China                                       Zu den Bildern

Start der Reise durch Eurasien

 

Wir reisen noch gemuetlich in China, allerdings noch mit viel zu schwerem Gepaeck :-)) !

 

Die Wohnung geleert und geputzt, das Koefferchen gepackt geht es am 28.4.19 aus Hangzhou China mit dem Zug nach Ningbo, von dort per Flug nach Zhangjiajie. Unser Nomadentum fuer das naechste halbe Jahr auf der Reise durch 15 geplante Laender beginnt mit einer kleinen Chinaabschlussreise mit Zielen, die immer gewuenscht aber nie erreicht wurden.

 

28./ 30.04.19 Zhangjiajie Mountains & Lissys 70 ster

 

Zhangjiajie sind die beruehmten Avatarberge entsprechend dem gleichnamigen Film.

In Nebel eingepackt sehen sie wirklich so aus als koennten sie fliegen.

Wir fliegen nicht, sondern begnuegen uns zunaechst mit einem Abholservice nach Wulingyuan und einem einfachen Check- In ins Hotel.

Alles hat hier einen sozialstischen Touch, vom Parteiposter bis zur Hoteleinrichtung und wir schlafen endlich wieder auf brettharten Betten!!! Der Hauptgewinn hier ist Adam, der hier das Hotel fuehrt und uns nicht besser mit Infos ueber das Berggebiet versorgen koennte. 

Am naechsten Morgen gondeln wir in die ca. 1000 m hohen Berge bei leider nebeligem Wetter. Das Highlight ist die Yuanjiajie Scenic Area und als der Nebel sich aufzuloesen beginnt, bieten sich uns viele traumhafte Einblicke in dieses ungewoehnliche Karst Berggebiet mit seinen insgesamt 243 BerggipfelnEin Highlight ist hier eine sich 357m über dem Grund erhebende Naturbrücke zwischen 2 Gipfeln, die wir allerdings nur von Ferne betrachten.

Es ist mal wieder kurz vor „Public Holiday in China“ und auf der Brücke Menschenstau .-)!

Wir wandern bis zum Bailong Elevator, der einen kurzerhand in 2 Minuten wieder 335m nach unten befördert, essen noch lecker im Fischrestaurant und kommen müde aber glücklich am Abend wieder nachhause. 

Auf am naechsten Morgen fahren wir wieder per Bus ins Berggebiet, wandern zunaechst am Golden Rock Valley umringt von Makaken Affen am Fluss entlang . Trotzdem das Wetter heue klar ist sind wir uns gar nicht sicher, was nun schoener ist...! Nebel oder kein Nebel?!
Wir haben gutes Wetter mit bester Sicht auf die Mountains und nehmen vom Dorf Huanshi auf 1048m die Yuanjiajie Seilbahn, um von der anderen Seite die Berge des Vortages betrachten zu könne. Dieser ist nur zur Hälfte wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Der Vorteil neben dem Nachteil: es ist wenig los und so genießen wir eben bei bestem Sonnenschein das, was es zu sehen gibt. Übrigens sind die eingenebelten Berge fast schöner und mystischer als ohne!

Wir laufen bergabwärts, fahren mit dem Bus zurück und entdecken beim Dinner den Wawayu- den chinesischen Riesensalamander! Hier wird dieser wohl gerne gegessen, wir begeistern uns jedoch eher am Betrachten !!! 

 

01.05.19

 

Heute beginnt der chinesische Public Holiday, also ein gutes Datum um abzureisen denn nun wirds richtig voll! Zunaechst noch ein Besuch im Wawayu Museum in Zhangjiaje ( der chinesische Riesensalamander ist hier heimisch) und dann 4.5 Std. Zuckelzugfahrt nach Huaihua, dann Fasttrain nach Kunming. Ankunft 23 Uhr und kein Taxifahrer will uns fahren, da unser Hotel zu nah ist, ein gutes Geschaeft zu machen, allerding auch zu weit weg ist, um vollbepackt dorthin zu laufen! Schliesslich findet sich noch jemand der sich unserer erbarmt ,- mit dem wildesten Gefaehrt ueberhaupt :-) !

 

02./03.05.19 Dali ( 40 000 Einwohner;1900m Höhe)

 

Nach knapp 4 Std. Schlaf per Fruehzug nach Dali, Gepäck bleibt dort im "Left Luggage" und mit leichtem Gepäck in die 15 km entfernte neue "Altstadt"! Wir haben ein tolles Hotel mit Terasse, die "Altstadt" ist eher ein wenig enttaeuschend. Der nahegelegenen Erhai Hu- See ist riesig und auf dem Rueckweg fuehlen wir uns ein wenig wie im heimischen Knoblauchsland! Alles Landwirtschaft vor dem Hintergrund des knapp 4000m hohen Berges. Da es nicht so leicht ist Informationen ueber die Umgebung zu bekommen, entschliessen wir uns am naechsten Tag ins nahegelegen Xizhou auf den Markt zu fahren. Hier gefaellts uns schon ein wenig besser und wir sind uns einig: ein Dalibesuch sollte bedeuten, sich per Bike die umliegenden Kaeffer anzusehen, die Altstadt Dalis bietet irgendwie nichts besonderes mehr.

Von Dali geht abends noch im romantischen Lijiangzug ( Doppeldecker, noch nie gesehen) in diesselbige Stadt und die Hotelsuche wird ein Nightschlendern durch die hiesige Altstadt.

Wirklich tolle alte und neu Holzhaeuser und vielleicht die groesste Altstadt die wir soweit gesehen haben,- allerdings mit Flair , wie wir finden.

 

04.05.19 Lijiang (Altstadt 40 000 Einwohner; 2600m Hoehe)

 

Lijiang gefaellt uns richtig gut, nur bessere Information gibts hier auch nicht. Man spricht kein englisch oder die richtigen Leute sind nicht zur richtigen Zeit am richtigen Platz, auf jeden Fall schaffen wir es dann doch noch ein Busticket fuer den naechsten Tag nach Qiaotou aufzutun und einen Plan ueber die Tiger leaping Gorge zu finden. Den Rest des Tages geniessen wir

„ Altstadtflair in Lijiang“ und schreiben die entgültig letzten Postkarten aus China auf dem Altstadtmarktplatz .

 

5.5.- 7.5.19 Tiger Leaping Gorge 

 

Die TLG ist ein als Weltkulturerbe eingestufter Naturpark. Misst man den Hoehenunterschied vom hoechsten zum tiefsten Punkt der Schlucht ist sie mit rund 3900m Hoehenunterschied eine der tiefsten Schluchten der Welt.

 

Die Tour durch die schöne 16km lange Tiger Leaping Gorge beginnt erst einmal mit einer Busfahrt nach Qiaotou und dort trifft man sie dann alle, die westlichen Touristen, die das gemeinsame Ziel verfolgen. Hier wird per Bus das Eintrittsticket gekauft (45 Y) und ein wenig weiter verlässt man dann den Bus, um in Qiaotou loszulaufen.

Berg auf und Berg ab, erst einmal auf Straße dann per Feldweg. Im ersten Abschnitt gibt es eigentlich nichts zu sehen außer wirklich interessante Hinweisschilder mit lustiger englischer Übersetzung zum Schutz des Waldes und dem chinesischen Reisebegleiter, der sich samt Pferd an die Fersen haftet, um immer wieder den Weg als Ritt anzubieten. Schon verlockend! 

 

Wenn man Kraft sparen möchte, schenkt man sich am besten den ersten Teil und lässt sich zur ersten Übernachtungsmöglichkeit im Dorf Nuoyu fahren, bevor es die 28 steilen Serpentinen den Berg hinauf geht. Die sind nun wirklich anstrengend je nach Gepäck!!!

Hat man sich mal hochgeschafft, beginnt eine gemütliche Wanderung am Bergesrand.

Anders als die meisten Touris zum Halfway Guesthouse zu laufen, haben wir im Tea Horse GH (5.5.) übernachtet, dass wir wegen seiner schönen kleinen Zimmer mit phantastischem Bergblick und Terasse empfehlen möchten.


Frühstück dann im Halfway ist prima, denn dort sind dann schon alle Touris losgelaufen!
Der Weg wird immer steiniger und enger aber keine Sorge, so manches Bild im Net dass höhenangstgeplagten Angst machen könnte sieht schlimmer aus als es wirklich ist (Aussage eines Betroffenen!) bzw. ist gut fotografiert. Nach dem Wasserfall geht’s gemütlich weit, es folgt ein steiler Abstieg zu Tinas GH. Reine Laufzeit ca 3 Stunden vom Tea Horse GH bis Tinas GH.

 

Wir laufen weiter in den Walnussgarten, etwa 3 km von Tinas entfernt und übernachten im Woodys GH (6.5.,wieder Ausblick auf den Berg)! Dort befindet sich der schöne und am wenigsten steile Absieg zum Tigersprungstein entlang des Tales, ca 2h Gehzeit!

Je nach Ankunftszeit blühen einem 3 Zahlstellen mit je 15 Rmb.

Der Abstieg ist super lohnenswert und ab 10 Uhr morgens kann man sogar den Stein erklimmen, von welchem einst der Tiger über den Jangtze sprang. Wir waren zu früh, was allerdings der Sache überhaupt keinen Abbruch tat. Das Wasser tost durch die angeblich schmalste Stelle des Jangtze Flusses und die Naturrgewalt ist berrauschend.


Nachmittags bringt uns ein Bus von Tinas weiter nach Shangri-La.

Selbst die Fahrt entlang des Flußes mit Blick auf Berge und Schlucht  ist noch einmal ein Genuss für sich.

 

07.-09.05.19 Shangri- La (Zhongdian; 120 000 Einwohner; 3200m Höhe)

 

Überraschenderweise ist Shangri-La für uns nochmal ein chinesisches Highlight!

 

Abgesehen vom Yak Hotpot, den man unbedingt essen muss, bietet die Stadt, deren Altstadt 2014 einem Brand zum Opfer fiel, dennoch schöne alte Häuser, ein buddhistisches altes Zentrum und neben der angeblich groessten Gebetsmuehle von 21m * eine Menge Eigenleben.

Abends tanzen Einwohner an mehreren Stellen der Stadt zu wirklich schwungvoller Musik, so dass einem selbst bei den hier kalten Temperaturen (ca. 5 Grad) schön warm werden kann.

Wir treffen beim Sightseeing Johanna & Petra aus Hangzhou und verabreden uns für den nächsten Abend in der Stadt.

 

(* angeblich haben die Guide-r die hoechste Gebetsmuehle, siehe Reisebericht Guide/Qinhai)


Was muss man neben der Stadt und seinen Tempeln gesehen haben?? Es lohnt sich definitiv ein Ausflug auf den höchsten Berg der Umgebung, den Shika Snowmountain (8.5.).

Der macht seinem Namen noch alle Ehre, so dass wandern wegen Schnee leider noch nicht möglch ist. Per Gondel geniessen wir den schönen Ausblick vom Berg und winken den beiden Hangzhou Ladys zu, als sie nach oben und wir nach unten fahren.

Wirklich sehenswert ist auch die Ganden Sumtseling Gompa, der große Klosterkkomplex , der etwas außerhalb im Norden der Stadt liegt und unseren Nachmittag füllt.

 

Am Abend wird ordentlich „geklönt“, über Leben in China, Reiseerlebnisse und uns selbst.


Das relativ neue Shambala Kalachakra Mandala Cultural Center fällt auf, wenn man in Shangri-la unterwegs ist und man frägt sich immer, was dieser Bau wohl für ein Gebäude ist!

Hier befindet sich das größte Kalachakra Mandala vergoldet vom 11. Stock beginnend nach unten, umgeben von Räumen mit alten Thankas, Statuen, Kleidung etc. und ist unbedingt einen Besuch wert!!!

Hier verbringen wir unseren Morgen bevor es nachmittags zum Flughafen und ab nach Chengdu geht. Es folgt eine letzte Übernachtung in dem immer wieder erwähnenswerten Jingˋan Buisness Hotel am Chenduer Airport :-) !!!


10./ 12.05.19 Hohhot ( 2.3 Mill. Einwohner)/ Erlian (Erenhot)


Ein früher Flug nach Hohhot, der innermongolischen "blauen Stadt" mit anschliessender Busfahrt zum Bahnhof und Check- In  in einem nahegelegenen Hotel!

Den Nachmittag verbringen wir im Internetcafe um unsere Website auf Vordermann zu bringen.

Die letzten Stunden Chinas sind gezählt!

Am naechsten Morgen organisieren wir uns ein Bustickets für den nächsten Tag zum Grenzübergang Erlian und treiben uns den Rest des Tages noch ein wenig in Hohhot herum.


Hier herrscht wieder chinesisch moslemisches Flair und deshalb gibt es auch plötzlich wieder leckeres Brot zu kaufen. Wir sichten eine Mosche mit chinesichen Schriftzeichen und einen buddhistischen 5 Pagodentempel mit hinduistischen Einflüßen und wahrscheinlich essen wir den besten und dazu noch kostengünstigsten Fisch aller chinesischen Zeiten.

 
Irgendwie kommt hier nochmal alles zusammen, bevor es am nächsten Morgen Richtung mongolische Grenze geht.

 

Erlian oder Erenhot scheint ein ziemliches Nest zu sein und die Nähe zur Mongolei lässt sich an der von oben nach unten geschriebenen Schrift erkennen. Die haben wir noch nie gesehen!

Es windet sehr, als wir am Busbahnhof im ziemlich leeren Erenhot ankommen.

Hier will man eigenlich nicht sein!


Wir haben von Jeeps gehört die angeblich über die Grenze fahren, nur sehen wir erst mal keine! Als ein freundlicher Mann uns dann darauf hinweist, dass dieser einzige Bus der Busstation die Grenze passierend nach Zhamid Uedd in der Mongolei gleich losfährt, steigen wir natürlich ein und ergeben uns unserem Schicksal.

Das erste mongolische Abenteuer beginnt im Bus!

Die Leute sehen schon alle anders aus :-))) !!!...

 

 

 

Xie Xie China !

Bevoelkerung: 1,4 Milliarden

Waehrung: Yuan (1 Euro= 7,8 Yuan)

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar