Kirgistan                                 Zu den Bildern

 

 

Gesamtaufenthalt Kirgistan 09.06.- 19.06.19
 
So kannte man das ganz früher! Man kommt an die Grenze, der Zöllner vergleicht Gesicht und Pass, man hört das vertraute Geräusch eines Stempelabdrucks und passiert die Grenze.
Hier ist da noch so! Zumindest am Grenzübergang Kordai/ Kasachstan nach Ak- Zhol /Kirgistan auf dem Weg nach Bischkek, den wir gegen 2 Uhr nachts passieren. Mehr als die Grenzgänger werden definitiv die Fahrzeuge gecheckt, die die Grenze passieren.
Dawei, dawei gehts zack zack ueber die Grenze, bevor wir wieder mitsamt Gepaeck in unseren Bus einsteigen!
 
Als wir nach ein paar Stunden gemütlichen Schlafs im neuen Land erwachen, trauen wir unseren Augen nicht! Nein, es sind keine Wolken, es ist das 260km lange Panorama des Tian Shan, der Berge die den wunderschoenen Issyk Kul (=See) auf der kirgisischen Seite ziert. 
Hiermit beginnt die Faszination bereits!
 
Zwar war der Weg von Almaty über Bischkek nach Karakol ein direkter Umweg, aber zumindest ein Wunderschöner. Um es schon einmal vorweg zu nehmen: hier ein kleiner Zukunftsreiseplan…man nehme ein Leihauto in Almaty, passiere den nahen Berggrenzübergang Karasu/ KZ nach
Ak- Tilek/KI dort (kein Public Transport!) und umrunde den schönen See, zeltend, dort, wo es einem gefällt! Das ist hier naemlich noch erlaubt, zu zelten wo man moechte...! Zwischendurch mal eine tolle Bergwanderung irgendwo :-))) oder 2 oder 3 !
 
09.- 15.06.19 Karakol
 
Angekommen in Karakol besuchen wir die schöne alte orthodoxe Holzkirche denn es ist Sonntag und orientieren uns im Ort und zwecks Wandertouren! Eine gute Adresse dafuer ist Destination Karakol, eine gut organisierte Webseite mit allem, was es um den Issikul zu erleben gibt! Das Wetter ist uns noch nicht so wohl gesonnen und regnerisch, der Schnee liegt noch zu tief um ab 2500 m nicht darin zu versinken.
 
Die Reise Wonnemonate in Kirgistan scheinen Ende Juli & August zu sein!
 
Wir wohnen bei Sergej, lieben unser als Hängematte getarntes Bett (weil superdurchgelegen) und wuerden aufgrund des Wohlfühlfaktors jederzeit wiederkommen. Gleich ums Eck, weltbestes vielfaeltigstes Restaurant mit Supermarkt. Nach 2 Tagen Orientierung einschließlich Dinner bei den Dungans (Preis/ Leistung fraglich?!) werden wir die nächsten 4 Tage im Schnitt 20 km pro Tag wandern!
 
Tag 1 (11.06.19)
 
Ak- Suu Arboretum Trek (1902m- 2464m)! Einmal bei schlechterem und dann nochmal bei schoenem Wetter laufen wir den angenehmen Weg direkt von Karakol nach Ak Suu, der zwischendrin einen wundervollen Ausblick auf Schneeberge bietet. Die Ak- Suu- Kench Hot Springs lässen sich prima mit der Maschrutka entweder direkt von Karakol oder vom Ende des Wanderweges in Ak Suu erreichen und sind ein Genuß, weil sie nicht überlaufen sind.
 
Tag 2 (12.06.19)
 
Fahrt nach Jirgalan & Wanderung zum Wasserfall
Jirgalan ist ein schoenes, bereits touristische Dorf mit guter Informationsmoeglichkeit. Hier kann wohnen, sich Guides, Pferde etc. mieten und alles gefuehrt machen, was jedoch nicht wirklich preisguenstig ist. 
Das noch nicht so schöne Wetter hat eine bunte Wildblumenblüte auf den Wiesen zufolge und macht die Wanderungen wunderschön. Wir lernen heute, dass Bergmuren eine Wanderung erheblich verlaengern bzw. erschweren koennen, dass scheinbare Wanderwege keine sein muessen, Pferdewege ins Nichts fuehren koennen und gute Navigation das A& O ist :-))) !
Ein spannender Lerntag sozusagen und auch noch in Begleitung eines neugierigen Hundes, der uns von Anfang bis Ende begleitet. Als wir schliesslich mit "etwas" Verzoegerung doch noch unseren Wasserfall erreichen, haelt selbst der Hund einen Erschoepfungsschlaf!
(Den Weg auf der Strasse zu nehmen waere viel zu langweilig gewesen :-)))
 
Tag 3 (13.06.19)
 
Wanderung zum Yissikoel , dem kleinen Bergsee
Eine beliebte Reittour, die wir uns jedoch ueber den Bergruecken erwandern. Heute erschliessen sich uns erste Blicke auf das hiesige Bergmassiv, Schafe und viele Matschwege zieren unseren Weg! Die Tour der meisten Hoehenmeter so far!
 
Tag 4 (14.06.19)
 
Jirgalan Bye Bye und Rueckfahrt nach Karakol! Wir wandern nochmal unseren
Ak- Suu Arburetum Trek und heute endlich bei bestem Wetter und super Bergblick! 
Hot Spring Genuss am Ende in den Ak- Su Kench Quellen , die bequem per Marschrutka zu erreichen sind und mit wenig Besuchern inclusive Bergblick glaenzen!!!
 
15.06.-18.06.19 Bokonbayvo
 
Orgatag zur Visabeantragung nach Tajikistan (Onlinevisa) und Abfahrt nach Bokonbayvo, unser 2.Ziel am See! Nachdem das Wetter nun fantastisch ist, wollen wir auch den See zum Baden geniessen und unser Ziel liegt nahe am See. Den ersten Fischi geniessen wir in der Jurte am Beach und fuer Micha ist bereits Badetag, fuer Sylvi nur Fuesschen- Badetag!
 
2 schoene Wanderungen unternehmen wir hier:
 
Die sogenannten buddhistischen Petroglyphen lohnen sich wegen der Aussicht auf den See und den Canyon. Hier beginnen wir den Weg von hinten mit dem steilen Anstieg und laufen dann langsam den Berg hinunter,- eine ganze Tagestour mit An- und Abfahrt einer Marschrutka.
 
Der Fairytail Canyon!Jeder Tourist der sich hier aufhaelt, kommt wahrscheinlich in das kleine Gebiet der roten Berge, dass sehr leicht mit Marschrutka zu errreichen und ebenso leicht zu erwandern ist. Wir empfehlen hier am Abzweigschild einen Badestop einzulegen. Der See gewinnt schnell an Tiefe und ist zum Schwimmen super, der Platz uneinsichtig zur Strasse hin!
 
Ein Wort zu Marschrutkas:
Alle Westtouris nennen sie meist zu Beginn Matruschka! Kein Wunder, denn so haben wir die beruehmten russischen Puppen genannt! :-)
Hier handelt es sich allerdings um das wichtigste Transportsystem aller -istan Laender und mit der Zeit wird dieses Wort eins der Liebsten, vorallem wenn es genuegend davon gibt und ein Transport moeglich ist! Voll und voller fahren sie mehr und weniger und manchmal zu unmoeglichen Zeiten durch die Gegend und sind ein wunderbares kostenguenstiges Verkehrsmittel, auch wenn man manchmal Touripreise zahlt, die oft etwas hoeher sind als fuer Einheimische.
 
Ein Wort zu Kirgistan:
Hier wird sich umarmt und es gibt ein Küsschen zur Begrüßung. So zumindest die kirgiesen untereinander.Nicht zu übersehen sind auch die vieen Goldzähne und warum??? Weil gelächelt wird!!!
Eins kann man sicherlich auch ueber Kirgistan sagen: es ist das Land, in dem man (neben anderen Modellen) die meisten gebrauchten Audis und super viele deutsch beschriftete LKW's finden kann. Die Leute scheinen super entspannt und laid back! Zumindest fuer den bereisten Teil des Issikuls. Hier ist definitiv ein Platz der Erde an den man wieder kommen moechte und von dem man mehr lernen will. Keiner kennts und wenige interessierts, definitiv noch ein Reise- und sicherlich ein Kulturvorteil fuer das Land und seine Besucher!
 
Was wir auch nicht gesehen haben ist das hier laendertypische Kokbaru Spiel! Vielleicht mal bei You tube googeln und sich ein Bild machen! Sehr besonders und ziemlich rauh!!!
Eine kleine Bildungsluecke bleibt immer ;-)))
 
Offen bleiben Jeti Oguz und der 3- taegige Ala Kul Trek! Ueberall ab 2500 versinkt man im Moment noch im Schnee!
www.southshorekg.com
 
Rachmat Kirgistan !
Bevolkerungszahl: 6 300 000
Waehrung: Som (1 Euro= 78 Som)
 
 
 
KASACHSTHAN 19.06- 22.06.19
 
19.06./20.06.19 Bokonbayvo/Kirgistan ueber Bishkek nach Shymkent/Kasachstan
 
Alle Wege fuehren ueber Bishkek, so auch unserer! Die Maschrutka nach Bishkek war noch gemuetlich, unser naechtlicher Langreisebus (12Std) im Anschluss ist leider voll bis auf den letzten Platz! Wir passieren wieder nachts ganz unkompliziert die Grenze zurueck nach Kasachstan und nach Shymkent, dass wir frueh morgens um 6 Uhr erreichen!

 

20.06-22.06.19 Shymkent/Turkistan KZ

 

Unser Hotel ist per Fuss zu erreichen und nach kurzer Pause besuchen wir Sayram (20.06.), den Geburtsort eines hier in Zentralasien beruehmten Vertreters des Sufismus: Khoja Ahmed Yasawi 1103-1166. 
Seine Wege werden uns wohl noch haeufiger in Uzbekistan begegnen, zunaechst besuchen wir jedoch hier in Kasachstan in Turkistan sein Mausoleum (21.06.). Hier in Turkistan eroeffnete er ein Lehrzentrum und zog sich gegen Ende seines Lebens in unterirdische Hoehlen zurueck.
Schulstaetten, Wohnhoehlen, die zu verschiedenen Zeiten verschieden genutzt wurden, koennen auf dem Gelaende des schoenen Mausoleums noch besucht werden.
Das Mausoleum wurde zwischen 1389- 1405 im Auftrag von Timur (Herrscher von Transoxanien) errichtet und ist wohl, obwohl unvollendet, eines der besterhaltendsten Bauwerke dieser Zeit und Teil des Weltkulturerbes seit 2003.
 
UZBEKISTAN
 
22.06-24.06.19 Taschkent / Uzbekistan (2 Mill. Einwohner)
 
Taschkent ist nur einen Steinwurf von Shymkent entfernt, also in die Maschrutka zur Grenze, zu Fuss drueber und per Taxi (nichts anderes geht!) nach Taschkent.
 
Wir haben viel Wildes ueber Uzbekistan gelesen und gehoert, von Aerger mit der Polizei, Bestechung, Auflistung von Medikamenten, Gepaeckkontrollen etc. und sind also vorgewarnt!
Als wir zur Grenze kommen: nichts!!!
Nichts, ausser einem allgemeinen "Welcome to Uzbekistan"!
Eigentlich traut man dem Frieden noch nicht so richtig, aber darf man allen Uzbeken glauben, gilt wohl seit 2016 mit Wahl des neuen Praesidenten fuer Touristen "Welcome to Uzbekistan" als neuer Slogan. Wir lassen uns ja gerne ueberraschen!
Zumindest fuer unseren 2 taegigen Kurzaufenthalt gehen wir sicherheitshalber mal allen Polizisten auf Strassen und U- Bahn aus dem Weg, denn davon gibt es nicht wenige.
 
Downtown Tashkent scheint sehr modern mit einem regen Bar- und Restaurantverkehr, die Preise sind verhaeltnismaessig hoch. Wie Preise wirklich sein koennen, erfahren wir in unserer geliebten Jagobar, am Fluss gelegen, mit Spruehanlage, weil heiss!
 
Wir besuchen den grossen Chorsu Basar und die Kokaldosh Medressa (Medressa= Schule fuer Islamwissenschaften) auf deren Grund auch ein kleines Museum mit dem angeblich aeltesten Koran zu finden ist, dass waehrend unseres Besuchs leider bereits geschlossen hat.
 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar