro-la Pass ist nicht ohne!

 

02.05.2017

 

Der Morgen gehört der Besichtigung dem hiesigen  Scripture Printing House. Wohl nur noch 2x auf der Welt , hier und irgendwo in Tibet ist die Druckkunst per Hand der heiligen Schriften des Buddhismus zu sehen! 1729 begann der Bau der Druckerei , dazwischen Zeiten des Druckverbotes Zerstörung der Anlage, Wiederaufbau etc.!

Auf jeden Fall sitzen hier die Mitarbeiter in Paaren arbeitend den ganzen Tag und handfertigen die einzelnen Seiten tibetischer Schriften von handgeschnitzten Holzschriftblöcken.

Einer trägt die Farbe auf den Holzblock auf, der Andere legt das Papier darauf und rollt darüber! Das Ganze in einer irren Geschwindigkeit!

Der ganze Tempel besteht aus riesigen Regalen mit den handgeschnitzten Holzschriftsätzen! Auch Mandalas und Bilder einiger tibetischer Götter werden gedruckt!

Ein tolles Erleben! Sehr besonders!

 

Wir reihen uns nochmal in die Kora ein und gehen einige Runden mit den Pilgern, ja und dann ist es wieder soweit! Der Chola ruft!

Warum wir es so eilig haben? Sicherlich ist die Gegend hier toll und mindestens 2 Wochen wären genau richtig, aber in Yushu (und das sind noch einige Kilometer) wartet der Flieger nach Tibet!

 

Der Chola ist gnädig mit uns, Gegenverkehr wesentlich weniger als am Vortag, die Pfützen zwar tiefer denn es ist Nachmittag und der Morgenschnee weggetaut! Zum Lockermachen gibt‘s Irischen Folk, da kann man nicht anders, als sich locker machen!

Wieder mal ein Erlebnis bei dem man sich auf die guten Teerstraßen Chinas freut!

Sichuan ist eh ein Vorzeigestaat für gute Straßen, keine Frage!

Auf den Weg nach Yushu 02.05. - 03.05.17

Auf der Manigangeseite begegnen uns dann die ersten Pilger auf ihrem Weg nach Lhasa!

Steht‘s dabei, ein Vehikel zum kochen, schlafen und lagern von lebenswichtigen Dingen!

Dazu, eine Prostrationschürze, Hand- und Knieschutz!

Prostrations sind die Niederwerfungen oder auch Verbeugungen genannt, eine der Grundübungen des tibetischen Buddhismus. Wie wir beobachten konnten, gehen manche Pilger 3 kleine Schritte zwischen den Niederwerfungen oder werfen sich so auf den Boden, dass sie ein paar Meter auf dem Boden entlang gleiten!

Viele sind Monate oder Jahre unterwegs von ihrem Dorf nach Lhasa! Ganze Familien mit Kleinkindern begeben sich auf den mehrere tausend kilometerlangen mühevollen Weg!

Manche Menschen haben ein richtiges Horn auf der Mitte der Stirn ausgebildet, da bei jeder Verbeugung die Stirn den Boden berührt!

Es fehlen Einem eigentlich die Worte, angesichts der Menschen, die sich auf diese Weise in tiefer Ergebenheit auf den Weg zu ihrem Heimattempel nach Lhasa begeben!

 

Auf unserer Weiterfahrt geht‘s nochmal über einen Pass von 4700m, nur staubig und geschottert und hinab in unser Tagesziel, Zhuqing auf 3980m, unsere vielleicht höchste Übernachtung!

Die spüren wir auch ordentlich, Unruhe, vegetative Höhensymptome, Hunger und dann doch keinen,- wir spüren alle die Höhe!

Ein Geschenk bekommen wir auch noch, nämlich 15 cm Neuschnee! Wir trauen unsern Augen kaum, das sonst so staubige Dorf verwandelt sich in ein eiswindiges Wintermärchen! Priiima!

 

03.05.17

 

Trotz Schnee auf Häusern, Autos und auch sonst überall sind die Straßen am nächsten Morgen wundersamerweise frei! Das macht Freude! Micha fährt, Sylvia hat Kopfweh und Tom geht‘s gut!

 

Wir überqueren 2 Pässe a 4200m durch die Pugong Prairie zum Mittagessen nach Shiqui!

Viele Khampas halten sich hier auf, echt interessante Leute! Vorbei am Kloster Shershul überqueren wir den Letzten Pass mit 4700m von der Provinz Sichuan in die Qinhai Provinz.

 

Die Straßen werden nun wieder schlechter! Im Ziegenkaff Xiewu (hier treffen sich die Ziegen in der Dorfmitte) kaufen wir wie immer in unserem Lieblingseckladen "Passmunition" ein und weiter geht‘s nach Yushu!

Yushu 03.05. - 05.05.17

Endlich wieder da, an der Manimauer, kurz vor Yushu!

Umrundung der Mauer und Begrüßung unserer erneuten Vermieterin "Tschesan".

Hier sind wir wieder, diesen Platz lieben wir.

 

04.05.17

 

Ein Tag ohne großer Aktionsbedürfnissen! Nach einem außerordentlichen Rühreifrühstück- wir können die Küche benutzen, geht‘s los zum Yushutempel der neu erbaut über der Stadt thront. Hier finden wir noch einen Sammelsurium Tempel mit alten Überbleibseln aus der Zeit vor dem Erdbeben 2010. So sehen wir antike Schützergeister/-tiere und auf unserer anschließenden Runde zum Prinzessin Wenchentempel und dem danach folgenden Kagyütempel begegnet uns nochmal schönster Nonnengesang inklusive 1000 aufgetürmten kleinen Diamant,- und Medizinbuddhas! Also wenn es nach den Schützern geht, kann unsere Tibetreise nicht geschützter sein :-))!

 

05.05.2017

 

Was wäre ein Urlaub ohne Überraschungen! Über Nacht hat es wieder geschneit und so stehen wir mit unserem Taxi um 6 Uhr morgens vor einem zugeschneiten, verschlossenen Flughafen! Nachdem der Taxifahrer noch guter Dinge ist, bleiben wir es auch und warten einfach, zunächst bis der Flughafen tatsächlich noch öffnet,- oh Wunder und 6 Stunden später unser Flug nach Lhasa startet!

1.5h und 700 km Luftlinie trennen Yushu und Lhasa mit wunderschönem weißem Gebirge, dass an den Himalaya angrenzt.

Lhasa 05.05. - 08.05.17

In Lhasa werden wir von unserem Reiseleiter Nyima traditionell mit einem weißen Schal begrüßt und nochmal 1h Fahrt erwartet uns bis in die Stadt. Check in, im Heritage Hotel Lhasa, einfach und zu empfehlen mit guter Innenstadtlage!

Dann geht‘s los ins Getümmel der Barkhorstreet, Polizeichecks an jeder Ecke als Eingang zur Kora um den allerwichtigsten Tempel der tibetisch- buddhistischen Tradition, dem Jokhang Tempel!

Wie in einen Sog fühlt man sich hineingezogen in die Pilgerkora und eigentlich kommen wir aus dem Staunen über die vielen verschiedenen Eindrücke gar nicht mehr heraus, während auch wir unsere Runden um den Tempel drehen!

 

06.05.2017

 

Endlich mal bis 7.30 schlafen! So kann Urlaub auch sein...ein gemütliches Westernerfrühstück (Brot, Ei etc.) Treffpunkt um 9.30 mit dem Bus zum Potala Palace.

Statt erwarteten 8 Personen der Reisegruppe sind wir nur zu 5t, allerdings mit dem Platz im Bus für acht! Reisen werden hier in Tibet nur als Gruppenreisen für Ausländer (außer Chinesen) erlaubt, die Reiseziele sind meist vorgegeben, individuell geht gar nicht!!!

Der Aufstieg zum Potala Palace ist schnaufend und steil! Die Buddhas seien ausgezogen, sagt man manchmal von diesem Ort, kein Leben mehr außer Museum! Vielleicht!!! Aber die Schätze, die es zu sehen gibt, sind grandios und absolut sehenswert! Das Gebäude ist groß, beeindruckend, wunderschön und in einen weißen (Tempelräume) und roten Teil (Wohnräume) getrennt. Songchen Gampo mit Prinzessin Wenchen begann im 7. Jhrdt. eine Festung zu bauen, an dessen Stätte dann der 5te Dalai Lama um 1650 diesen Ort als Residenz der Dalai Lamas etablierte, was bis zum 14. Dalai Lama und bis 1959 der Fall war!

Wir haben Glück, dass wiedermal keine Saison ist!!!

Nachmittags besuchen wir den Jokhang Palace den ersten buddhistischen Tempel in Tibet!  Jeder Tibeter möchte einmal im Leben hier gewesen sein, um den Segen des heiligen kleinen Goldbuddha aus dem 7. Jahrhundert zu bekommen! Die Dachterrasse bietet einen wundervollen Ausblick auf den Potala Palace sowie das Meditieren der Tibeter vor dem Eingang des Jokhangtempels. 

 

By the way....unser kleiner Geheimtip wird die Lhasakitchen und das vegetarische Restaurant ggü. dem Jokhang palace, dazwischen Lustwandeln in den vielen Thankashops (tibetische Malereien auf Leinwand).

 

07.05.2017

 

Heute vormittags Besuch des größten Klosters in Lhasa, dem Drepung Monastry. Die Assembly Hall ist für 7700 Mönche ausgelegt und wird zu großen Festen wiederbelebt. 600 Mönche bewirtschaften das Kloster heute noch unter dem Schutz des großen Buddhas und seinen 8 Boddhisattvafreunden, die im Haupthaus riesengroß als Statuen thronen. Erbaut hat‘s "Zhongcapa", der Mönch, der die Gelbmützen gegründet und den ersten Dalai Lama gelehrt hat. Drepung war Wohnsitz des 2.-5. Dalai Lama und ist Urnenstätte des 1.-4. Dalai Lama! 

 

Nachmittags besichtigen wir das Seramonastry! Ebenso ein überaus großes Kloster! Der neue rechte Teil scheint etwas unbelebt, der linke alte Teil ist gerade sehr belebt mit Eltern und ihren Kindern. Heute ist Sonntag und Segenstag im kleinen Goldtempel. Die Kleinen "verschwinden" kurz in einem kleinen Eingang zum Schrein und kommen mit einem "Aschemal" an der Stirn wieder heraus! Die Schlange ist endlos :-)))) !

 

Hier werden im Moment viele Yakbutterstatuen gebaut. In der Großküche sieht man die riesigen Yakbuttersampfer dazu. Diese sind jedoch mittlerweile selbstverständlich von Maschinen abgelöst, dienen der Zierde und der Vorstellung früherer anstrengender Arbeit.

 

Auf dem Heimweg nach Lhasa besuchen wir noch eine Manimauer der besonderen Art.

Sie ist ebenso ein heiliger Stop einer der 3 Koras, die um Lhasa führen.

Man stelle sich 3 Wege vor, einen inneren um den Jokhangtempel, einen mittleren und einen äußeren großen Rundweg, um den jederzeit Pilger, Bewohner und Touristen ihre Kreise ziehen und ihre Mantras murmeln für maximalen Schutz und Segen oder einfach nur aus Neugier und zur Freude.

Shigatze 08.05. - 09.05.17

12h Fahrt nach Shigatze mit dem ordentlichsten, brävsten Fahrer der Welt!!! Eine Geduldsprobe! Es scheint hier Abstands- und Zeitmessungen zwischen den Distanzen zu geben, zumindest verkauft man uns das so! Zwischendrin Zwangspausen mit mehr und vor allem weniger interessanten lokalen Angeboten!

Dennoch überqueren wir den 4910 m hohen "Hundepass"! Hier werden Mastifhunde ausgestellt, Modelle mit Fotopreisen :-)! Die Aussicht auf den vor uns liegenden Yamdrok lake ist gigantisch, den wir ein ganzes Stück entlangfahren. Wir sichten den ersten 7000er, den Mt. Nyangkanghy Khansan. Kennt doch jeder :-)!

Lunch in Nagarze und weiter über den Kharolapass mit 5039m und weiteren gletscherbesetzten Bergen!

In Gyantse besuchen wir das Palkhor Monastry! Gyantse war ursprünglich im 9.Jhrdt eine Bergfestung und wurde im 14 Jhrdt. in ein Kloster umgebaut und erweitert. Berühmt und einzigartig ist es für den größten Kumbum/ Chörten (Turm?), ein Bauwerk mit 4 Stockwerken, 108 kleinen Kapellen und über 10 000 Wandbildern. Der Haupttempel beherbergt Holzfiguren wie wir sie in keinem Anderem in Tibet gesehen haben. Ebenso besonders ist das Kloster für die Beherbergung aller 3 Schulen des tibetischen Buddhismus: Gelugpa, Sakya & Bodong. Ein noch sehr alter "Schützertempel beherbergt neben einem "Gruselkabinett" an Statuen auch noch ausgestopfte Tiere die von der Decke hängen. Den Schützerstatuen sind die Augen verbunden, so das man nicht Auge in Auge mit den höheren Wesen der Schützer steht.

In derselben Zeit macht unser Guide die notwendigen Formalitäten der Visas beim Goverment und weiter geht‘s in Schrittgeschwindigkeit Richtung Shigatze. Wir machen schon Witze, dass die kleine sonnenbetriebene Gebetsmühle am Armaturenbrett sich schneller bewegt als unsere Reifen :-)) !

Ein netter Zwischenstopp ist nochmal eine alte wasserbetriebene Kornmühle. Hier wird das berühmte tibetische Tsampa, geröstete Gerste noch ursprünglich hergestellt und gemahlen.

Dies ist die erste Nacht der ganzen Reise in der wir mal alle gut schlafen!

 

09.05.2017

 

Wir treffen im Hotel eine indische Reisegruppe, die den Kailash umrundet und beschließen 2019 dasselbe zu tun! Der Plan...mit unserm "Nyima" von Lhasa nach Shigatze zum Kailash und weiter nach Kashgar sei der Plan. Allerdings sicherlich ohne unseren Fahrer J !

Mal sehen, was draus wird!

Everest Base Camp 09.05. - 10.05.17

Heute geht zum Everest Basecamp aber zunächst mal über 4700m nach Latze, dann über den Giatsolarpass 5248m zum Shegar Checkpoint, der Einfahrt ins Everestgebiet. Hier erreicht man den 5198m hohen Qomulangmapass (Qomulangma= Everest) von den man bei guter Sicht den Ausblick auf 5 Achttausender hat!

Wir haben keine ;-), dafür einen kleinen Schneesturm!

Ein letzter Checkpoint in Rombuk, dem kleinen süßen Klosterkaff und nach 10 Stunden erreichen wir dann doch unser Ziel. Ein vorgelagertes Basecamp 5150m, 60 Zelte a 6 Schlafplätzen.

Nachts kommt sogar die Kontrolle die die Besucher mithilfe der Taschenlampe anleuchtet und zählt. Dazu: 2 Toiletten für alle!

Ganz klarer Fall, dass man eher für "sein Geschäft" das Weite sucht! Und Weite ist vorhanden...!

4 km trennen uns vom Aussichtspunkt und ein organisierter Shuttle fährt uns an den Endpunkt! Gut so, denn der Atem ist tief, die Bewegungen mangels Sauerstoff langsam!

Von hier aus sieht man nun das richtige Basecamp, auch ein Meer an Zelten, in dem die Experten 4-6 Wochen trainieren bis sie sich dann zur Besteigung des Qomulangma aufmachen.

Die Aussicht ist großartig und mächtig!

Nach ausgiebiger Bestaunung des Berges geht‘s zurück in unser Zeltgemach, dass mit kleinen Kohleöfen gewärmt wird, entsprechend der Qualm. Nach ein paar Stunden Schlaf erwacht man und wartet darauf wieder einzuschlafen. Absolut lohnenswert ist ein Nachtblick in den Sternenhimmel., Erstaunlich auch, wie viele Gäste nicht schlafen :-), ganz schön was los nachts auf unserem Zeltplatz J !

Der Einzige, der diesmal gut schläft ist Michael,- man muss ihn halt nur über 5000m schicken, schon schläft er gut J!!!

 

10.05.2017

 

Bis 9 Uhr tummeln wir uns auf dem Platz und es ist Gelegenheit die rote Mönchsmütze, die mir eine warme Nacht beschert hat, an einen neuen Besitzer, der hier lebt und sie gut gebrauchen kann, zu übergeben.

Wir fahren nochmal nach Rombuk/Rhongphu und suchen das auf 5000m höchstgelegene Kloster der Welt auf. Welch ein Glück, dass hier gerade Morgenzeremonie ist. Die Mönche und Nonnen stimmen Mantren und Gebete an! Selten auch, dass Klöster gemischt sind (und noch seltener das man dort eine schwäbische Kuckucksuhr entdeckt J).

Wir haben beste Aussicht auf den Everest und machen nochmal ausgiebigst Fotosession! Schwer, hier wieder wegzufahren!!!

Shigatze 10.05. - 11.05.17

Diesmal sind wir geringfügig schneller und abends um 18.30 wieder zurück in Shigatze!

 

11.05.2017

 

Besuch des 3-stöckigen Tashilumpo Klosters, das der Kulturrevolution trotzte und fast noch vollständig erhalten ist! Gründer war der erste Dalai Lama gewesen, nach geschichtlichem Hin und Her hatte es dann der 4. Panchen Lama wiederbelebt und so war es seither Sitz der Panchen Lamas, den ranghöchstem Grad nach dem Dalai Lama!

Hier finden sich neben einem vergoldeten 27m hohen Buddha der Zukunft die Stupagedenkstätten der 4.-10 Panchenlamas.

Im Hof findet noch ein interessanter Kleidermarkt statt. Der Verkauf von Kleidern Verstorbener!

Lhasa 11.05. - 12.05.17

2.5h Zugfahrt bringen uns zurück nach Lhasa, wo unser Thomas-shan (Shan= Berg) eine Ruhepause wegen Magenverstimmung einlegt und wir nochmal eine Korarunde drehen.

Natürlich nicht ohne einen kleinen Medizinbuddha, Steinchen und Gebetsmühlchen zur Gesundung mitzubringen! Die Stopftabletten haben wir natürlich auch eingekauft, falls das mit dem Medizinbuddha zur Gesundung nicht ausreicht ;-) !  

 

12.05.2017 (Goldene Hochzeit unserer Eltern!)

 

Ein bisschen schwer fällt uns der Abschied aus Tibet schon aber alles klappt wie am Schnürchen...Transfer zum Flughafen, Flug zurück nach Yushu, erneuter Check-in an unserer Manimauer!

Yushu 12.05. - 14.05.17

Wir bleiben gemütlich heute, Tom ruht und Micha & ich besteigen den Hausberg der Manimauer, an dem es auch ein kleines Tempelchen gibt. Leider ist eine Kommunikation mit dem dortigen Mönch nicht möglich!

 

13.05.2017

 

Die Autorunde nach Lebagou...zuerst und zum Glück verfahren wir uns ordentlich, nämlich in ein wunderschönes Tal hinein mit Murmeltieren, Geiern beim Mittagessen, einem wunderschönem Tempel und schließlich einer großen Baustelle bei der es nicht mehr weitergeht!

Wie uns die Arbeiter zu verstehen geben, in bestem Chinesisch versteht sich, sind wir hier gaaaanz falsch und rauschen den ganzen Weg zurück zur richtigen Einfahrt unseres ursprünglichen Zieles auf der anderen Flussseite. Kein Wunder, dass man hier durcheinanderkommt denn es treffen sich hier 3 Flussläufe auf einmal! Wir fahren nochmal ordentlich Gravelroad bis zum Manimountain und überqueren Michas letzten Pass.

Vorbei an unserem geliebten Tempelchen der Prinzessin Wenchen zieht es uns zu ein paar Stupas am Straßenrand. Dort finden wir nochmal ein weiteres unerwartetes Erdbebenrelikt, dass uns ganz schön bedrückt macht. Die Überreste des Thranguklosters, das 2010 dem Selbigen zum Opfer fiel. Die Stupas sind Gedenkstätten der Toten und das sind nicht wenige!

Am Abend gehen wir alle nochmal eine vorletzte Korarunde und genießen unseren letzten gemeinsamen Abend romantisch bei Kerzenschein (Stromausfall!! :-))

 

14.05.2017

 

Nun aber die allerletzte Korarunde: Wir kaufen ein paar Malas, beobachten den verrückten Ziegenbock beim Kampf mit einem geparkten Motorrad, treffen unseren Bergmönch nochmal und irgendwie verabschiedet sich die ganze Gesellschaft von uns mit einer tiefen Freundlichkeit!

Das Auto steht bereit, diesmal kein Schnee am Flughafen und dann geht unser Crewmember Micha von und an Bord! Er fliegt wieder zurück nach Hangzhou!

Nangqen 14.05. - 17.05.17

Tom und ich fahren weiter nach Nangqen, ein bisschen leer nun unser Auto!

 

Auf dem Weg dahin erst mal 2 dicke LKW- Unfälle, umgekippt und abgestürzt.

Die sehr gut ausgebaute Straße regt vielleicht zum zu schnell fahren an?!

Kurzes Mittagessen 70 km vor Nangqen und Ankunft um 17 Uhr! Ein ziemliches Überwachungsdorf im Planquadratformat! Zunächst Polizeicheck am Eingang und dann Kameras überall. Hier nimmt man alles sehr genau auch den Check- In im Hotel für Ausländer!

2 Hotels lehnen uns ab dann aber werden wir fündig! Unser Highlight in Nangqen, das Hotel!

Der ganze Ort ist eine einzige Baustelle und den ganzen Abend ertönt der zarte Gesang der Generatoren im ganzen Ort! Strooooomausfall!

 

15.05.2017

 

Fahrt zum Juelakloster. Kurz vor dem modernen Tunnel gibt es eine kleine Abfahrt in ein wunderschönes Tal, 60 km liegen noch vor uns!  

Wieder Polizeikontrolle! Tom ist meist der Polizeijoker, ich die Vorhut, die erstmal mit Führerschein und Ausweis aussteigt und mit (perfektem ???) chinesisch einen kurzen Aufenthalt versucht. Wenn das fehlschlägt, steigt Tom aus!

Na und dann... ein Raunen& Staunen..."Hen Gao" (sehr groß!) auf Chinesisch und meist sind wir damit sehr schnell durch.

Freundliches Winken, vielleicht noch ein Foto! So ein großer Bruder bringt schon Vorteile :-)))) und macht natürlich stolz ;-) !

Diesmal wollen sie gar nichts von uns, sondern kontrollieren die Anwohner nach den allseits gewollten Würmern! Ganz Kham ist gerade auf Wurmsuche, Klöster und Dörfer sind leer, weil jeder in der Pampa unterwegs ist, um Würmer zu suchen.

Viel Nomaden verdienen mit dem anerkannten Aphrodisiakum ihr ganzes Jahreseinkommen. Es handelt sich bei den geliebten Tierchen um eine Mischung zwischen Tier & Pflanze.

"Yartsagunbu, Ophiocordyceps sinensis oder schlicht und ergreifend Raupenpilz " genannt :-) !

 Im Laufe der Weiterfahrt fällt unser Blick dann auf eine kleine Stupa. Zunächst halten wir an um ein Foto zu machen, erkennen dann einige Leute die dort zugange sind und schließlich eine ganze Menge Geier, die nahe im Gelände sitzen und warten.

Wir trauen unseren Augen kaum, das ist eine Himmelsbestattung!

Man hat uns erzählt, dass es immer noch zu 80% Brauch der tibetischen Gesellschaft sei, Himmelsbestattungen durchzuführen! Nicht gewollt vom Staat aber Tradition!

So können wir beobachten wie der Leichnam bearbeitet wird und die Geier mehrere Male

"zu Tisch" gelassen werden.

Als wir später nach unserer kleinen Rundfahrt um und am Juelaklosterdorf an den Platz zurückkehren um uns das mal genauer zu betrachten, stellen wir fest: saubere Arbeit!

Außer einer im Boden eingelassenen Mantra- Marmorplatte, ein paar Werkzeugen und ein paar Haaren keine Spur mehr irgendeines Geschehens. Ein Hund kaut noch auf einem Knochen, wo immer der auch her ist!

 

Auf der Heimfahrt biegen wir noch 1-2 mal ab, genießen Nonnengesänge, 2 Polizeisperren, eine tote Vogelscheuche im Graben, schachspielende und wurmverkaufende Männerrunden bei Generatorenmusik in unserem stromfreien Kaff Nangqen!

 

16.05.2017

 

Der Plan, den Gargungtempel zu besuchen muss warten, da die Abfahrt sich nicht meldet und wir deshalb erst mal 40 km über einen Pass blasen, der uns schließlich zum Tschechumonastery wunderbar in den Bergen gelegen führt. Auf dem Rückweg finden wir dann doch noch die richtige Abfahrt und endlose Gravelroad bis es schließlich steil eine Auffahrt hinaufführt, die selbst für unser Auto eine Herausforderung ist. Aufregend!

Und doch weder im "falschen" Monastery aber im Schönsten. Wie ein kleines Bergdorf ist das Nonnenkloster angelegt und wir fragen uns, ob aufgrund der vielen Kinder hier vielleicht alleinerziehende Nonnen leben? Weitgefehlt! Die Kids sind hier in Obhut, da deren Eltern (eben wie alle) auf Wurmsuche sind! :-)

Hier lauschen wir den "Om mane peme hung" Gesängen der Nonnen die uns in der selben Zeit ständig mit Tee versorgen. Der Weg führt uns noch weiter und von weitem können wir nun unser eigentliches Ziel, das Gargung Monastery hoch in den Bergen sehen. Zu weit weg nun, da die Zeit schon fortgeschritten ist und wir schließlich den ganzen Waldschotterweg zurück müssen.

Macht nichts, wir hatten wunderschöne Begegnungen!

 

17.05.2017

 

Zum Abschied aus Nangqen winkt die Polizei nochmal freundlich, diesmal ohne Kontrolle!

Ein letzter Blick auf unsere Manimauer beim Vorbeifahren und natürlich brauchen wir neue Passmunition (=Zettelchen zum Rauswerfen) und nochmal einen Satz rote Mützen aus Xiewu! Wir durchfahren wieder das Tor zu Sichuan, überqueren 2 hohe Pässe 4500/4700m, der Lalapass ist unser Lachmützenpass, vermutlich aus Gründen eines Höhenkollers :-).

Sershul Monastery 17.05. - 18.05.17

An Shiqu vorbei finden wir unser Abenddomizil, diesmal ein dem Shershul Kloster angeschossenes Hostel. Die nächsten 2.5h gehören einem spezial mönchsgeführten Rundgang mit dem eigentlich keiner gerechnet hat. An einem Kloster treffen wir den Mönch namens Juanten, der sich spontan meinen Bruder schnappt, seine vielen Armhaare anfassend bewundert und es sich nicht nehmen lässt, uns (oder mehr Tom!) eine spezial buddhistische Führung und Aussprachsschulung des" Om manäää pemäää hung" Mantras zu geben.

 

Schön, hinter den Beiden herzulaufen und das Schauspiel zu beobachten :-) !

Im Amithabatempel fassen wir alle einen Schal und Juanten gibt uns mit 3-maliger Wiederholung eine Einweihung die uns sehr bewegt. Zwischen der grünen Tara und ihren 21 "Schwestern" wird uns bewusst dass wir den "Seniormönch" des ganzen Klosters getroffen haben. Zusammen mit 2 anderen leitet er das ganze Kloster mit 2800 Mönchen!

 

Abends essen wir den besten Mönchseintopf im mönchsgeführten Restaurant und schlafen auf 4100m Höhe eigentlich sehr gut mit nur einem kurzen Nachtgespräch um 3 Uhr morgens!

 

18.05.2017

 

Wir trauen unseren Augen kaum, als die 2800 Mönche sich heute Morgen vor den Toren des Klosters versammeln um anschließend gemeinsam in den Hof zum Debattieren zu gehen!

Ein Geschenk zum Abschied!

Manigange 18.05. - 19.05.17

Auf der Fahrt nach Manigange stoppen wir in Dzogchen, dem schönen Kloster in den Bergen.

 

Hier entsteht ein großes Retreatcenter und der Weg zum Kloster ist mittlerweile geteert.

Noch gibt es sie, die ganz alten Gebetstrommeln und wunderschöne Musik im Inneren des Klosters, aber wer weiß wie lange noch!

Ein staubiger Pass an einer schönen Bergkette entlang führt uns nach Manigange, wo uns "Schweigstill" wiedererkennt und es ein freudiges Hallo gibt.

Bereits zum 3. Mal sind wir nun hier!

Xinlong 19.05. - 20.05.17

Ein Fahrtag mit Zwischenstopps auf unserem Weg nach Xinlong!

 

Zunächst suchen wir in einem wunderschönen Waldstück vergeblich die "Hot springs" und besuchen den "Da Xin Si" den Tempel, an dem wir nun schon etliche Male vorbeigefahren sind, immer in dem Denken ihn irgendwann mal zu besuchen! Heute ist es soweit! Mönchleins, nämlich Jugendliche, üben im Hof ihre Debatten, der Tempel besitzt ebenso schöne Schützerräume mit alten Mandalas im zweiten Stock!

Auf der Weiterfahrt treffen wir ihn dann wieder und diesmal persönlich!

Den Berg Sadhu, so würde man ihn in Indien nennen!

Den einzigen auf einem Berg sitzend& meditierenden Mönch am Straßenrand der S 317! Vielleicht hat er diesen Platz für sich entdeckt, die Aussicht auf die Berge ist hier fantastisch, vielleicht verdient er mit seiner Besonderheit auch ein paar RMB extra. Wir wissen es nicht, aber es ist auch egal! Der Mann ist eine Begegnung und hinterlässt eine ordentlich Gänsehaut :-) !

 

Hinter Garze geht‘s endlich mal wieder auf eine der vielen Baustellenstraßen der S 217 mit Gravelroad. Hier werden Tunnels ohne Ende gebaut, es gibt schöne alte Häuser zu sehen, die hier interessanterweise keine chinesischen Flaggen an ihren Dächern haben. Wir finden alte Lehmstupas und interessante besondere Brücken. Bis wir nach Xinlong einfahren, passieren wir noch 2 Polizeikontrollen und das ganze Kaff ist ein einziger Stau. Überraschend auch mal wieder eine enorm hohe Polizeipräsenz im Dorf!

Hier gibt es noch einen wunderschönen alten Dorfteil aus lehm- und holzgebauten Häuschen mit Tempel auf dem Dorfberg und einem Traum- Meditationsplatz!

Mich erinnerts ein wenig an Old- Manali in Indien! Alt und neu nebeneinander!

In unserm Hotel ist "neu"...wir genießen eine Traumdusche mit hot water und english TV :-) !

Yading 20.05. - 23.05.17

Auf der Fahrt nach Litang lassen wir dieses erst mal rechts liegen und blasen weiter nach Daocheng! Überall gibt es noch die Informationen, der Weg zum Yading Nationalpark sei mühsam, diese sind allerdings komplett überholt. Wir würden für diese super Autobahn hier eigentlich Geld verlangen:-) und so sind wir nach 2 kurzen Stunden durch Steinwüste nachmittags bereits in Daocheng! Hier wird in allem bestens für den Touristen gesorgt, es gibt Hotels ohne Ende!

 

21.05.2017

 

Hurra, auf in die Berge, in den Yading Nationalpark!

 

Eigentlich würde ich aufgrund der Schönheit jedem empfehlen, den Park zu besuchen, wäre er nicht auf 4500m! Durch unsere Reise sind wir natürlich bestens akklimatisiert, jedoch ist auch für uns die 3 stündige Wanderung zum Milch& 5 Farbensee nur mit tiefen Atemzügen und langsam möglich! Kaum ein Chinese bewegt sich hier ohne Sauerstoffflasche durch die Gegend.

Ein bizarres Bild!

 

Die Berge des Yadingparks sind (oder waren?) ein heiliger Pilgerort der Tibeter, die die Berge umrundeten! Vom 5. Dalai Lama eingeweiht entsprechen sie den 3 Boddhisattvas, nämlich der Weisheit, des Mitgefühls und der Kraft! Es ist wirklich erhebend, inmitten dieser Landschaft zu wandern und sicherlich tatsächlich ein tolles Erlebnis, die Berge einmal zu umrunden!

 

Diesmal befinden wir uns jedoch mehr auf der chinesischen Touristenseite mit Tagesbesuchen und Tibeter haben wir hier gar keine gesehen!

Früh um 7.30 geht‘s mit dem ersten Bus los, 32km hinein ins Gebirge.

Bestens durchorganisiert versteht sich, so wie man das meist von China kennt!

Begeisterung entsteht bereits beim Erblicken der ersten schneebedeckten Berge.

Der Mt. Jambeyang (5958m) und der Mt. Chenrezig (6032m) drängen sich vor, der Mt. Chana Dorje (5958m) ist vom Wanderweg aus zu sehen!

Umgeben von dieser Kulisse schwebt man eigentlich durch die Gegend,- wenn auch nur langsam :-))) und wir wandern in ca. 3h zum Milchsee 4480m und von dort zum 5 Farbensee 4530m !

 

Nach einem mehr als erfüllenden Wandertag sind wir abends schön kaputt!

 

22.05.2017

 

Ein weiterer Tag im Yading lässt uns lustwandeln zum Pearllake 4140m (Vorsicht, keine nackten Füße in den heiligen See!) mit Aussicht auf die Rückseite des Mt. Chenrezig!

Wir besuchen das ansässige Chonggu Monastry, haben Spaß mit den hier wohnenden Mönchen.

Ein richtig entspannter leisure- pleasure Tag!

(Oder wie wir gerne sagen: ein Lescher-Plescher Tag....Gruß an Jürgo:-)))

Abends essen wir noch alle vorhandenen Chicken Spießchen unseres Grillmeisters auf und gehen dann zufrieden und müde ins Bett :-) !

Litang 23.05. - 25.05.17

Auf dem Rückweg nach Litang besuchen wir ein 900 Jahre altes Kagyükloster des 1. Karmapas, das Bangpu/Pong Phug, ein schön gelegenes altes Kloster direkt neben der Straße mit außergewöhnlich vielen Personenbildern, u.a. auch des 16. Karmapas und des Dalai Lamas.

 

Wir durchqueren wieder diese bizarre Steinwüste und erreichen Litang am Nachmittag!

 

Litang ist eine der höchstgelegensten Städte der Welt mit seinen 4014m! Es ist bekannt für seine Reitturniere und als Geburtsort vieler berühmter buddhistischer Lamas, sowie des 7.& 10. Dalai Lamas. Man kann die ehemalige Residenz des 7. besichtigen.

Ebenso ist der Stadttempel, die Baita Gongyuan mit seinen vielen Pilgern für einen Besuch recht interessant. Außerhalb der Stadt findet man das Chöde Monastry, ein großer Tempel auf einem Berg mit tollem Blick in die Szenerie Litangs!

Die Stadt ist im Planquadrat angelegt und sehr übersichtlich, die Geschäfte der Hauptstraßen haben nette Ladenfassaden mit englischen Übersetzungen der tibetischen Ladenbezeichnungen und es gibt Unmengen von Schneidern für traditionelle Kleidung!

 

Der Stadttempel, verfügt über eine kleine Kora mit riesigen Gebetsmühlen und hat einen Prostrationplatz. Hier liegen ca. 40 Holzbretter aus, auf denen man seine Verbeugungen machen kann. Ebenso findet man viele Stadttempelchen, Räume die jeweils mit einigen Gebetsmühlen ausgestattet sind , um die die Menschen dann ihre Runden drehen!

Für uns ist heute das Stadthighlight eigentlich das Streunen durch die Gassen und schlussendlich der Besuch des Marktes. Hier scheint im Moment nicht viel los, viele Läden sind geschlossen, die Stadt erscheint ein bisschen leer. (Wurmsuche???)

 

24.05.2017

 

Heut ist Ausflugstag in der Litanggegend! Zunächst fahren wir mal dahin , wo alle hinfahren. Nämlich Richtung Lhasa die G318 entlang...! 73km trennen uns von der Stelle an der wir als nicht chinesische Touristen nicht mehr weiterkommen! Hier geht‘s nach Tibet und somit ein Ziel für ganz viele chinessiche Jugendliche, zu Fuß, per Daumen, per Fahrrad oder per Moped!

Ganz schön was los hier auf der Straße!

Als uns die endlose Weite und eine schöne weiße Stupa einholt, drehen wir um und begeben uns nochmal in die Gegenrichtung!

Hier finden wir in dem kleinen Dorf Jiawaxiang den zukünftigen Lama des Dorfes, einen kleinen sehr aufgeweckten Jungen und alte Stupas, Gebetsmühlen etc.

Schlussendlich regnets uns noch prima ein und wir fahren zurück nach Litang in unser Superdomizil, eine kleine Suite.

Tagong 25.05. - 28.05.17

Als wir in Tagong 3700m ankommen macht man uns nervös, dass es keine Unterkünfte gäbe. Man feiert eine Woche lang den Geburtstag eines Lamas mit Zeremonien etc.!

Dementsprechend voll ist das kleine schöne Dorf Tagong, aber wir haben Glück!

Unser erster Besuch gilt dem Markt auf der Suche nach unserem Rabenmann, den wir letztes Jahr hier trafen! Angeblich habe er nun ein Geschäft in der Stadt , in dem wir ihn nachher auch finden. So groß ist die Stadt nämlich nicht! Er erinnert sich natürlich an uns (danke Thomasshan!) und das Wiedersehen ist sehr herzlich!

Auch lernen wir Tashi kennen, der das Himalayak Tibetan Restaurant& Hostel am Dorfplatz betreibt und dafür sorgt, dass wir hier täglich ein Frühstück bekommen, von dem wir ganze 3 Wochen geträumt haben! Nun geht der Traum in Erfüllung! Bei ihm finden wir eine Matratze im wirklich überfüllten Tagong als man uns unser erstes Domizil nicht mehr verlängert.

 

An Ausflügen besuchen wir natürlich die Festivitäten zum Geburtstag, meinst Einweihungen im etwas abseits gelegenen Hauptkloster, Xinlong Grand Monastry. Wir besuchen das Nonnenkloster, die Gyargo Ani Gompa, das noch nicht ganz dem Renovierungswahn zum Opfer gefallen ist und wunderschön auf einem Berghang liegt. Eine Fahrt ins Manital bringt uns nochmal die Steinmalereien des Tales näher.

Schließlich begnügen wir uns mit kleinen Wanderungen, netten Gesprächen (hier gibt‘s auch mal Westernertouris, Anke& Steffen aus Dresden auf Weltreise zum Beispiel) und kleinen Korarundgängen ums Kloster Lhagang am Hauptplatz.

Tempelbesuche haben wir nun tatsächlich satt! Ganz deutlich spürbar :-))) !

Der Abschied fällt mal wieder schwer...!

Xiaojin 28.05. - 29.05.17

Heute verlassen wir wieder Osttibet und fahren von Tagong über Danba nach Xiaojin. Hier gibt es wieder Kommunistendenkmale am Marktplatz zu sehen und chinesische Tänze am Abend auf dem Dorfplatz! Welcome back to China!

Qingchengshan 29.05. - 03.06.17

Unsere letzte Autoetappe führt uns nochmal über die S 303 an Wolong und den 4 Sistermountains oder auch den Mt. Siguniangarea vorbei. Hier scheint gerade ein großes Fest stattzufinden, will man die Besucherzahlen beurteilen! Vielleicht ist es auch nur ein normaler Urlaubtag!?! Keiner weiß es ! Auf jeden Fall erscheint die Area hier ebenfalls als sehr besuchenswert. Der höchste Berg ebenfalls ein 6-tausender! Vielleicht an einem Werktag und außerhalb der Ferien,- wie eben immer und überall in China :-))) !

 

Wir erreichen unser Tagesziel, den geliebten Qingchengshan, heiliger Taoberg seines Zeichens und einen Steinwurf von Chengdu entfernt ! Mein Berg!

Hier machen wir am nächsten Morgen eine Wanderung auf der vorderen Seite des Berges. Touristen, taoistische Tempel, nette Vegetation begleiten uns dabei!

Nachmittags besuchen wir nochmal das gesellige Städtchen Dujiangyan mit Abschlußshopping und allem Konsum, den das Herz begehrt!

 

31.05.2017

 

Die letzte Fahrt zum Airport,... byebye brotherheart und guten Flug!

Arg schee wars mal wieder!!! Komm gut nachhause und bis bald!!!

 

01.06. - 03.06.2017

 

Mir bleiben 3 Tage Zeit in Qingchengshan, bis die nächste Travelcrew anreist, die ich vom Airport Chengdu abholen werde! Michas Schwestern und seine Nichte werden uns besuchen!

Genug Zeit also, mich, die Wäsche, das Auto zu reinigen und klar Schiff zu machen :-) !

Endlich besuche ich mal auch die Rückseite des Qingchengshan.

Üppige Vegetation, keine Tempel, dafür Natur begeistern mich und machen mich noch mehr zum Fan als vorher;-) ! Ein echt schöner Berg und eine absolute Alternative anstatt in der Stadt Chengdu zu wohnen.

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar