Usbekistan                                                                   Zu den Bildern

22.06.-24.06.2019 Taschkent

 

06.07.- 24.07.2019 Samarkant, Bukhara, Karakalpakstan, Khiva

 

06.07.19 

Eine kleine Stunde Fahrt mit dem Bus von Penjikent/ Tadschikistan und schon heisst es wieder "Welcome in Usbekistan", ohne Probleme überschreiten wir auch hier die Grenze.

Während sich Micha nach der usbekischen Grenze umringt von & mit teuren Taxifahrern "rumschlagen" muß, handelt Sylvia in aller Abgeschiedenheit den halben Preis für die Strecke aus und los gehts. Unbeobachtet ist oft gut :-)))!

Auf dem Weg fragen wir uns noch, ob das jetzt wirklich sein kann oder wieder ein kleiner Betrüger-Taxi-Trick ist, aber... - es kann!

Wir erreichen die Old Town Samarkand zum Bestpreis!

 

Samarkand mit seinen Moscheen haut einen erst mal weg! Die mosaikverzierten und bemalten Gebäude sind schon etwas ganz Besonderes wie aus 1000 und einer Nacht! Genau so !!!

Dazu ist es noch satte 45 Grad im Schatten, die einem dann noch den Rest geben :-) !

 

Für einen Tag gibt es ein Wiedersehen mit Jose, unserem Reisefreund aus der Mongolei. Eine kleine Sightseingtour machen wir gemeinsam und schon sitzen wir im Restaurant zum Klönen.

In 2 Monaten sind für uns alle viele Dinge passsiert und es gibt eine Menge zu erzählen!

Den Abend verbringen wir zur täglichen Lightshow am Registan, das Herz Samarkands mit seinen 3 Medressen (Schule für islamische Wissenschaften). Heute sind die vom 14.-17. Jhrd. erbauten Prachtgebäude Museum, Shops und Cafes und natürlich vom Feinsten rekonstruiert.

Wir werden hier jeden Abend verbringen, denn das usbekische Leben ist hier zuhause!

 

07.07.- 09.07.19

 Die Hitze verlangsamt uns schon ein wenig oder macht uns gemütlicher als sonst. Egal, denn  erstens haben wir Zeit,  zweitens ists hier schön und drittens gehen uns die Medressen, Moscheen und Mausoleen hier nicht so schnell aus. Es gibt wirklich viele davon anzusehen.

Bemerkenswert ist neben Registan definitiv die Gräberstadt Shah-I- Zinda und

das Gur- Emir bzw.Timur Mausoleum.

Neben der Altstadt zieht es uns auch in die Neustadt zum "Päckchen schicken", dort gibt es dann mal richtig usbekische Preise, nochmal um die Hälfte billiger als im Edelviertel. 

Die wichtigsten Namen in Samarkand sind Karimov (Expräsident 1991-2016), Timur (Eroberer islamischen Glaubens 14.Jhrd) und Ulug- Beg ( Mathematiker/ Astronom15 Jhrd.) !

Allen sind entsprechend Statuen, Mausoleen oder Moscheen gewidmet.

 

Am letzten Abend findet nochmal die besonders große Light/ Laser Show am Registan statt, die alle großen Völker in der Geschichte der Welt darstellt. Ein halbstündiges Spektakel, dass nur bei besonderer Buchung stattfindet und für uns natürlich ein schönes Abschiedsgeschenk ist.

Nie vergessen und ewig in unseren Ohren wird uns der Titel "Samarkand, Samarkand" bleiben!!!

 

10.07- 14.07.19

Mit dem bequemen Zug fahren wir 4h ins noch heißere Bukhara, unserem nächsten Ziel in Usbekistan. Hier wird noch, wie überall, Kunsthandwerk ausgeübt und an allen Stellen der Stadt/ des Dorfes (250 000 Einwohner) kann man den Künstlern bei Künsteln zusehen.

Die Besichtigungslust hat ihren Tiefstpunkt, die Webseite ihren Höhepunkt, hier bringen wir sie 5 Tage lang auf Vordermann. Es gibt Aircon und coole Musik :-) in einem der letzten Internet Cafes, dieser aussterbenden Rasse. Zwar gibt es überall noch "Spielhöllen", die nehmen jedoch aufgrund der Virengefahr keine USB Sticks mehr an.

 

Natürlich lassen wir die wichtigen Sehenswürdigkeiten nicht aus, schließlich war Bukhara einst eine der wichtigsten Handelsstädte der Seidenstraße.

Die Sehenswürdigkeiten lassen sich alle zu Fuß erlaufen  (deshalb auch Dorf) wie das sehenswerte 45m hohe Kalon Minarett mit zugehöriger Moschee oder kleine die 5- türmige Tschor- Minor Medressa. Beindruckend viele Läden und Märkte zieren die Innenstadt und was in Samarkand der Registan war, ist hier ein kleiner Platz am Teich, der Lab-I -Chauz, an den man immer gerne zurückkommt. Hier kommt das Altstadtleben zusammen.

Wir geniessen Bukhara mit seinem dörflichen Flair sehr!

 

15.-23.07.19

Hot, hotter, hottest = Khiva !

Per Taxi und zusammen mit Überraschungsgast Rosa aus Berlin fahren wir nach Khiva.

Hier sind wir nun wirklich hinter einer Mauer in einer Wüstenstadt, aalglatt renoviert aber doch faszinierend, zieht man die Tagestouristen mal ab :-) !

Waren alle Städte touristisch orientiert, ist es Khiva vielleicht am meisten. Die Altstadt ist so auf Tourismus getrimmt, dass wir nach kurzer Zeit die Mauern verlassen um in ein normales Usbekistan zu kommen, das gibts dann gleich ums Eck!

Die Häuser sind aus Lehm oder Sandstein gebaut und genügend Sand und Staub bläst auch durch die Straßen, die Leute schlafen vor ihren Häusern, da es einfach zu heiss ist.

Hier wird das Märchen von 1001 nacht wirklich wahr, die Kulisse könnte jedem Film dienen und ein Gefühl kommt auf: so muss es früher gewesen sein.

Neben zentralasiatischen Touristen sind hier Westerner meist Tagestouristen und auf bereits organisierten Pfaden unterwegs. Für uns ist es gar nicht so einfach, trotz vorhandener Touristeninfo gute Informationen zu bekommen! Wir finden unsern Favorit mit fairen Preisen, den wir deshalb an dieser Stelle erwähnen möchten: www.islambektravel.uz ,- direkt vor Ort und super freundlich & korrekt!

 

Ausflug nach Karakalpakstan und zum Aralsee (17./18.07.19 ; 2 Tage für 3 Ps.= 225 $)

Ein ganztägiger Taxitrip bringt uns incl. Rosa zunächst nach Nukus zum Savitsky Kunstmuseum. Die weltweit 2t größte Sammlung usbekischer, russischer avantgardistischer Kunst im Zeitraum 1918- 1935 ist hier versammelt. Ein interessanter und auch sonderbarer Besuch, bevor wir weiter zum Schiffsfriedhof nach Moynak fahren. Anders aber genauso seltsam erscheint das einst blühende Fischerzentrum am Aralsee , das heutzutage durch den Tourismus wieder ein wenig mehr an Bedeutung gewinnen kann.

Am Rande des Dorfes liegt der Schiffsfriedhof als Mahnmal des Dramas des Aralsees.

Die frühere Hafenstadt liegt heute 100 km vom Ufer des Aralsees entfernt, die wir noch vor uns haben.

Wir steigen in einen SUV um und los gehts durch die lange Prärie des leeren Aralbeckens.

Wir erreichen unser Ziel kurz vor Sonnenuntergang und wenn man schon mal hier ist....rein ins Vergnügen. Floaten im Aralsee!

Der Einzige der wirklich Spass hat, ist definitiv unser Taxifahrer und wahrscheinlich geht es jedem Fahrer so, dessen Fahrgäste im Aralsee floaten wollen. Was einem nämlich keiner sagt, ist, dass die Angelegenheit bis man einmal floatet mehr als überaus schlammig ist. Man sinkt je nach Gewicht bis Mitte Oberschenkel ein, wenn man den See betritt und muss schon ein paar Meter (30?) waten bis man floaten kann.

Pffff, haha, eigentlich die ekligste Sache die ich bisher beim Betreten eines Gewässers erlebt habe, aber definitiv unvergesslich :-))) ! 

Floaten war dann übrigens doch cool, der Salzgehalt ist enorm!

Ein zweites Mal??? Nur mit Boot....rausfahren, reinspringen, floaten! ;-)

 

Wir übernachten bei Vollmond in einer Jurte mt Seeblick,- wundervoll! Ebenso der Sonnenaufgang!

Definitiv ein Ausflug der besonderen Art und trotz langer Fahrzeit empfehlenswert!

 

Auf dem Rückweg besuchen wir noch die Chilpik Kala, eine Rundkala der Zoroastriker (Zoroastrian) mit einem "Tower of Silence", dem Platz für Himmelsbestattungen (1.-10 Jhrd.). und die moslemische Friedhofsstadt Mizdakhan (400 v.Chr.-13 Jhrd.n.Chr.).

Beides interessante Stätten mit spürbar langer Vergangennheit.

 

Hier endet der historische Teil und wir gehen zum Animalischen über :-) , nämlich mit der Besichtigung des Natur Reservates Badai- Tugai und dessen besonderem Bactrian Deer, sehr großen Hirschen. Außergewöhnlich ist natürlich auch, dass dieses Reserve hier inmitten der Wüste zu finden ist. Eine grüne Oase, schattig und feucht!

 

Khiva hat uns wieder und bei 45 Grad im Schatten ist die Begeisterung für Unternehmungen wieder leicht eingeschränkt. Wir verbringen die Zeit bis zur Einreise der organisierten Tour in Turkmenistan sehr gemütlich. Bis zur Ausreise kennen wir fast jeden Stein in Khiva und machen neben der Besichtigung der hervorragenden Museen, Mausoleen & Medressen noch einen Ausflug zu den "5 Kalas (25 $/ pP).

 

Kalas sind einstige Festungsanlagen aus Lehm gebaut, mit Ursprüngen vor unserer Zeitrechnung die 1000de von Jahren überlebten und heute noch als "sandiger" Rest hier in der Gegend zu finden sind. Sie sind einzigartiger Architektur des antiken Khorezm, dem heutigen Karakalpakstan. Einige wurden erst 1938 bei Ausgrabungen entdeckt und sind dadurch zum Glück noch entsprechend gut erhalten ( zB. Kyzyl- Kala).

Die Namen der besuchten Kalas sind: Kyzyl Kala  ,Tuprak Kala & Ayaz Kala, Dum Kala,

Yekke Parsan& Akchakul See zum Schwimmen !

"Lasset die Bilder sprechen ;-) " ! 

 

Nun haben wir hier in Khiva eine Lieblingsfamilie, einen Lieblingsreiseveranstalter und müssen doch gehen. Turkmenistan ruft! Von hier ist es nur ein Katzensprung (1h) zur turkmenischen Grenze. Am Morgen des 24.07.19 ist es soweit, wir fahren nach Shawat, dem usbekisch- turkmenischem Grenzübergang.

 

Uzbekistan

Bevölkerungszahl : 33.255.539 Einwohner

Währung: Som 

               1EURO = 10.39 UZS

 

Ein Wort zu Usbekistan:

 

Usbekistan ist sicherlich DAS Land für unsere Vorstellung von 1001 Nacht und organisierte Reisen werden (zu) teuer verkauft. Die meisten Altstädte sind außerordentlich gut restauriert und die landestypischen Kachelmosaiken sind prächtig, wundervoll und nachhaltig sehr beeindruckend!

 

Der Standard scheint besser als in anderen zentralasiatischen Ländern. Das Auto, das die Strassen beherrscht, heisst hier eindeutig und auffallend Chevrolet.

 

Auch hier sieht man viele freundlich lächelnde "Goldzähnchen", von denen allerdings auch sehr viele versteckte "Raffzähnchen" sind. Es gibt völlig (landesverhältnismässig) überteuerte Touristenpreise vom Toiletteneintritt bis zum Foto machen und bei der Rechnung in Restaurants wurde sich auffallend häufig aus Versehen zu unseren Ungunsten verrechnet. Das geht ganz schnell, obwohl die Geldscheine die größten sind, die wir jemals gesehen haben ;-)! Wir waren bei Ankunft erst einmal irritiert, nicht über die Scheine, sondern über das hiesige Geschäftsgehabe!

 

Karakalpakstan scheint ein noch interessanter, zu erforschender Teil Usbekistans zu sein, als Stadt haben wir uns in Bukhara verliebt und am wohlsten gefühlt!

 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar