Tadschikistan                                                              Zu den Bildern

Gesamtaufenthaltsdauer: 24.06.- 5.07.2019

 

 
24.06.19
Wir erreichen die Hauptstadt Duschanbe spätabends per Flug und zusammen mit tadschikischen Jugend- Judomeistern, es ist also richtg was geboten zu unserem Empfang :-)!
Auf uns wartet nur ein Mann, aber der ist für uns der Wichtigste und bringt uns ins Hotel!!!
 
25.06.19
Ein erster Weg ums Eck bringt uns gleich mit unserem tadschikischen Reiseengel Ulim in Kontakt, der hier als Koch in dem Restaurant arbeitet. Zunächst kommen wir nur zum Essen und finden im Restaurantbesitzer den einzig englisch Sprechenden, wie immer müssen wir uns ja erst einmal orientieren, wo es so hingeht.
Ulim bietet uns an, mit ihm gemeinsam, seine Familie auf dem Dorf zu besuchen und da er unsere volle Sympathie besitzt, sagen wir für den nächsten Tag zu.
 
Mit einem kleinen Plan in der Tasche für den nächsten Tag machen wir uns auf zu einem Citywalk. Duschanbe erinnert ein klein wenig an Astana, hat ein paar sehr saubere protzige Ecken wie zb die Somoni Statue und deren Allee, ansonsten zieht es sich lang über den Varzob Fluss und bietet alle Möglichkeiten, sich irgendwo niederzulassen.
Wichtig sind der Rudacki Park, der Name ist hier Gesetz in Tadschikistan.
Rudacki (858-941 n.Chr aus Penjikent.) gilt als Vater der neupersischen Poesie.
Übrigens gibt es im selbigen Park überall duftende Rosen, die ersten Duftenden aller Ländern dieser Reise soweit. Lecker!!!
 
26.06.19 
Ausflug ins Varzob Valley nach Kharangon! Unser neuer Freund ist leider völlig verstrahlt von der Vornacht und schläft noch tief und fest als wir zum vereinbarten Zeitpunkt im Restaurant ankommen! Kein Grund natürlich, sich vom seinem ursprünglichen Vorhaben abbringen zu lassen! Wir fahren...und wir fahren mit !!! Sicher sind wir uns noch nicht, auf was wir uns da eingelassen haben, aber doch zu überzeugen ! :-)
Toll ist natürlich das einfache Vorankommen in Landessprache, Verhandlungen, Taxis, Privatautos,- alles führt uns in kürzester Zeit über einen Kurzstop im Kinderheim nach Kharangon zur Familie des Cousins! 
Nachdem unser Ulim uns einen super steilen Berg hochjagt und dabei selbst kaum in der Lage ist, treffen wir zum Glück den Cousin der uns allesamt (zum Glück) zurückschickt an den wunderschönen klaren blauen Fluss samt übersichtlich einfachem Wanderweg! Hier finden wir alle was wir gebrauchen können, wir ein schönes Bad und Ulim seinen notwendigen Erholungsschlaf.
 
Das ganze Flussvalley ist ein einziger Wanderweg von Dorf zu Dorf und an jedem Eck werden wir  eingeladen doch mit nachhause zu kommen. Wir haben jedoch unsere Familie mit der wir am Abend Kühe melken und mit den Kids "Boschina Gaskannet" spielen!
Wir schlafen ganz einfach und gut alle in einem Raum und jeder weiß es: alles ist ein Geschenk,- na und wir sind von Allah geschickt. Ein Übernachtungs oder Essensbeitrag in Form von Geld käme einer Beleidigung gleich!
 
( Die Namen : Mama Gina Brata, Omina, Achmed, Papa Suchrob, Amir Khan, Dara)
 
27.06.19
Wieder zurück in der Stadt müssen wir umziehen, was uns ins Guesthaus "Latifa" bringt indem wir den ganzen Nachmittag verquatschen. Das Schöne an Hostels ist tatsächlich neben dem Preis oft die tolle Gelegenheit, sich auszutauschen.
Abends gehen wir nochmal mit unserem mittlerweile wieder erholtem Ulim aus,- in den Childrens Karusselpark und essen Schaschlik Halal! Er verspricht sich zu melden, was bisher leider noch nicht erfolgt ist !
 
28.06.19
Heute geht es los mit der Fahrt zum eigentlichen Ziel für uns in Tadschikistan, dem Gebiet
des Fan Gebirges. Theoretisch könnten unsere erreichten Ziele alle wandernd verbunden werden (> 5000m ) , wäre da im Moment nicht noch der Schnee.
Mittagsfahrt mit dem Sammeltaxi zum Iskander Kul, diesem wundervollen See! Die einzige Nord/ Süd Straßen Verbindung Tadschikistans ist ein zwischendrin und unerwartet dunkler, aufregender langer Tunnel der früher einmal als die Hölle galt. Heute ist man immer noch froh, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen:-) !
 
Am Busbahnhof waren die Taxifahrer in unser Auto eingestiegen, um mit dem Fahrer zu verhandeln, wer uns nun "kriegt" und als wir ausstiegen war die wilde Schlacht beendet. Von "irgendwo" kam unser Fahrer her und überzeugte mit einem tollen Preis.
Gut, wenn Sammeltaxis noch Mitfahrer suchen!
Das ist sein Job, Fernstrecke fahren und dementsprechend wild ist er auch unterwegs! Wir erreichen den Iskander Kul am Abend. Es hat zu Regnen begonnen und eigentlich ist es großes Glück, dass unser Taxi uns noch die ganze Strecke von der Strasse weg zum See bringt.
Public Transport geht hier gar keiner und wenn du irgendwo rumstehst und eine Weiterfahrt suchst brauchst du vieeeel Geduld oder Glück, dass jemand die Strecke fährt.
Wir übernachten am guten alten Turbaza,- dem Campingplatz.
 
Toller Platz Erde, der See auf 2195m Höhe, eingebettet von Bergen und wir laufen noch zum tosenden kleinen "Iguazu ;-)" dem Daya Wasserfall, bevor es dann endgültig dunkel wird und sich einregnet.
 
29.06.19

Was hilft der schönste Platz bei Regen? Nichts ist mehr zu sehen von der Schönheit des Vortages!

Wir fahren weiter per Taxi/ Taxi nach Penjikent ! Was man sagen muss: die Leute hier lassen einen nicht im Regen stehen. Stets haben sich alle unsere Fahrer verantwortlich gefühlt um für eine gute Weiterreise unsererseits zu sorgen.

Das kennen wir aus anderen Ländern auch anders :-)!
 
Die Old Town Penjikent sind weitläufige Ruinen am Rande der jetzigen Stadt, schön zum Bewandern bei Sonnenuntergang! Ansonsten ist Penjikent die Stadt, in der meistens kein Geldautomat funktioniert und eigentlich die Marktstadt für alle Dörfer drumrum.
Definitiv erwähnenswert finden wir in Penjikent auch das Hotel "Sugd", das neben dem großen Wohlfühlfaktor auch tolle Infos und Organisationstips zu den 7 Lakes hat. Ums Eck zu finden ist das "Safina" Restaurant, das vielfach und auch morgens um 6 Uhr schon unser Ziel war.
 
30.06.19
Ein kleines Wanderbündel geschnürt fahren wir 1,5h  zum Gebiet der 7 Lakes- Haft Kul genannt. Wir lassen uns am ersten Lake (Mijgon 1640m, der Schönste!) rauswerfen und wandern bis zum Vierten ( Saya 1740m, Gushor, Nofin 1820m) . Gerade noch zu Beginn des großen Regens  erreichen wir das Homestay "Najmiddin" einer ansässigen Familie,  dessen Vater uns auch mitgenommen hat. Hier ist gerade Unicef Konferenz der tadschikischen Verantwortlichen. In keinem anderen Land Zentralasiens wie in Tadschikistan haben wir so viel Welt-Hunger Hilfe und Unicef Aktivitäten gesehen.
Viele Touristenprojekte werden hier installiert, um der hiesigen Gegend höheren Lebensstandard zu ermöglichen. Eine organisierte Reise und auch die Übernachtungen sind im Vergleich zu den üblichen Kosten für Touristen verhältnismässig teurer.
 
01.07.19
Bester Sonnenschein begleitet uns zum 7. Lake ( Hurdak 1870m, Marguzor 2140m, Hazorchashma 2400m) . Schwimmen im eiskalten See ist uns willkommen, die Socken qualmen eh wieder ordentlich, als wir am Abend zurück ins Homestay kommen.
 
02.07.19
Mitten in der Nacht fährt die erste von 2 täglichen Maschrutkas nach Penjikent, das wir um 5 Uhr früh erreichen. Wie schon erwähnt war unser Restaurant Safina Gold wert.
Immer herzlich willkommen :-)) !
Wir haben ein Internet Cafe entdeckt, dass uns den ganzen Tag beherbergen wird.
Interessant, wer hier so was spielt und natürlich schön junges Gemüse/ Publikum!
Internet Cafes sterben aus werden wir noch im Laufe der Reise erfahren...!
Na und wir...natürlich völlig out ! Bilder sortieren und Webseite bearbeiten...!
Habt ihr kein Mac Book ?? Nööö...! Noch nicht...!
 
03.07.19
"Schruti" ca. 3h nach Artuch, dort erstmal Anstieg Richtung Bergsteigercamp auf 2200m. Wir erreichen unser Ziel schon ein wenig eher als wir eine kleine einfache Familienherberge eingerahmt inmitten der Berge sehen! Das ist es! Von dort wandern wir nochmal 3 km bergauf zum kleinen feinen Chukurak Lake (2430m). Die Esel gehen alle schon wieder holzbepackt nach unten als wir den Berg erklimmen :-)) !
 
04.07.19
Laaange Wanderung zu den Kulikalon Lakes, 6 wunderbaren Gletscherseen auf 2800m Höhe. Durch das Schmelzwasser des sichtbaren Chimtarga Gletschers ist eigentlich alles ziemlich see- ig, die Sicht auf die schönen 3500m hohen Berge wundervoll. Ein kurzes Bad läßt unsere Salzkruste schmelzen :-).
Wir laufen heute zurück bis fast ins Tal und übernachten bei Sator, einer ganz einfachen Unterkunft nahe des Dorfes da die Maschrutka wie immer nachts startet, um nach Penjikent zurückzufahren.
 
05.07.19
In Penjikent fühlen wir uns ja fast schon zuhause. Wie immer funktioniert kein Geldautomat, dafür gibts noch Geldwechsel auf der Bank, ein letztes Internet Cafe Event,
ein letztes Schashlik :-) ! Morgen verlassen wir Tadschikistan nach Uzbekistan, wir werden unserern portugiesischen Edelmann aus der Mongolei wieder treffen.
 
Fazit Tadschikistan:
Land und Leute haben uns gut gefallen und sicherlich wäre der Pamir Highway noch ein erstrebenswertes Ziel!
Aussehen und Sprache der Leute sind dem Persischen näher als dem Russischen.
Auffällig ist im Land überall die "One- Man Show" des Präsidenten in Form von grüßenden Postern, Statuen & Bildern und eine Taxifahrt kann schon mal durch ein notwendiges Gebet des Fahrers in der Moschee unterbrochen werden. Die moslemische Kultur scheint ausgeprägter als in den vorher bereisten Ländern Kirgistan und Kasachstan was sich jedoch nicht auf einen selbst auswirkt. 
 
Einwohner ca. 9 Millionen
Währung Somoni
10,74 TJS = 1 Euro
 
Die definitiv schönste ausländische Vokabel ist es und wird es bleiben, nämlich:
Hobbihusch = Gute Nacht! 
 
 

Von China nach Deutschland

Coming soon !!!

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© Michael Klar